Diesel und Motorrad ?

Hallo Leute,
Ich weiß nicht, wie’s Euch geht, aber bei mir hat sich seit einiger Zeit was verändert… Seit einiger Zeit heißt, seitdem der Sprit so sauteuer geworden ist. Mit dem Auto versuche ich so wenig wie möglich zu fahren, und nun müßte ich mir das Mopedfahren auch noch abgewöhnen. Mein Moped läuft nun mal mit super plus am besten, und das ist keine Einbildung. Was das kostet brauche ich Euch nicht zu sagen. OK, es ist nicht jedermanns(fraus) Sache, das Chopper- oder Low Rider Fahren, aber ich meine, daß sich diese Motorradtypen dazu anbieten würden, ihnen einen Diesel zu implantieren. Bei 'ner Hajabusa oder Varadero wäre das wohl nicht so einfach.
Was mich interessieren würde, ist, ob ich der Einzige bin, der so etwas fahren würde, oder ob es da draußen noch jemand gibt, der sich 'nen 2 Zylinder Diesel mit 1600 ccm oder 2 Liter vorstellen kann?
Ich weiß, da hat jemand mal ein Bike mit 350 ccm Rüttelplattenmotor gebaut, aber an sowas dachte ich nicht. Das muß schon was mehr Dampf haben.
Spinner ??? Mag sein, aber es ist möglich.
Schreibt doch einfach mal, wie Ihr darüber denkt!

Waldi

Hi!

Das Problem ist der Scheiß-Sound!

Ich würde auch Dieselmopped fahren, aber keinen Chopper.
Ist ja peinlich, mit einem Chrommonster anzukommen und dann dieselt es!

Aber gerade für die Mühlen á la Transalp wäre das Konzept sicherlich einen Gedanken wert.

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Waldi,
es gibt bestimmt einige, die sich das vorstellen könnten. Die Cruiser/Chopper Fahrer legen nun mal keinen Wert auf raketenmäßige Beschleunigung. Aber der Kundenkreis wäre doch sehr, sehr klein. Kleine Serie bedeutet, das Diesel Motorrad würde sehr teuer. Damit ist der Spareffekt hin bevor er begonnen hat. Effektiver wäre es die Benzinmotoren zu optimieren: Im Verhältnis zum Auto braucht ein Motorrad relativ viel Sprit, da steckt eigentlich noch großes Einsparungspotential.
Gruß elmore

Hallo,

ich habe eine Biker-Freund, der ein Diesel-Motorrad fährt.
Es handelt sich dabei um einen indischen Enfield-Nachbau mit dem Namen „Taurus“. Dieses Motorrad eignet sich aber wirklich nur zum 2. oder 3. Bike.
Der Motor ist störanfällig, sifft ständig, hat so gut wie keinen Durchzug, klingt wie ein Traktor und rußt so stark, daß ein Hinterherfahren so gut wie unmöglich ist. Außerdem ist das ganze Motorrad in den 50ziger Jahren hängengeblieben.

Andererseits währe es für mich sehr gut vorstellbar, einen kleinen aufgeladenen Diesel in einen Cruiser oder Chopper zu verbauen.
Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • sehr guter Durchzug bei niedrigen Drehzahlen
  • geringer Verbrauch; bei der alten Enfield nur 1-2 l/100 km !
  • hohe Haltbarkeit

Die Nachteile aber ebenso:

  • Laufruhe
  • Sound
  • hoher Preis
  • Gewicht

Der kleine Smart-CDI ist ein gutes Beispiel dafür, wie vielfältig diese Motoren einsetzbar sind.

Man darf auch nicht vergessen, daß bei den vierrädrigen Fahrzeugen die Diesel die Benziner langsam aber sicher verdrängen.
Das war bis vor Jahren auch undenkbar und heute wünscht sich jeder ein großes TDI/CDI/HDI… Drehmoment Monster.

Tschüß

sledge h

Hallo Matthias,

Das Problem ist der Scheiß-Sound!

Wie 'n Benziner würde es wohl nie klingen, aber da kann man viel machen …

Ich würde auch Dieselmopped fahren, aber keinen Chopper.
Ist ja peinlich, mit einem Chrommonster anzukommen und dann
dieselt es!

Mag sein, aber in 'nem Chopper ist das Problem mit dem Gewicht nicht so akut.

Aber gerade für die Mühlen á la Transalp wäre das Konzept
sicherlich einen Gedanken wert.

Bei einer Transalp muß man schon wesentlich mehr Klimmzüge machen, um den Bock noch halbwegs handlich zu halten. Aber OK, das ist eine Aussage, und ich werde sie mir merken. Das wäre eine Herausforderung im 2. Schritt.
Vielen Dank für Deinen Komentar.

Viele Grüße

Waldi

Hi Elmore,

es gibt bestimmt einige, die sich das vorstellen könnten. Die
Cruiser/Chopper Fahrer legen nun mal keinen Wert auf
raketenmäßige Beschleunigung.

