Diesel oder Benziner

Hallo,

ich muss demnächst für 2 Jahre von Gütersloh nach Paderborn pendeln. Und genau deswegen bin ich jetzt auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz.

Die Frage ob sich ein Diesel lohnt oder nicht kann ich noch nicht genau beantworten. Im Prinzip gibt es 2 mögliche Wege zu fahren. Autobahn (46 km) oder über die Landstraßen und Dörfer (36 km). Schneller geht es bestimmt über die Autobahn, dadurch
komme ich aber auch auf ca. 18.000 km pro Jahr, der andere Weg ca. 14.000 km.

Klar fährt man nebenbei auch noch Auto, aber ich habe es bis jetzt 7 Jahre ohne Auto geschafft, also will ich auch mit Auto viele Dinge mit Fahrrad erledigen.

Ein Autohändler erzählte mir Diesel würde sich normalerweise ab 20.000 rechnen, bei Kleinwagen sogar erst ab 25.000. Stimmt das? Ist das nur auf Neuwagen bezogen, oder gelten die Grenzen auch für Gebrauchtwagen.

Hat jemand vielleicht ein paar Tipps, was für ein Auto man kaufen sollte (Diesel oder Benziner) und welche Strecke sinnvoller zu fahren ist.

Vielleicht weiß jemand von euch ja auch, welche Modelle was taugen.

Nächste Woche wollte ich mir erstmal den Mitsubishi Colt anschauen, der laut ADAC Motorwelt recht Pannenfrei sein soll.

Danke für eure Antworten,

Christian

Hallo Luftritter,

pauschlisieren kann man das sowieso nicht. Es ist von Modell zu Modell unterschiedlich ab wann es sich rechnet einen Diesel zu kaufen.

Bei vielen Modellen rechnet es sich irgendwo zwischen 20.000 und 30.000km im Jahr.

Denn Diesel sind meist erheblich teuer in der Anschaffung und kosten ca 2,7 mal so viel Steuer. Dies gilt auch für Gebrauchtwagen.

Dies musst du über den Sprit erst mal wieder rausholen.

Gruß Ivo

hallo Ivo,
die Rechnung ist bei einem Gebrauchten gänzlich anders, als bei einem neuen. Sehr oft ist der Kaufpreis für einen neuen Diesel um 1.500 bis 2.000 € höher. Bis die sich amortisieren, ist einige Zeit vergangen. Beim Gebrauchten ist kein Unterschied (meist).
Dazu kommt, dass das Öl für einen Diesel selbst in der Spitzenkategorie wesentlich billiger ist. (vergleiche Castrol´s Superöl für 4-Takter und das Spitzenöl für Diesel). Für einen Diesel spricht auch die bessere Haltbarkeit und die längere km-Laufstrecke.
Nach meiner Meinung spricht fast alles für einen Diesel. Denn: die lahme Ente ist der diesel wirklich nicht mehr.
Und trotzdem hat er immer noch seinen Vorteil behalten: sehr geringen Verbrauch. Also paart sich hier geringer Verbrauch + geringer Spritpreis + längere Haltbarkeit. Ein kleiner Vorteil sei noch erwähnt: durch das höhere Gewicht auf die Antriebsräder (die meisten Klein- und Mittelklassenautos haben ja Frontantrieb) ist die Wintertauglichkeit besser: er dreht nicht so schnell die Räder durch.

Noch was zum Öl: die meisten Werkstätten verkaufen dem Kunden das teuerste 4-Takt-Öl. Das ist erstens mal nicht nötig und zweitens für den Diesel nicht geeignet. Das wissen die Werkstätten zwar, aber das ist denen Jacke wie Hose. Hauptsache der Umsatz stimmt und der Kunde fühlt sich fachmännisch beraten.

Grüße
Raimund

Hi Raimund

das mit der höheren Haltbarkeit des Diesels resultiert wohl auch nur noch aus den Zeiten, als TDI, Pumpdüse und Commonrail unbekannte Worte waren. Die heutigen Diesel müssen ihre Haltbarkeit erst einmal unter Beweis stellen, zumal wohl auch die Hersteller die damals übliche Überdimensionierung der Motokomponenten aufgegeben haben. Ich sehe eigentlich keinen Grund, weshalb ein Benziner unter gleichen Umgebungsbedingungen nicht genauso lange oder länger halten sollte, als ein Diesel.

Grüßle
Frank K.

Hi!

