[dig] Viele Karten, Imagetank oder was sonst?

Hallo liebe wwwler,

ich würde mal gerne wissen, welche Lösung ihr für die Beste haltet, wenn es darum geht, viele Bilder zu machen. Wenn ich im Urlaub unterwegs bin und schon viel Geld für eine Digicam ausgegeben habe, dann möchte ich mich nicht bei der Anzahl der Fotos einschränken und auch nicht bei der Qualität.

Aber was tun? Auf eine 256er Compactflash-Karte passen ca. 70 Bilder, minimum wären 300 und das ist schon niedrig angesetzt. Stocke ich also meine Kartensammlung um ein paar 512er auf kommt das nicht gerade billig, sagen wir mal ca. 100 EUR pro Karte, bei 3 = 300 EUR. Für ein wenig mehr kriege ich diesen Image Tank (ca. 400 EUR), dann wären alle meine Speicherplatzsorgen vergessen. Aber taugt der was? Oder sind meine Bilder alle weg, wenn dem die Batterien ausgehen?
Gibt es noch eine andere Lösung, von der ich noch nichts mitbekommen habe?
Wie macht ihr es, wenn ihr unterwegs seid?

Viele Grüße,
Roland

Hallo Roland…

ich würde mal gerne wissen, welche Lösung ihr für die Beste
haltet, wenn es darum geht, viele Bilder zu machen. Wenn ich
im Urlaub unterwegs bin und schon viel Geld für eine Digicam
ausgegeben habe, dann möchte ich mich nicht bei der Anzahl der
Fotos einschränken und auch nicht bei der Qualität.

Erstmal würde ich lernen, auch Bilder zu löschen. Soviele wirklich
gute kann man gar nicht machen. Ich erinnere mich noch an die
Zeit „damals“ am Leuchttisch, wo nachträglich erstmal ordentlich
Dias sortiert werden und ausgemustert. Jetzt muß man sich nur
trauen mehr zu löschen. Alles was nicht 1A ist einfach weg
damit. Lieber 50 richtig gute, als 300 gute und weniger gute.

Wenn es doch nicht reicht, genug Speicherkarten finde ich die
beste Lösung. Verbrauchen wenig Platz und sind ziemlich sicher.

Imagetank. Ist zwar eine Lösung, aber soooo sicher sind die
Dinger nicht. Man kann bei den wenigsten wirklich kontrollieren
ob die wirklich was gespeichert haben. Es sei denn man hat einen
Bildschirm dran. Aber: Speicherverlust, wenn der Akku leer ist,
davor mußt Du keine Angst haben. Sind schließlich Festplatten,
Dein Computer verliert ja auch keine Daten, wenn den Stecker
rausziehst.

Mobiler CD-Brenner. Zwar etwas größer als die Imagetanks, aber
halte ich für sicherer. Und die Sachen sind auch gleich
archiviert und lassen sich gut überall verwenden, zum überspielen,
oder Bilder bestellen. Liegen meist auch bei 300 Oi.

Beste Lösung gibt es nicht, wie gesagt, Speicherkarten halte ich
für die beste und sicherste und kleinste, aber das sinnvollste
liegt ja wie immer im Auge des Betrachters.

Gruß
Mercutio

Hallo Roland,

ich habe mir seinerzeit auf Tipp eines Fotoverkäufers ein sog. „digital wallet“
von minds on work gekauft. Ich bin 100%ig damit zufrieden, es hält, glaube ich, 3
Gigabyte, und das neuere Model sicherlich noch mehr. Größe etwa wie ein Walkman,
passt also in jede Tasche und funktioniert mit Akku. Damit habe ich in der
peterskirche in Rom mal schnell meinen Speicher in weniger als 10 sek.
runtergeladen. Was das mittelerweile kostet, weß ich nicht, aber sowas wird ja
immer billiger. