Die Sache mit beschleunigten Uhren und Zwillingen

hallo,

also ich als Laie bin ganz schön verwirrt im Moment. :smiley:
Ich habe nämlich letztens gelesen, dass beschleunigte Uhren ( bsp. eine Uhr in einer fliegenden Rakete ) langsamer laufen als nicht beschleunigte Uhren (bsp. eine Uhr auf der Erde). Warum ist das so? Warum läuft eine Uhr durch eine Beschleunigung langsamer?

Ach und noch etwas: Da gibt es ja noch die Sache mit den Zwillingen: Ein Zwilling fliegt mit der Rakete lange Zeit im Weltall umher und wenn der zurück kommt ist er jünger als der andere Zwilling, oder? Meine Frage dazu lautet:

  1. Mit welcher Beschleunigung /Geschwindigkeit muss der Zwilling sich bewegen (also der in der Rakete)
  2. Warum ist er dann jünger als der andere Zwilling, ich meine es kommt doch auf die „biologische Uhr“ an?
  3. Was hat es mit diesem ZwillingsPARADOXON auf sich?

jaja viele Fragen :smile:
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen

Liebe Grüße
iamnameless1

Raum-/Zeitdilatation

also ich als Laie bin ganz schön verwirrt im Moment.

Macht nichts, geht am Anfang jedem so, bis man sich damit anfreunden kann, dass es nicht einen fixen 3-dimensionalen Raum und eine Zeit gibt, sondern eine verformbare 4-dimensionale Raumzeit.

Ich habe nämlich letztens gelesen, dass beschleunigte Uhren (
bsp. eine Uhr in einer fliegenden Rakete ) langsamer laufen
als nicht beschleunigte Uhren (bsp. eine Uhr auf der Erde).

Stimmt und ist auch so gemessen worden. Ein Problem für das GPS.

Warum ist das so? Warum läuft eine Uhr durch eine
Beschleunigung langsamer?

Such dich mal mit den Begriffen durch. Es hat da eine vektorielle Erklärung. Man ist zwar immer gleich schnell auf dem Vektor durch die 4 Dimensionen, verliert aber z.b. Zeit.

  1. Mit welcher Beschleunigung /Geschwindigkeit muss der
    Zwilling sich bewegen (also der in der Rakete)

Schnell. Sehr schnell, mehr als 90 % Lichtgeschwindigkeit.

  1. Warum ist er dann jünger als der andere Zwilling, ich
    meine es kommt doch auf die „biologische Uhr“ an?

Eben und die läuft ja in der Raumzeit bei dem einen schneller und - relativ dazu - bei dem anderne Langsamer. Die Materie (falls es überhaupt welche gibt) findet ja in der Raumzeit „statt“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitdilatation
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwillingsparadoxon

Gruß

Stefan

Ein paar AWs
Hallo,

Ach und noch etwas: Da gibt es ja noch die Sache mit den
Zwillingen: Ein Zwilling fliegt mit der Rakete lange Zeit im
Weltall umher und wenn der zurück kommt ist er jünger als der
andere Zwilling, oder?

Er altert langsamer als der andere Zwilling, daher ist bewegter Zwilling 1 am ende jünger als der Zwilling 2 der stehen bleibt, denn nicht die Uhren gehen langsamer, sondern die Zeit vergeht langsamer :wink:

Meine Frage dazu lautet:

  1. Mit welcher Beschleunigung /Geschwindigkeit muss der
    Zwilling sich bewegen (also der in der Rakete)

Im Prinzip muss er sich einfach nur bewegen, aber je schneller er sich bewegt umso größer ist am Ende auch der Altersunterschied. Je schneller sich ein Körper bewegt umso langsamer vergeht die Zeit.
Streng genommen reicht es wenn du einfach gehst, Auto fährst etc. Da diese Geschwindigkeiten allerdings sehr klein sind fällt es nicht wirklich ins gewicht.

