Die Zeit drängt: RV / LV / Revolution

Hallo Experten,

die Zeit drängt, alles will eine LV oder RV wegen den Steuern (Übrigens an alle unwissenden: Abschluß sollte bis Ende November, nicht Dezember sein!). So auch meine Schwester und ich (Alter: 33 und 32. Laufzeit bis 60. Anlage/Monat ca. 100 Euro).
Wir haben uns in den letzten Wochen bei ca. 7 ‚unabhängigen‘ und weiteren unzähligen abhängigen Agenturen sowie Freunden/Bekannten (darunter WirtschaftswissenschaftlerInnen, BänkerInnen etc) in Nord- und Süddeutschland sowie im Ausland etc. beraten lassen (nein, wir sind nicht arbeitslos…).

Erstes Fazit: Jeder sagt etwas anderes = sehr frustrierend (wie deprimierend muss das Dasein eines Versicherungsvertreters/experten sein!?!).

Hier mal ein paar ausgewählte Eckpunkte (auch für Personen gedacht, die z.Zt. ebenfalls Informationen einholen. Konkrete Fragen an die Experten hier folgen unten):

  • Versicherung und Vorsorge trennen. Bei diesem Punkt besteht wohl Einigkeit. Also nicht noch z.B. Berufsunfähigkeit o.ä. in die Lebensversicherung (LV) oder Rentenversicherung (RV) aufnehmen.

  • Grundsätzlich wird der Abschluß einer LV oder RV geraten, da die steuerlichen Vorteile (die nur für diese Produkte gelten) stark ins Gewicht fallen und diese viele anderen Sparmöglichketen/Anlageformen überlagern. Nicht ausgeschlossen ist natürlich zu einem späteren Zeitpunkt die Anlage in anderen Töpfen.

  • Die Eigenart der Lebensversicherung (Geld im Todesfall für Hinterbliebene) lieber als RisikoLV extra absichern, d.h. zur Absicherung der zukünftigen Rente (bzw. Einmalauszahlung im Rentenalter) lieber eine RV. Eine extra LV kann man auch noch kommendes Jahr abschließen.

  • Die Geister scheiden sich stark bei der Frage nach Kapitalgebundene (KG) (klassisch) und Fondsgebundene (FG) LV oder RV. Vorteil KG = sicher und als Grundstock der Vorsorge gedacht („so wie früher, wie es unsere Eltern gemacht haben“). Darüberhinaus lieber Geld in andere Töpfe anlegen. Nachteil KG = schlechte Rendite. Vorteil FG = gute Renditechancen. Nachteil FG = Geld kann im schlimmsten Fall komplett weg sein. Es gab keine einheitliche Empfehlung in der Frage KG oder FG. Als Kompromiss wurde manchmal eine abgesicherte FG RV genannt. Vorteil = Sicherheit einer KG und (eingeschränkte) Renditemöglichkeiten einer FG. Nachteil = nur eingeschränkte Rendite.

  • Frage: warum legt man sein Geld eigentlich nicht selbst an. So ist man nicht auf Versicherungen angewiesen (hohe Bearbeitungsgebühren etc) und kann sich die Fonds, Sparpläne, Banken etc. selber aussuchen. Antwort: es soll Menschen geben, die von der Materie keine Ahnung haben (zB ich) und auch (in Zukunft) keine Ahnung haben wollen (zB ich) und am Tag inkl, Wochenende so viel Arbeiten, dass sie keine Zeit/Lust haben, sich darum zu kümmern (zB ich). Vertraut man dann sein Geld einem ‚unabhängigen/abhängigen Berater‘ an, findet man sich in dem hier beschriebenen Kreislauf wieder.

