Hi
Ich probiers mal zu erklären.
Die Anzahl Megapixel gibt nur an, in wieviele Einzelteile (Bildpunkte) das Bild NACH der Aufnahme zerlegt wird.
Es ist wie ein Puzzle - je mehr Teile, desto weniger siehst du aus der Nähe die Kanten zwischen den Teilen. (Entspricht „reinzoomen in das Bild“ am Computer).
Das Bild selbst entsteht aber physikalisch, indem Licht durch eine Linse (eigentlich mehrere) fällt und einen Sensor reizt. Je hochwertiger diese Linse, desto schärfer und detailreicher wird das Bild. Je billiger und schlechter verarbeitet eine Linse ist, desto mehr Bildfehler treten auf, zb. farbige Ränder an hellen Kanten oder Verzerrungen. Bei einer Brille ist exakt dasselbe - je billiger das Glas, desto schlechter dein Bild, auch wenn die Anzahl Dioptrien stimmt! Bedenke wie teuer EINE einzige, vergütete, beschichtete Brillenlinse ist! Eine kamera hat viel mehr Linsen.
Zurück zum Puzzle: Du kannst ein unscharfes, schlechtes Foto in 5000 Puzzleteile auflösen und es aufhängen, sodaß du nah rangehen kannst und kaum die Ränder der Puzzlestücke siehst. Aber das Bild wird dennoch sch… aussehen! Du hast nichts von diesen 5000 Teilen! Je näher du rangehst, desto verwischter wird das Bild. Du siehst keine Details.
So ist es bei gewissen Billigkameras: An der Linse („Optik“, „Objektiv“) wird gespart, und es entsteht ein schlechtes Bild. Dieses wird aber hoch aufgelöst, was aber nichts bringt. Nur der Kunde glaubt, „Das ist eine tolle Kamera, die kaufe ich“.
Achte beim Kauf darauf, daß das Objektiv von einem Markenhersteller kommt. Bekannte Marken sind zb. Zeiss, Leica, Minolta… hohe Pixelzahl ist ein Bonus, hat aber nur Sinn, wenn die Optik stimmt.
Die maximale Pixelzahl bei nicht-Spiegelreflex ist 5-6 Megapixel. Für mehr braucht man eine andere Sensortechologie.
Gruß
dataf0x