  1. Warum ist er dann jünger als der andere Zwilling, ich
    meine es kommt doch auf die „biologische Uhr“ an?

Wie schon geschrieben vergeht die Zeit langsamer, daher auch alle Prozesse die stattfinden und somit geht auch seine biologische Uhr langsamer.

Leider kann ich dir nicht alles beantworten, da ich auch nur verstehe WAS passsiert, aber nicht genau warum.
Überigens ist das ein kleines Problem bei der GPS-Navigation gewesen. Die Satellieten haben Atomuhren, also extrem genaue Uhren mit an bord. Da sich die Satellieten relativ schnell um die Erde bewegen kann man feststellen, dass die Atomuhren in den Satellieten langsamer gehen und somit nach einiger Zeit nach gehen.

Lg

Hallo!

also ich als Laie bin ganz schön verwirrt im Moment. :smiley:
Ich habe nämlich letztens gelesen, dass beschleunigte Uhren (
bsp. eine Uhr in einer fliegenden Rakete ) langsamer laufen
als nicht beschleunigte Uhren (bsp. eine Uhr auf der Erde).
Warum ist das so? Warum läuft eine Uhr durch eine
Beschleunigung langsamer?

Es reicht schon eine Geschwindigkeit (ohne Beschleunigung), dass die Uhren unterschiedlich schnell laufen. Warum? … Die Lichtgeschwindigekit ist für jeden Beobachter gleich groß. (Dafür gibt es keinen tieferen Grund: Das ist halt so).

Nehmen wir an, in einem Zug steht eine Tischtennisplatte. Zwei Leute spielen sich den Ball gegenseitig zu. Die Tischtennisplatte hat eine Länge von 2 m. Wenn der Ball eine halbe Sekunde braucht, bedeutet das, dass er sich mit einer Geschwindigkeit von 4 m/s bewegt.

Am Bahndamm steht jemand und beobachtet das Geschehen. Für ihn bewegt sich der Ball mit 4 m/s über den Tisch. Hinzu kommt die Bewegung des Zuges mit 50 m/s. Nach dem Pythagoras beträgt die Geschwindigkeit insgesamt 50,2 m/s.

Wird das gleiche Experiment mit Photonen durchgeführt. Um die Rechnung zu erleichtern, ist die Tischtennisplatte 300.000 km lang und der Zug fährt mit 200.000 km/s. Das Photon braucht im Zug genau eine Sekunde um die Tischtennisplatte zu überqueren. Vom Bahndamm aus betrachtet ist diese Strecke aber viel weiter, nach dem Pythagoras genau 400.000 km. Für diese Strecke braucht das Photon (vom Bahndamm aus gemessen) 1,33 Sekunden. Also schließt der Mann am Bahndamm, dass die Sekunde der Tischtennisspieler etwas länger ist (genauer: um 33% länger) als seine eigene Sekunde. Er sagt: Die Uhr im Zug geht langsamer.

  1. Warum ist er dann jünger als der andere Zwilling, ich
    meine es kommt doch auf die „biologische Uhr“ an?

Die Zeitdilatation bezieht sich auf alle Uhren und damit auch auf alle Prozesse (auch auf die biologischen). Es wird einfach die Zeitachse gedehnt. Deswegen bemerkt der bewegte Beobachter auch nichts, denn sein Pulsschlag ist genau im selben Maße gedehnt wie das Ticken seiner Armbanduhr.

  1. Was hat es mit diesem ZwillingsPARADOXON auf sich?

paradox (also: sich selbst widersprechend) ist diese Geschichte vermeintlich aus folgendem Grund: Nach Einstein hat jeder Beobachter von seinem Standpunkt aus recht mit seinen Berechnungen. Die Tischtennisspieler im obigen Beispiel dürfen sich selbst durchaus als ruhend empfinden. Dann bewegt sich der Beobachter am Bahndamm. Also müsste seine Uhr langsamer gehen. Folglich dürften beide Zwillinge jeweils für sich in Anspruch nehmen, schneller zu altern als der andere. Das ist scheinbar paradox.

