Die Würde des Menschen

hi,

Um das an einem profanen Beispiel zu verdeutlichen: Wenn ein
Schüler in einer Klasse einen anderen beleidigt, hat das an
sich doch keine Folgen für das „Opfer“.

*lol* meinst du das ernst? dann warst du wohl teil der besonders beliebten in deiner klasse. grade bei kindern und teenagern, die noch nicht „zivilisiert“ wurden, wird am härtesten und besonders rücksichtslos beleidigt, ausgespottet und ausgegrenzt. es reicht, daß du eine brille hast oder tictactoe nicht kennst. die folgen für das „opfer“ gehen bis zum selbstmord…

Es sei denn, die
anderen Mitschüler bringen darauf hin diesen Schüler mit der
Beleidigung in Verbindung und benachteiligen ihn deswegen (zB
wollen sie nicht mehr mit ihm spielen etc). Das ist
dann ein tatsächlicher Schaden, der aber, wie gesagt, auf dem
„schlechten“ Charakter der Mitschüler beruht, die m.E. eher
den „Täter“ ächten müßten - oder ihm helfen, die Situation,
die zu den beleidigenden Äußerungen geführt hat, vernünftig zu
hinterfragen und ggf zu ändern.

tja gell der unterschied zwischen utopia und der wahren welt tut oft weh. in der wahren welt ist jede beleidigung ein schaden für das opfer. DESWEGEN ist es auch ein vergehen und das opfer kann klagen! ich nenne dich öffentlich arschloch, du verklagst mich. gibt es zeugen, werde ich bestraft. kein mensch käme auf die idee, die „schuld“ irgendwem anderen als mir zu geben.

gruß
datafox

Hallo datafox,

*lol* meinst du das ernst?

Ja im prinzip schon, auch wenn das Beispiel vielleicht hinkt. Aber freut mich, dich wenigstens zum Lachen gebracht zu haben.

dann warst du wohl teil der
besonders beliebten in deiner klasse.

Nö, ganz im Gegentum, das kannst du mir glauben.

grade bei kindern und
teenagern, die noch nicht „zivilisiert“ wurden, wird am
härtesten und besonders rücksichtslos beleidigt, ausgespottet
und ausgegrenzt.

Genau, das ist ja ein guter Punkt:

  1. Kinder lernen das von den Erwachsenen - sie sind in großen Teilen ein Spiegelbild unserer Gesellschaft (und die muß man ja nicht Gottgegeben hinnehmen), zudem ist das Spiegelbild oft schärfer, als uns lieb ist

  2. Je zivilisierter das Umfeld und die Kinder/Eltern, desto seltener kommt es zu Beleidigungen und desto besser können die Beleidigten damit umgehen

tja gell der unterschied zwischen utopia und der wahren welt
tut oft weh.

Ja, sicher. Aber es ist doch besser, einem Beleidigten zu lehren und vorzuleben, daß die Beleidigung mit einer Strafe des Beleidigenden nicht besser wird. Oder das es einfacher ist, sich nicht beleidigen zu lassen.

in der wahren welt ist jede beleidigung ein
schaden für das opfer. DESWEGEN ist es auch ein vergehen und
das opfer kann klagen!

Ja, und daraus lernen die Kinder schon, daß das alles ganz schlimm ist.

ich nenne dich öffentlich arschloch, du verklagst mich.

Warum sollte ich?

ein mensch käme auf die idee, die „schuld“ irgendwem anderen als
mir zu geben.

Wenn’s so wäre: Warum bist du so schlecht erzogen, so wenig zivilisiert, wo habe ich dir auf die Füße getreten?

Herzliche Grüße
Jochen