Die vom AA

Hi
ich hatte bisher einmal (über vier Monate) mit denen zu tun.
Obwohl ich vorher nie auch nur einen Pfennig in die ALV eingezahlt hatte (war als Polizeibeamter wg. Polizeidienstunfähigkeit entlassen worden), bin ich bestens von den Mitarbeitern beraten worden und man hat mich auf der Arbeitssuche weitestgehend unterstützt (soweit es für jemanden möglich ist, der nix gezahlt hat).

Gruß
HaWeThie

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Aber desweiteren hat man ja auch noch die „Pflicht“ 1 mal
monatlich die Eigenbemühungen nachzuweisen.

„Man“ nicht. Abert offensichtlich du! Vielleicht weil du denen das Gefühl vermittelst nicht zu wollen?

Nur eine Vermutung, die dir nur dass zuständige AA bestätigen könnte.
Ich kenne dich nicht, daher kann ich das nicht abschätzen. Aber bei deinem Schreibstil zum Thema geht diese Schublade in meinem Kopf auf. Sorry.

Gruss ivo

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Komisch…ich habe niemals geschrieben…„Ach wie schön ist es doch…nur zuhause rum zu sitzen,nix zu tun,und nur geld abzukassieren“!!!

Ich war nur der Meinung, dass die beim AA einem nicht helfen können/wollen!Und deshalb find ich es überflüssig da regelmäßig zu erscheinen!Weil man ja dann doch eh alles selbstständig erledigen muss!Was ich ja auch tu!

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Holla,

ich bin ja auch dafür nicht alle im AA über einen Kamm zu scheren, aber

Aber mal Hand aufs Herz: was sollen die Jungs und Mädels denn
tun?

Es wäre doch wünschenswert wenn Sie das was sie tun wenigstens gut machen würden.
Es sind ja nicht nur die Arbeitslosen die sich über unpassende Jobangebote beschweren.
Ich kenne genug Arbeitgeber die sich darüber ärgern, hunderte nicht qualifizierter AN vorgesetzt zu bekommen.
Dass diese AN kaum drum rum kommen sich dort zu bewerben, obwohl sie genau wissen, dass das nichts werden kann, weil Ihnen sonst eine sofortige Sperre des ALG droht, steht auf einem anderen Blatt.

Die Konsequenz daraus: Viele AG melden deswegen Ihre Stellen dem AA gar nicht mehr.

Wenn ich meinen Job so schlecht machen würde, wäre ich schnell wieder Kunde beim AA.

Wenn es also nur darum geht, das Geld zu verteilen und die nträge zu verwalten und abzuarbeiten, so stellt sich für mich die Frage wieso man dieses Aufgabe nicht aufs Sozialamt übertragen hat (sondern anders rum ALG II in die AA gebracht hat).

Die auf die Fahnen geschriebene Vermittlung ist jedenfalls - lass es mich vorsichtig formulieren - ziemlich verbesserungswürdig.

Nur eines musst Du Dir klar machen: aufs Arbeitsamt gehen,
denen über Deine Bemühungen zu berichten und Dich im übrigen
innigst um Arbeit zu bemühen: DAS IST DEIN JOB! Und so wie es
in jedem „normalen“ Job Sachen gibt, die einen tierisch
anstinken, sind das halt bei Dir die regelmässigen Besuche auf
dem Amt.

Da stimme ich dir völlig zu.
Als Arbeitsloser ist es mein Job eine Arbeit zu finden (zumindest einen zu suchen). Dafür bekomme ich meine Versicherungsleistung bezahlt.
Das AA kann bestenfalls Unterstützung liefern. Wie gesagt bestenfalls.
Daher: Meine Eigenverantwortung.

Nochmal - was sollen sie denn tun? Und ich muss ehrlich sagen,
dass sich „meine“ Jungs seinerzeit redlich bemüht haben. Nicht
dass sie mich mit Jobangeboten überhäuft hätten (woher hätten
sie die auch zaubern sollen?).

Das ist richtig. Wobei es generell auch am Ruf der AA liegt, dass so wenige Stellen überhaupt gemeldet werden.

Aber ich konnte immer alle
Fragen loswerden.

Loswerden schon… das richtig beantwortet werden war bei mir allerdings immer ein Problem. Geschweige denn den zuständigen Sachbearbeiter schnell erreichen zu können.

Und auch sehr schön fand ich immer wenn man einem riet einfach anzurufen. Ich habe keinen ganzen Tag für Warteschleifen und versuchen sie es später noch einmal Ansagen. Vorbeigehen war deutlich einfacher.