Der scheinbare Widerspruch wird folgendermaßen aufgelöst: Damit sich beide Zwillinge ein zweites Mal wieder begegnen, muss einer der beiden Zwillinge umkehren. Dadurch ist die Situation nicht mehr vollkommen symmetrisch.

(Das kann man alles ausrechnen, führt hier jedoch zu weit).

Michael

  1. Mit welcher Beschleunigung /Geschwindigkeit muss der
    Zwilling sich bewegen (also der in der Rakete)

die beschleunigung muss im schnitt kleiner sein als die auf der erde, dann ist der zwilling älter, wenn er zurück kommt.

  1. Warum ist er dann jünger als der andere Zwilling, ich
    meine es kommt doch auf die „biologische Uhr“ an?
  2. Was hat es mit diesem ZwillingsPARADOXON auf sich?

alle informationen, die für uns wichtig sind, werden immer mit maximal lichtgeschwindigkeit übertragen. Auch die information, wie alt man ist, kann nur dadurch übertragen werden, dass jede einzelne deiner zellen ihren uhrenstand an alle zellen z.b. deiner freundin sendet, wie alt du bist/ aussiehst.

bewegst du dich jetzt von deiner freundin weg, wird der abstand zwischen euch größer.
ein teilchen, welches eine information von ihr zu dir transportiert, braucht zuerst nur 1min und dann plötzlich 1min und 1s, dann 1min2s, dann 1min3s usw.

das heißt, obwohl die information von deiner freundin immer nach 1min abgesendet wird, kommt die jeweilige information nicht in 1-minuten-abständen an, sondern immer später, je weiter du dich weg bewegst. der weg wird immer größer.

da DEINE armbanduhr aber immer den gleichen abstand zu deinen augen hat, erreicht dich die information, wie spät es ist, immer nach 1min.

wenn du jetzt die informationen - also die DEINER uhr und die der uhr deiner freundin vergleichst, stellst du fest, dass die uhr deiner freundin nach 3min immerhin schon 3sekunden nach geht.

das ist die grundlage des ganzen.

die zeit ist abhängig von der information.

und dann wird es kompliziert.

beschleunigt man, vergeht die zeit auch langsamer.

es gibt jedoch einen unterschied.
Bewegt man sich unbe-schleunigt - also mit konstanter geschwindigkeit - bewegen sich - wenn man so will - alle zeiten in konstanten abständen durch einen durch.
soll heißen: man stelle sich die zeit als videokasette vor. das band läuft immer gleich schnell.
jede einzelne unserer zellen bekommt in regelmäßigen abständen einen zeitstempel wie das display des videorecorders.

beschleunigt man, kann man sich das so vorstellen, als würden sich im videorecorder 5 videokasetten befinden, die alle mit unterschiedlichen geschwindigkeiten abgespielt werden.

das gleiche passiert mit unseren zellen und atomen, wenn wir beschleunigen.
bewegen wir uns konstant, kriegen wir nur einen zeitstempel regelmäßig.
bewegen wir wir uns beschleunigt, bekommen wir zeitstempel in verschiedenen abständen aufgedrückt.

d.h.: wenn 2 mann unterschiedlich stark beschleunigen, heißt das, dass sie in unterschiedlichen abständen gestempelt werden.

und da die zeitstempel die zeit bestimmen, stellen die beiden zwillinge irgendwann fest, der eine hat schon graues haar.

bewegst du dich jetzt von deiner freundin weg, wird der
abstand zwischen euch größer.
ein teilchen, welches eine information von ihr zu dir
transportiert, braucht zuerst nur 1min und dann plötzlich 1min
und 1s, dann 1min2s, dann 1min3s usw.

das heißt, obwohl die information von deiner freundin immer
nach 1min abgesendet wird, kommt die jeweilige information
nicht in 1-minuten-abständen an, sondern immer später, je
weiter du dich weg bewegst. der weg wird immer größer.
[…]
das ist die grundlage des ganzen.

