Holla,
ich bin ja auch dafür nicht alle im AA über einen Kamm zu scheren, aber
Aber mal Hand aufs Herz: was sollen die Jungs und Mädels denn
tun?
Es wäre doch wünschenswert wenn Sie das was sie tun wenigstens gut machen würden.
Es sind ja nicht nur die Arbeitslosen die sich über unpassende Jobangebote beschweren.
Ich kenne genug Arbeitgeber die sich darüber ärgern, hunderte nicht qualifizierter AN vorgesetzt zu bekommen.
Dass diese AN kaum drum rum kommen sich dort zu bewerben, obwohl sie genau wissen, dass das nichts werden kann, weil Ihnen sonst eine sofortige Sperre des ALG droht, steht auf einem anderen Blatt.
Die Konsequenz daraus: Viele AG melden deswegen Ihre Stellen dem AA gar nicht mehr.
Wenn ich meinen Job so schlecht machen würde, wäre ich schnell wieder Kunde beim AA.
Wenn es also nur darum geht, das Geld zu verteilen und die nträge zu verwalten und abzuarbeiten, so stellt sich für mich die Frage wieso man dieses Aufgabe nicht aufs Sozialamt übertragen hat (sondern anders rum ALG II in die AA gebracht hat).
Die auf die Fahnen geschriebene Vermittlung ist jedenfalls - lass es mich vorsichtig formulieren - ziemlich verbesserungswürdig.
Nur eines musst Du Dir klar machen: aufs Arbeitsamt gehen,
denen über Deine Bemühungen zu berichten und Dich im übrigen
innigst um Arbeit zu bemühen: DAS IST DEIN JOB! Und so wie es
in jedem „normalen“ Job Sachen gibt, die einen tierisch
anstinken, sind das halt bei Dir die regelmässigen Besuche auf
dem Amt.
Da stimme ich dir völlig zu.
Als Arbeitsloser ist es mein Job eine Arbeit zu finden (zumindest einen zu suchen). Dafür bekomme ich meine Versicherungsleistung bezahlt.
Das AA kann bestenfalls Unterstützung liefern. Wie gesagt bestenfalls.
Daher: Meine Eigenverantwortung.
Nochmal - was sollen sie denn tun? Und ich muss ehrlich sagen,
dass sich „meine“ Jungs seinerzeit redlich bemüht haben. Nicht
dass sie mich mit Jobangeboten überhäuft hätten (woher hätten
sie die auch zaubern sollen?).
Das ist richtig. Wobei es generell auch am Ruf der AA liegt, dass so wenige Stellen überhaupt gemeldet werden.
Aber ich konnte immer alle
Fragen loswerden.
Loswerden schon… das richtig beantwortet werden war bei mir allerdings immer ein Problem. Geschweige denn den zuständigen Sachbearbeiter schnell erreichen zu können.
Und auch sehr schön fand ich immer wenn man einem riet einfach anzurufen. Ich habe keinen ganzen Tag für Warteschleifen und versuchen sie es später noch einmal Ansagen. Vorbeigehen war deutlich einfacher.
Es gab eine Dame, die kompetent die
Bewerbungsunterlagen angeschaut hat und
Verbesserungsvorschläge gemacht hat.
Ich bin Gott sei dank um das Bewerbungstraining herum gekommen.
Ein Bekannter hat es gemacht. Mit den Vorschlägen wäre ich wohl nirgendwo eingeladen worden sondern in der Masse der Bewerbungen untergegangen.
Es gab einen kostenlos zu
benutzenden hervorragenden Kopierer für die Bewerbungen. Es
gab kostenlosen Computerzugang samt Datenbanksuche (auch
Internetsuche). Es gab einen guten Drucker, um die Anschreiben
auszudrucken. Es gab Berater, falls man überlegt hatte, den
Job zu wechseln bzw. den Schritt in die Selbstständigkeit zu
wagen. Es gab für die diversen Sonderfälle (schwangere
alleinerziehende Mutter, Bäcker mit Mehlallergie etc.) eigene
Berater.
Freut ich wenn du positiver Erfahrungen machen konntest. Das einzige wo ich dir hier zustimmen kann ist die gar nicht mal so schlechte Infastruktur dort.
Wie gunten bereits geschildert waren die für ich zuständigen Spezialberater wenig informiert.
Ehrlich gesagt, ich hatte nicht mehr erwartet. Denn dass ich
meinen Allerwertesten schon selber heben muss um einen Job zu
kriegen - das war mir klar.
Ich auch nicht.
Allerdings sind die Erwartungen mit denen ein arbeitwilliger Normalbürger auf dieses Amt geht mittlerweile so gering, dass sie schwer zu unterbieten sind.
Dass es aber auch andere Personen bei den AAs geben muss, sehe ich zum Glück hier im Brett immer wieder. Mein Dank an dieser Stelle dafür, dass mein Bild vom AA hier immer wieder aufgebessert wird an diese Personen.
Gruss Ivo