Ebenso ist das mit den deutschen Wörtern „einzigste“,
„optimalste“, „mittelste“, usw.
Sowas klingt einfach schlecht, findest Du nicht auch? 
Nein, überhaupt nicht. Es in einem wissenschaftlichen Dokument zu finden, wäre vielleicht unpassend, ja, aber in der Umgangssprache finde ich es völlig normal, natürlich und passend.
Wenn der bei weitem größte Teil der Sprechergemeinschaft in
einer Sprache etwas verwendet, was vorher ein Fehler war, dann
wird dieser Fehler fast zwangsläufig zum nun Richtigen.
Dadurch entwickelt sich eine Sprache weiter.
Leider verliert sie dabei manchmal auch etwas, nämlich die
Möglichkeit, sich präzise auszudrücken.
Das ist nicht der Fall, Sprachen verschlechtern sich nicht, wenn ein Begriff verloren geht, denn wenn der Begriff oder die Konstruktion irgendwie wichtig und häufig genug war, so wird sie durch eine andere Konstruktion oder einen Begriff ersetzt, der aus welchen Gründen auch immer besser ist.
So z.B. bei „wegen + Dativ“. Früher hieß es mal „des Wetters wegen“, da aber Postpositionen im Deutschen sehr selten und daher unnatürlich sind, hat sie sich in eine Präposition gewandelt: „wegen des Wetters“. Warum der Genitiv langsam ausstirbt, weiß ich nicht, aber es setzt sich immer mehr der Dativ durch; „wegen dem Wetter“ wird also langsam aber sicher zum Standard.
Das mag für konservative Sprecher scheußlich klingen, aber für jemanden, der damit aufwächst, ist es völlig normal. Und wenn man sich’s überlegt — die Sprache verliert dadurch nicht an Verständlichkeit.
Dadurch gibt es dann in spanischsprachigen Ländern nämlich
plötzlich Wörter wie „Cocodrile“ (für das englische
„Crocodile“) bzw. dessen deutsches Pendant „Kokodril“, wenn
sie versuchen, Englisch oder Deutsch zu reden.
Ja, das kann passieren. Na und? Das sagt nichts darüber aus,
ob das Wort auf Spanisch nicht trotzdem so heißen kann.
Tatsächlich heißt es wie gesagt cocodrilo.
Ja, ich weiß. Ich schwimme sogar (sozusagen als moderner
„Phonetik-Don-Quijote“) in spanischsprachigen Ländern gegen
diesen Strom an und sage dort „crocodilo“.
Ernte ich dann
Korrekturversuche, verweise ich auf den lateinischen Ursprung.
Dann solltest du trotzem wissen, dass du im Unrecht liegst, da das spanische Wort eben nicht so heißt. Das ist als würdest du statt „Fenster“ plötzlich „Fenestra“ sagen, und jedes Mal, wenn du korrigiert oder komisch angeguckt wirst, sagst du, das hätte ja auf Latein (bzw. Etruskisch) schon so geheißen.
Ein anderes Beispiel: Die meisten spanischsprechenden, die ich
bisher danach fragte, glaubten, daß „Caravela“ „Schädel“
bedeute, „Calavera“ allerdings ein Schiffstyp sei. Dabei ist
es genau umgekehrt.
Ja, die Wörter sind sich ja auch ähnlich… dass es die meisten sind, wage ich zu bezweifeln, aber es wäre auch nicht das erste mal in der Geschichte, dass 2 Wörter verwechselt wurden und sich dann so eingebürgert haben.
Dieser ganze Dünkel hat mich schon ganz wirr gemacht. =)
Eben, eben. Besser ist, man weiß genau, was richtig ist und
was falsch. Dann entstehen derartige Verwirrungen gar nicht
erst! 
Du hast es leider nicht verstanden. Es gibt nicht nur das
Hochdeutsche und alles andere ist falsch. Es ist nur anders.
Anders bedeutet nicht automatisch falsch.
Nicht automatisch. Es kommt darauf an. Es ist im Gegenzug auch
nicht alles „richtig“ nur weil es „anders“ ist, gelle? Hast Du
DAS denn verstanden? 
Natürlich, aber du musst auch den Bezug sehen. Von WO aus ist etwas falsch bzw. richtig? Vermeintliche „Fehler“ sind im entsprechenden Dialekt oder der Umgangssprache durchaus korrekt. Wenn 90% der Sprecher etwas so-und-so aussprechen, dann ist es auch richtig, obwohl’s vielleicht 50 Jahre früher falsch gewesen wäre.
Bedenke immer, in welchem Bezugsrahmen du urteilst. Wenn jemand in einem Moment kein Hochdeutsch spricht (was auf fast alle Deutsche zutrifft), dann kannst du ihm nicht sagen, er spräche etwas falsch aus oder könne nicht „einzigste“ sagen.
Und wenn ich im Sächsischen eben eine Frikadelle „Beefsteak“
nenne, dann kannst du nicht sagen, es wäre falsch, denn so
heißen die Dinger hier eben! 
Ok, dagegen habe ich ja auch gar nichts. Es ist eben nur
häufig so, daß den Mutationen ganz klare Irrtümer und deren
Verbreitung zugrundeliegen, wobei letztere beim
unreflektierten Nachplappern zustandekommt. Sprachmutationen
haben also auch etwas mit BILDUNG zu tun. Ein bewußterer
Umgang mit Sprache kann doch so schlecht nicht sein, oder?
Dann passieren (übrigens) auch weniger Fehler! 
Ja, aber man kann nichts dagegen machen, dass sich Sprache verändert. Es existiert keine lebende natürliche Sprache, die sich nicht verändert. Sogar Esperanto hat sich in seiner ca. 125-jährigen Geschichte geändert. Und Sprachen ändern sich NIE zum schlechten, denn die Kommunikation leidet darunter nicht. Schließlich kann man mit JEDER Sprache, egal ob sowas großes wie Englisch, sowas kleines wie Tsesisch, sowas künstliches wie Esperanto, oder einem bloßen Dialekt, wie dem Sächsischen ALLES ausdrücken, was man will. Auf die eine oder andere Art und Weise. Das ist ja, was Sprache ausmacht.
P.S.: Wo wir grad beim Thema sind: Glaubst du eigentlich auch,
Amerikanisch wäre falsches Englisch? 
Nein, das Englische, in dem alles „the“ ist und Substantive
gar nicht dekliniert werden, ist mir diesbezüglich ziemlich
egal. Ich mag die Aussprache des amerikanischen Englisch (New
York) lieber, würde da, vielleicht auch aus Unkenntnis, aber
nicht meinen, eines sei falsch und das andere richtig.
Ja, mir ist Amerikanisch auch lieber… wollte nur sagen, dass es nicht „falsches Englisch“ ist, wie manche das leider denken. Genausowenig wie Schweizerdeutsch falsches Deutsch ist. 
LG, Uwe
Gruß,