Dienstwagen, Firmenfahrzeug

Sehr geehrte Leute,
ich würde mich über eine Lösung freuen.

Beispiel:
Nach einem Vorstellungsgespräch wird der neue Arbeitnehmer fest eingestellt. Es wird ein Vertrag vorbereitet. Der Arbeitnehmer möchte aber ein Firmenfahrzeug bei dem Unternehmen haben. Zweck: Er muss morgens zur Arbeit und abends nach Hause fahren es sind ca. 50km.
Wichtig!
Er nutzt das Fahrzeug aber im Monat ca. 15Tage, weil er oft mit Flugzeug ins Ausland fliegt und sich dort paar Tage beruflich aufhält.

Fragen:

  1. Wird hier auch 1% Regelung angewandt oder kann man das auch irgendwie umgehen?
  2. Wie kann man das Vertraglich lösen?
  3. Welche Möglichkeiten hat der Arbeitnehmer?
  4. Was könnte sowas überhaupt kosten oder kann man das auch so regeln?
  5. Wird der Betrag von dem Gehalt abgezogen oder gibt es auch hier andere Möglichkeiten für den Arbeitnehmer?

Man sollte nicht vergessen das, das Unternehmen sowieso paar Fahrzeuge stehen hat.

Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe,
mit herzlichen Grüßen
Viktor

  1. Wird hier auch 1% Regelung angewandt oder kann man das auch
    irgendwie umgehen?

Klar, wenn man das umgehen will, muß der An auf die private Nutzung des KFZ verzichten.

  1. Wie kann man das Vertraglich lösen?

Das sollte die Personalabteilung in der schublade haben.

  1. Welche Möglichkeiten hat der Arbeitnehmer?

Den Wagen privat zu nutzen oder es eben nicht zu tun.

  1. Was könnte sowas überhaupt kosten oder kann man das auch so
    regeln?

Das rechnet doe PA aus, was meinst du mit „so regeln“ ? Die Firma wird sich kaum für ein paar Euros Ärger mit dem FA einhandeln.

  1. Wird der Betrag von dem Gehalt abgezogen oder gibt es auch

Ja.

hier andere Möglichkeiten für den Arbeitnehmer?

Was stellst Du Dir da vor ?

Man sollte nicht vergessen das, das Unternehmen sowieso paar
Fahrzeuge stehen hat.

Deswegen werden für das zusätzliche Fahrzeuge sicherlich keine Extrawürste gebraten.

Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe,

Bitte, bitte.

Hallo,

da ich mich gerade steuerlich auch mit einem ähnlichen Thema plage, hier mal ein paar laienhafte Antworten von mir:

Er muss morgens zur Arbeit und
abends nach Hause fahren es sind ca. 50km.

Diese Fahrten und Privatfahren muss der Arbeitnehmer als „Geldwerten Vorteil“ versteuern. Unter „muss“ ist hier zu verstehen, dass man hier ganz schnell richtigen Ärger mit irgendwelchen Behörden bekommt, wenn man das nicht richtig macht.

Wichtig!
Er nutzt das Fahrzeug aber im Monat ca. 15Tage, weil er oft
mit Flugzeug ins Ausland fliegt und sich dort paar Tage
beruflich aufhält.

Ok…

Fragen:

  1. Wird hier auch 1% Regelung angewandt oder kann man das auch
    irgendwie umgehen?

Das kann man „umgehen“! Soweit ich weiss, verhält es sich so, dass diese „1%-Regelung“ eine pauschale Abrechnung dieses „geldwerten Vorteils“. Bei dieser Pauschale wird angenommen, dass er das Fahrzeug zu mindestens 50% zu privaten Zwecken nutzt.

Führt der Arbeitnehmer ein Fahrtenbuch, anhand dessen er nachweisen kann, dass er das Fahrzeug zu dienstlichen Zwecken zu einem höheren Anteil nutzt, muss er auch entsprechend weniger versteuern. Im Gegenzug muss er sich gefallen lassen, dass so ein Mensch im grauen Anzug dieses Fahrtenbuch mit spitzem Bleistift sehr genau kontrolliert und z. B. auch mit entsprechenden Tankbelegen vergleicht und nachrechnet.

Dabei sagt er dann „hmm… soso… jaja…“ und stellt lustige Fragen, wenn der Verbrauch Deines Autos in Woche 1 bei 40 Litern auf 100 km und in Woche 2 bei 0,03 Litern auf 100 km liegt…

  1. Wie kann man das Vertraglich lösen?

Gar nicht. Für sowas gibts Gesetze.

  1. Welche Möglichkeiten hat der Arbeitnehmer?

Nun… er könnte, wenn sowieso so viele Fahrzeuge in der Firma vorhanden sind, ausschließlich für dienstliche Fahrten ein Pool-Fahrzeug nutzen, das für alle MA zur Verfügung steht.

  1. Was könnte sowas überhaupt kosten oder kann man das auch so
    regeln?

Nun… es sind bis zu 1% vom Bruttolistenpreis + der geldwerte Vorteil zu versteuern, welcher durch die Fahrten von zuhause zur Arbeit und zurück entstehen.

  1. Wird der Betrag von dem Gehalt abgezogen oder gibt es auch
    hier andere Möglichkeiten für den Arbeitnehmer?

Ich kenne das nur so, dass dies direkt auf der Gehaltsabrechnung passiert.

Man sollte nicht vergessen das, das Unternehmen sowieso paar
Fahrzeuge stehen hat.

Im Gegenteil! Sowas sollte man ganz schnell vergessen. Da werden sonst bedenklich dünne Bretter gebohrt.