ja, das gefällt mir. Ich gebe Dir eine Frage, Du kommst mit einem Dutzend weiteren. Schön.
Du hast recht. Was ist eigentlich wichtig?
Mal den Duden fragen…
„von wesentlicher Bedeutung“…
hmmm, das ist genau so unkonkret…
„wenn für jemanden viel davon abhängt“…
Von der Frage? Möglich. Von welcher Frage, also, hängt für Dich / für mich viel ab?
Was ist wichtig, und was heißt „wichtig“? Wann ist eine Frage
wichtig? Kann eine Frage jederzeit die gleiche Wichtigkeit
haben oder gar jederzeit die wichtigste sein? Kann sie jemals
in jeder Hinsicht so qualifiziert werden? Und für alle
Menschen gleichermaßen?
Fragen über Fragen, ja, Leo. Sie verschachteln sich. Läßt sich die erste von den folgenden trennen?
Vielleicht kommen wir da weiter: Wenn es Fragen „über“ Fragen sind… Was ist die Ursprungsfrage
diese frage kannst du nur dir selbst stellen und beantworten.
wenn du die anwort gefunden hast, erübrigen sich alle weiteren
fragen im leben.
Tun sie das? Denn ich bin der Meinung, die Antwort darauf gefunden zu haben. Es ist keine einfache Antwort, und sie hat viele ständig wachsende Verschachtelungen, und sie mit den uns gegebenen Mitteln der Sprache zu formulieren , ist schwierig… aber ich habe sie - denke ich. Dennoch… das Fragen hört - gottseidank - trotzdem nicht auf.
Das ist auch gut so.
Glaubst Du, daß, wenn Du diese Antwort hast, wirklich alle anderen Fragen hinfällig werden?
schön, daß sie Dir gefällt. Mir gefällt sie nämlich auch.
Was mir wirklich wichtig ist (steht ja auch in meiner ViKa), ist Veränderung. Ich möchte ständig in Bewegung sein. Nicht verharren.
Das heißt nicht, daß ich flatterhaft bin. Ich kann bei einem Menschen oder an einem Ort ankommen, zu Hause sein… und mich selbst trotzdem ständig verändern. Erstarrung schreckt mich ab. Gerade deswegen ist dieses eine Frage, die ich mir oft stelle. Ob sie deswegen die wichtigste für mich ist? Vielleicht. Jedenfalls ist sie mir schon sehr wichtig, ja.
*sichverneigend*
Diana, da hast Du mich voll erwischt. Wundervoll. Dankedankedanke.
Vielleicht muß ich meinen Überschwang erklären, was?
Das Parzival war schon immer mein allerliebstes, bis viel später Faust dazukam… diese Frage…
Was fehlt Dir?
ist mit Sicherheit die klügste, die man stellen kann. Weil ich sie anderen - und mir selbst - stellen kann. Weil sie ebenso egoistisch wie selbstlos sein kann. Und weil sie auch die Frage mit einbezieht, die ich unten vorgeschagen habe: „Bewege ich mich noch“? Weil sie niemals aufhört und immer wieder neu gestellt werden kann.
Fragen über Fragen, ja, Leo. Sie verschachteln sich.
Läßt sich die erste von den folgenden trennen?
Vielleicht kommen wir da weiter: Wenn es Fragen „über“ Fragen
sind… Was ist die Ursprungsfrage
ich versuche es mal mit den drei Kantischen Fragen:
Was kann ich wissen?
Was soll ich tun?
Was darf ich hoffen?, die Kant in der Frage „Was ist der Mensch?“ zusammenfasst.
Wenn ich nun die Frage nach der Relevanz stelle, also frage, welche dieser Fragen die wichtigste ist, gibt es nur eine Antwort, denn die anderen Fragen sind ohne diese nicht beantwortbar.
Also: Was kann ich wissen? bzw. Was weiß ich (wirklich)?
Erst wenn ich diese Frage beantwortet habe, kann ich mich den anderen Fragen mit Gewinn nähern, ohne das Gefühl haben zu müssen, dass ich vielleicht umsonst frage. Freilich sind die verschiedenen Aspekte dieser Frage zahlreich - aber das ist eine Untertreibung.
ein schöner satz dazu: wenn du denkst du hast die antwort,
hast du sie garantiert nicht.
Nicht dumm, mein Lieber, gar nicht dumm. Das meinte ich mit dem spiralförmigen wachsen. Wenn ich eine eindeutige, erstarrte, gültige, unveränderliche Antwort hätte, wäre ich tot.
WOVON HÄNGT ALLES AB?
So, liebe Nike, müsste nach Deiner Einführung doch wohl die Ursprungsfrage lauten.
Was ist eigentlich wichtig?
„wenn für jemanden viel davon abhängt“…
Von der Frage? Möglich. Von welcher Frage, also, hängt für
Dich / für mich viel ab? Was ist die Ursprungsfrage
„Wovon hängt alles ab?“ An dieser Fassung der Frage gefällt mir besonders, dass sie nicht so ego- oder anthropozentrisch daherkommt. Dieser Akzent dürfte noch früh genug gesetzt werden, sobald wir uns nämlich an Antworten heranmachen wie etwa:
„Ich denke …“ (Descartes, Kant, Fichte)
„Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein.“ (Marx)
„Erfundene Wirklichkeit“ (Watzlawick u. a. Konstruktivisten)
In meinem „Fragen-über-Fragen-Denkzwang“ würde ich meiner Antwort (mindestens) die folgende Zusatzfrage vorschalten:
Ist etwas, wovon alles abhängt, überhaupt notwendig, oder ist am Ende Vielheit ursprünglicher als Einheit?