Hallo kira,
ich wollte das Sigma Objektiv nicht schlecht reden. Ehrlich gesagt, ich kenne es nicht. Ich hab mich da von der Kritik anderer User hier anstecken lassen. Lassen wir das mal außen vor und kehren zu der Frage zurück, welche Kamera die beste für dich ist.
Mir scheint, du hast das mit dem Corp.-Faktor und den Brennweiten immer noch nicht richtig kapiert. Lies dir mein erstes Posting nochmal in Ruhe durch. Ich gebe zu, wenn man analoge Fotografie, vor allem mit Dias gewöhnt ist, dann ist das Umdenken nicht so einfach.
Beim Dia-Fotografieren muss bei der Aufnahme der Bildausschnitt perfekt passen. Wenn du eine formatfüllende Aufnahme eines Eisvogels an die Wand projizieren willst, dann muss bei der Aufnahme der Vogel im Sucher auch formatfüllend erscheinen. Ist das Tier zu weit weg für dein Objektiv, dann hast du Pech gehabt.
Nicht so in der digitalen Welt. Egal mit welchem Medium du deine Bilder anschaust (Monitor, Beamer, Digiprint) du kannst sowiso nie die volle Anzahl Pixel verwenden. Höchstens 2 Mio. Hat dein Bild mehr Pixel, dann muss eine Software mehrere Pixel zu einem zusammen rechnen. Selbst die „kleinste“ in Frage kommende DSLR, die 30 D hat 8 Mio Pixel. Also 4 mal so viele wie du maximal zeigen kannst.
Wenn also bei einer Aufnahmesituation dein Tele „zu kurz“ sein sollte, kein Problem! Selbst wenn der Vogel das Bild nur zur Hälfte ausfüllt, dann schneidest du per Software diesen interessierenden Ausschnitt eben heraus. Bleiben immer noch 4 Mio Pixel, doppelt so viele wie du darstellen kannst. Das muss einem eingefleischten Analog-Fotografen erst mal bewußt werden, daß der Bildausschnitt bei der Aufnahme nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Hauptsache es ist alles drauf.
Vorraussetzung ist nur, daß das Objektiv so scharf abbildet, daß man die Sensorauflösung auch voll ausnutzen kannst. Und da sind wir wieder beim Thema Optik. Da gehört meiner Meinung nach das Geld investiert. Und was den Zommbereich angeht, da kann durchaus weniger mehr sein. Es kann durchaus sein, daß ein Bild, das mit einem sehr guten 3-fach Zoom aufgenommen, und aus dem ein Ausschnitt herausvergrößert wurde, ein besseres Ergebnis liefert, als wenn das gleiche Motiv mit einem 10-fach Zoom und systembedingten größeren optischen „Kompromissen“ gleich in der richtigen Größe fotografiert wurde.
Aber das sollte am besten ein Versuch zeigen. Mein Tipp: man kan Kameraequipment auch ausleihen. Bevor ich so viel Geld für die Anschaffung ausgeben würde, würde ich mir die in Frage kommenden Teile einfach mal ausleihen. Das kostet vielleicht 100 Euro Leihgebühr. Das ist immer noch weniger, als das was du mit einem Fehlkauf kaputt machst.
Liebe Grüße,
Thomas.
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