Bei meinen unten geschilderten Problemen, ist es da ratsam auf eine Dienstaufsichtsbeschwerde zurückzugreifen, würdet ihr sie so formulieren? Was kann man besser formulieren? Welche anderen Wege seht ihr, was man tun könnte? Ein Gespräch mit dem Lehrer ist absolut zwecklos. Ich habe schon gehört, dass sich der Lehrer *** gerne im Streit mit Schülern auch vor Gericht misst… Daher weiß ich nicht, ob ich das überhaupt noch machen soll…
Betreff: Dienstaufsichtsbeschwerde
Sehr geehrter Herr xxx,
hiermit möchte ich mich über das Verhalten des bei Ihnen tätigen Herrn *** beschweren.
Vor versammelter Klasse wurde mir mehrfach vorgeworfen das eine oder andere Vergehen oder auch eine Straftat begangen zu haben. Diese Beschuldigungen entbehren jeglicher Grundlage. Daher empfinde ich diese Behauptungen, die gegen mich vorgebracht werden, als Üble Nachrede. Da solche Behauptungen nur dann vorgebracht werden dürfen, wenn sie nachweislich wahr sind, möchte ich mir verbitten, dass Herr *** ungenannte Behauptungen gegen mich vorbringt. Um hier noch einmal den Gesetzestext zitieren zu dürfen:
StGB § 186 Üble Nachrede: Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe … bestraft.
Am 31.01.2001 bekam Herr *** im Unterricht durch Einsichtname auf meinen Laptopbildschirm mit, dass ich eine Seite meiner Matheklausur vom 14.06.2001 als digitale Kopie auf meinem Laptop habe. Er meinte, ich sollte diese Datei als auch alle anderen Daten, die irgendetwas mit ihm zu tun hätten, löschen, nannte mir dazu keine Gründe, obwohl ich mehrmals nach diesen fragte. Abschließend bekam ich dann zu hören „Wenn Sie dies nicht aufgrund meiner mündlichen Aufforderung machen, dann bekommen sie das schriftlich, von meinem Rechtsanwalt.“ Ich kann mir nicht erklären, was ich Unrechtes tue und Herr *** weigerte sich in dieser Stunde auch mir dies zu erklären.
Am 07.12.2001 legte ich meine Hausaufgaben, die ich im Internet zum Download bereitgestellte hatte, als Ausdruck eben dieser Webseite vor, dies war durch eine entsprechende Beschriftung an der Unterseite zu ersehen. Herr *** hielt daraufhin vor allen anwesenden Schülern des Leistungskurses einen Vortrag, dass meine Taten nicht in Ordnung seien, da ich dadurch sowohl sein geistiges Eigentum als auch das geistige Eigentum meiner Mitschüler missbrauchen würde.
Es gibt jedoch kein Gesetz, dass Ideen schützt, sondern nur deren schriftliche Niederlegung. Des Weiteren sind die bisher bekannten mathematische Lehrsätze und Berechnungsmethoden Allgemeingut, an dem wohl niemand irgendeinen Anspruch hegen kann.
Davor, das genaue Datum weiß ich nicht mehr, forderte Herr *** von mir 80000 DM, da ich Kopien von 80 von ihm einem beschränkten Benutzerkreis im Internet bereitgestellten Webseiten besäße. Dabei ist jedoch weder bewiesen, dass ich sie besitze, noch dass ich sie je besessen habe. Des Weiteren ist ein Besitz dieser Daten nicht zwangsläufig illegal. Der nächste Punkt ist, dass diese Daten sich größtenteils kein geistiges Eigentum von Herrn *** sind, sondern sich aus Daten anderer Datenquellen zusammensetzen, teilweise sind sie sogar von Schülern erstellt worden, die dann wohl selber ihr Recht an diesen Daten einklagen dürften. Auch ihre Gestaltung ist nicht gerade so aufwendig ist, dass man für eine einzelne Kopie, die jemand davon angeblich illegalerweiser besitzt, kaum soviel Geld fordern kann.
Ich empfinde das oben Geschilderte als eine Verhaltensweise, die geeignet ist, mich, zu schikanieren, mich auszugrenzen, als Sündenbock hinzustellen, kaltzustellen etc. Da diese Handlungen über einen längeren Zeitraum erfolgen und sie gezielt zu meiner Schädigung eingesetzt und schädliche Auswirkungen in Kauf genommen werden, kann man hier gut und gerne auch von Mobbing sprechen.
Mobbing beeinträchtigt das Wohlbefinden, führt zu Arbeitsausfällen, Störungen des Betriebsfriedens und zur Behinderung von Produktionsabläufen. Der Ruf der Behörde wird geschädigt. Es wird menschlicher und wirtschaftlicher Schaden angerichtet. Wirtschaftlicher Schaden in diesem Fall dadurch, dass der Unterricht des Öfteren schon nicht durchgeführt wurde bzw. werden konnte, weil Herr *** sich mit mir über meine angeblichen Straftaten auseinandersetzen musste bzw. wollte oder er die Klasse oder den Kurs darüber aufklären wollte, was an meinen Taten illegal ist. In persönlichen Gesprächen mit anderen Schülern, Lehrern und anderen hat sich jedoch bisher keiner gefunden, der irgendeine der oben geschilderten Rechtsauffassungen von Herrn *** teilt.
Ich möchte hiermit klarstellen, dass ich in keinerlei Weise beabsichtige Herrn *** durch dieses Schreiben in Misskredit zu bringen. Ich kann es einfach nicht mehr ausstehen, dass ich wegen jeder Lappalie und jeder Sache, die in der Schule passiert, und irgendwie Herrn *** zu Ohren kommt oder seinen Unterricht oder seine Unterrichtsmaterialien betrifft, mir anhören lassen muss, dass mein Verhalten Unrecht ist.
Ich bitte Sie, das geschilderte Verhalten ihres Mitarbeiters dienstaufsichtsrechtlich zu bewerten und mir sobald wie möglich eine schriftliche Stellungnahme zukommen zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
. Und vielleicht wird die Situation ja etwas entschärft, wenn Du Dich etwas zurücknimmst.