Nö, das was du hier schilderst sind die Auswirkungen des Dopplereffekts, also dem Effekt, der auch dafür sorgt, dass z.B. bei einem Krankenwagen der auf uns zukommt, sich die Sirene höher anhört und wenn er von uns wegfährt sie sich tiefer anhört.

Hier gehts aber um die relativistische Zeitdilatation, und die hat ihre Ursache eben nicht im Dopplereffekt. Das sind zwei paar verschiedene Stiefel.

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Hallo!

Wird das gleiche Experiment mit Photonen durchgeführt. Um die
Rechnung zu erleichtern, ist die Tischtennisplatte 300.000 km
lang und der Zug fährt mit 200.000 km/s. Das Photon braucht im
Zug genau eine Sekunde um die Tischtennisplatte zu überqueren.
Vom Bahndamm aus betrachtet ist diese Strecke aber viel
weiter, nach dem Pythagoras genau 400.000 km. Für diese
Strecke braucht das Photon (vom Bahndamm aus gemessen) 1,33
Sekunden. Also schließt der Mann am Bahndamm, dass die Sekunde
der Tischtennisspieler etwas länger ist (genauer: um 33%
länger) als seine eigene Sekunde. Er sagt: Die Uhr im Zug geht
langsamer.

Tja, rechnen sollte man können …

Richtig müsste es heißen:

„… nach dem Pythagoras genau 360.555 km. Für diese Strecke braucht das Photon (vom Bahndamm aus gemessen) 1,20 Sekunden. Also schließt der Mann am Bahndamm, dass die Sekunde der Tischtennisspieler etwas länger ist (genauer: um 20% länger) als seine eigene Sekunde. …“

Sorry für diesen Rechenfehler!

Michael

das ist die grundlage des ganzen.

Hier gehts aber um die relativistische Zeitdilatation,

hier geht es darum, dass die zeit langsamer vergeht. und das basiert immer darauf, dass die informationsteilchen mehr zeit benötigen.

ob das nun doppler ist oder die relativistische zeitdilatation, ist egal. es ging nur um die grundlage…und das soll nicht heißen, dass der dopller-effekt die grundlage der zeitdillatation sei. ist ja blödsinnig.

hier geht es darum, dass die zeit langsamer vergeht. und das
basiert immer darauf, dass die informationsteilchen mehr zeit
benötigen.

Nein.
Dass das was anderes ist, siehst du ja allein schon daran, dass in deiner Beschreibung die Zeit eines auf dich zu fliegenden Objekts schneller gehen würde, weil die „Informationsteilchen“ weniger Zeit benötigen, d.h. die Ticks der Uhr kommen wegen des Dopplereffekt in kürzeren Abständen bei dir an.

In Wirklichkeit geht aber die Zeit in einem bewegten Bezugssystem langsamer, vollkommen unabhängig ob es sich auf dich zu oder von dir wegbewegt.

Dein Beispiel würde außerdem auch in einem Universum ohne Zeitdilatation funktionieren, wie es Newton z.B. beschrieb (also universelle Zeit, absoluter Raum, etc). Da gibt es den Dopplereffekt und das von dir beschriebene Szenario genauso. Aber eine Zeitdilatation gibt es dort deswegen nicht.

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hier geht es darum, dass die zeit langsamer vergeht. und das
basiert immer darauf, dass die informationsteilchen mehr zeit
benötigen.

Nein.
Dass das was anderes ist, siehst du ja allein schon daran,
dass in deiner Beschreibung die Zeit eines auf dich zu
fliegenden Objekts schneller gehen würde,

erklaer mal, warum in einem zug die uhr langsamer vergeht, ohne zu erwaehnen, dass sich der zug um v*t weiterbewegt hat, seitdem das photon abgesendet wurde. das ist naemlich der punkt.
und dieser punkt gilt fuer doppler und srt.

darum ging es bei dem beispiel. ich habe nichts von doppler geschrieben. du kannst natuerlich weiterhin behaupten, der nougatkuchen sei nougatkuchen und der haette nix mit zucker zu tun.

das zeigt, dass du zu viel abliest.