Es gab eine Dame, die kompetent die
Bewerbungsunterlagen angeschaut hat und
Verbesserungsvorschläge gemacht hat.

Ich bin Gott sei dank um das Bewerbungstraining herum gekommen.
Ein Bekannter hat es gemacht. Mit den Vorschlägen wäre ich wohl nirgendwo eingeladen worden sondern in der Masse der Bewerbungen untergegangen.

Es gab einen kostenlos zu
benutzenden hervorragenden Kopierer für die Bewerbungen. Es
gab kostenlosen Computerzugang samt Datenbanksuche (auch
Internetsuche). Es gab einen guten Drucker, um die Anschreiben
auszudrucken. Es gab Berater, falls man überlegt hatte, den
Job zu wechseln bzw. den Schritt in die Selbstständigkeit zu
wagen. Es gab für die diversen Sonderfälle (schwangere
alleinerziehende Mutter, Bäcker mit Mehlallergie etc.) eigene
Berater.

Freut ich wenn du positiver Erfahrungen machen konntest. Das einzige wo ich dir hier zustimmen kann ist die gar nicht mal so schlechte Infastruktur dort.
Wie gunten bereits geschildert waren die für ich zuständigen Spezialberater wenig informiert.

Ehrlich gesagt, ich hatte nicht mehr erwartet. Denn dass ich
meinen Allerwertesten schon selber heben muss um einen Job zu
kriegen - das war mir klar.

Ich auch nicht.
Allerdings sind die Erwartungen mit denen ein arbeitwilliger Normalbürger auf dieses Amt geht mittlerweile so gering, dass sie schwer zu unterbieten sind.

Dass es aber auch andere Personen bei den AAs geben muss, sehe ich zum Glück hier im Brett immer wieder. Mein Dank an dieser Stelle dafür, dass mein Bild vom AA hier immer wieder aufgebessert wird an diese Personen.

Gruss Ivo

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Nun ja,

eigentlich klang dein erstes Posting noch eher nach: Das Amt gängelt mich.
Woher sollen die den wissen, dass du etwas tust, wenn sie nicht regelmässig Nachweise einfordern? Auch wenn du es tust.

Vielleicht wirkst du einfach dort immer so als hättest du nur mässigen Antrieb deine Situation zu ändern? (So falsch das sein mag.)

Die Schwächen des AA sehe ich eindeutig nicht in der Art wie sie die Geldseite managen.

Gruss Ivo

Hi Ivo,

Es wäre doch wünschenswert wenn Sie das was sie tun wenigstens
gut machen würden.

Tja, das wäre es aber wohl bei allen Leuten :wink: Und wenn ich mich nur im Kollegenkreis umgucke, gibt’s da durchaus Leute, die ihren Job ziemlich gut machen und andere, die ihren Job eher öhm, mittelmässig erledigen. So ist das auch bei Lehrern, Ärzten, Strassenfegern und Verkäufern - warum also sollte das ausgerechnet beim Arbeitsamt anders sein? Sprich, auch da gibt es einfach gute und engagierte Leute, genauso wie faule Pfeiffen.

Es sind ja nicht nur die Arbeitslosen die sich über unpassende
Jobangebote beschweren.
Ich kenne genug Arbeitgeber die sich darüber ärgern, hunderte

Das ist klar, war bei mir nicht anders.
Nur sehe ich hier ein wenig das Problem, dass ich (als fikitver Arbeitsamtsmensch) wenn ich 500 „Kunden“ und 160 Arbeitsstunden im Monat habe, mir pro Mensch ca. 20 min im Monat Zeit habe (wenn ich NIX anderes tue, wovon wir einfach mal ausgehen). Dazu kommt ja noch, dass Du (als fiktiver Ex-Bänker) nicht 500 arbeitssuchende Bänker zu betreuen hast, sondern vom Ex-Knackie über die Küchenhilfe, die Managementassistentin, die Schneiderin und den Techniker irgendwie alles dabei. Und nun sollst Du Dich also in 500 verschiedene Berufe „reindenken“, innerhalb von 20 min ein vollständiges Bild kriegen und passende Jobs raussuchen. Das ist einfach nicht möglich - ich verstehe ja schon nicht, was eine mir befreundete Bänkerin den ganzen Tag über tut, obwohl sie sich echt Mühe gibt mir das zu erklären…
Und wenn ich dann nur 20 min Zeit habe und vielleicht noch einen Menschen, der mir gar nicht genau erklären kann oder will, was er tut. Nun - da lange ich halt bei den Angeboten mal daneben.

Die auf die Fahnen geschriebene Vermittlung ist jedenfalls -
lass es mich vorsichtig formulieren - ziemlich
verbesserungswürdig.