  • mal eine Anmerkung zur Unabhängigkeit von Beratungsfirmen/dienstleistern: JEDER uns beratender kannte negative Anmerkungen zu anderen Unternehmen. Diese Anmerkungen haben auch alle Sinn gemacht. Nur ein Beispiel: ein Experte redete Stiftung Warentest/Finanztest schlecht. Grund: das Unternehmen bekommt einen Großteil seines Geldes vom Staat. Es folgt: Lenkung von Interessen des (wie wir alle wissen hochverschuldeten und mit Finanzen nicht wirklich sinnvoll umgehenden) Staates. Die negativen Anmerkungen zu Unternehmen wie MLP etc. sind hier ja bekannt. Hinzu kam: selbst bei Unternehmen, bei denen man für die Beratung bezahlt hat (30 Euro/Termin), bei denen also der gesunde Menschenverstand sagt: ich bezahle die Unabhängigkeit, also müssen die unabhängig sein, wollte man am Ende des Gespräches von der Firma XY unbedingt ein Produkt verkaufen, da Firma XY auf alle Fälle das beste sei. Ist doch lustig, oder!?!

  • Bei der Frage nach konkreten Versicherungen und deren Produkte gilt selbes wie im Punkt oben… Herauskristallisiert hat sich u.a. folgendes:
    Als FG RV: Skandia
    Als FG RV mit Garantie: Deutscher Herold, Nürnberger, Gerling
    Als KG RV: DeBeKa
    Direktversicherer (Cosmos etc) sind für Anlagen um 25-30 Jahre nicht unbedingt zu empfehlen. Ähnliches gilt für ausländische (Standard Life etc). Grund: Zukunftsprognosen der Firmen nur schlecht zu geben.

Es wurden natürlich noch unzählige andere Namen genannt (wahrscheinlich sämtliche Versicherer weltweit), die einmal gut und einmal schlecht beurteilt wurden.

Frage also an Euch: was soll man tun? Irgendwelche (heißen) Tipps? Fühlt Euch frei noch mehr Verwirrung zu stiften… (sorry auch für den langen Text, aber mein Pfarrer ist im Urlaub :wink:

P.S.: Am Rande noch eine Anmerkung (da ich mir die Mühe gemacht habe). Ich rede gerade von einer Anlage: 100 Euro/Monat. Z.Zt. zahle ich im Monat für eigene Versicherungen (Urlaubs, Haftpflicht, KFZ) 51 Euro. Von meinem Lohn gehen ab für Kranken, Renten, Arbeitslosen, Pflege und Zusatzversicherung rund 1000 Euro. Ich mach mir also Gedanken über 100 Euro im Monat für RV, zahle alleine für die staatliche RV von meinem Lohn 381,50 Euro/Monat (und alle Welt sagt: Rente bekommt man in 20 Jahren eh nicht mehr…) und insgesamt für irgendwelche Versicherungen und Vorsorge über 1000 Euro/Monat. Wo geht das Geld hin!?!

in diesem Sinne: viva la revolution :wink:

P.P.S.: Das „Revolution“ im Titel ist nur als Eyecatcher gedacht, sorry…

Hallo Marc,

Klasse Bericht - danke. Hilft mir weiter.

Herauskristallisiert
hat sich u.a. folgendes:
Als FG RV: Skandia
Als FG RV mit Garantie: Deutscher Herold, Nürnberger, Gerling
Als KG RV: DeBeKa

Wenn du dir bereits Angebote eingeholt hast wie sehen denn diese „herauskristallisierten“ Angebote aus ?

100 Euro pro Monat, bis zum 60.Lebensjahr:

Wie hoch sind bei den oben genannten denn die Ablaufleistungen ?

Danke

Stroppel

Hallo Marc,

wenn ich Dich richtig verstehe dann bist Du Arbeitnehmer - hat irgendwer mit Dir über das Thema bAV (Pensionskasse oder Direktversicherung) gesprochen?

die Zeit drängt, alles will eine LV oder RV wegen den Steuern
(Übrigens an alle unwissenden: Abschluß sollte bis Ende
November, nicht Dezember sein!). So auch meine Schwester und
ich (Alter: 33 und 32. Laufzeit bis 60. Anlage/Monat ca. 100
Euro).

Das ist das falsche Motiv - die Kapitalauszahlung ist steuerfrei - und dann? In die Spielbank und alles auf Rot - inkl. Gewinne liegen lassen bis Schwarz kommt!
Oder anlegen - aber dann hast Du Kapitalerträge - und schon wieder Steuern!

