[dig]Canon EOS 5 D oder 1 D Mark II?

Hallo zusammen,

ich würde gern mal Eure Meinungen zu den folgenden 2 Kameras erfahren:

Canon EOS 5 D und Canon EOS 1 D Mark II (N)!
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Ganz wichtig: Besonders würde mich interessieren, ob man die „alten“, analogen Objektive problemlos verwenden kann oder ob die Qualität leidet. Ich hab z.B. für meine analoge Canon SLR ein Sigma 50-500mm. Bin damit sehr zufrieden und würde es gern auf der neuen digitalen SLR weiter benutzen…
!!!
Ich benötige die Kamera hauptsächlich für Tieraufnahmen, insbesondere Vögel (oft auch im Flug - also sich bewegende Objekte).

Die 1 D Mark II hat natürlich den Vorteil von 8,5 Bildern pro Sekunde… Dafür hat die 5 D natürlich eine höhere Auflösung…

Wäre lieb, wenn mir jemand von seinen Erfahrungen berichten könnte.

Vielen Dank schon im Voraus,

Kiki

Hallo Kira,

da hast Du Dir ja die Sahnestücke rausgesucht… warum nicht eine 30D?

Zum Vergleich von 5D und 1DII:
Die 5D ist eher eine Kamera für Studiofotografen, wichtigster Aspekt dieser Kamera ist der Vollformatsensor, ansonsten unterscheidet sie sich kaum von der 30D, was die Ausstattung angeht. Allerdings wird ihr ein treffsichererer Autofokus nachgesagt.

Die 1DII ist eine Sport- und Reportagekamera. Schnell und robust. Der Chip ist allerdings kein Vollformatchip sondern hat einen Cropfaktor von 1,3.
Das ist für Naturfotos wahrscheinlich von Vorteil.

An beiden Kameras lassen sich bis auf ganz wenige ältere Modelle von Fremdanbietern alle Objektive verwenden, die auch an einer analogen EOS funktionieren.

Viele Grüße,
Roland

Hallo Roland,

vielen Dank für die Antwort. Die 30D hat ja einen Brennweitenfaktor von 1,6! Das ist mir echt zu viel, da ich ein 50-500mm Objektiv habe und damit super zurechtkomme. Das Objektiv verschafft einem die Flexibilität, die ich bei Naturreportagen so liebe. Mehr als 500mm braucht man selten (und wenn, dann muss man auch noch ein Stativ dazu nehmen), aber über die 50mm war ich schon oft froh! (Gut natürlich könnte ich von gesparten Geld gleich noch ein passendes Objektiv dazu kaufen.)

Der Faktor 1,3 bei der 1D Mark II ist für mich eher ein Negativpunkt, der mich auch etwas von dieser Kamera abhält.

Schnell und robust wäre allerdings super für meine Zwecke. Ist die 5D sehr viel weniger robust? So eine Kamera muss bei mir schon so einiges aushalten (bin z.T. in Wüsten und Regenwäldern unterwegs - ziemlich extreme Bedingungen).

Viele Grüße
Kira

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Ui
Hi,
wegen eines Objektives, was nicht zum Crop-Faktor paßt, bist Du bereit fast 1700€ mehr zu bezahlen?
50-500mm, ich nehm mal an, das ist dieses Sigma.
Selbst wenn Du damit zufrieden bist, also sei mir nicht böse, aber wer die Wahl zwischen 5D und Mark I hat, der verwendet doch nicht so ein Touristen-Objektiv? Ich würde mir lieber die 30D kaufen und dazu ne brettgeile Optik. Da hast Du aus meiner Sicht mehr davon.

Grüße, ILAY

Naja, es gibt ja schon noch mehr Unterschiede als den Crop-Faktor. Denke schon auch, dass man für mehr Geld auch eine bessere Qualität bekommt.

Es gibt wenig Objektive, die einen so großen Bereich abdecken wie das 50-500mm. Und wenn man viel wilde Tiere fotografiert, ist man echt dankbar nicht dauernd das Objektiv wechseln zu müssen oder 2 Kameras benutzen zu müssen.

Klar, bei einem Faktor von 1,6 kommt ein 28-300mm Objektiv dem 50-500mm schon nahe, aber es geht halt dann nur bis 480mm statt 500mm und gerade da möchte ich mich nicht verschlechtern.

Trotzdem danke für die Anregung!