Da gebe ich Dir recht. Die Ursachen sehe ich hierfür jedoch eher im System als beim einzelnen Schaltermenschen. Mit System ist etwa gemeint, dass man ja hergehen könnte und die Leute ihren Beratern nicht nach Anfangsbuchstaben, Geburtsmonat oder Zufall sondern nach Berufsgruppen zuweist. So könnte ja Berater 1 nur die Techniker nehmen, Berater 2 nur die Kaufleute etc.
Genauso ist aber mit System gemeint, dass bei einem Faktor 100 im Verhältnis Jobsuchende zu Jobs es einfach nicht genügend passende Angebote gibt.
Und ich könnte mir vorstellen, dass so ein Berater seinen Vorgesetzten gegenüber nachweisen muss, dass er mindestens x Bewerbern y Jobangebote gemacht hat.

Das AA kann bestenfalls Unterstützung liefern. Wie gesagt
bestenfalls.
Daher: Meine Eigenverantwortung.

Einverstanden :wink:

Loswerden schon… das richtig beantwortet werden war bei mir
allerdings immer ein Problem.

Siehe oben :wink: Bei 500 Einzelfällen kannst Du nicht über jeden Sonderwunsch (und als solcher gilt auch ein Jobwunsch im Ausland) mit allen Feinheiten informiert sein.

Bewerbungsunterlagen angeschaut hat und
Verbesserungsvorschläge gemacht hat.

Ich bin Gott sei dank um das Bewerbungstraining herum
gekommen.

Nee, kein Bewerbungstraining. Das war eine Dame, zu der man mit seinen Unterlagen hintapern konnte, und die Zeugnisse begutachtet hat und eben Tips gegeben hat, was man besser machen könnte. Die war äusserst kompetent.

Mit den Vorschlägen wäre ich
wohl nirgendwo eingeladen worden sondern in der Masse der
Bewerbungen untergegangen.

Einverstanden :wink: Wobei - was ich zu einem späteren Zeitpunkt mal an Bewerbungen gesehen habe: für diese Leute wäre so ein Training äusserst sinnig gewesen…

*wink*

Petzi

Hallo,

das einzige Mal das ich bis jetzt mit den netten Leuten zu tun hatte (toi, toi, toi klopf auf Holz) war auch nicht gerade ermutigend.

Allerdings habe ich über diesen Weg eine Arbeitsstelle gefunden bei der ich heute noch bin.

Als ich damals dort auftauchte, strahlte der Beamte mich erfreut an und sagte sofort: „Patentanwaltsgehilfin? Da hab ich was für Sie!“ Vor ihm auf dem Tisch lag eine Karte. Da ich über Kopf lesen kann, sah ich sofort welcher Arbeitgeber etc.

Meine Antwort war dann: „Nein, bei dieser Firma möchte ich mich nicht bewerben, obwohl ich sicher bin das die mich nehmen würden!“
Selbstverständlich war der Beamte ob meiner Unverschämtheit hoch empört. Erst so eine Ablehnung, wo diese Stellen doch so rar sind, und dann auch noch diese Überheblichkeit. Woher ich wohl wissen wolle, das die mich nähmen? „Na, ja“ sagte ich „da komme ich gerade her. Da bin ich ganz toll eingearbeitet!“
Das lange Gesicht war echt köstlich!

Aber daraufhin gab er mir noch drei andere Stellenausschreibungen und bei einer habe ich dann angefangen. Allerdings berufsfremd. Was mir in heutiger Zeit einiges Kopfzerbrechen bereitet denn sollte ich jemals wieder arbeitslos sein (damals waren es zwei ganze Wochen) wie und auf was soll ich mich bewerben. Meine Ausbildung ist zu lange her, da bin ich raus und das andere ist „angelernt“.

Also noch mal auf Holz klopfen. Klopf, Klopf, Klopf.

Der Beamte bei dem ich mich ebenfalls melden musste wegen evtl. Arbeitslosengeldzahlungen war eher von der unverschämten Sorte. Er hat mir erst mal einen geharnischten Vortrag gehalten, wie ich mich erdreisten könne in den heutigen Zeiten (und damals war es noch besser als heute) meine sichere Stelle zu kündigen. Das ich mehr krank als gesund war und dies von dem mentalen Stress dort herrührte, rührte nun ihn wiederum gar nicht. Man hat eben auszuhalten. Alles was jetzt käme, habe ich mir selbst zuzuschreiben, bla, bla, bla.

Na ja, ist ja noch mal gutgegangen! Mach ich auch nicht wieder, versprochen.

Gruß
Nita