Wir haben uns in den letzten Wochen bei ca. 7 ‚unabhängigen‘
und weiteren unzähligen abhängigen Agenturen sowie
Freunden/Bekannten (darunter WirtschaftswissenschaftlerInnen,
BänkerInnen etc) in Nord- und Süddeutschland sowie im Ausland
etc. beraten lassen (nein, wir sind nicht arbeitslos…).

Aber relativ „bekloppt“, vielleicht positiv bekloppt - aber das ihr jetzt völlig verunsichert seid ist klar!

  • Versicherung und Vorsorge trennen. Bei diesem Punkt besteht
    wohl Einigkeit. Also nicht noch z.B. Berufsunfähigkeit o.ä. in
    die Lebensversicherung (LV) oder Rentenversicherung (RV)
    aufnehmen.

Ja, genau - und deshalb nie eine Kapitallebensversicherung, siondern wenn nur eine Rentenversicherung!

  • Grundsätzlich wird der Abschluß einer LV oder RV geraten, da
    die steuerlichen Vorteile (die nur für diese Produkte gelten)
    stark ins Gewicht fallen und diese viele anderen
    Sparmöglichketen/Anlageformen überlagern. Nicht ausgeschlossen
    ist natürlich zu einem späteren Zeitpunkt die Anlage in
    anderen Töpfen.

Völlig falsch - vor der privaten Vorsorge ersteinmal die Möglichkeiten der Rürup-Rente, der Riester Rente und der bAV nutzen - dann erst privat vorsorgen!

  • Die Eigenart der Lebensversicherung (Geld im Todesfall für
    Hinterbliebene) lieber als RisikoLV extra absichern, d.h. zur
    Absicherung der zukünftigen Rente (bzw. Einmalauszahlung im
    Rentenalter) lieber eine RV. Eine extra LV kann man auch noch
    kommendes Jahr abschließen.

oder übernächstes Jahr - also dann, wenn wirklich Hinterblieben zu versorgen sind!

  • Die Geister scheiden sich stark bei der Frage nach
    Kapitalgebundene (KG) (klassisch) und Fondsgebundene (FG) LV
    oder RV. Vorteil KG = sicher und als Grundstock der Vorsorge
    gedacht („so wie früher, wie es unsere Eltern gemacht haben“).
    Darüberhinaus lieber Geld in andere Töpfe anlegen. Nachteil KG
    = schlechte Rendite. Vorteil FG = gute Renditechancen.
    Nachteil FG = Geld kann im schlimmsten Fall komplett weg sein.
    Es gab keine einheitliche Empfehlung in der Frage KG oder FG.
    Als Kompromiss wurde manchmal eine abgesicherte FG RV genannt.
    Vorteil = Sicherheit einer KG und (eingeschränkte)
    Renditemöglichkeiten einer FG. Nachteil = nur eingeschränkte
    Rendite.

Eine Frage Deiner persönlichen Risikofreudigkeit! fondsgebundene Produkte haben höhere Chnacen und höhere Risiken. Hier musst Du Dich entscheiden, was Du willst. Das kann Dir kein Berater auf der welt abnehmen!

  • Frage: warum legt man sein Geld eigentlich nicht selbst an.
    So ist man nicht auf Versicherungen angewiesen (hohe
    Bearbeitungsgebühren etc) und kann sich die Fonds, Sparpläne,
    Banken etc. selber aussuchen.

Weil einige Versicherer das können!

Antwort: es soll Menschen geben,
die von der Materie keine Ahnung haben (zB ich) und auch (in
Zukunft) keine Ahnung haben wollen (zB ich) und am Tag inkl,
Wochenende so viel Arbeiten, dass sie keine Zeit/Lust haben,
sich darum zu kümmern (zB ich). Vertraut man dann sein Geld
einem ‚unabhängigen/abhängigen Berater‘ an, findet man sich in
dem hier beschriebenen Kreislauf wieder.

  • mal eine Anmerkung zur Unabhängigkeit von
    Beratungsfirmen/dienstleistern: JEDER uns beratender kannte
    negative Anmerkungen zu anderen Unternehmen. Diese Anmerkungen
    haben auch alle Sinn gemacht. Nur ein Beispiel: ein Experte
    redete Stiftung Warentest/Finanztest schlecht. Grund: das
    Unternehmen bekommt einen Großteil seines Geldes vom Staat.