Hallo!

erklaer mal, warum in einem zug die uhr langsamer vergeht,
ohne zu erwaehnen, dass sich der zug um v*t weiterbewegt hat,
seitdem das photon abgesendet wurde. das ist naemlich der
punkt.

Nein, ist es nicht.

und dieser punkt gilt fuer doppler und srt.

Nein, das sind zwei Paar Stiefel.

Du stehst am Bahndamm. Der Bahnsteig ist genau 300 m lang. Du stehst genau in der Mitte. Der Zug ist drei Meter breit. In seinem Inneren läuft eine Lichtuhr, d. h. ein Photon wird ständig zwischen rechts und links hinterher reflektiert. Nach jedem Takt wird ein Lichtsignal zu Dir gesendet, das Du mit Deiner Uhr vergleichst.

Das erste Lichtsignal wird abgegeben, als der Zug das linke Ende des Bahnsteigs erreicht. Das zweite Lichtsignal, als der Zug das rechte Ende erreicht. Im Inneren des Zuges hat das Photon der Lichtuhr einen Weg von 2 * 3 m = 6m zurückgelegt. Dafür braucht es die Zeit 20 ns. Vom Bahnsteig aus siehst Du, dass sich das Photon zweimal 150 m in x-Richtung und 3 m in y-Richtung bewegt. Nach dem Pythagoras beträgt diese Strecke: 300,06 m. Dafür braucht das Licht 1000,2 ns. Die Zeit läuft also am Bahndamm rund 50mal schneller als im Zug.

Der Zug hat übrigens eine Geschwindigkeit von 0,9998 c

Würden wir den Dopplereffekt dafür verantwortlich machen, so kämen wir zu dem Ergebnis, dass die Lichtuhr im Zug gleich schnell läuft wie die Uhr auf dem Bahndamm, da sich der Zug die halbe Zeit auf Dich zu bewegt und die halbe Zeit von Dir weg.

Klassische Formel für den Dopplereeffekt:

f’ = f * (1 + v/c) (bewegter Empfänger)
f’ = f / (1 - v/c) (bewegter Sender)

Relativistische Formel für den Dopplereffekt:

f’ = f * √ (c + v)/(c - v)

Michael

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Das erste Lichtsignal wird abgegeben, als der Zug das linke
Ende des Bahnsteigs erreicht. Das zweite Lichtsignal, als der
Zug das rechte Ende erreicht. Im Inneren des Zuges hat das
Photon der Lichtuhr einen Weg von 2 * 3 m = 6m zurückgelegt.
Dafür braucht es die Zeit 20 ns. Vom Bahnsteig aus siehst Du,
dass sich das Photon zweimal 150 m in x-Richtung und 3 m in
y-Richtung bewegt. Nach dem Pythagoras beträgt diese Strecke:
300,06 m. Dafür braucht das Licht 1000,2 ns. Die Zeit läuft
also am Bahndamm rund 50mal schneller als im Zug.

das photon hat also durch die bewegung des zuges mehr weg zurueckgelegt. genau das war meine grundaussage.

Würden wir den Dopplereffekt dafür verantwortlich machen,

das habe ich nie. ich habe gesagt, dass eine information durch die bewegung des objektes spaeter ankommt. das ist auch beim zug so.

…und das ist die grundlage

…und die grundlage in zahlen: sqrt(1-v²/c²).

das habe ich nie. ich habe gesagt, dass eine information durch
die bewegung des objektes spaeter ankommt. das ist auch beim
zug so.

Nochmal, das ist nicht der Punkt. Wenn der Zug auf dich zu kommt, dann kommen die Informationen früher an. Deshalb läuft die Zeit aber nicht schneller.