Gruß
Kiki

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Hallo Roland,

vielen Dank für die Antwort. Die 30D hat ja einen
Brennweitenfaktor von 1,6! Das ist mir echt zu viel, da ich
ein 50-500mm Objektiv habe und damit super zurechtkomme. Das
Objektiv verschafft einem die Flexibilität, die ich bei
Naturreportagen so liebe. Mehr als 500mm braucht man selten
(und wenn, dann muss man auch noch ein Stativ dazu nehmen),
aber über die 50mm war ich schon oft froh! (Gut natürlich
könnte ich von gesparten Geld gleich noch ein passendes
Objektiv dazu kaufen.)

Der Faktor 1,3 bei der 1D Mark II ist für mich eher ein
Negativpunkt, der mich auch etwas von dieser Kamera abhält.

Schnell und robust wäre allerdings super für meine Zwecke. Ist
die 5D sehr viel weniger robust? So eine Kamera muss bei mir
schon so einiges aushalten (bin z.T. in Wüsten und
Regenwäldern unterwegs - ziemlich extreme Bedingungen).

Viele Grüße
Kira

In Wüstenregionen hat sich sogar die olle 300D, die ich mal hatte, sehr gut geschlagen.
Die 1D ist im Gegensatz zur 5D wetterfest abgedichtet, das heißt sie wiedersteht Staub und Feuchtigkeit theoretisch besser. Das nützt Dir aber wenig, wenn Du nicht das passende Objektiv dabei hast, nur die teuersten Canon-L-Objektive sind entsprechend abgedichtet.
Ich habe aber auch schon Berichte von Leuten gehört, die mit der 20D unter widrigsten Bedingungen (Regen, Matsch und Rauch) ohne Probleme gearbeitet haben. Ganz so schlecht geschützt sind die „Kleinen“ also auch nicht.

Von daher ist der Tipp von rankin_fitch wirklich überlegenswert, zum Preis einer 1DIIN bekommst Du eine 30D plus Batteriegriff zwecks besserem Handling plus 24-105/4 L oder 24-70/2.8 L plus 100-400 L IS USM.
Das wäre dann eine richtig tolle Kombi, auch an einer Cropcam.

Wobei Du mit dem 50-500 schon ein ganz ordentliches Objektiv hast, das sich nur bedingt mit den Touristen-Superzooms vergleichen lässt. Vorteil eines 100-400 wäre der eingebaute Bildstabilisator.
Was noch zu bedenken ist, ist die Größe des Suchers. Da hilft eignetlich nur durchschauen. Der der 30D ist ein ziemliches Mäusekino, bei der 1D ist er schon besser, aber eben nur die 5D hat einen Sucher, der dem der analogen Kameras entspricht.
Überhaupt gilt: am besten alles Mal in die Hand nehmen, da klärt sich schon vieles. Die 1D z.B. fand ich etwas kompliziert von der Bedienung her. Man muss ziemlich viele Knöpfe drücken, um eine Einstellung zu ändern. dadurch kann man zwar nicht zufällig was verstellen, aber eine schnelle Änderung ist auch erstmal nicht.

Hallo Kira!

Falls es sich noch nicht rumgesprochen hat: kleinere Sensoren verlängern nicht die Brennweite, es wird nur ein kleinerer Bildausschnitt erfasst.
Der Bildausschnitt ist dann so, als ob man eine längere Brennweite benutzt hätte. Auf Verwacklungsgefahr und Tiefenschärfe hat der Corp-Faktor keinen Einfluss. Ein 300er Tele bleibt ein 300er, egal ob Faktor 1,3 , Faktor 1,6 oder Vollformat-Sensor. Wenn du bei einem Bild, das mit Vollformat-Sensor aufgenommen wurde den entsprechenden Ausschnitt aus der Mitte nimmst, dann hast du genau das gleiche Bild das die Kamera mit kleinerem Sensor geliefert hätte. Und wenn du es schaffst mit dem Vollformat Sensor noch aus der Hand zu fotografieren, dann verwackelst du auch mit dem kleineren Sensor nicht. Warum auch?

Ansonsten schließe ich mich dem Rat von ILAY an: Was willst du mit der absoluten Mega-Profi-Kamera mit einem Knipser-Objektiv dran? Damit machst du dich nur lächerlich! Das wäre als ob du bei einem Ferrari runderneuerte Reifen aufziehst.

Mein Tipp wäre auch die Kamera eine Nummer kleiner zu kaufen und dafür ein Objektiv aus der „L-Serie“. Ob du mit einer 30 D, 5 D oder 1 D Mark II fotografierst, wird man deinen Bildern nicht ansehen. Aber ob du es mit einem Sigma-Scherben oder einen L-Objektiv tust, den Unterschied bemerkt sogar ein Laie.

