Die Tricks von Verkäufern

Hallo zusammen !

Sind Verkäufer eigentlich immer auch psychologisch geschult ?

Eine bekannte „Masche“ läuft so ab: Verkäufer nennt Preis, ich als Kunde frage was denn da noch runter geht, Verkäufer sagt das müsse er mit seinem Chef abklären, verschwindet irgendwo im Backstage, kommt kurz darauf wieder und nennt seinen zweiten Preis, Kunde nennt wiederum seine Vorstellung, Verkäufer muss WIEDER mit dem Chef abklären und verschwindet im Backstage, dann nennt er den endgültig „letzten“ Preis.

Dies ist mir schon dutzendfach genau so passiert, bei Autos, Möbeln, Elektrogroß- und kleingeräten, sogar auch bei Dienstleistungen.

Fragen die Verkäufer eigentlich tatsächlich „hinten“ nach Preisermäßigung ? Die haben doch einen festgelegten Spielraum und ihre Provision, die sich danach richtet, wie hartnäckig der Kunde verhandelt.

Ich hab sogar schonmal vermutet, dass die Verkäufer (z.B. in Autohäusern) Mikrofone eingebaut haben und sich im Backstage anhören, was der Kunde (falls der in Begleitung ist) in Abwesenheit des Verkäufers sagt. Und nein, ich leide nicht an Verfolgungswahn. :wink:

Was habt ihr für Erfahrungen ?

Viele Grüße
Carolin

Hallo Carolin,

„mithören“ wird da keiner, aber einen Kaufpreis-Spielraum gibt es. Wer als Kunde das Spiel kennt und es für sich nutzen kann wird bei jedem Kauf Geld sparen.

Probier mal folgendes: Nach dem der Verkäufer das zweite Mal raus kommt, nennst du deinen Preis nochmal und sagst, dass du das Produkt im Laden xy für den Preis bekommst, es aber hier kaufen willst weil (das Wort weil ist dein Verkaufstrick) und dann nennst du einen Grund.

In Amerkia gabs mal einen Test da stand eine Menschenschlange vor einem öffentlichen Kopierer. Die Testperson fragt „Darf ich mal schnell vorgehen, weil ich habe etwas zu kopieren“ Das hat funktioniert und er wurde vorgelassen. Irre oder?

Gruß
ausgefuchsterfrank

Hallo,

In Amerkia gabs mal einen Test da stand eine Menschenschlange
vor einem öffentlichen Kopierer. Die Testperson fragt „Darf
ich mal schnell vorgehen, weil ich habe etwas zu kopieren“ Das
hat funktioniert und er wurde vorgelassen. Irre oder?

Tatsächlich erstaunlich, wo doch der Großteil der US-Amerikaner gar nicht deutsch, sondern englisch oder spanisch spricht.

Was bei Preisverhandlungen oft wirkt: Das Geld bereits in der Hand haben, dass der Verkäufer es sieht.

Wenn etwas zu 800,- offeriert wird, mit 700,- winken.

Eine Gegenleistung anbieten, z.B.: Ich verzichte auf die ausführliche Erklärung des Gerätes. Sie müssen mir das Ausstellungsstück nicht einpacken, ich nehm es gleich so.

Gruß

To.i

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Off topic
Hi frank,

In Amerkia gabs mal einen Test da stand eine Menschenschlange
vor einem öffentlichen Kopierer. Die Testperson fragt „Darf
ich mal schnell vorgehen, weil ich habe etwas zu kopieren“ Das
hat funktioniert und er wurde vorgelassen. Irre oder?

Nö. In 26 Berufsjahren in der Aufnahme einer Krankenhausambulanz Standard. Der Wartebereich der ersten Hilfe platzt aus allen Nähten, knapp 40-50 Patienten, es meldet sich ein Neuzugang treuherzig und sagt „Darf ich jetzt gleich sofort auf der Stelle zu dem Arzt rein, weil, mir geht es nicht gut“.

Beste Grüße

Annie

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Hallo,

Verkäufer haben sicherlich ihre Schulungen und meistens viel Erfahrung mit Kunden.
Dein Beispiel kenne ich unter dem Namen „Höhere Instanz“.

Doch als Kunde haben wir aus meiner Sicht ebenfalls viele Möglichkeiten.
Wir können ja die Preise und Leistungen gut vergleichen.
Wenn wir dann noch etwas Zeit für das Verkaufsgespräch mitbringen, ist aus meiner Sicht viel gewonnen.
So fühlen wir uns weniger unter Druck.

Vor allem hilft es, den Verkäufer reden zu lassen, indem wir konkret Fragen stellen.
Wir sind interessiert, aber müssen ja nicht kaufen.
Das wir uns über die Preise vorab informiert haben, können wir ganz offen sagen.
Dann kann uns der Verkäufer erklären, warum wir XY hier kaufen sollen.

Gruß Joachim

Hi,

Fragen die Verkäufer eigentlich tatsächlich „hinten“ nach Preisermäßigung ?

Ja.

Die haben doch einen festgelegten Spielraum und ihre Provision,

Im Autohandel und bei Maklern sicher, aber nicht im Elektrokleingeräte handel, bei Lebensmitteln oder Klamotten.

Psychologische Schulung gibt es zumindest im „normalen“ Einzelhandel nicht (wie esw bei Vertretern aussieht, weiß ich nicht), abgesehen von Kundenlaufschema und Schwellenpreis und ähnlichem (Wenn man einen Supermarkt bauen würde, der ersteres nicht berücksichtigt, würdest du nichts finden. Versprochen :smile:. Und ohne Die Schwellenpreise würdest du wirklich das eine oder andere als „teuer“ empfinden)

die Franzi,
Einzelhandelskauffrau