Ich habe hier noch zwei alte Objektive einer Praktica Kamera:
Carl Zeiss Jena MC f=135 mm, 1:2.8 und Practikar Pentacon MC f=50 mm, 1:1,8
Gäbe es eine Möglichkeit, mit denen auch mit der EOS 400D zu fotografieren?
Mittels Adapter vielleicht?
Und wie sinnvoll wäre das? D.h. wie sieht das Ergebnis aus?
Also, nix für ungut, aber das wäre rausgeschmissenes Geld, hier mit Adaptern oder Umbauten rumzumachen!
Das sind zwar sauber konstruierte Objektive, aber:
1.) passt das Bajonett nicht, und ein Umbau auf das Canon-Bajonett ist sehr umständlich und teuer.
2.) Die Optik ist für Kleinbildformat gerechnet, und nicht besonders vergütet auf der Linsenrückseite.
Daher werden u.U. Lichtreflexe im Bild erscheinen wenn Du kontraststarke Objekte oder im Gegenlicht fotografierst.
Die Schärfeleistung ist auch nicht unbedingt das Optimum für den kleinen Sensor der EOS400D.
Schließlich wirken die Brennweiten wie kleine Tele wegen des kleineren Chips („Cropfaktor“ 1,6): Das 50er wird zum 80er, das 135er zum 216er.
Gruß
WB
Hi,
also du kannst einmal bei Novoflex.de nachsehen was ein Adapter
kostet und obs dir der Versuch wert ist.
Sprich ob die optischen Leistungen zufriedenstellend sind.
Auf AF etc. verzichtest du ja wissentlich.
Ich habe die Erfahrung gemacht daß erst durch wirklich gute Optiken,
die unzulänglichkeiten des AF offenbar werden, soferne man die Zeit
hat ordentlich manuell einzustellen.
Ich fotografiere mit meiner Nikon d200 auch mit manuellen Zeiss
Optiken (allerdings aus neuerster "WEST"Produktion),
und erziele damit weit bessere Ergebnisse als mit meinen Nikon
Objektiven.
Wie sich die Praktika Zeisslinsen auf den Digibody auswirken kann ich
leider nicht mal vermuten.
OL
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Also, nix für ungut, aber das wäre rausgeschmissenes Geld,
hier mit Adaptern oder Umbauten rumzumachen!
Würde ich auch nicht machen. Meist gibt es Probleme mit dem AF (sofern der Adapter die Funktion überhaupt überträgt) und evtl. musst die Blende manuell eingestellt werden.
Das sind zwar sauber konstruierte Objektive, aber:
1.) passt das Bajonett nicht, und ein Umbau auf das
Canon-Bajonett ist sehr umständlich und teuer.
2.) Die Optik ist für Kleinbildformat gerechnet, und nicht
besonders vergütet auf der Linsenrückseite.
Willst Du damit sagen, dass Objektive, die für Kleinbildformat gerechnet sind nicht besonders vergütet sind? Ich war bisher immer der Ansicht, dass es kostengünstige und somit Qualitativ nicht so gute Objektive gibt. Und dann gibt es Objektive die auch besonders vergütet sind und dementsprechend teurer sind.
Daher werden u.U. Lichtreflexe im Bild erscheinen wenn Du
kontraststarke Objekte oder im Gegenlicht fotografierst.
Die Schärfeleistung ist auch nicht unbedingt das Optimum für
den kleinen Sensor der EOS400D.
Es wäre schön, wenn Du mir mal erklären könntest, wieso die Schärfeleistung auf dem kleinen Sensor nicht mehr optimal sein soll. Ich lerne gerne dazu.
Schließlich wirken die Brennweiten wie kleine Tele wegen des
kleineren Chips („Cropfaktor“ 1,6): Das 50er wird zum 80er,
das 135er zum 216er.
Gruß
WB
Willst Du damit sagen, dass Objektive, die für Kleinbildformat
gerechnet sind nicht besonders vergütet sind? Ich war bisher
immer der Ansicht, dass es kostengünstige und somit Qualitativ
nicht so gute Objektive gibt. Und dann gibt es Objektive die
auch besonders vergütet sind und dementsprechend teurer sind.