Völlig falsch. Der größte teil der Einnhamen von Stiftung Warentest ergibt sich aus dem Verkauf von Zeitschriften und Büchern. Und deshalb gilt hier was überall auf der Welt gilt. Wir brauchen nicht die Wahrheit, sondern Themen für Auflage!

Es
folgt: Lenkung von Interessen des (wie wir alle wissen
hochverschuldeten und mit Finanzen nicht wirklich sinnvoll
umgehenden) Staates. Die negativen Anmerkungen zu Unternehmen
wie MLP etc. sind hier ja bekannt. Hinzu kam: selbst bei
Unternehmen, bei denen man für die Beratung bezahlt hat (30
Euro/Termin), bei denen also der gesunde Menschenverstand
sagt: ich bezahle die Unabhängigkeit, also müssen die
unabhängig sein, wollte man am Ende des Gespräches von der
Firma XY unbedingt ein Produkt verkaufen, da Firma XY auf alle
Fälle das beste sei. Ist doch lustig, oder!?!

Entweder Du bezahlst für eine Beratung, dann sollte der Berater nichts verkaufen, oder Du hast eine Beratung kostenlos, dann ist der Verkauf legitim!

  • Bei der Frage nach konkreten Versicherungen und deren
    Produkte gilt selbes wie im Punkt oben… Herauskristallisiert
    hat sich u.a. folgendes:
    Als FG RV: Skandia

Zu teuer - schlechte Solvabilität - bei Fonds aber zweitrangig! Zu hohe Kosten

Als FG RV mit Garantie: Deutscher Herold, Nürnberger, Gerling

Alle drei mit hohen Kosten - kein Wunder, das diese produkte immer wieder empfohlen werden!

Als KG RV: DeBeKa

Kannst Du Online abschließen, wäre als Kapitalrentenversicherer eine sehr gute Wahl!

Direktversicherer (Cosmos etc)

Also als Makler bin ich selbstverständlich der Ansicht, dass Direktversicherer immer schlecht sind! Aber Cosmos ist nun wirklich keine prickelnde Adresse - ein Tochterunternehmen der AachenerMünchener - schlechte Kapitalausstattung in allen Konzernbereichen - und eine ganz tolle Kundenorientierung!

sind für Anlagen um 25-30 Jahre
nicht unbedingt zu empfehlen. Ähnliches gilt für ausländische
(Standard Life etc). Grund: Zukunftsprognosen der Firmen nur
schlecht zu geben.

Standard Life ist weder in Deutschland besichert noch haben die deutschen Verträge eine Besicherung des englischen Fonds!

Es wurden natürlich noch unzählige andere Namen genannt
(wahrscheinlich sämtliche Versicherer weltweit), die einmal
gut und einmal schlecht beurteilt wurden.

Tja, es gibt keine einheitliche Beurteilung, sonst wären alle Kunden bei einem Versicherer - wie trostlos!

Frage also an Euch: was soll man tun? Irgendwelche (heißen)
Tipps? Fühlt Euch frei noch mehr Verwirrung zu stiften…
(sorry auch für den langen Text, aber mein Pfarrer ist im
Urlaub :wink:

Zulagen abschöpfen - Riester, Rürup und Pensionskasse!

P.S.: Am Rande noch eine Anmerkung (da ich mir die Mühe
gemacht habe). Ich rede gerade von einer Anlage: 100
Euro/Monat. Z.Zt. zahle ich im Monat für eigene Versicherungen
(Urlaubs, Haftpflicht, KFZ) 51 Euro. Von meinem Lohn gehen ab
für Kranken, Renten, Arbeitslosen, Pflege und
Zusatzversicherung rund 1000 Euro. Ich mach mir also Gedanken
über 100 Euro im Monat für RV, zahle alleine für die
staatliche RV von meinem Lohn 381,50 Euro/Monat (und alle Welt
sagt: Rente bekommt man in 20 Jahren eh nicht mehr…) und
insgesamt für irgendwelche Versicherungen und Vorsorge über
1000 Euro/Monat. Wo geht das Geld hin!?!

