Hallo Leute,
interessiere mich für die Canon 350D und hatte sie gestern bei einem allseits bekannten Computermarkt in der Hand, aber leider haben die Verkäufer dort keine Lust und keine Ahnung (so wie ich teilweise ).
Daher drei Fragen:
Was hat das Teil - wie man so schön bei den digitalen Kompaktkameras sagen würde - denn in der Standardausführung an optischem Zoom?
Was muss ich ausgeben, wenn ich auf sagen wir 10-12 fachen optischen Zoom aufrüsten will, muss ich ein Tele kaufen und was kostet sowas im günstigsten Fall?
Kann ich auch ein „analoges“ Tele gebraucht kaufen und draufschrauben, passt das?
Kann ich das Standardobjektiv auch so ansteuern, dass es automatisch fokussiert bzw. zoomt oder muss man alles manuell machen?
Es kann bezweifelt werden, ob das für einen Anfänger so das Wahre ist.
Was hat das Teil - wie man so schön bei den digitalen
Kompaktkameras sagen würde - denn in der Standardausführung an
optischem Zoom?
Das Ding an sich hat garkeinen, da es vom Objektiv abhängt.
Außerdem ist der Zoomfaktor eh schnulli, da er nix über die Brennweiten aussagt.
Ein 70-210 Objektiv hätte genauso wie ein 35-105 Objektiv einen Faktor 3.
Häufig wird die 350D mit einem eher miesen Kitobjektiv verkauft, welches die Brennweite 18-55mm hat. Wäre also ein „3x Zoom“. Wegen des Cropfaktors von 1,5 (oder war’s 1,6?) beträgt dann die Brennweite an der Kamera 27-82.
Was muss ich ausgeben, wenn ich auf sagen wir 10-12 fachen
optischen Zoom aufrüsten will, muss ich ein Tele kaufen und
was kostet sowas im günstigsten Fall?
Mindestens zwei Objektive. Preis im oberen dreistelligen Bereich.
Kann ich auch ein „analoges“ Tele gebraucht kaufen und
draufschrauben, passt das?
Je nachdem.
Kann ich das Standardobjektiv auch so ansteuern, dass es
automatisch fokussiert bzw. zoomt oder muss man alles manuell
machen?
Dass die Kamera einen Autofocus mit zig Messfeldern hat, stand bestimmt auch auf dem Infoschildchen im Elektromarkt.
Was du mit „manuellem“ Zoom versteht, kann ich nur raten. Jedes Objektiv wird in sachen Brennweite per Hand bedient - du drehst am Zoomring. Allerdings wirst du das sehr schätzen wissen. Ich habe zwar keine SLR, aber trotzdem einen rein mechanischen Zoomring - möchte ich auf keinen Fall drauf verzichten, da es imho nur Vorteile gibt.
PS: Du weißt aber schon, dass man bei einer Spiegelreflex nicht das Display als Bildvorschau nutzen kann?!
die Fragen wurden ja bereits beantwortet. Anhand Deines Postings habe ich den Eindruck, Du bist Dir über die besonderen EIgenschaften der digitalen Spiegelreflex (im folgenden DSLR genannt) nicht im Klaren.
Falls Du alles schon weißt, ignoriere mich - so steht es denn dann zumindest im Archiv (Echte Experten mögen mich bitte korrigieren bzw. ergänzen:
Allgemeines:
Monitor der DSLR kann nicht für eine Bildvorschau verwendet werden. Das ist technisch bedingt. Du kannst erst nach der Aufnahme das Bild auf dem Monitor kontrollieren. Dafür ist der Sucher einer DSLR i.d.R. besser und man kann schon vor dem Auslösen die Schärfe gut beurteilen
die Bilder einer DSLR speichert man am besten als sog. RAW-Dateien, das braucht aber viel mehr Speicherplatz als die üblichen jpgs, daher braucht man größere (teurere) Speicherkarten
die Bilder der DSLR kommen meist nicht „gebrauchsfertig“ aus der Kamera, sondern müssen über ein Bildbearbeitungsprogramm nachbarbeitet werden (Schärfe, Farbsättigung usw.). Dies ist für ambitionierte Fototgrafen ein Vorteil, für Hobbyknipser kann das lästig sein
die Qualität der Bilder einer DSLR hängt in hohem Maße von der Qualität der verwendeten Objektive ab. Ein gutes Objektiv kostet mehrere 100 EUR. Wenn man eine DSLR kauft, kann man entweder die nackte Kamera (Body) kaufen, oder ein Set bei dem meist ein mittelmäßiges Objektiv (das sogenannte Kitobjektiv) dabei ist.
Vorteile der DSLR:
besseres Rauschverhalten (ganz einfach ausgedrückt: die DSLR macht auch bei schlechten Lichtverhältnissen schärfere Bilder)
geringere Auslöseverzögerung
geringere Tiefenschärfe, so kann man das Fotoobjekt z.B. bei einem Porträt gut „freistellen“
mehr Flexibilität durch austauschbare Objektive, Filter, usw.
Nachteile der DSLR:
je nachdem schlechtere Ergebnisse bei Nahaufnahmen (kann man durch Vorsatzlinsen oder spezielle Makroobjektive ausgleichen)
deutlich größer und schwerer als Kompaktkameras
keine Videofunktion
hohe Kosten für Wechselobjektive
Eine Alternative zur DSLR für den Hobbyfotografen mit etwas Anspruch sind die sogenannten Superzoom-Kameras oder Prosumer-Kameras. Diese bieten einen große Brennweitenbereich und viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten. Ein Beispiel wäre die KonicaMinolta A200.
die Bilder einer DSLR speichert man am besten als sog.
