[dig] hintergrund für 'schwebende' objekte

hallo zusammen,

ich habe eine tolle canon-digitalcamera, mit der man schon richtig erstklassige fotos machen kann. ich möchte nun gern so richtig schön professionelle aufnahmen machen, bei denen meine objekte „schweben“, so wie bspw. hier: http://images-eu.amazon.com/images/P/B0000BY5H0.03.L…

da ich im grunde aber laie bin und mich mit der technik meiner kamera nicht bis ins allerfeinste detail auskenne, kommt es erstens schon mal vor, daß die fotos vom blitz überblendet sind und/oder - je nach gewähltem hintergrund - viel zu dunkel bleiben, auch trotz blitz.

ich habe es schon einmal hingekriegt, daß ich ein objekt vor einem einfarbigen, dahinter drapierten stoff fotografiert habe und diesen hinterher mit dem hintergrund-radiergummi per adobe photoshop einfach (betonung: einfach!) löschen/wegradieren konnte, so daß das objekt tatsächlich „schwebend“ übrig blieb.

sobald der hintergrund aber etwas „unruhiger“, also gemustert oder was-weiß-ich ist, entstehen bei der bildbearbeitung irgendwie unscharfe kanten, was gar nicht schön aussieht und zudem auch mehr als mühsam ist.

wie kann ich es nun also am besten schon während/vor der aufnahme anstellen, daß die bildbearbeitung hinterher eben ganz einfach wird? welches sind die besten tips und tricks, damit mir dies mit wenig mühe so professionell gelingt?

wenn ich nun von vornherein einen weißen hintergrund benutzen würde, wird das objekt meist zu dunkel, wenn ohne blitz oder zu hell, wenn mit blitz fotografiert…

könnt ihr nachvollziehen, was ich da ggf. falsch mache und mir ein paar ultimative ratschläge geben?!? also: wer weiß was?

freue mich darauf, etwas dazuzulernen und hoffentlich am wochenende gleich erfolgreich umsetzen zu können :smile:

herzlichst
lieschen

Hi
sowas nennt man freistellen. der Hintergrund wird entfernt. früher abdecklack mit dem Pinsel und chemie, heute photoshop und die Maus :smile:
beim fotografieren kannst du nur dafür sorgen dass du beim bearbeiten möglichst wenig arbeit hast, Aufnahmetisch, Hohlkehle, Beleuchtung mit lichtzelt und mehreren blitzen/Lampen.
mit deiner Kamera hat das grundsätzlich eher weniger zu tun. Deren Blitz solltest du erstmal vergessen, wenn du Reflexe vermeiden willst.
HH

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

p.s.
kauf dir ein Buch oder such im Netz nach dem Thema „table-Top“ und algemein zum Thema Beleuchtung

Als Instrument in einer Bildbearbeitung das „Magnetische Lasso“ verwenden, schau mal ob Deine Software das kann

Hi,
am einfachsten ist es, das Objekt vor einem weißen Hintergrund zu fotografieren. du solltest dann aber einen manuellen Weißabgleich vornehmen. Dann hast du nicht mehr das Problem, dass das Objekt zu dunkel ist. In Photoshop wandelst du dann die Hintergrund Ebene in eine freie Ebene um. Einfach Doppelklick auf Hintergrundebene in der Ebenen-Palette, dann wird daraus eine Ebene 0. Dann gehst du unter dem Menü Ebene auf Ebenenstil > Füllotionen. In diesem Fenster schiebst du dann unten den oberen Regeler nach links. Um weiche Übergänge zu erhalten die Alt-Taste gedrückt halten. Einfach mal probieren, dann siehst du schon wie Photoshop arbeitet.
Hoffe das war jetzt einigermaßen verständlich.

Gruß
Magnus

hallo zusammen,

Hi,

ich habe eine tolle canon-digitalcamera, mit der man schon
richtig erstklassige fotos machen kann. ich möchte nun gern so
richtig schön professionelle aufnahmen machen, bei denen meine
objekte „schweben“, so wie bspw. hier:

„Professionelle Aufnahmen“ hab ich jetzt einfach mal überhört. :smile: Denn alleine das Freistellen reicht da nicht. Dazu wurde eigentlich schon genug gesagt, aber kurz will ich auch noch was zu sagen.

1.) Einfachste Art: Große weiße Pappe unterlegen und hinten hochbiegen, das sie den gesammten Hintergrund ausfüllt.
2.) Besser: Milchglasplatte(n) nehmen die man bei bedarf auch noch wunderbar von unten/hinten extra beleuchten kann.
3.) Manchmal erforderliche Variante: Objekt auf einem Stativ befestigen, und weißer Karton als Hintergrund den man extra beleuchtet, das vermeidet spiegelungen im Objekt.

http://images-eu.amazon.com/images/P/B0000BY5H0.03.L…

Ich weiß es natürlich nicht, aber für mich sieht das eher nach der dritten Möglichkeit aus, evtl. auch der 2. des Freistellens. Desweiteren wurden wahrscheinlich 2 Blitze mit Softboxen benutzt und von jeder Seite (schräg von hinten) ausgeleuchtet. Von vorne wahrscheinlich 1 Softbox und eine weiße Pappe (länglich) zum aufhellen der anderen Seite. Und zu guter letzt noch ein Spot von vorne schräg oben, damit das Bild nicht ZU weich wird.