Vieles wurde ja schon gesagt, ich möchte jedoch einige Argumente etwas relativieren:

1.) ein moderner Diesel hält nicht per se länger als ein vergleichbarer Benziner, ich habe hierzu eine definitive Aussage eines BMW-Meisters erhalten. Im Falle VW kann man von ca. der halben Laufleistung bei den Dieseln (1.9 TDI, 130 PS) im Vergleich zu einem Benziner (2.0) ausgehen, auch hier eine definitive Aussage eines VW-Mannes als Hintergrund.

2.) ein Diesel ist in der Anschaffung teurer und, und hier muss ich Raimund aufs schärfste Widersprechen, auch im Wiederverkaufswert deutlich höhrer anzusetzen, als ein Benziner.
Die Schere öffnet sich mit den Jahren immer weiter, ein Vergleich zwischen BMW 528i und 530d von 2000 bis heute ist hier interessant, einfach mal bei http://www.mobile.de nachsehen. Auch Mercedes ist hier immer ein gutes Beispiel, vergleiche doch mal einen 95er 300 D mit einem 280E aus demselben Jahr.

3.) Üblicherweise rechnet sich ein Diesel ab(!) 20 - 25.000 lm p.a.
je älter der Wagen ist, desto höher liegt die Grenze, denn:

  • die Kfz-Steuern steigen mit dem Alter, ein alter 300er Benz kann schon mal auf 600 Euro Steuern p.a. kommen), die Sätze beim Diesel sind noch dazu deutlich höher als beim Benziner.
  • die Wahrscheinlichkeit eines Turboschadens steigt (bis zu 4000 Euro Reparatur)

In Deinem Fall bist Du m.E. mit einem Benziner besser beraten, denn Du fährst wenig und möchtest ein problemloses, billiges Auto (es gibt keinen anderen Grund, sich einen Colt anzusehen *grins*). Schau Dir auch mal den Honda Civic an. Viele neue Benziner sind übrigens einige Zeit steuerbefreit, was in die Vergleichsrechnung mit einfliessen sollte.

Nur als Beispiel:
Ich fahre jeden Tag ca. 120 Km mit einem Diesel und werde ihn nun irgendwann abstoßen und einen Benziner kaufen, denn selbst bei meiner Fahrleistung von ca. 30.000 km p.a. lohnt sich ein Diesel in der Oberklasse noch nicht. Ich spare daher bares Geld, indem ich mir a) einen Benziner und b) eine Nummer kleiner kaufe (ich brauche nicht mehr so viel Platz im Auto) und habe nebenbei noch einen Zugewinn an Spass, denn ein sportlicher Benziner ist einfach was anderes, da hilft das ganze Drehmomentthema beim Diesel nix…

Grüße,

Mathias

ich muss demnächst für 2 Jahre von Gütersloh nach Paderborn
pendeln. Und genau deswegen bin ich jetzt auf der Suche nach
einem fahrbaren Untersatz.

Die Frage ob sich ein Diesel lohnt oder nicht kann ich noch
nicht genau beantworten. Im Prinzip gibt es 2 mögliche Wege zu
fahren. Autobahn (46 km) oder über die Landstraßen und Dörfer
(36 km). Schneller geht es bestimmt über die Autobahn, dadurch
komme ich aber auch auf ca. 18.000 km pro Jahr, der andere Weg
ca. 14.000 km.

Klar fährt man nebenbei auch noch Auto, aber ich habe es bis
jetzt 7 Jahre ohne Auto geschafft, also will ich auch mit Auto
viele Dinge mit Fahrrad erledigen.

Ein Autohändler erzählte mir Diesel würde sich normalerweise
ab 20.000 rechnen, bei Kleinwagen sogar erst ab 25.000. Stimmt
das? Ist das nur auf Neuwagen bezogen, oder gelten die Grenzen
auch für Gebrauchtwagen.

Hat jemand vielleicht ein paar Tipps, was für ein Auto man
kaufen sollte (Diesel oder Benziner) und welche Strecke
sinnvoller zu fahren ist.

Vielleicht weiß jemand von euch ja auch, welche Modelle was
taugen.

Nächste Woche wollte ich mir erstmal den Mitsubishi Colt
anschauen, der laut ADAC Motorwelt recht Pannenfrei sein soll.

Danke für eure Antworten,

Christian

hallo Frank,
es ist absolut richtig, dass die heutigen Diesel bei weitem nicht mehr die Laufleistung der Diesel von z.B. 1950 haben. Die Motore damals waren bedingt durch die extrem hohen Drücke überdimensioniert. Das ist aber nicht mehr nötig. 1.000.000 km sind wohl heute nicht mehr zu erreichen. Doch von einer Verdoppelung der Laufzeit bin ich überzeugt, dass das errreichbar ist. Dazu kommt der geringere Wartungsaufwand (keine Zündkerzen, keine Lambdasonde, kein Kat, niedrigere Drehzahlen…).
Klar kann ich einen Benziner auch bis zu 1 Million km fahren. Ob das dann noch der gleiche Motor ist, ist zu bezweifeln. Da wurden inzwischen so viel Teile ausgetauscht, dass gerade noch der Motorblock der alte ist.
Ich habe früher auch immer vom Diesel als Heizölmaserati, Bauernferrari und ähnliche Scherzworte gelästert. Bis ich selbst so einen Diesel hatte. Ich bin inzwischen vom Diesel überzeugt.
Was natürlich auch fein ist: wenn man in den vollgetankten Wagen einsteigt und erst wieder nach einer Tankstelle Ausschau hält, wenn der Tageskilometerzähler 1.200 km oder gar 1.500 km anzeigt.
Ein weiterer Vorteil des Diesels war für mich nie entscheident: ein Diesel kann nicht abgefackelt werden. Diesel brennt nicht ohne Druck.
Doch die Gefahr, dass das Auto zu brennen anfängt, die halte ich für relativ gering.
Grüße
Raimund

Die alte Preisfrage …
… die keiner so Recht beantworten kann.

Diesel sollen einen geringeren Verbrauch haben … solange man nicht die Fahrleistungen eines Benziners fordert.
In den niedrigen Drehzahlen braucht ein Diesel weniger.
Wenn man natürlich per technischen Gimmicks die PS-Leistung auf Benzinger-Niveau treibt, ist auch der Verbrauch dementsprechend höher.

Außerdem ist der Kaufpreis höher und die Steuer sowieso.
Und es gibt genug Diesel die sogar mehr brauchen wie ihr baugleiches Modell mit Benzin-Motor (Ein Beispiel steht in unserem Hof :smile:) ).

Sieh doch mal hier nach unter http://www.winni-the-pooh.de/auto/cuore.htm

Winni

Hallo,

bei der fahrleistung lohnt ein diesel nicht. (selbst wenn du am jahresesnde 25 € überhaben solltest) ist der spass mit dem benziner eben doch besser. und leiser ist er auch. und rußen tut er auch nicht.
ich denke kauf dir nen benziner der dir gefällt. da machst du in jedem fall nichts falsch.
t-
.

Klar fährt man nebenbei auch noch Auto, aber ich habe es bis
jetzt 7 Jahre ohne Auto geschafft, also will ich auch mit Auto
viele Dinge mit Fahrrad erledigen.

Ein Autohändler erzählte mir Diesel würde sich normalerweise
ab 20.000 rechnen, bei Kleinwagen sogar erst ab 25.000. Stimmt
das? Ist das nur auf Neuwagen bezogen, oder gelten die Grenzen
auch für Gebrauchtwagen.

Hat jemand vielleicht ein paar Tipps, was für ein Auto man
kaufen sollte (Diesel oder Benziner) und welche Strecke
sinnvoller zu fahren ist.

Vielleicht weiß jemand von euch ja auch, welche Modelle was
taugen.

Nächste Woche wollte ich mir erstmal den Mitsubishi Colt
anschauen, der laut ADAC Motorwelt recht Pannenfrei sein soll.

Danke für eure Antworten,

Christian

Hi Raimund

errreichbar ist. Dazu kommt der geringere Wartungsaufwand
(keine Zündkerzen, keine Lambdasonde, kein Kat, niedrigere
Drehzahlen…).

Das mit dem geringeren Wartungsaufwand kannst (vor allem bei den heutigen Dieseln) knicken. Das fängt beim kürzeren Wechselintervall des Zahnriemen und des Motoröls an und endet beim regelmäßigen Wechsel der Einspritzdüsen. Auch werden die Einspritzpumpen aufgrund der immer höheren Drücke eher die Grätsche machen als früher und die Turbos tragen wohl auch eher nicht zur Senkung der Wartungskosten bei.
Und wegen der Drehzahlen - das hängt alleinig vom Fahrer ab. Jemand, der Benziner immer im hohen Drehzahlbereich jubeln läßt, wird das wohl auch beim Diesel nicht unbedingt ändern.

Grüßle
Frank K.

Hallo,

ich muss demnächst für 2 Jahre von Gütersloh nach Paderborn
pendeln. Und genau deswegen bin ich jetzt auf der Suche nach
einem fahrbaren Untersatz.

