[dig] Megapixel - Anzahl

Hallo,

Ich habe mal gehört, dass 3 Megapixel Auflösung die besten Bilder hergibt. Und je höher die Auflösung wird, also 6 Megapixel zB., die Qualität nachlässt.
Derjenige erklärte mir das irgendwie mit der Speicherkapazität.
Ich konnte ihm aber nicht so recht folgen und bin nun am grübeln, da ich mir gern eine kleine Digitalkamera kaufen möchte, aber nicht so recht weiß, welche.

Und die, die ich mir so angeschaut habe, die mir ganz gut von der Optik erstmal gefallen (will eine sehr kleine, mit angenehmen Display und optischem Zoom)haben um die 5-6 Megapixel.
Kann mir einer erklären, ob es einen Qualitätsunterschied gibt ?
Danke

Teufelchen

Ich habe mal gehört, dass 3 Megapixel Auflösung die besten

Bilder hergibt. Und je höher die Auflösung wird, also 6
Megapixel zB., die Qualität nachlässt.

Das ist Unsinn. Wenn jedoch bei gleichgrossem Chip die Auflösung steigt und somit die Pixeldichte, begünstigt dies das Bildrauschen. Deswegen haben die digitalen Spiegelreflexkameras auch Sensoren, die in der Regel 16x24mm oder bei Profimodellen auch 24x36mm gross sind. Obwohl viele digitalen Kompaktkameras gleichviel oder mehr Megapixel haben, ist das Bild oft erheblich schlechter. Was bei den billigen kompakten oft angepriesen wird, ist eine „interpolierte“ Auflösung. Das ist nicht die wirkliche Auflösung, sondern digital hochgerechnet. Das kann aber jedes Fotoprogramm besser.
MFG Peter

Hallo Teufelchen,

generell ist es nicht so, dass mit steigender Pixelzahl die Bilder schlechter werden.
Allerdings gibt es Kameras, bei denen trotz größerer Pixelzahl die Bilder schlechter sind
als bei anderen Kameras mit mit geringerer Pixelzahl.
Das liegt zu einem daran, das die Pixelzahl höchsten 50 % der Bildqualität ausmachen, die
anderen 50 % kommen von der Optik der Kamera (gute Optik = gute Bildqualität). Ich habe eine
Olympus C 720 mit 3 Megapixeln, bei der ich die Bilder auf 30 x 45 cm vergrößern lassen kann.
Oftmals werden auch nicht die effektive sondern die interpolierte Pixelanzahl angegeben, was
eine höhere Qualität als tatsächlich vorhanden vortäuscht.

MfG Lothar

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke euch beiden.
Heißt also man kann bei einem Vergleich einer Kamera mit 3 Megapixeln und dieselbe mit 6 Megapixeln nicht sagen, dass die mit 6 Megapixeln schlechtere Qualität liefert.
Dann kann ich mich ja mal weiter auf die Suche machen, was mir so zusagen könnte.

Teufelchen

Hi

Ich probiers mal zu erklären.

Die Anzahl Megapixel gibt nur an, in wieviele Einzelteile (Bildpunkte) das Bild NACH der Aufnahme zerlegt wird.

Es ist wie ein Puzzle - je mehr Teile, desto weniger siehst du aus der Nähe die Kanten zwischen den Teilen. (Entspricht „reinzoomen in das Bild“ am Computer).

Das Bild selbst entsteht aber physikalisch, indem Licht durch eine Linse (eigentlich mehrere) fällt und einen Sensor reizt. Je hochwertiger diese Linse, desto schärfer und detailreicher wird das Bild. Je billiger und schlechter verarbeitet eine Linse ist, desto mehr Bildfehler treten auf, zb. farbige Ränder an hellen Kanten oder Verzerrungen. Bei einer Brille ist exakt dasselbe - je billiger das Glas, desto schlechter dein Bild, auch wenn die Anzahl Dioptrien stimmt! Bedenke wie teuer EINE einzige, vergütete, beschichtete Brillenlinse ist! Eine kamera hat viel mehr Linsen.

Zurück zum Puzzle: Du kannst ein unscharfes, schlechtes Foto in 5000 Puzzleteile auflösen und es aufhängen, sodaß du nah rangehen kannst und kaum die Ränder der Puzzlestücke siehst. Aber das Bild wird dennoch sch… aussehen! Du hast nichts von diesen 5000 Teilen! Je näher du rangehst, desto verwischter wird das Bild. Du siehst keine Details.

So ist es bei gewissen Billigkameras: An der Linse („Optik“, „Objektiv“) wird gespart, und es entsteht ein schlechtes Bild. Dieses wird aber hoch aufgelöst, was aber nichts bringt. Nur der Kunde glaubt, „Das ist eine tolle Kamera, die kaufe ich“.