Das nicht, aber bei dem Drehmoment, was da an der Kupplung ansteht käme das Teil hammerhart von unten raus. Obenrum wäre es natürlich nicht unbedingt so toll.

Effektiver wäre es die Benzinmotoren zu
optimieren: Im Verhältnis zum Auto braucht ein Motorrad
relativ viel Sprit, da steckt eigentlich noch großes
Einsparungspotential.

Da kann ich Dir nur uneingeschränkt Recht geben. Ich habe schon Versuche unternommen, die Zündung an einigen Motorrädern zu modifizieren, dahingehend, den Zündzeitpunkt auch lastabhängig zu verstellen. Bei den meisten Maschinen wird er immer noch ausschließlich drehzahlabhängig verstellt. Leider bin ich da aus unterschiedlichen Gründen gescheitert …

Gruß Waldi

Hallo sledge

Genau so sehe ich das auch. Diese Enfield-Geschichte ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluß. Entsprechend alt genug ist das Konzept ja auch. Ich habe mal was von einer indischen Maschine namens Donghai gehört. Muß sowas ähnliches gewesen sein.
Aber genau die CDI, HDI, oder TDI-Technik, die Du ansprichst, ist der Ansatz, den ich aufgreifen will. Genauer gesagt, die Common Rail technik, da diese von der Steuerung „relativ“ unkompliziert ist. Turbo? Weiß noch nicht. Würde natürlich Sinn machen, ist aber schwer zu realisieren, was die Optik angeht.

Thank you for comment

Viele Grüße

Waldi

ich habe eine Biker-Freund, der ein Diesel-Motorrad fährt.
Es handelt sich dabei um einen indischen Enfield-Nachbau mit
dem Namen „Taurus“. Dieses Motorrad eignet sich aber wirklich
nur zum 2. oder 3. Bike.
Der Motor ist störanfällig, sifft ständig, hat so gut wie
keinen Durchzug, klingt wie ein Traktor und rußt so stark, daß
ein Hinterherfahren so gut wie unmöglich ist. Außerdem ist das
ganze Motorrad in den 50ziger Jahren hängengeblieben.

Andererseits währe es für mich sehr gut vorstellbar, einen
kleinen aufgeladenen Diesel in einen Cruiser oder Chopper zu
verbauen.
Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • sehr guter Durchzug bei niedrigen Drehzahlen
  • geringer Verbrauch; bei der alten Enfield nur 1-2 l/100 km !
  • hohe Haltbarkeit

Die Nachteile aber ebenso:

  • Laufruhe
  • Sound
  • hoher Preis
  • Gewicht

Der kleine Smart-CDI ist ein gutes Beispiel dafür, wie
vielfältig diese Motoren einsetzbar sind.

Man darf auch nicht vergessen, daß bei den vierrädrigen
Fahrzeugen die Diesel die Benziner langsam aber sicher
verdrängen.
Das war bis vor Jahren auch undenkbar und heute wünscht sich
jeder ein großes TDI/CDI/HDI… Drehmoment Monster.

Moin!

Was mich interessieren würde, ist, ob ich der Einzige bin, der
so etwas fahren würde, oder ob es da draußen noch jemand gibt,
der sich 'nen 2 Zylinder Diesel mit 1600 ccm oder 2 Liter
vorstellen kann?

Motorradfahren ist heute ja eher Hobby, als notwendige Art der Fortbewegung. Früher fuhren überwiegend Leute Motorrad, die sich kein Auto leisten konnten. Da heute kaum ein Motorradfahrer über eine jährliche Kilometerleistung von 5000km hinauskommt, wäre das Einsparpotential gegenüber den Kosten nicht gar so groß. Aber das war ja nicht die Frage.

Für ein modernes Dieselaggregat in einem alltagstauglichen Motorrad könnte ich mich auch begeistern. Vielleicht könnte man aus einer alten Münch4 den NSU-Motor entfernen und durch einen modernen Dieseltreibling ersetzen…

Noch sehnlicher warte ich allerdings auf den Super-Zweitakter mit keramischem Motor (keine Ölverbrennung mehr notwendig), Einspritzung (schon ist ein geregelter Kat möglich) und einigen anderen Details…

Munter bleiben… TRICHTEX

Hallo Gunther,

Motorradfahren ist heute ja eher Hobby, als notwendige Art der
Fortbewegung. Früher fuhren überwiegend Leute Motorrad, die
sich kein Auto leisten konnten. Da heute kaum ein
Motorradfahrer über eine jährliche Kilometerleistung von
5000km hinauskommt, wäre das Einsparpotential gegenüber den
Kosten nicht gar so groß.

Stimmt, aber langsam geht’s um’s Prinzip. Was da Reformhaus Schröder betreibt, spottet bald jeder Beschreibung.

