Die vermeintlich typischen Vornamen

Hallo.

Bei uns hieß es immer, daß der Vorname Peter im Ausland als typischer Vorname in Deutschland gelte.
Dabei gibt es, soweit ich es sehe, nicht übermäßig viele Deutsche, die so heißen, und auch aus älteren Zeugnissen zumindest der letzten 100-150 Jahre kann man nicht schließen, daß der Vorname außergewöhnlich stark verbreitet gewesen sei. In der deutschen Literatur, auf Gedenktafeln und bei historisch bekannten Personen kommt der Name nicht auffällig oft vor.
Wie kam es zu dieser Annahme?

Grüße
Ostlandreiter

Hallo, OLR!

Bei uns hieß es immer, daß der Vorname Peter im Ausland als
typischer Vorname in Deutschland gelte.

Also da habe ich einen höheren Anspruch!

Les „Fritz“ und the „Fritz’“ sind doch nicht umsonst bekannte Spottnamen für Deutsche; was ich nicht nachvollziehen kann :-}, wozu die Menge der Kaiser, Könige und anderer Potentaten, aber auch Dichter, Philosophen und andere Künstler und Wissenschaftler beigetragen haben dürften.

Über die Häufigkeit von Vornamen zu verschiedenen Zeiten und in den verschiedenen Regionen erfährt man mehr in

dtv-Atlas, Namenskunde ISBN 3-423-03234-0 Buch anschauen (bei amazon vergriffen) auf den S. 45 ff.

Da steht so viel, dass ich nicht zitiren mag. Die Statistiken sind sehr differenziert. So hat ein Herr Gleitze für den Zeitraum von 1750 bis 1850 als beliebteste Namen eruiert:

weiblich: Anna, Augustine, Caroline, Elisabeth, Emilie, Maria, Luise,
männlich: August, Carl, Christian, Eduard, Friedrich, Gottlieb, Hermann

Also weit und breit kein Peter!

Gruß Fritz

Bei uns hieß es immer, daß der Vorname Peter im Ausland als
typischer Vorname in Deutschland gelte.
Wie kam es zu dieser Annahme?

Hallo !

Das gilt wohl nur für „uns“. Im restlichen Deutschland gilt das nicht.
Peter ist eher polnisch und russisch.

mfgConrad

Also weit und breit kein Peter!

Nichtsdestotrotz, sei herzlich gegrüßt, Friedrich, ist Peter zweifelsohne nicht gänzlich von Unbedeutung. Viele Dinge und Sachen heißen nach ihm, wie zum Beispiel der Petersdom, der Schwarze Peter, das Peterprinzip, die Petersilie und der Salpeter. Von „weit und breit kein Peter“ würde ich also tunlichst ablassen!

Johann Gottlob Benedict Fürchtegott Meyer, Kirchenmusikdirektor i.R.

Ich weiß, daß in zumindest Rußland der Name Fritz als stellvertretend für Deutsche gebraucht wird. Dies geht mit Sicherheit auf die preußischen Könige, insbesondere Friedrich II. zurück.

Ostlandreiter

Johann Gottlob Benedict Fürchtegott Meyer,
Kirchenmusikdirektor i.R.

Ich dachte, es ginge um Vornamen. Aber wenn du es besser weißt!?!?

Fritz

Hallo,

ganz so selten ist der Name aber auch nicht. In meiner (Jahrgang 1956) Volksschulklasse gab es acht Peters.

Gruß
Peter

Tut mir leid. Sollte ein sog. Ergänzungsscherz sein.

In meiner und den drauffolgenden Altersklassen gab es sowohl Peter als auch Petra nur in verschwindend geringer Anzahl. Warum der Name bei uns so unpopulär war, vermag ich nicht zu sagen.

„In“ waren dagegen Mandy, Yvonne, Kathleen, Kat(h)rin, (Je-)An(n)ett(e),Mike (auch „Meik“), Steve(n) neben Silke, Sabine, Uwe, Steffen, Jörg, Ingo, Sven und dem unvermeidlichen Jens , letzterer unter gehäuftem Vorkommen.