Der Punkt ist, dass durch die Bewegung der Uhr die Photonen aus Sicht des ruhenden Beobachters mehr Strecke in der Uhr (also in ihrem Ruhesystem) zurücklegen. Da die Lichtgeschwindigkeit aber immer gleich ist, ist dies nur möglich, wenn die Zeit dort langsamer vergeht. Die Zeitdilatation ist daher eine reine Folge aus der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.

Wann und wie schnell die Information bei dir ankommt, ist dabei vollkommen irrelevant. Deshalb spielt es eben auch keine Rolle, ob der Zug auf dich zu kommt oder sich von dir wegbewegt.

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Die
Zeitdilatation ist daher eine reine Folge aus der Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit.

die zeitdilatation entsteht durch die bewegung des empfängers/ senders im ruhesystem.
der doppler-effekt entsteht durch die bewegung des empfängers/ senders im ruhesystem.
für beide gilt also, dass eine konstante informationsgeschwindigkeit und eine relativbewegung einen effekt hervorrufen(die art des effektes, also der wirkung unbeachtet).

mein punkt war, warum überhaupt das ganze geschieht, nämlich: es bewegt sich der empfänger/sender. eine information muss einen größeren weg zurücklegen.

dein punkt war, mir zu beweisen, dass doppler und srt unterschiedlich sind.

du brauchst mir deinen punkt nicht zu beweisen. ich weiß, dass das nicht identisch ist.

es wäre aber sehr nett, wenn du mir erlaubst, die gemeinsamkeit, die srt und doppler haben, als gemeinsamkeit zu beschreiben und nicht die gemeinsamkeit dadurch ad absurdum zu führen, dass es unterschiede gibt. das macht nämlich wenig sinn.

ich klink mich unabhängig davon jetzt aus…es war mir wiedermal eine freude…

dein punkt war, mir zu beweisen, dass doppler und srt
unterschiedlich sind.
du brauchst mir deinen punkt nicht zu beweisen. ich weiß, dass
das nicht identisch ist.

Das glaub ich dir sogar, aber…

mein punkt war, warum überhaupt das ganze geschieht, nämlich:
es bewegt sich der empfänger/sender. eine information muss
einen größeren weg zurücklegen.

…du hast den Grund der Zeitdilatation trotzdem offenbar immer noch nicht verstanden.

Ein letztes Mal probier ichs:
Auch in einem newtonschen Universum legt das Signal aus Sicht des ruhenden Beobachters einen größeren Weg zurück. Dort gibt es aber keine Zeitdilatation. Du musst doch daher einsehen, dass deine obige Erklärung deshalb so nicht ausreichend sein kann.

Der springende Punkt bei der Sache und der Unterschied zu der uns geläufigen newtonschen Welt ist einfach der:
Wenn sich bei Newton der Zug mit 200 km/h bewegt hat, dann hat sich der Lichtstrahl dort mit c+200km/h aus Sicht des ruhenden Beobachters bewegt. Er legt zwar eine größere Strecke zurück, aber meistert sie aufgrund der höheren Geschwindigkeit dennoch in der gleichen Zeit wie eine ruhende Uhr.
Heute wissen wir aber, dass das nicht stimmt. Der Lichtstrahl bewegt sich eben im Zug nicht mit c+200km/h sondern nur mit c. Und zwar für beide (!) Beobachter (was bei Newton gar nicht möglich ist).

Der Punkt und damit der Hauptgrund der Zeitdilatation ist eben diese Tatsache, nämlich dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Bezugssystemen die gleiche ist! Sie ist unabhängig vom Beobachter. Damit das geht, müssen Raum und Zeit relativ werden. Und nichts anderes als die Relativität der Zeit ist die Zeitdilatation.

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Hallo!

Ich finde es ziemlich schwach, dass Du nun behauptest, der Dopplereffekt sei nie Deine Begründung für die Zeitdilatation gewesen, denn in Deinem ersten Posting zu diesem Thema schreibst Du:

"bewegst du dich jetzt von deiner freundin weg, wird der abstand zwischen euch größer.
ein teilchen, welches eine information von ihr zu dir transportiert, braucht zuerst nur 1min und dann plötzlich 1min und 1s, dann 1min2s, dann 1min3s usw.

