Aus einem Faden des Jahres 01 (Zeitdilatation) zitiere ich Oliver:
Stell dir eine Lichtuhr vor, die folgendermaßen funktioniert: zwischen zwei parallelen Spiegeln läuft ein Lichtsignal ständig hin- und her. Immerwenn das Lichtsignal einen Spiegel erreicht geht der Zeitzähler eine Einheit weiter.
Wenn sich diese Uhr in Ruhe befindet läuft das Signal einfach gerade nach oben und unten: tick, tack,… ganz normal
Wenn sich aber diese Uhr sehr schnell an dir vorbei bewegt, muss der Lichtstrahl vom oberen Spiegel kommend nun diagonal nach unten bewegen, also einen größen Weg zurücklegen. Da die Lichtgeschwindigkeit jedoch kontant ist, brauchst das Lichtsignal eine längere Zeit. Die Uhr geht für dich langsamer: tiiick, taaaack…
Das Photonenpendel wird auch gerne als Illustration der Notwendigkeit einer Zeitdilatation verwendet. Siehe zum Beispiel: http://homepage.univie.ac.at/Franz.Embacher/SRT/Zeit…
Ich möchte nun beweisen, dass aus dem Konstrukt der Lichtuhr mitnichten eine Zeitdilation hergeleitet werden kann.
Voraussetzung:
Der Vorgang (des Lichtpendelns) fällt mit der externen Beobachtung des selben zusammen. Die Beobachtung endet, wenn der Vorgang endet, nicht vorher und nicht nachher.
Behauptung:
Die extern (diagonal) beobachtete Lichtstrecke ist nicht länger (oder kürzer) als die intern (zu beobachtende) Lichtstrecke.
Beweis:
(a) durch praktische Übung:
Man nehme (am TFT-Monitor) sitzend ein Zeichenprogramm und zeichne eine senkrechte Linie, 1 Pixel breit und 10 Pixel hoch. Dann setze man neben diese Linie, an deren Anfangspunkt beginnend, einen Pixel und darüber, jeweils um einen Pixel nach rechts versetzt, also im Winkel 45 Grad aufsteigend, wieder genau ein Pixel, insgesamt also zehn an der Zahl. Aus der Ferne betrachtet sieht diese Diagonale länger aus (um den Faktor 2^0.5 länger), jedoch ist dies nur der Anschein, der sich aus der Interpolation ergibt. (Vgl. dazu das Problem des Anti-Aliasing).
(b) durch Widerspruch:
Die Behauptung, dass die (beobachtete) Diagonale länger sei als die (ursächlich) Lotrechte, sowie die Festsetzung , dass das (beobachtete) Photon nicht schneller fliegen dürfe als mit Vmax=c, mache es vorgeblich notwendig, dass für den Beobachter die bewegten, fernen, zeitabhängigen Vorgänge langsamer erscheinen als die (relativ) unbewegten gleichartigen Vorgänge in unmittelbarer Nähe zu ihm. Der Einfachheit halber lassen wir dann den Beobachter nicht etwa im Winkel von 90 Grad gegen die Lichtspur des Photons blicken, sondern im Winkel von 45 Grad (von unten oder oben ‚schräg‘ draufblicken), wodurch sich eine perspektivische Verkürzung der wahrzunehmenden Lichtstrecke (auf 1/2^0.5) ergeben wird. Man muss nun für diesen Fall der nicht lotrechten Beobachtung (Messung) folgern,
(a) dass die Zeitdilatation nicht stattfindet, denn seine beobachtete Strecke hat die Länge 1/2^0.5 * 2^0.5 = 1 (für 45 Grad) und darüber hinaus, dass
(b) das Maß der Zeitdilatation jeweils vom Messwinkel des Beobachters abhängt (Spezialisten mit Radarpistolen wissen das). Alle Messwinkel sind gleichberechtigt, sie führen jedoch zu völlig unterschiedlichen ‚Erkenntnissen‘ über das ferne zeitliche Geschehen. Daraus folgt nur eines: Die Hypothesenbildung aufgrund der Beobachtung ist falsch.
© durch Hinweis auf ähnliche Aussagen:
‚Kein Ding, das schwerer ist als Luft, wird jemals fliegen.‘
‚Kein Ding, das schwerer ist als Wasser, wird jemals schwimmen.‘
‚Segelboote können nicht schneller segeln als der Wind.‘
Der Cuanda-Effekt macht es aber sehr wohl möglich, dass ein segelgetriebenes Fahrzeug 200 km/h erreicht, wenn der Wind nur mit 50 km/h in die Segel (über diese hinweg) bläst.
Zusammengefasst: Die diagonale Lichtstrecke wird fälschlicherweise als diagonal vom Photon durchquert gedacht. Daraus wurde der Schluss gezogen, dass die Zeit im bewegten, fernen Photonenpendel langsamer verstreichen müsse als die eigene Zeit des Beobachters. Dieser Schluss ist nicht gerechtfertigt, da das Photon nicht den diagonalen Weg, sondern nur den lotrechten Weg zurückgelegt hat. Die Geschwindigkeit des Photonenpendels in Flugrichtung sorgt für den Versatz in Flugrichtung, welcher tatsächlich nicht vom Photon selbst, sondern von der Antriebsquelle bewerkstelligt wird. Zum Vergleich: Man überquere einen Fluss im Ruderboot mit Maximalkraft. Ist man schneller am anderen Ufer, wenn eine starke Strömung herrscht? Kann ich es der Physis des Ruderers zurechnen, wenn die Relation aus Wegstrecke und Zeit bei Hochwasser steigt?