Hallo,
ist es eine weitere Warnung, dass die Gelder doch nicht sicher sind?
http://de.biz.yahoo.com/05102008/3/bund-stellt-kompl…
Jedenfalls wird zugegeben, man braucht mehr als die Sicherungsfonds.
http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/lehm…
Gruss Helmut
Hallo,
ist es eine weitere Warnung, dass die Gelder doch nicht sicher
sind?
http://de.biz.yahoo.com/05102008/3/bund-stellt-kompl…
nein, das ist eine Reaktion auf die zunehmende Panikmache, die von wichtigtuerischen Fachjournalisten und ahnungslosen Reportern betrieben wird, und die noch zu einem echten Problem werden kann.
Jedenfalls wird zugegeben, man braucht mehr als die
Sicherungsfonds.
http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/lehm…
Wenn ein „normales“ Unternehmen Insolvenzantrag stellt, ist auf der Aktivseite (also da, wo das Vermögen steht) normalerweise sehr viel Luft und nur noch sehr wenig Vermögen. Weiterhin gehen weite Teile der Masse für den Insoverwalter drauf, so daß am Ende für unbesicherte Gläubiger 2-5% ihrer ursprünglichen Forderung übrig bleiben.
Bei Kreditinstituten sieht das ein bißchen anders aus. Dort befinden sich vor alle Kredite und Handelsprodukte auf der Aktivseite. Über den Wert von Handelsprodukten könnte man viel diskutieren, wobei Lehman sein Europageschäft in Sachen Subprime & Konsorten im wesentlichen über London abgewickelt. Die Kredite, die Lehman Deutschland in den Büchern hat, dürften vor allem Kredite an andere Kreditsinstitute und Anleihen von Staaten sein. Insofern steht einer weitgehenden Rückzahlung der Einlagen (wobei es sich auch dort eher um Kreditinstitute als Anleger handeln dürfte) eher wenig im Wege, so daß das auch der Einlagensicherungsfonds nicht in nennenswerter Höhe einspringen muß.
Gruß
Christian
Hi,
hier kann ich Dir endlich mal einen Stern geben, im Board Finanzpolitik geht es ja nicht.
Soviel verstehe selbst ich als Sprachlehrerin (ok, kaufmännische ausbildung vorher) von Finanzen: wenn die Leute aufhören, Geld auszugeben (nicht bloss n bisschen sparen, sondern ganz aufhören) und vor allem alles Geld von ihren Konten runternehmen und unters Kopfkissen legen, dann is wirklich die K**** am dampfen. Wovon sollen die Banken dann noch anderen Kredite geben, … die arbeiten ja mit unserem Geld, und wenn sie das gut machen, werden vernünftige Firmen gegründet, interessante Waren eingekauft, tolle Produkte entwickelt und wir kriegen feine Zinsen auf unsere Spareinlagen.
Aber das läuft halt nicht mehr, wenn wir alle Angst um unser Erspartes haben. Die Angst wird von Journalisten geschürt (z.B.), die Leute heben ihr Erspartes ab, und dann geraten die Banken in Schwierigkeiten, das vergrößert die Angst etc. …
Die Franzi
Sicherungssysteme der deutschen Banken
Hallo Christian,
erstaunlich, wie die Informationen zur Zeit durcheinander gehen. Selbst mein Bankberater konnte mir nicht genau sagen, wie die Sicherungssysteme exakt ausschauen.
Daher im Folgenden noch einmal eine Übersicht, die Deine FAQ-Antwort mit einbezieht.
Banken-Sicherungssysteme
Alle Kreditinstitute, die keiner anderen Sicherungseinrichtung angeschlossen sind, müssen der Entschädigungseinrichtung der deutschen Banken beitreten. Diese sichert Einlagen von bis zu 20.000 Euro zu 90 % ab.
Die einzelnen Institutsgruppen haben - neben den teilweise bestehenden Haftungsverpflichtungen zwischen den angehörenden Instituten untereinander - zusätzliche Sicherungssysteme, bei denen die Mitgliedschaft freiwillig ist.
Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher (Privat-)Banken
Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also die Guthaben von Privatpersonen , Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Geschützt werden die Sicht-, Termin- und Spareinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe.
Die Sicherungsgrenze entspricht 30 Prozent des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank zum Zeitpunkt des letzten veröffentlichten Jahresabschlusses. Sofern die gesamten Einlagen eines Kunden nicht über dieser Grenze liegen, sind sie vollständig gesichert.
Im konkreten Beispiel bedeutet dies, dass bei einer Sicherungsgrenze von zehn Millionen Euro alle Kunden, deren Einlagen zehn Millionen Euro nicht übersteigen, vollständig geschützt sind. Mit anderen Worten: Auch wenn mehrere Kunden Einlagen in Höhe von jeweils neun Millionen Euro haben, sind sie vollständig abgesichert. Die Sicherungsgrenze bildet die Höchstgrenze der Absicherung für die Einlagen jedes einzelnen Kunden.
Beispiele (Daten von heute, 6.10.2008)
Commerzbank AG:
Sicherungsgrenze EUR 3.884.063.000
Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main:
Sicherungsgrenze EUR 7.569.750.000
Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main:
Sicherungsgrenze EUR 924.390.000
Die Sicht-, Termin- und Spareinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe jedes einzelnen Kunden sind bis zur oben genannten Sicherungsgrenze voll geschützt. Vom Schutz des Einlagensicherungsfonds jedoch nicht erfasst sind Inhaberpapiere, insbesondere auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen.
Gruß!
Burkhard
Sicherungsgrenzen abfragen
Ach ja,
falls jemand sein Geld NICHT bei einer Sparkasse oder bei den Genossenschaftsbanken angelegt hat (die haben ja eigene Sicherungssysteme), hier der Link zur Abfrage der Sicherungshöhe bei den Großbanken bzw. Privatbanken :
https://www.bankenverband.de/html/verband/einlagensi…
Burkhard