Christian

Hi,

es gibt zwei Autos, die ich beide gut kenne: Das eine fahr ich mit Bio-Diesel, das andere meine Regierung mit Super (nicht Super plus). Beide Autos haben fast gleiche Leistung.

Bei den heutigen Preisen fahr ich für einen Euro Sprit 26 km weit und meine Frau nur 13 km.

Wenn beide Autos mal 260.000 km drauf haben sollten, dann sind die Autos bei unserer jetzigen Fahrleistung ca. 13 Jahre alt.

Dann hab ich für 10.000 Euro getankt und meine Frau für 20.000 Euro.

Alles klar? Also: das Zauberwort heißt „langfristig“.

Gruß
Pat

hallo Frank,

Das mit dem geringeren Wartungsaufwand kannst (vor allem bei
den heutigen Dieseln) knicken. Das fängt beim kürzeren
Wechselintervall des Zahnriemen und des Motoröls an und endet
beim regelmäßigen Wechsel der Einspritzdüsen. Auch werden die
Einspritzpumpen aufgrund der immer höheren Drücke eher die
Grätsche machen als früher und die Turbos tragen wohl auch
eher nicht zur Senkung der Wartungskosten bei.
Und wegen der Drehzahlen - das hängt alleinig vom Fahrer ab.
Jemand, der Benziner immer im hohen Drehzahlbereich jubeln
läßt, wird das wohl auch beim Diesel nicht unbedingt ändern.

Ich weiß nicht welchen Diesel Du da meinst. Doch mein letzter Citroen XM Diesel exlusive hatte nach 175.000 km noch die gleichen Zahnriemen, gleichen Glühkerzen, Einspritzdüsen. Das Ölvechselintervall war auch nicht kürzer als beim Benziner, das Öl aber um einiges günstiger - trotz Spitzenöl. Langsam gefahren bin ich auch nicht. An der Ampel meist schneller weg als die anderen und 190 durfte er auf der Autobahn auch öfters fahren.
Der Motor hatte 110 PS, hatte Turbo, Trotzdem vollkommen klaglos. Und einen durchschnittsverbrauch (trotz Klimaautomatik und Schalt-Automatik) von 8,2 l/100 km. Und auf der Strecke ca 7,2 l/100 km. Dazu ein 90 l Tank…
Leider habe ich jetzt einen 6 Zylinder. Nicht dass der schlecht wäre… nein, der braucht halt 12l/100 km. Na,ja Expresszuschlag.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund!

Ein weiterer Vorteil des Diesels war für mich nie
entscheident: ein Diesel kann nicht abgefackelt werden. Diesel
brennt nicht ohne Druck.
Doch die Gefahr, dass das Auto zu brennen anfängt, die halte
ich für relativ gering.

Diese Annahme hat sich in der Praxis als Trugschluss erwiesen. Dieselkraftstoff kann sich - wenn er auf heiße Oberflächen tropft oder spritzt - deutlich leichter entzünden als Benzin.
Das liegt zum einen daran, dass Benzin sehr viel schneller verdampft, und dabei eine entsprechende Verdampfungswärme absorbiert und zum anderen daran, dass die Selbstentzündungstemperatur von Dieselkraftstoffen sehr viel niedriger liegt, als bei Benzinen.

Womit du allerdings recht hast: Dieselkraftstoff bildet, wenn er bei Raumtemperatur ausläuft, im Gegensatz zu Benzin keine explosionsfähige Gemische mit der Luft, da bei Raumtemperatur der Dampfdruck des Dieselkraftstoffs einfach viel zu gerin ist.
Auch ist die Giftigkeit von Dieselkrafstoffen und deren Dämpfen meiner Einschätzung nach geringer als bei Ottokraftstoffen.

Gruß

Stefan

Hallo Raimund

Ich weiß nicht welchen Diesel Du da meinst. Doch mein letzter
Citroen XM Diesel exlusive hatte nach 175.000 km noch die
gleichen Zahnriemen, gleichen Glühkerzen, Einspritzdüsen. Das

Das ist aber nicht die vom Hersteller vorgeschriebene Wartung ;o). Vor allem der Zahnriemen muß beim Diesel meist alle 60-90tkm gewechselt werden, beim Benziner geht’s durchaus bis zu 120tkm. Ebenso Ölwechsel - heutige Benziner liegen da meist bei 30-50tkm, Diesel eher bei 15-20tkm. Dazu die bei Dieseln in der Regel größere Ölmenge…

Grüßle
Frank K.