[…]

das ist die grundlage des ganzen."

die zeitdilatation entsteht durch die bewegung des empfängers/
senders im ruhesystem.
der doppler-effekt entsteht durch die bewegung des empfängers/
senders im ruhesystem.
für beide gilt also, dass eine konstante
informationsgeschwindigkeit und eine relativbewegung einen
effekt hervorrufen(die art des effektes, also der wirkung
unbeachtet).

Nein, nein, und nochmal: nein. Die Zeitdilatation hat überhaupt nichts mit einer „konstanten Informationsgeschwindigkeit“ zu tun. In welcher Weise die Information aus dem bewegten System ins ruhende System ist völlig gleichgültig. Auch wenn es unendlich schnellen Informationsaustausch gäbe (was nach der SRT verboten ist) gäbe es die Zeitdilatation, denn ihre Ursache ist nicht die endliche und konstante Ausbreitungsgeschwindigkeit der Information, sondern die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit.

Dopplereffekt und Zeitdilatation haben rein gar nichts miteinander zu tun.

es wäre aber sehr nett, wenn du mir erlaubst, die
gemeinsamkeit, die srt und doppler haben, als gemeinsamkeit zu
beschreiben und nicht die gemeinsamkeit dadurch ad absurdum zu
führen, dass es unterschiede gibt. das macht nämlich wenig
sinn.

Es gibt keine Gemeinsamkeit.

ich klink mich unabhängig davon jetzt aus…es war mir
wiedermal eine freude…

Wahre Größe hättest Du zeigen können, indem Du Deinen Irrtum erkannt und eingestanden hättest.

Michael

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"bewegst du dich jetzt von deiner freundin weg, wird der
abstand zwischen euch größer.
ein teilchen, welches eine information von ihr zu dir
transportiert, braucht zuerst nur 1min und dann plötzlich 1min
und 1s, dann 1min2s, dann 1min3s usw.

[…]

das ist die grundlage des ganzen."

richtig…und wenn die freundin am bahnhof sitzt und sie selbst im fahrenden zug…braucht das photon dann laenger, als wenn der zug steht oder nicht? bewegt sie sich von ihrer freundin weg oder nicht?

Die Zeitdilatation hat
überhaupt nichts mit einer „konstanten
Informationsgeschwindigkeit“ zu tun.

die konstante informationsgeschwindigkeit nennt man lichtgeschwindigkeit

In welcher Weise die
Information aus dem bewegten System ins ruhende System ist
völlig gleichgültig.

wieder irgendwas, was ich gesagt haben soll???

Auch wenn es unendlich schnellen
Informationsaustausch gäbe (was nach der SRT verboten ist)
gäbe es die Zeitdilatation, denn ihre Ursache ist nicht die
endliche und konstante Ausbreitungsgeschwindigkeit der
Information, sondern die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit.

da faellt es mir wirklich schwer, drauf zu antworten. dass die lichtgeschwindigkeit eine - und zugleich DIE - maximale konstante informationsgeschwindigkeit ist, sollte wohl jedem klar sein.

Wahre Größe hättest Du zeigen können, indem Du Deinen Irrtum
erkannt und eingestanden hättest.

die zeige ich jetzt, indem ich mich ausklinke…

"bewegst du dich jetzt von deiner freundin weg, wird der
abstand zwischen euch größer.
ein teilchen, welches eine information von ihr zu dir
transportiert, braucht zuerst nur 1min und dann plötzlich 1min
und 1s, dann 1min2s, dann 1min3s usw.

[…]

das ist die grundlage des ganzen."

richtig…und wenn die freundin am bahnhof sitzt und sie
selbst im fahrenden zug…braucht das photon dann laenger, als
wenn der zug steht oder nicht? bewegt sie sich von ihrer
freundin weg oder nicht?

Das hat NICHTS aber rein GARNICHTS mit der Zeitdilatation zu tun. Aber wenn Du es nicht begreifen willst, dann lass es halt.