Achte beim Kauf darauf, daß das Objektiv von einem Markenhersteller kommt. Bekannte Marken sind zb. Zeiss, Leica, Minolta… hohe Pixelzahl ist ein Bonus, hat aber nur Sinn, wenn die Optik stimmt.

Die maximale Pixelzahl bei nicht-Spiegelreflex ist 5-6 Megapixel. Für mehr braucht man eine andere Sensortechologie.

Gruß
dataf0x

Hallo Teufelchen,

Heißt also man kann bei einem Vergleich einer Kamera mit 3
Megapixeln und dieselbe mit 6 Megapixeln nicht sagen, dass die
mit 6 Megapixeln schlechtere Qualität liefert.

Richtig.

Also zuerst erzeugt die Optik schon Bildfehler. Normalewerweise gibt man die Abbildungsschärfe in Linienen/mm an. Ein Sensor mit einer höheren Auflösung, als die Optik bringt also keine zusätzliche Schärfe.

Wie auch schon beschreiben wurde, wird, bei gleicher Sensorfläche, mit zunehmender Pixelzahl, jedes Pixel kleiner. Kleinere Pixel, eigentlich die elektronischen Sensoren, haben aber einen grössere Rauschenanteil im Verhältnis zum Nutzsignal, was dann besonders bei Aufnahmen bei wenig Licht im Bild zu sehen ist.

Ein weiteres Problem ist dann noch die effektive und die interpolierte Pixelzahl. Besonders in der Werbung wird gerne mit den interpollierten Pixeln geworben.

Nachdem wir das Bild vom Sensor ausgelesen haben, kommt dann noch die Frage der Speicherung. Normalerweise werden die Daten noch komprimiert (JPEG). Hier gibt es noch unterschiedliche Kompressionsstufen, welche die Datenmenge zwar verkleinern, aber dafür auch Details wegrechnen.

Neben den ganzen technischen Daten, solltest du bei der Kamerawahl auch noch darauf achten, dass die Kamera zu deinen Händen passt. Die Handgrösse ist ja nicht genormt.

MfG Peter(TOO)

HALLO Peter,

dem stimme ich auch zu. Es ist nicht richtig wenn man sagt, das je größer die Pixelanzahl ist, auch das bild besser ist. Es kommt immer auch auf die aktive Fläche des Chips an auf dem die Pixel sind. Je kleiner also ein Chip ist und je mehr Pixel die Kamera hat je schlechter ist es, da man in diesem Fall von Farbrauschen, Übersprechen spricht.
Z.B hat nikon einen der größten Chips aller Spiegelreflexkameras. Somit ist es auch richtig das eine Kamera, wie Nikon D70 6,3 Megepixel ein besseres bild macht wie eine 8 Megapixelkamera mit kleinerem chip!!!
Ich hoffe es trägt nicht noch mehr zur Verwirrung bei !!
Gruß Spezi…

Hallo,

Heißt also man kann bei einem Vergleich einer Kamera mit 3
Megapixeln und dieselbe mit 6 Megapixeln nicht sagen,dass die
mit 6 Megapixeln schlechtere Qualität liefert.

wie schon gesagt, wäre es so pauschal wirklich quatsch,
wenn mehr Pixel eine schlechtere Qulität bringen würden.

Noch vor ein paar Jahren war ein Chip mit mehr Pixeln
ein echtes Qualitätskriterium. Größere und damit deutlich
teurere Chips mit mehr Pixeln und sehr guter Qualität
wurden nur in entsprechend teureren Kameras verbaut.
Keine hätte viele tausend DM ausgegeben, wenn damit die
Qualität wegen mehr Pixel schlechter würde.

Nu kommt der Pferdefuß. Inzwischen sind die Chips mit
6…8MPixel für wenige Cent zu bekommen. Diese Chips
werden mit 0815-Technologie in Mio. Stück von irgend
welchen Herstellern billigster Halbleiter gefertig.
Diese Chips sind aber viel kleiner und haben schlechtere
Eigenschaften. Sie sind trotz gleicher Pixelzahl nicht
mit denen Vergleichbar, die früher in teuren Profigeräten
verbaut wurden.

Diese zig-Megapixel-Superdingsda eignen sich prima aul
Werbe-Veräppelung. Gleichzeitig sind nämlich die Optiken
billigst. Einfachste optische Systeme mit winzig kleinen
Plastiklinsen. Auch an anderen Merkmalen wie Weißabgleich,
Farbwidergabe, Verzerrungen und Lichtempfindlichkeit
sind die billigen Teile zu erkennen.

Und so ist es, daß manche billige 6MPixel Noname-CAM nicht
mit einer ordentlichen 3MPixel Marken-CAM mithalten kannn.
Eine 10MPixel-Profi-CAM wird abertrotzdem viel besser sein.

Die Angabe der Pixelzahl ist also heute eher kein allg.
Qualitätsmerkmal, vor allem dann, wenn nur damit in
aufdringlicher Weise geworben wird.
Gruß Uwi