Hallo Bernstein
ich habe mir vor einigen Monaten einen digital Camcorder
zugelegt.
Fotos werden meist viel zu dunkel aufgenommen.
Camcorder sind eigentlich fürs Filmen gedacht, die zusätzliche Fotofunktion ist in der Tat bei allen Camcordern miserabel und sollte nun nicht Grund zum Meckern sein - entweder Film - dann Camcorder - oder Foto - dann digit. Kamera (und da ist jede einfache besser als ein Camcorder).
Zum üben habe ich ein und dasselbe Objekt mehrfach unter
bestimmen manuellen Einstellungen (Strand/Schnee, Schwachlicht
Modus etc.) ausprobiert.
Bezieht sich das auf Foto oder Film??? Dann siehe oben.
Zusätzlich zu diesen Einstellungen lässt sich das ganze noch
mit dem manuellen Weissabgleich (Außenaufnahme-, Innenaufnahme
Modus) einstellen. Wie kombiniert man dies richtig zusammen?
Sollte nicht der automatische Weissabgleich schon für das
perfekte Bild sorgen, was er meiner Meinung nach nicht
macht.
Normalerweise sollte ein Camcorder in der Tat einen möglichst guten Weißabgleich hinbekommen und das immer und schnell und automatisch. Dass es da Unterschiede gibt sieht man beim Vergleichen sofort. Jeder Hersteller hat zudem seine eigene Vorstellung vom subjektiv besten Eindruck. Messtechnisch ist weiß aber immer weiß und da liegen viel daneben. Liegt aber auch an Einstellparametern des eigenen Monitors - wo schaust du dir die Sachen an?? TV, PC?
Außenaufnahmen heißt: „Blaues“ Licht - Farbtemperatur hoch (6.500 K zB, genauer Wert steht aber auch in deiner Bed.-anleitung)
Innen aufnahme heißt: „Warmes, rotes“ Licht - 3000 K.
Steht deine Kamera auf einem dieser Festwerte würde beim Filmen draußen evtl. alles stimmen, nimmst du dann aber drinnen bei Raumbeleuchtung auf, ist alles gelb-rotstichig. Oder umgekehrt - drinnen ok, aber draußen blaustichig.
Wenn manueller Abgleich, dann jede Szene mit der gewünschten Beleuchtung ausleuchten, weißes Blatt Papier IN die Beleuchtung halten und DARAUF weiß abgleichen. AutoWhite tut es in der Regel aber auch.
Die Auto-Programme (Nacht/Tag etc.) haben idR nur Einfluss auf die elektron. Verstärkung. Bei wenig Licht und ohne NACHT-Programm würde elektr. verstärkt - Folge ist Rauschen, weg damit. Dann schaltet man mit NACHT-Programm die Verstärkung aus und Schwarz ist Schwarz.
Und nun kommt noch der manuelle Focus Was hat das alles zu
bedeuten?
Die Frage ist doch wohl eher rhetorisch?? Manuell heißt manuell, mit der Hand - da scharf wo du willst und nicht wo die Kamera will. Macht Sinn, wenn das Scharfe am Bildrand steht z.B., aber die Kamera immer auf den Bildhintergrund (weil in der Bildmitte) scharf stellt…
Verschlusszeiten 1/50 – 1/8000
Blendeneinstellungen F2 – F16, OP+0db - OP+18db, Close
Hast du ganz viel Licht und machst du ganz tolle Aufnahmen von tollen Sportarten, dann tastet die Kamera kürzer ab - Folge soll ein schärferes Standbild sein - Bewegung wird schärfer eingefroren. Wer’s braucht! Wenn dir allerdings manueller Fokus und der Zusammenhang von Blende und Tiefenschärfe in Zusammenhang mit Verschlusszeit nichts sagt, solltest du einmal kurz etwas darüber in Schnellkurs für Fotoanfänger lesen. Das führt hier etwas zu weit.
Naja vielleicht steckt in dem Camcorder wirklich mehr drin als
ich bisher wusste.
…oder es wird wieder mal viel mehr versprochen, als wirklich geleistet wird.
Die Silvesteraufnahmen kann ich jedenfalls
komplett in den Müll schmeißen. Viel zu dunkel und wenn ich
einer abgeschossenen Rakete hinterhergefilmt habe, sah man nur
noch unscharfe Flecken anstatt das Feuerwerk.
Machst du nur Extremaufnahmen oder haben die Alltagssituationen schon mal geklappt? Solche Aufnahmen bekommt man sogar mit Top-Digitaltechnik kaum hin…
…und das mit den unscharfen Flecken hat mit manuell und automatischem Fokus zu tun - da versucht die Automatik auf den weiten, weiten Himmel scharf zu stellen, sieht aber dann deine Rakete, beginnt scharf zu stellen, aber - hoppla weg isse - Himmel scharf, Rakete scharf - soll die Automatik dir das Denken abnehmen?
Noch weiterhin viel Spaß in Extremsituationen wünscht
Pit