HM

Hallo, Ostlandreiter!

Würde diese Annahme für die Schweiz gelten, zöge das da wohl kaum jemand in Zweifel. Es ist mir schon lange aufgefallen, dass ich extrem viele Leute mit dem Vornamen Peter kenne. Ich versuchte diese auch schon zu zählen und kam auf knapp 20. Allein in meinem Telefonspeicher gibt es zurzeit 8 Peter. Gut, ich stütze meine Aussage zwar nur auf persönliche Erfahrungen ab, aber ein Zufall kann das doch nicht sein…

Ach ja, und übrigens ist „Pierre“ im Französischen ebenfalls ein äußerst beliebter Name, wenn nicht der beliebteste…

Gruß, Benjamin

Hallo, Ostlandreiter!

Würde diese Annahme für die Schweiz gelten, zöge das da wohl
kaum jemand in Zweifel. Es ist mir schon lange aufgefallen,
dass ich extrem viele Leute mit dem Vornamen Peter kenne. Ich
versuchte diese auch schon zu zählen und kam auf knapp 20.
Allein in meinem Telefonspeicher gibt es zurzeit 8 Peter. Gut,
ich stütze meine Aussage zwar nur auf persönliche Erfahrungen
ab, aber ein Zufall kann das doch nicht sein…

Was ist, wo wir schon bei der Schweiz sind, eigentlich mit dem berühmten Urs? Kommt der häufig vor oder nur in gewöhnlichem Maß? Die Bekanntheit hat er wahrscheinlich eher daher, daß er fast nur in der Schweiz verbreitet ist.

Ach ja, und übrigens ist „Pierre“ im Französischen ebenfalls
ein äußerst beliebter Name, wenn nicht der beliebteste…

Komisch, von den Franzosen, die mir einfallen, heißt keiner Pierre. Sehr oft scheint es dagegen den Namen Jean und Jaques zu geben.

Was ist, wo wir schon bei der Schweiz sind, eigentlich mit dem
berühmten Urs? Kommt der häufig vor oder nur in gewöhnlichem
Maß? Die Bekanntheit hat er wahrscheinlich eher daher, daß er
fast nur in der Schweiz verbreitet ist.

Ja, es fallen mir tatsächlich einige Personen ein, die Urs heißen. Aber wie es mit der Verbreitung dieses Vornamens wirklich aussieht, weiß ich nicht… Ich könnte mir aber vorstellen, dass der Name seine Bekanntheit durch die berühmte Geschichte des „Schellen-Ursli“ erlangt hat.

Komisch, von den Franzosen, die mir einfallen, heißt keiner
Pierre. Sehr oft scheint es dagegen den Namen Jean und Jaques
zu geben.

Mit Jean liegst du offenbar richtig. Hier ein paar objektive Daten zu den männlichen Vornamen in Frankreich:

_Les prénoms les plus donnés en France depuis 1940 :
1. Jean
2. Michel
3. Philippe
4. Alain
5. Patrick
6. Pierre _
(http://www.linternaute.com/femmes/prenoms/prenoms/1/…)

Jean:
http://www.linternaute.com/femmes/prenoms/prenom/244…

Pierre:
http://www.linternaute.com/femmes/prenoms/prenom/454…

Jean-Pierre:
http://www.linternaute.com/femmes/prenoms/prenom/310…

Ja c ques:
http://www.linternaute.com/femmes/prenoms/prenom/106…

Schönen Sonntag noch,
Benjamin

Einspruch, Euer Ehren!

Ich weiß, daß in zumindest Rußland der Name Fritz als
stellvertretend für Deutsche gebraucht wird. Dies geht mit
Sicherheit auf die preußischen Könige, insbesondere Friedrich
II. zurück.

hi,

einspruch!
das war mal so. inzwischen wurde
aber fritz, gerade in der jüngeren
bevölkerungsschicht, vor allem in
witzen und spottschriften, durch
klaus, ersetzt.

warum weiß ich nicht, aber im
jargon redet man über die
„klause“!

cu
alex