Der größere teil an Deine Großeltern und demnächst oder schon an Deine Eltern. Man nennt es Umlageverfahren!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

P.S.: Der sich für die offensichtliche Werbung entschuldigt!!! Aber bevor jemand in die Hände der DeBeKa Vertreter fällt - lieber online wenn schon DeBeKa!

Hallo Thorulf Müller,

danke für Deine Ratschläge und die dezente Eigenwerbung, die ich hiermit zur Kenntnis genommen habe (nettes Bild übrigens, aber etwas lächeln wäre freundlicher :wink:. Hier in Kürze einige Antworten gekoppelt mit neuen Fragen:

wenn ich Dich richtig verstehe dann bist Du Arbeitnehmer - hat
irgendwer mit Dir über das Thema bAV (Pensionskasse oder
Direktversicherung) gesprochen?

Ich bin Angestellter. Dieser Umstand kann sich aber noch ändern (Selbstständigkeit, Honorar etc). Außerdem strebe ich hohes Gehalt an, Familie ist noch nicht oder gar nicht geplant. Aus diesen Gründen riet mir einer Deiner Kollegen (Versicherungsmakler) von Rürup und Co. ab. Gerade, da ich evnt. nur mit Ausfällen in die staatliche Rentenkasse einzahlen werde. Richtig?!?

Das ist das falsche Motiv - die Kapitalauszahlung ist
steuerfrei - und dann? In die Spielbank und alles auf Rot -
inkl. Gewinne liegen lassen bis Schwarz kommt!
Oder anlegen - aber dann hast Du Kapitalerträge - und schon
wieder Steuern!

Tja um Steuern kommt man wohl nie rum. Aber man kann das Geld aus der RV ja auch mit 65 nehmen und ausgeben. Oder soll man sparen, anlegen und versichern bis man unter der Erde liegt!?!

Wir haben uns in den letzten Wochen bei ca. 7 ‚unabhängigen‘
und weiteren unzähligen abhängigen Agenturen sowie
Freunden/Bekannten (darunter WirtschaftswissenschaftlerInnen,
BänkerInnen etc) in Nord- und Süddeutschland sowie im Ausland
etc. beraten lassen (nein, wir sind nicht arbeitslos…).

Aber relativ „bekloppt“, vielleicht positiv bekloppt - aber
das ihr jetzt völlig verunsichert seid ist klar!

Du siehst ja: auch Du gibst Tipps, die Deine Kollegen vollkommen abgelehnt haben.

fondsgebundene Produkte haben höhere Chnacen und höhere
Risiken. Hier musst Du Dich entscheiden, was Du willst. Das
kann Dir kein Berater auf der welt abnehmen!

Yep, verstanden.

Entweder Du bezahlst für eine Beratung, dann sollte der
Berater nichts verkaufen, oder Du hast eine Beratung
kostenlos, dann ist der Verkauf legitim!

Tja das dachte ich auch, aber die Welt der Versicherungsmakler scheint bunt zu sein.

Wie auch immer. Bei Deinen Anmerkungen zu einigen konkreten Unternehmen (Skandia etc) hast Du oft von hohen Kosten gesprochen und das diese auch der Grund sind, warum sie oft angeboten werden (von Maklern). Das verstehe ich nicht: was hat der Makler davon, Firmen/Produkte mit hohen Kosten zu vermitteln? Und was sind das für Kosten?

Der größere teil an Deine Großeltern und demnächst oder schon
an Deine Eltern. Man nennt es Umlageverfahren!

Das deutsche Rentensystem ist mir bekannt. Meine Frage war eher rethorischer Natur…

Danke auf alle Fälle für diese unkomplizierte und kostengünstige Beratung. Keep on Rocking your Insurances! marc

Hallo Marc,

danke für Deine Ratschläge und die dezente Eigenwerbung, die
ich hiermit zur Kenntnis genommen habe

Dankeschön!

(nettes Bild übrigens,
aber etwas lächeln wäre freundlicher :wink:.

Geht leider nicht, weil ich mich im Keller nie photografieren lasse!

