Aller sehr verwirrend…
Darum geht’s für mich. Nur über die wirklich Großen Filme kann
man so lange nachdenken und sich unterhalten.
Damit hast Du zweifellos recht. Nur, irgendwann möchte ich
dann halt auch auf ein Ergebnis kommen…
Daß es für jede Frage eine Antwort gibt, glaub’ ich nicht.
Naja, auf die Fragen, die dem Film erst nen Sinn geben, möchte ich eigentlich schon ganz gerne ne Antwort haben. Wenn ein Film nur verwirrend ist, ohne ne Chance irgendwann, auch nach laaangem Nachdenken, auf ne Lösung zu kommen, dann hat das nichts mehr mit verwickelt, genial oder kultig zu tun, dann sind das nur noch nicht erfüllte grosse Versprechungen. Schlechtes Handwerk sozusagen und umso enttäuschender. Logisch in sich geschlossen sollte ein Film schon sein.
Ist Deckard ein Replikant?
Eine der ewigen Fragen…
Interessanterweise wird darüber weiter diskutiert, obwohl sich
Ford und Scott eindeutig geäußert haben.
Haben sie? Ist mir entgangen. Erzähl mal.
Oder: würdest Du die Matrix für ein Leben in der
‚Wirklichkeit‘ aufgeben?
Was ich nicht weiß…
Wenn ich’s wüßte? Keine Ahnung, der weiße Pamps sah wirklich
nicht sehr lecker aus. Allerdings hat man von der Stadt (wie
hieß die doch gleich?) noch nichts gesehen.
Hauptfrage ist, ob man alleine ist.
Allein? In der Realität? Wohl kaum. Irgendwer müsste Dich ja sozusagen ‚aufwecken‘, soll heissen, aus der Matrix rausholen.
Oder: hat Bruce Willis nun die Welt gerettet, oder nicht (12
Monkeys)?
Jaaa! Genau die Fragen meinte ich! Kennst Du diese großartige
Szene am Anfang von Fear and Loathing in Las Vegas? Mit der
Fledermaus?
Nö, leider noch nicht gesehen.
Brazil ist definitiv in
meinen Top Ten.
Hihi - Brazil *kicher* - Der Film verfolgt mich anscheinend.
Ich kannte ihn ja lange nicht. Erst vor nem halben Jahr oder so, hab ich ihn zusammen mit meinem Freund gesehen. Er, mein Freund, ist absoluter Brazil-Fan. Und ich - ich hatte was ganz anderes erwartet, als ich letztendlich zu sehen bekam. Etwas mehr Mainstream. Hatte nicht dran gedacht, dass das Teil ja von Terry Gilliam ist… 
Jedenfalls fand ich den Film während des Sehens nur noch seltsam und kaputt. Das Ende hat mir allerdings schon beim erstenmal gefallen ‚Er ist uns entkommen‘ - gut gemacht.
Inzwischen hat sich meine Meinung in ‚kaputt, aber gut‘ geändert.
Ist inzwischen zu nem running gag bei uns geworden.
Das aber nur nebenbei…
Aber Brazil ist ein gutes Beispiel. Da weiss man nach kurzem oder längerem Nachdenken, wann die Handlung kippt bzw. wann er ‚entwischt‘.
Oder ‚Apocalypse Now‘. Zweifellos ein gut gemachter Film und seiner Zeit weit voraus. Blos - es bleiben auch hier ein paar Fragen offen, die mir noch keiner beantworten konnte: wer sind die ganzen Leute in Brandos Camp? Wieso liegen überall Leichenteile rum? Wer waren die? Warum wurden sie getötet?
Oder: man wusste offensichtlich, wo sich das Camp befand. Wieso schicken sie dann erst Martin Sheen hin um Brando zu meucheln und kippen dann Napalm drüber. Hätten sie doch auch gleich nen Luftangriff starten können. Vor allem, wenn sie sich eh nicht sicher waren, ob Brando Sheen nicht vielleicht auch umdreht.
Das sind alles so Fragen, die bei mir nen irgendwie ‚unerledigten‘ Eindruck hinterlassen.
Obwohl ich schon glaube, dass viele solcher ‚Lücken‘ unbeabsichtigt durch nachträgliche Bearbeitung am Schneidetisch entstehen.
Gudrun