ich bestimme zur Zeit an der Uni dielektrische Eigenschaften einiger Lebensmittel (nach dem Trocknen) in einem Resonator. Dieser spuckt mir dann die relative Dielektrizitätskonstante und den relativen dielektrischen Verlustfaktor aus (normalerweise ε’ und ε’’ genannt)
Jetzt soll ich damit allerdings etwas berechnen und in diese Formel fließt die absolute Dielektrizitätskonstante ein (normalerweise ε genannt).
Nun die Frage: Überall liest man, dass die absolute Dielektrizitätskonstante in ihren Real- und Imaginärteil aufgespalten werden kann (eben ε’ und ε’’). Bedeutet das dann, dass wenn ich ein ε’ von 10 und ε’’ von 3 habe, ich für die absolute Dielektrizitätskonstante ε 10-3j einsetze?
Weil wenn ich mir Wikipedia anschaue, sieht das nicht so aus, als sei ε selbst komplex. (Wasser hat angeblich eine absolute Dielektrizitätskonstante von ca. 77 bei Zimmertemperatur und Mikrowellenfreuquenz, wenn ich dann aber irgendwo anders sehe, dass für ebendiese Bedingungen die relative Dielektrizitätskonstante von Wasser ca.77 und der relative Verlustfaktor 13 beträgt, dann frag ich mich, was da wie in Real- und Imaginärteil unterteilt worden sein soll…)
Ich hoffe, ich habe die Frage nicht zu verwirrend gestellt, hier nochmal in Kurzform: Ich habe ε’ (10) und ε’’ (3)gemessen. Wie groß ist jetzt ε?
Danke
MOD: Ausgeschriebenes „epsilon“ durch Buchstaben ε ersetzt.
ich bestimme zur Zeit an der Uni dielektrische Eigenschaften
einiger Lebensmittel (nach dem Trocknen) in einem Resonator.
Dieser spuckt mir dann die relative Dielektrizitätskonstante
und den relativen dielektrischen Verlustfaktor aus
(normalerweise ε’ und ε’’ genannt)
Jetzt soll ich damit allerdings etwas berechnen und in diese
Formel fließt die absolute Dielektrizitätskonstante ein
(normalerweise ε genannt).
steht den in der bedienungsanleitung deiner messapparatur nix darüber drin, was das teil nun eigtl. misst und wie es mit den anderen dk-s in zusammenhang steht?
in meiner diss hatte ich mit piezoaktivem zeugs zu tun, da waren derlei messungen für mich auch täglich brot (das ist seeeeehr lange her).
in einem resonator heisst das, dass du die frequenz irgendwie variieren kannst oder dass du das geanze bei einer festen frequenz misst?
und: dir ist schon klar, dass trocken nicht gleich trocken ist und dass wasser (hier erinnere ich eine dk von 81…warum? weil man da so gut die wurzel ziehen kann /für den brechungsindex/ - orginalzitat eines profs) einen enormen einfluss hat. kannst du den die feuchte evtl. zugleich messen? oder zb. mal probieren, ob du den messraum mit gleicher probe durch erhitzen bei unterschiedl. temperaturen und daher unterschiedl. wasser-belegung deiner probe betreiben kannst. es täte mich wundern, wenn da immer das gleiche herauskäme!
wahscheinlich reicht sogar, ausreichende hydrophilität der ofl. / porosität der probe vorausgesetzt, unterschieldiche luftfeuchte um dir unterschiedl. messwerte für die gleiche probe zu bereiten. kannst ja mal an einem regentag und bei sonnenschein messen.
ich hatte probleme einem meiner diplomanden der sich mit ähnlichen problemen wie du beschäftigte noch eine halbwegs wissenschaftliche arbeit zurecht zu zimmern.
btw.: zur bestimung der dk musst du ja auch die abmessung der probe, also zb. volumen, oberfläche etc. genau kennen. nur als hinweis für weitere einflüsse.
oh, und ich will dich keineswegs frustrieren, ich fand das immer sehr spannend. heute kann ich mit am lautesten über die fettanalysewaagen lachen