Liebe Grüße,

Thomas.

Nur ganz kurz, die Sigma EX-Objektive sind für gewöhnlich keine Scherben und ein 1000-Euro-Objektiv wie das 50-500 ist auch kein Touri-Knippsdings.
Wie es bei Canon aussieht, weiß ich nicht, aber bei Minolta-Nutzern (ich weiß, wir sind nicht ernst zu nehmen…) genießt es sogar einen sehr guten Ruf und die Bildergebnisse sprechen für sich. Natürlich kann es sich nicht mit einer entsprechenden Festbrennweite messen, aber wenn man ein Zoom will, geht man immer Kompromisse ein.
Übrigens gibt es auch ein 28-300 L und ein 35-350 L. Beides wie das 50-500 ca. 10-fach-Zooms, sind das etwa auch Touri-Scherben?
Sorry, aber dieser reine Canon-Fetischismus ist auf Dauer ein wenig anstrengend…

Also ich hab mit dem Sigma 50-500mm echt sehr gute Ergebnisse erzielt - auch unter schwierigen Lichtverhältnissen. Das hat mich anfangs selbst überrascht.

Und wie gesagt, soweit ich weiß, gibt es kein Objektiv 30-320mm. Und das wäre, was ich wirklich bräuchte bei Faktor 1,6.

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Hallo kira,

ich wollte das Sigma Objektiv nicht schlecht reden. Ehrlich gesagt, ich kenne es nicht. Ich hab mich da von der Kritik anderer User hier anstecken lassen. Lassen wir das mal außen vor und kehren zu der Frage zurück, welche Kamera die beste für dich ist.

Mir scheint, du hast das mit dem Corp.-Faktor und den Brennweiten immer noch nicht richtig kapiert. Lies dir mein erstes Posting nochmal in Ruhe durch. Ich gebe zu, wenn man analoge Fotografie, vor allem mit Dias gewöhnt ist, dann ist das Umdenken nicht so einfach.

Beim Dia-Fotografieren muss bei der Aufnahme der Bildausschnitt perfekt passen. Wenn du eine formatfüllende Aufnahme eines Eisvogels an die Wand projizieren willst, dann muss bei der Aufnahme der Vogel im Sucher auch formatfüllend erscheinen. Ist das Tier zu weit weg für dein Objektiv, dann hast du Pech gehabt.

Nicht so in der digitalen Welt. Egal mit welchem Medium du deine Bilder anschaust (Monitor, Beamer, Digiprint) du kannst sowiso nie die volle Anzahl Pixel verwenden. Höchstens 2 Mio. Hat dein Bild mehr Pixel, dann muss eine Software mehrere Pixel zu einem zusammen rechnen. Selbst die „kleinste“ in Frage kommende DSLR, die 30 D hat 8 Mio Pixel. Also 4 mal so viele wie du maximal zeigen kannst.

Wenn also bei einer Aufnahmesituation dein Tele „zu kurz“ sein sollte, kein Problem! Selbst wenn der Vogel das Bild nur zur Hälfte ausfüllt, dann schneidest du per Software diesen interessierenden Ausschnitt eben heraus. Bleiben immer noch 4 Mio Pixel, doppelt so viele wie du darstellen kannst. Das muss einem eingefleischten Analog-Fotografen erst mal bewußt werden, daß der Bildausschnitt bei der Aufnahme nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Hauptsache es ist alles drauf.

Vorraussetzung ist nur, daß das Objektiv so scharf abbildet, daß man die Sensorauflösung auch voll ausnutzen kannst. Und da sind wir wieder beim Thema Optik. Da gehört meiner Meinung nach das Geld investiert. Und was den Zommbereich angeht, da kann durchaus weniger mehr sein. Es kann durchaus sein, daß ein Bild, das mit einem sehr guten 3-fach Zoom aufgenommen, und aus dem ein Ausschnitt herausvergrößert wurde, ein besseres Ergebnis liefert, als wenn das gleiche Motiv mit einem 10-fach Zoom und systembedingten größeren optischen „Kompromissen“ gleich in der richtigen Größe fotografiert wurde.

Aber das sollte am besten ein Versuch zeigen. Mein Tipp: man kan Kameraequipment auch ausleihen. Bevor ich so viel Geld für die Anschaffung ausgeben würde, würde ich mir die in Frage kommenden Teile einfach mal ausleihen. Das kostet vielleicht 100 Euro Leihgebühr. Das ist immer noch weniger, als das was du mit einem Fehlkauf kaputt machst.

Liebe Grüße,

Thomas.

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