Ich bin Angestellter. Dieser Umstand kann sich aber noch
ändern (Selbstständigkeit, Honorar etc). Außerdem strebe ich
hohes Gehalt an, Familie ist noch nicht oder gar nicht
geplant. Aus diesen Gründen riet mir einer Deiner Kollegen
(Versicherungsmakler) von Rürup und Co. ab. Gerade, da ich
evnt. nur mit Ausfällen in die staatliche Rentenkasse
einzahlen werde. Richtig?!?

Rürup ist richtig - das musst Du machen - gerade als Lediger und auch als Selbstständiger!

Riester lohnt nur bei Familie wirklich!

Tja um Steuern kommt man wohl nie rum. Aber man kann das Geld
aus der RV ja auch mit 65 nehmen und ausgeben. Oder soll man
sparen, anlegen und versichern bis man unter der Erde liegt!?!

Wozu willst Du fürs Alter sparen, wenn Du alles auf einmal auf den Koppf hauen willst! Da Du nicht weißt ob Du das Alter erreichst, würde ich bei der Motivlage gar nicht sparen, sondern alles gleich auf den Kopf hauen!

Du siehst ja: auch Du gibst Tipps, die Deine Kollegen
vollkommen abgelehnt haben.

Ja, aber ich bin einer der ganz wenigen die Ahnung haben - Sorry, aber das ist so, bei den meisten meiner Kollgen bekomme ich wegen fachlichem Tiefflug immer Kopfschmerzen!

fondsgebundene Produkte haben höhere Chnacen und höhere
Risiken. Hier musst Du Dich entscheiden, was Du willst. Das
kann Dir kein Berater auf der welt abnehmen!

Yep, verstanden.

Entweder Du bezahlst für eine Beratung, dann sollte der
Berater nichts verkaufen, oder Du hast eine Beratung
kostenlos, dann ist der Verkauf legitim!

Tja das dachte ich auch, aber die Welt der Versicherungsmakler
scheint bunt zu sein.

Nicht bunt, eine einzigartige Katastrophe. Irgendwann werfe ich die Brocken hin, weil ich bei meinem Ethos echt leide!

Wie auch immer. Bei Deinen Anmerkungen zu einigen konkreten
Unternehmen (Skandia etc) hast Du oft von hohen Kosten
gesprochen und das diese auch der Grund sind, warum sie oft
angeboten werden (von Maklern). Das verstehe ich nicht: was
hat der Makler davon, Firmen/Produkte mit hohen Kosten zu
vermitteln? Und was sind das für Kosten?

Kosten sind z.B. Vertriebskosten - hohe Courtagen sind hohe Kosten - hohe Courtagen oder Provisionen sind doch nett - aus sicht des "Pseudo"maklers!

Der größere teil an Deine Großeltern und demnächst oder schon
an Deine Eltern. Man nennt es Umlageverfahren!

Das deutsche Rentensystem ist mir bekannt. Meine Frage war
eher rethorischer Natur…

Die Antwort war es auch - mit leicht ironischem Einschlag!

Danke auf alle Fälle für diese unkomplizierte und
kostengünstige Beratung. Keep on Rocking your Insurances! marc

Den Spruch klau ich dann gleich - als faire Entlohnung für kostenlose Beratung! P.S.: Wenn Du das Online auf der Seite machst war es ja wenigstens nicht umsonst!

Cre-In-Phan - Versicherung zwischen Creativität und Phantasie

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

P.S.: der es wirklich toll findet, wenn einer einmal „Danke“ sagt!

Hallo Marc,

die Lösung schlechthin gibt es wohl nicht.

Einige Punkte möchte ich Dir als Anreiz für die richtige Wahl geben:

Der MapReport hat festgestellt, dass 1 klassische Lebensversicherung in der langfristigen Vergangenheitsbetrachtung besser läuft als 2/3 aller Fondprodukte.
Womit ich nicht sagen will eine LV zu machen, sondern lediglich, dass man bei Fondprodukten ebenso vorsichtig sein muss.