Wollte damit nur sagen, das gerade spiegelnde Oberflächen nicht so leicht zu fotografieren sind, wie man denkt, wenn man das Bild sieht.

da ich im grunde aber laie bin und mich mit der technik meiner
kamera nicht bis ins allerfeinste detail auskenne, kommt es
erstens schon mal vor, daß die fotos vom blitz überblendet
sind und/oder - je nach gewähltem hintergrund - viel zu dunkel
bleiben, auch trotz blitz.

Tja, wurde hier schon gesagt und hab ich auch schon erklärt. Der eingebaute Blitz ist für sowas nicht geeignet, Studioblitze mit Softboxen müssen da her. Und wenn man die nicht hat oder kaufen will, dann muß man anfangen kreativ zu werden, und mit Lampen und weißen Pappen oder Styroporplatten evtl. mit Ausnutzung von Tageslicht arbeiten, aber es wird NIE so werden, wie Du es auf dem Bild siehst. Wenn es um die Belichtung geht, kannst Du die Automatik der Kamera vergessen. Der Hintergrund ist weiss und die Kamera wählt die falsche Zeit. Entweder Belichtungsmesser - kostet aber natürlich auch wieder Geld oder erstmal eine ganze Belichtungsreihe und sich auf dem Computer dann alle Bilder angucken und die richtige Belichtung rauspicken und damit weiterfotografieren. Wenn Du wieder anders beleuchtest (das ist bei Tageslicht zum Beispiel das Problem, das wechselt ja ständig) dann mußt Du wieder neu die Belichtung bestimmen/herauskriegen.

ich habe es schon einmal hingekriegt, daß ich ein objekt vor
einem einfarbigen, dahinter drapierten stoff fotografiert habe
und diesen hinterher mit dem hintergrund-radiergummi per adobe
photoshop einfach (betonung: einfach!) löschen/wegradieren
konnte, so daß das objekt tatsächlich „schwebend“ übrig blieb.

Das Problem ist, der Hintergrund sollte etwa die Farbe sein, von der Farbe wo Du es später einfügen willst. Nimmst Du einen grünen Hintergrund dann macht sich das immer auch auf Dein Objekt bemerkbar. Gar nicht mal direkt durch Beleuchtung, sondern auch durch die Kamera, genauer durch die Farbinterpolation der Kamera, was jede Kamera macht.

sobald der hintergrund aber etwas „unruhiger“, also gemustert
oder was-weiß-ich ist, entstehen bei der bildbearbeitung
irgendwie unscharfe kanten, was gar nicht schön aussieht und
zudem auch mehr als mühsam ist.

Deswegen ja auch ein sauberer rein weißer (oder schwarzer oder wie auch immer, je nach zukünftiger Anwendung) Hintergrund.

wie kann ich es nun also am besten schon während/vor der
aufnahme anstellen, daß die bildbearbeitung hinterher eben
ganz einfach wird? welches sind die besten tips und tricks,
damit mir dies mit wenig mühe so professionell gelingt?

wenn ich nun von vornherein einen weißen hintergrund benutzen
würde, wird das objekt meist zu dunkel, wenn ohne blitz oder
zu hell, wenn mit blitz fotografiert…

könnt ihr nachvollziehen, was ich da ggf. falsch mache und mir
ein paar ultimative ratschläge geben?!? also: wer weiß was?

freue mich darauf, etwas dazuzulernen und hoffentlich am
wochenende gleich erfolgreich umsetzen zu können :smile:

Kleiner Tip noch, geh ins Fotogeschäft und blätter mal in Fotobücher, gibt ein paar zu dem Thema. Angucken, evtl. kaufen wenn Dich für interessierst. Dann erst mal überlegen was für Dich die beste Möglichkeit ist es umzusetzen - du wirst auf jedenfall ein wenig kaufen müssen, ob Du gleich die Blitzanlage kaufst, oder erstmal weiße pappe oder Michglasplatten aus dem Baumarkt mußt Du selbst entscheiden. :smile:

herzlichst
lieschen

Gruß zurück
Jeff

danke an alle
halli hallo,

ich möchte euch allen vielmals für die anregungen und teilweise so ausführlichen zeilen danken! einiges habe ich tatsächlich schon ausprobieren können und mittlerweile ist mir auch klar, daß ich vorrangig ein problem mit der beleuchtung habe, mit dem ich mich also mal eingehender beschäftigen muß, sobald ich die zeit dafür finde…
das freistellen ist dann tatsächlich keine große sache mehr :wink:

herzlichst
lieschen