Die Wende in der DDR

Hallo !

Ich hoffe ich hab das hier jetzt richtig verstanden das ich hier meine Fragen stellen kann/darf und nicht in Artikel verfassen soll…

Wir schreiben jetzt am Freitag eine geschichts Klausur mit dem Schwerpunkt „Ursachen der Wende in der DDR“

Wär nett wenn mir jemannd ein paar Internetseiten oder ähnliches geben/schicken könnte
Meine Mail adresse ist

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Hallo

Wir schreiben jetzt am Freitag eine geschichts Klausur mit dem
Schwerpunkt „Ursachen der Wende in der DDR“

Wär nett wenn mir jemannd ein paar Internetseiten oder
ähnliches geben/schicken könnte

Ein Denkanstoss von mir für das Gesamtkonzept.
Die Ursache der Wende in der DDR war die Wende
in der Sowjetunion, die sich mit dem aufeinnader-
folgenden Tod 3er sowjetischer Staatsoberhäupter
ankündigte (Breschnew, Tschernenko, Andropow).

Der darauf folgende Herrscher versuchte die SU
auf einem anderen Weg aus der wirtschaftlichen
und politischen Katastrophe zu führen, in das
die Wettrüstungspolitik eines Reagan und die
US-Unterstützung der Taliban in Afghanistan die
SU führte. Der Name dieses Mannes ist …

Alles andere sind afaik nur Folgen. Die Wende in
Ungarn, die Wende in der DDR sind die ‚spinoffs‘
der sowjetischen Wende. Das „grosse Experiment“
war zu Ende. Einige Strudel halten sich bis heute.

Beispiel unter vielen:
http://www.kokhavivpublications.com/kuckuck/review/b…

1991 berichtete mir Shewardnadze (unter 
Gorbatschow Moskaus Außenminister, Anm.d.Red.), 
daß es im Dezember/Januar 1989/1990 in der sowjetischen 
Führung Diskussionen gegeben habe, ob die Sowjetunion in 
der DDR militärisch intervenieren solle. Falin, ZK-Sekretär, 
solle dafür gewesen sein. Er bestreitet das. Gorbatschow 
und Shewardnadze hätten ein solches Ansinnen abgelehnt. 
Was wäre in einem solchen Fall geschehen? Im Westen wäre 
niemand darauf vorbereitet gewesen.

http://www.bpb.de/publikationen/8GT3DA,1,0,Memoiren_…

Als im Kreml die Stimmung längst umgeschlagen war, 
hofften die DDR-Geheimdienstler in Ostberlin noch immer 
auf das Wunder aus Moskau: "Wir glauben unerschütterlich 
an den Einfluss und die Kräfte der UdSSR. Sie wird die 
DDR niemals aufgeben" 

Nur so am Rande.

Grüße

CMБ

Hallo Karim !

Nicht zuletzt zu nennen sind natürlich auch die aktive Arbeit der Bürgerbewegungen (u. a. die der bekanntesten, das Neue Forum), die die Montagsdemonstartionen ausgehend von der Nicolaikirche in Leipzig, welche die Wende in der ehemaligen DDR möglich machten.
Gruß und viel Glück, Alexander

Okay vielen Dank.

Also kann man sagen das all das was um die DDR herum passiert ist seinen teil dazu beigetragen hat. Der Sieg der Reformer in Polen etc. etc.
Im Endeffekt war es dann der „Neid“ der DDR Bürger auf andere sozialistische Staaten… ?

Die (wir) hatten bestimmt keinen Grund, auf andere neidisch zu sein. In Rumänien hat man sich freitags an der Tanke angestellt, weil es in der Woche drauf Benzin geben sollte. Monatsrationierung 20 Liter. In der Sowjetunion haben viele ohne Strom und fließend Wasser gehaust ( in den Dörfern weiter östlich ).

In der „DDR“ gabs bescheidenen Wohlstand, wer es sich leisten konnte, durfte VW Golf fahren und sich einen Farbfernseher mit Fernbedienung kaufen.

Gewiss hatten die Polen mehr Reisefreiheit, konnten im „Westen“ arbeiten. Auch Tschecho-Slowaken und Ungarn durften im gewissen Umfange ins nichtsozialistische Ausland reisen.

Die politische Wende in der „DDR“ wie auch in fast allen anderen komm. Staaten war eine historische Gesetzmäßigkeit gleich wie die Revolution 1789, 1848, die beiden Weltkriege. Ein Rad griff in´s andere - ein Pole wurde auf den Petersthron gesetzt, die Sowjetunion war wirtschaftlich am Ende, und wofür in Polen 10 Jahre zuvor der Grundstein gelegt wurde, fand in der „DDR“ und den anderen Ländern sein Ende.

Ich frag mich derweil, wie das mal in Kuba aussehen mag. Wenn Castro tot ist, gehts da auch zu Ende, denk ich mal.

HM

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Die politische Wende in der „DDR“ wie auch in fast allen
anderen komm. Staaten war eine historische Gesetzmäßigkeit
gleich wie die Revolution 1789, 1848, die beiden Weltkriege.
Ein Rad griff in´s andere - ein Pole wurde auf den Petersthron
gesetzt, die Sowjetunion war wirtschaftlich am Ende, und wofür
in Polen 10 Jahre zuvor der Grundstein gelegt wurde, fand in
der „DDR“ und den anderen Ländern sein Ende.

Was mir auffiel: Es ging immer schneller!
Was in der CSSR Jahrzehnte gedauert hat, dauerte in der Sowjetunion und in Polen Jahre, in Ungarn Monate, in der DDR Wochen und in Rumänien schließlich nur noch Tage, dann war jeweils der von der Bevölkerung geforderte Wechsel vorbei bzw. unwiderruflich eingeleitet.