Fonds bergen natürlich das Risiko diverser Schwankungen. Produkte die heute als langfristig empfohlen werden gelten vielleicht schon in 3-5 Jahren als langfristig nicht akzeptabel. So z.B. Testergebnisse von Finanztest von 1996, 1997 und im Vergleich zu heute.

Renditeversprechungen sagen nichts aus! So warb in der Vergangenheit die HannoverscheLeben mit hohen Renditen, gewann laufend Tests. Nun schwebt man im Mittelfeld und der langfristige Anleger ärgert sich. Ähnliches fabriziert zur Zeit die Asstel. Alleine in der klassischen Lebensversicherung wo die Anlagemöglichkeiten der Anbieter streng eingeengt sind will die Asstel mit gerade einmal durchschnittlicher Kostenquote mehr erwirtschaften als der Rest des Marktes. Schwachsinn !
Zumal der Mutterkonzern Gothaer eh schon wackelt.

Die Kostenquote. Leider weisen auch heute die Unternehmen in der Regel ihre tatsächlichen Kosten nicht aus. Interne Kosten einer LV, RV aber auch von Fondprodukten liegen zwischen ca. 10 und gut 40% des Anlagebetrages.
Dabei sind einige Produkte ähnlich aufgebaut und hier dürfte der Kostenfaktor sehr entscheidend auf den Auszahlungsbetrag sein.
Aber auch bei Fonds werden Kosten nicht ausgewiesen. Ausgabeaufschlag, Verwaltungsgebühr und Switchkosten sind oft noch nachvollziehbar.
Spätestens bei den Shiftkosten und weiteren Gebühren findet man kaum Auskunft. Tenor der Anbieter: Diese Gebühren sind im Vorraus nicht einzuschätzen.
Tatsächlich wird gerne im Laufe der Zeit ein wenig mehr abgezwackt und der Kunde merkt es aufgrund des Zinseszinseffekts kaum.

Zusätze wie Todesfallabsicherung und BU Absicherung grundsätzlich auszugliedern ist schwachsinnig. Eine richtige Beratung vergleicht Komplettangebote mit einzelnen Komponenten im Vergleich.
Allerdings muss man sich im vorraus im Klaren sein ob z.B. eine Todesfallabsicherung überhaupt Sinn macht.

Natürlich ist nach 12 Jahren jetzt die Steuerfreiheit auf den Ertragsanteil gegeben. Allerdings sind auch im nächsten Jahr die Langläufer steuerbegünstigt. So zahlt man den halben Steuersatz auf die Erträge.

Der Antrag sollte bis zum 1.12. vorliegen. Allerdings wird oft bis zum 15.12. rückwirkend policiert. Vorher anfragen !!!

Fazit:
Nicht auf Renditeversprechungen hören sondern auf das Unternehmen achten. Vergangenheitsbetrachtungen geben Aufschluss darüber wie wirklichkeitsnah die Prognosen sind. Auch die Kostenquoten spielen eine Rolle.
Und noch etwas: Direktversicherer sparen zwar den Aussendienst, aber manch Aussendienstmitarbeiter wäre über die Provisionen dankbar die in die Werbung fliessen. (Fernsehspot z.B. pro Ausstrahlung zw. 5.000 und 60.000 Euro )

Für weitere Fragen steh ich gerne zur Verfügung.
Gruss
Frank

Hallo,

da sprichst Du mir richtig aus der Seele.
Ich arbeite zufällig bei einem Versicherungsmakler. Und wir haben auch schon das Gefühl, dass wir von den einzelnen Maklerbetreuern verarscht werden. Jeder sagt was anderes und keiner weiß richtig Bescheid. Jeder ist von seiner Versicherung überzeugt und wir werden damit total durcheinander gebracht.

Ich habe für mich einen Leben-Stufenplan abgeschlossen bei einer dauernd gut laufenden Lebensversicherung. Das ist wahrscheinlich für mich noch das Beste was man für kleines Geld machen kann.
Wir verlassen uns sowieso nur noch auf die garantierten Summen.

Jetzt vertreibt die VHV auch LV/RV etc. Was ich jetzt davon halten soll, weiß ich leider auch nicht.
Das ist alles zum Verzweifeln.

Grüße