Für ein modernes Dieselaggregat in einem alltagstauglichen
Motorrad könnte ich mich auch begeistern. Vielleicht könnte
man aus einer alten Münch4 den NSU-Motor entfernen und durch
einen modernen Dieseltreibling ersetzen…

Interessante Idee …

Noch sehnlicher warte ich allerdings auf den Super-Zweitakter
mit keramischem Motor (keine Ölverbrennung mehr notwendig),
Einspritzung (schon ist ein geregelter Kat möglich) und
einigen anderen Details…

Klar, da steckt Potential drin, aber soweit ich weiß, haben selbst die Japaner die Keramikmotorenentwicklung aus Kostengründen etwas weiter nach hinten verschoben. Ich persönlich kann eher Metall bearbeiten. Mit Keramik wird’s schwierig.

Schöne Zeit

Waldi

HIER gibt es die ultimative Antwort
http://home.t-online.de/home/winni-the-pooh/enfield.htm

Und wenn es etwas mehr sein darf, wie wäre es mit einer 850ccm Zweizylinder Diesel-MZ oder einer 750ccm Zweizylinder Diesel-Enfield?

850er Diesel-MZ http://home.t-online.de/home/u.mill/diesel.htm
750er Diesel-Enfield http://www.cch.at/enfielddiesel.htm

Und noch mehr Adressen hier http://home.t-online.de/home/winni-the-pooh/link.htm

Sonst noch Fragen zum Thema Diesel-Motorrad???

Winni the Pooh

3-Zylinder Daihatsu Motor im BMW-Rahmen
Einschlägige Adressen habe ich weiter oben angegeben, aber in der Zeitschrift Motorrad (die haben den Bericht noch) war mal ein Bastler, der hat in einen BMW-Rahmen einen 3-Zylinder Daihatsu Diesel Motor eingebaut (den es auch mit Turbo gibt).
Aber mir langen meine 325 Diesel-Kubik.

Winni the Pooh

Man sollte nicht durch Hörensagen urteilen

ich habe eine Biker-Freund, der ein Diesel-Motorrad fährt.

Selbst beurteilen ist besser.

Es handelt sich dabei um einen indischen Enfield-Nachbau mit
dem Namen „Taurus“.

Falsch, es IST eine Offizielle Royal-Enfield mit Namen Taurus.

Dieses Motorrad eignet sich aber wirklich
nur zum 2. oder 3. Bike.

Ich habe mein 1.Bike (Honda) verkauft, nachdem ich ein 1/2 Halbes Jahr Diesel-Enfield gefahren bin.
Die Enfield ist cool und gut.

Der Motor ist störanfällig,

Nur wenn man ihn „schrubt“, ansonsten unzerstörbar.

sifft ständig,

Nur wenn man ihn „schrubt“, ansonsten immer dicht.

hat so gut wie keinen Durchzug,

Kommt erst nach 3500 bis 4000 km und dann in der Leistungsklasse einer 125er… mehr geht halt nicht mit 6,8 PS.

klingt wie ein Traktor und rußt so stark, daß
ein Hinterherfahren so gut wie unmöglich ist.

… Tja, wo du Recht hast hast du Recht.

Außerdem ist das
ganze Motorrad in den 50ziger Jahren hängengeblieben.

Stimmt, die Royal Enfield wird mit 500er Benzin und 325er Diesel-Motor unverändert seit den 50er Jahren in Indien gebaut.

Links zu dem Thema weiter oben in meinen anderen Kommentaren.

Winni the Pooh

Interesse an dem Thema ist sehr groß
Ich sehe das an dem Besuch meiner Homepage und den häufigen Fragen zu dem Thema, das es sehr großes Interesse gibt, aber noch nicht die richtigen Fahrzeuge dazu … Leider.

Winni the Pooh

HIER kannst du den Sound HÖREN !!!
Der Sound ist das geilste, wenn meine Kiste geiler tuckert wie eine Harley mit verbotenem Ami-Auspuff oder ein Lanz Bulldog, als ich auf einem Oldtimer-Treffen war.
Hör dir den Sound mal an unter http://home.t-online.de/home/winni-the-pooh/enfield.htm

Ich bin sie selbst gefahren!
Deswegen habe ich mich auch zu den Fahrleistungen geäußert!

Ich denke die Stärken eines solchen Motorrades liegen in der Individualität und dem Sympathiebonus, den es hat und auch verdient.
Das die objektive Beurteilung mieß sein muß, ist nunmal harte Realität.
Als wir vor 2 Wochen durch den Harz gefahren sind, ist das auch unserem Enfield Freund bewußt geworden, nämlich als die Höchstgeschwindigkeit am Berg auf 40km/h abfiel.

Trotzdem als 2. Motorrad und vor allem Hobby-Bastelobjekt ist es wirklich toll.

Tschüß

sledge h

3zyl. diesel geht!!! ca. 40 PS
Hallo,

ich bin der „bastler“ mit dem 3zyl. diesel damals in der motorrad.

das ding lebt noch, wird aber grad restauriert und modifiziert.
wenig zeit und zu viele hobbies erschweren das ganze…
wird aber! bald!!!

johnny

Hätte nicht mal einer lust eine 1000er bmw boxer auf diesel umzubauen? andere köpfe, KW verstärken? dann hat man wenigstens keine probleme den Rahmen zu verändern usw…