Kuba? Den Kubanern geht´s zwar nicht soo schlecht, aber ich denke mal, wenn erstmal Castro als Identifikationsfigur weg ist, reicht den Kubanern das blosse Existieren nicht mehr, die wissen ja auch, dass es in anderen Ländern der Welt sehr viel luxuriöser zu leben geht und wollen auch was abhaben. Daher wird´s wohl über kurz oder lang einen Umsturz geben. Wenn ich´s mal mit anderen Langzeit-Diktatoren in kommunistischen Ländern vergleich (Stichwort Rumänien), dann wird´s wohl leider ein blutiger Umsturz werden…

VG
Christian

Hallo Herr Meyer

Die politische Wende in der „DDR“ wie auch in fast allen
anderen komm. Staaten war eine historische Gesetzmäßigkeit
gleich wie die Revolution 1789, 1848, die beiden Weltkriege.
Ein Rad griff in´s andere - ein Pole wurde auf den Petersthron
gesetzt, die Sowjetunion war wirtschaftlich am Ende, und wofür
in Polen 10 Jahre zuvor der Grundstein gelegt wurde, fand in
der „DDR“ und den anderen Ländern sein Ende.

Woher die Annahme das die Wende in den sozialistischen Ländern eine historische Gesetzmäßigkeit war ?
Hab ich was verpasst ?

mfg
Jo

Hallo,

die Zusammenhänge und Ursachen der Wende waren sicher sehr
vielfältig und kompliziert.
Ich meine aber, daß Glasnost in der Sowjetunion nicht
die Ursache der Wende war, sondern nur eine Randbedingung
dafür, daß es so glimflich und reibungslos abgelaufen konnte.
Wäre in der SU ein Mann wie Breschjew an der Macht gewesen,
hätte man jeden Versuch einer Wende in jedem soz.
Nachbarland unmittelbar im Keime erstickt.

Als absolut am höchsten priorisierte Ursache für die Wende
sehe ich den totalen Niedergang der soz. Volkswirtschaften.
Auch wenn es viele Leute heute noch nicht wahrhaben wollen,
die Wirtschaft in der DDR (wie auch in den anderen soz.
Staaten) stand vor dem Zusammenbruch. Die Betriebe waren
ja deshalb nach der Wende max. noch 1 D-Mark wert.

Es wurden seit Jahren von den Diletanten im Politbüro
ökonomische Schildbürgerstreiche am Band verzapft.
Das brachte letztendlich eine ständig größer werdende
Kluft zwischen West und Ost. Jede D-Mark wurde extrem
teuer mit zunehmend größer werdenden Aufwand erkauft.
Im Land gab es kaum noch gesunde Betriebe.
Im Gegensatz dazu wurde jedem bürger absolute soziale
Sicherheit versprochen, die man über kurz oder lang nicht
mehr hätte gewährleisten können.

In Folge dieser Verhältnisse entstand dann natürlich
der beschriebene Zustand (die Leute wurden zunehmend
unzufriedener, weil nichts mehr vorwärts ging aber ständig
alles mit rosaroter brille schöngeredet wurde).
Wäre in der DDR ein annähernd vergleichbarer Wohlstand
wie im westl. Nachbarland gewesen, hätten die Leute
nicht abhauen brauchen und das fehlen diverse Freiheiten
hätten kaum jemanden ersthaft auf die Straße getrieben.

Gruß Uwi

Ein Denkanstoss von mir für das Gesamtkonzept.
Die Ursache der Wende in der DDR war die Wende
in der Sowjetunion, die sich mit dem aufeinnader-
folgenden Tod 3er sowjetischer Staatsoberhäupter
ankündigte (Breschnew, Tschernenko, Andropow).

Der darauf folgende Herrscher versuchte die SU
auf einem anderen Weg aus der wirtschaftlichen
und politischen Katastrophe zu führen, in das
die Wettrüstungspolitik eines Reagan und die
US-Unterstützung der Taliban in Afghanistan die
SU führte. Der Name dieses Mannes ist …

Alles andere sind afaik nur Folgen. Die Wende in
Ungarn, die Wende in der DDR sind die ‚spinoffs‘
der sowjetischen Wende. Das „grosse Experiment“
war zu Ende. Einige Strudel halten sich bis heute.

Beispiel unter vielen:
http://www.kokhavivpublications.com/kuckuck/review/b…

1991
berichtete mir Shewardnadze (unter
Gorbatschow Moskaus Außenminister, Anm.d.Red.),
daß es im Dezember/Januar 1989/1990 in der sowjetischen
Führung Diskussionen gegeben habe, ob die Sowjetunion in
der DDR militärisch intervenieren solle. Falin, ZK-Sekretär,
solle dafür gewesen sein. Er bestreitet das. Gorbatschow
und Shewardnadze hätten ein solches Ansinnen abgelehnt.
Was wäre in einem solchen Fall geschehen? Im Westen wäre
niemand darauf vorbereitet gewesen.

http://www.bpb.de/publikationen/8GT3DA,1,0,Memoiren_…

Als
im Kreml die Stimmung längst umgeschlagen war,
hofften die DDR-Geheimdienstler in Ostberlin noch immer
auf das Wunder aus Moskau: „Wir glauben unerschütterlich
an den Einfluss und die Kräfte der UdSSR. Sie wird die
DDR niemals aufgeben“

Nur so am Rande.

Grüße

CMБ