Der Chip reflektiert viel mehr Licht als der Film, deshalb ist die Vergütung der Hinterlinse wirklich wichtig. Es kommt ja nicht nur auf Vorhandensein, sondern auch auf die Art an. Sonst hat man unter Umständen einen hellen Fleck im Bild.
Es wäre schön, wenn Du mir mal erklären könntest, wieso die
Schärfeleistung auf dem kleinen Sensor nicht mehr optimal sein
soll. Ich lerne gerne dazu.
Da die Pixeldichte höher ist, muss das Objektiv mehr Linien pro mm auflösen.
Die Optik ist für Kleinbildformat gerechnet,
und nicht besonders vergütet auf der Linsenrückseite.
Daher werden u.U. Lichtreflexe im Bild erscheinen wenn Du
kontraststarke Objekte oder im Gegenlicht fotografierst,
weil der Chip viel mehr Licht reflektiert als es ein Film tut!
Die Schärfeleistung ist auch nicht unbedingt das Optimum für
den kleinen Sensor der EOS400D.
Objektive für Kleinbildkameras werden auf einen bestimmten Zerstreuungskreis-Durchmesser gerechnet.
Der Zerstreuungskreis eines Kleinbildobjektives wirkt sich auf dem 1,6-mal kleineren Chip um das 1,6-fache größer aus wie auf einem 24x36-Film.
Hab noch vergessen zu erwähnen, daß da noch ein drittes Argument gegen die Verwendung solcher nur für Kleinbildformat gerechneter Objektive spricht:
Die Chips der Digitalkamera legen Wert darauf, dass das Licht möglichst senkrecht zur Fläche auftrifft. Einem Kleinbildfilm ist das eher egal. Folglich gibt es höhere Randabschattungen und einen stärkeren Hot-Spot in der Bildmitte bei Verwendung solcher normaler Objektive.
Habe gerade gesehen, dass Olaf Dir schon gut geantwortet hat.
Mmmh - nachdem was ich weiß, bzw. was ich mir angelesen habe liegt die Auflösung bei Objektiven (je nach Preisklasse) zwischen 1500 und 2600 lpi. Mehr ist wohl technisch nicht drin. Ich muss also mit dem klarkommen, was der Markt so bietet. Und ob das Objektiv für Kleinbild oder APS-C gerechnet wurde - also ich habe noch keinen großen Unterschied in den Testberichten gesehen, dass da die Auflösung entsprechend höher ist. Den Hauptgrund für die Neuberechnung auf den kleineren Sensor sehe ich darin, das ich für den kleineren Bildausschnitt kleinere Linsen, somit weniger teures Glas usw. benötige und die Objektive entsprechend kostengünstiger sind.
Ich bin mittlerweile im Besitz von 2 APS-C Objektiven und einem „normalen“ Objektiv. Eigenartigerweise ist aber genau dieses mein bestes Objektiv. Gestochen scharf, hervorragende Auflösung und eine Farbbrillanz über die ich jedesmal staune.
Ich persönlich denke, dass es besser ist, ein für KB gerechnetes Objektiv zu kaufen (Natürlich muss der Geldbeutel mitmachen ). Kostet zwar etwas mehr, hat aber den großen Vorteil, dass wenn in 5 - 10 Jahren meine Kamera den Geist aufgibt und dann Vollformat Stand der Technik ist, ich diese Objektive weiterbenutzen kann.
Gruß Jürgen
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Ich persönlich denke, dass es besser ist, ein für KB
gerechnetes Objektiv zu kaufen … hat aber den großen
Vorteil, dass wenn in 5 - 10 Jahren meine Kamera den Geist
aufgibt und dann Vollformat Stand der Technik ist, ich diese
Objektive weiterbenutzen kann.
Auf jeden Fall bist Du mit einem KB-Format-Objektiv auf der sicheren Seite, weil die Auflösung Linien pro mm wichtig ist und die digitalen Formate - es gibt ja schon 40-MegaPixel-Backs für Fachkameras - immer besser werden.
Dass ein KB-Format-Objektiv teurer als ein APS-C-Format-Objektiv sein soll, kannn ich aber nicht bestätigen.
Auch das Argument größere Linsen wären teurer, stimmt nur bedingt.
Ein APS-C-Objektiv wird meist mit asphärischen Linsen gemacht, die sind vom Schleifen her teuer, das Glas selber ist nicht so schlimm