Auch wenn es unendlich schnellen
Informationsaustausch gäbe (was nach der SRT verboten ist)
gäbe es die Zeitdilatation, denn ihre Ursache ist nicht die
endliche und konstante Ausbreitungsgeschwindigkeit der
Information, sondern die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit.

da faellt es mir wirklich schwer, drauf zu antworten. dass die
lichtgeschwindigkeit eine - und zugleich DIE - maximale
konstante informationsgeschwindigkeit ist, sollte wohl jedem
klar sein.

Erstens sind „konstant“ und „invariant“ zwei verschiedene Dinge.
Zweitens: Warum sollte jedem klar sein, dass es keine schnellere Übertragung von Information gibt als die Vakuumlichtgeschwindigkeit? (Das ist eine Folgerung der SRT, nicht eine ihrer Voraussetzungen!)
Drittens: Ich bestreite ja gar nicht, dass dies so ist. Nur ist es für die Begründung der Zeitdilatation vollkommen unerheblich und zu ihrer Berechnung vollkommen untauglich. Nicht umsonst bewegte sich der Zug in meinem Beispiel (auf das Du im Übrigen überhaupt nicht eingegangen bist) senkrecht zur Beobachtungsrichtung, so dass der von Dir immer wieder herangezogene Dopplereffekt keine Rolle spielt und - wie gezeigt - trotzdem Zeitdilatation auftritt. Ich weiß: Du wehrst Dich mit Haut und Haaren gegen die Bezeichnung „Dopplereffekt“, aber was Du beschreibst, ist nichts anderes.

Wahre Größe hättest Du zeigen können, indem Du Deinen Irrtum
erkannt und eingestanden hättest.

die zeige ich jetzt, indem ich mich ausklinke…

Tu was Du nicht lassen kannst.

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bewegt sie sich von ihrer
freundin weg oder nicht?

*Seufz*…
Nochmal: Das ist vollkommen irrelevant. Sie kann sich genauso gut auf sie zu bewegen oder ihren Abstand gleichhalten (in dem sie sich z.B. im Kreis um sie bewegt, wie das Satelliten z.B. auch um die Erde machen). Das spielt für die Zeitdilatation keine Rolle.

In welcher Weise die
Information aus dem bewegten System ins ruhende System ist
völlig gleichgültig.

wieder irgendwas, was ich gesagt haben soll???

Ja, du hast gleich in deinem ersten Posting ausführlich beschrieben, dass - wenn sich jemand von dir wegbewegt - die Informationen später bei dir ankommen, weil der Weg zwischen Beobachter und Uhr größer wird. Vielleicht solltest du einfach mal lesen, was du schreibst…

Zitat von dir:

bewegst du dich jetzt von deiner freundin weg, wird der abstand 
zwischen euch größer. ein teilchen, welches eine information von ihr 
zu dir transportiert, braucht zuerst nur 1min und dann plötzlich 1min 
und 1s, dann 1min2s, dann 1min3s usw.

<u>das heißt, obwohl die information von deiner freundin immer nach 1min <br>abgesendet wird, kommt die jeweilige information nicht in 1-minuten-<br>abständen an, sondern immer später, je weiter du dich weg bewegst. <br>der weg wird immer größer.</u>

<u>das ist die grundlage des ganzen.</u> 

Und das ist Quatsch. Wenn ein Satellit z.B. geostationär um die Erde kreist bleibt sein Abstand zum Nordpol immer gleich. Da wird überhaupt nichts „immer größer“ noch trifft irgendwas später bei dir ein. Trotzdem vergeht die Zeit dort langsamer aus Sicht eines Beobachters z.B. am Nordpol. Und die Ursache ist die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit und sonst nichts.

Wahre Größe hättest Du zeigen können, indem Du Deinen Irrtum
erkannt und eingestanden hättest.

die zeige ich jetzt, indem ich mich ausklinke…

Nicht wirklich.

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