RAW-Dateien, das braucht aber viel mehr Speicherplatz als die
üblichen jpgs, daher braucht man größere (teurere)
Speicherkarten
Für den Normalgebrauch lohnt RAW nicht. Die Nachbearbeitung ist sehr aufwändig und die guten Programme kosten richtig viel Geld. Nur bei schwierigen Lichtsituationen (Nacht, Konzert, sonstiges Mischlicht) lohnt sich RAW, da man sich voll auf das fotografieren konzentrieren kann und der Weißabgleich erst nachträglich gemacht werden braucht.
die Bilder der DSLR kommen meist nicht „gebrauchsfertig“ aus
der Kamera, sondern müssen über ein Bildbearbeitungsprogramm
nachbarbeitet werden (Schärfe, Farbsättigung usw.). Dies ist
für ambitionierte Fototgrafen ein Vorteil, für Hobbyknipser
kann das lästig sein
Richtig. Die 350D soll für eine DSLR aber schon relativ stark nachbearbeiten (Farben, Schärfe).
Vorteile der DSLR:
besseres Rauschverhalten (ganz einfach ausgedrückt: die DSLR
macht auch bei schlechten Lichtverhältnissen schärfere Bilder)
Naja, verrauschte Fotos sind nicht per se unscharf. Entrauscht man sie aber mit Software, so werden sie es je nach stärke des rauschens bzw. entraschens aber. Scharf stimmt aber widerrum insofern, dass man ohne Reue höhere ISO-Werte als bei Consumerknipsen benutzen kann, was schnellere Verschlusszeiten zur Folge hat - Verwackelungen oder Bewegungsunschärfen werden vermieden. Wenn man allerdings ein lichtschwaches Objektiv hat (wie das Kitobjektiv mit Blende 5,6 in Telestellung), dann ist teilweise hinfällig.
deutlich größer und schwerer als Kompaktkameras
Nicht unbedingt ein Nachteil. DSLRs lassen sich in der Regel sehr gut anfassen und werden dadurch stabil gehalten. Auch dadurch dass man sie ans Auge presst, kann man viel länger freihand fotografieren. Die große Trägheit durch die höhere Masse trägt auch noch dazu bei.
Hallo Myriam,
Ich kann der Aufzählung der Vorteile noch etwas hinzufügen:
wenn deine Kamera möglichst groß und schwarz ist, dann glauben viele Leute du wärst von der Presse oder ein sonstiger Profi. Wo andere mit ihren kleinen silbernen Knipskästchen verscheucht werden wirst du geduldet oder sogar hofiert und zu irgendwelchen Veranstaltungen eingeladen. Bei Konzerten kannst du ganz dreist direkt bis an die Bühne gehen ohne das
sich jemand darüber aufregt und dich verscheucht.
Ist mir alles schon so passiert, obwohl ich gar keine DSLR habe, sondern eine Kompaktkamera. Sie ist aber groß und schwarz; das reicht völlig.
Gruß
KH
Bei Konzerten kannst
du ganz dreist direkt bis an die Bühne gehen ohne das
sich jemand darüber aufregt und dich verscheucht.
Ist mir alles schon so passiert, obwohl ich gar keine DSLR
habe, sondern eine Kompaktkamera. Sie ist aber groß und
schwarz; das reicht völlig.
Ich habe bisher immer gegenteilige Erfahrungen gemacht:
Die ganzen Leute mit ihren Miniknipsen und Handys durften unbedarft knipsen, aber sobald ich meine Kamera (die nunmal etwas größer und professioneller aussieht) auch nur in der Hand hatte, wurde ich sofort von den Securitys ermahnt.
Ohne Erlaubnis läuft da sonst nix mit großen Kameras.
Ich habe bisher immer gegenteilige Erfahrungen gemacht:
Die ganzen Leute mit ihren Miniknipsen und Handys durften
unbedarft knipsen, aber sobald ich meine Kamera (die nunmal
etwas größer und professioneller aussieht) auch nur in der
Hand hatte, wurde ich sofort von den Securitys ermahnt.
Ohne Erlaubnis läuft da sonst nix mit großen Kameras.
ich denke bei diesem phänomen geht es eher um die kostenlosen konzerte alá rheinkultur etc.
Bei den „richtigen“ kommt man meist ohne presseausweis gar net erst rein.
Den effekt habe ich mal in london erlebt. Wir waren dort auf klassenfahrt und kamen grad zufällig zur bürgermeisterproklamation.
Damals noch mit analoger slr hab ich mich einfach nach vorne gedrängt und bilder gemacht.
Die pressechefin drückte mir dann noch ne mappe in die hand.
Meine lehrerin und kollegen wurden abegwiesen mit den worten, die mappen gäbe es nur für die presse…
Das funktioniert alles nach dem alten grundsatz „Dreistigkeit siegt“…
habe da leider auch schon negative Erfahrung gemacht. Ich wollte bei einer Taufe mit Stativ und lichtstarkem Objektiv, aber ohne Blitz fotografieren. Als ich mein Stativ aufgebaut hatte, sprach mich die Pfarrerin an, sie hätten da eine Vereinbarung getroffen, … Also, ich drufte wärend der Taufe nicht fotografieren. Die anderen Tanten und sonstige mit ihren kleinen Knipskisten haben dann ständig rumgeblitzt und ich saß schmollend in der Bank.
Gruß: uli
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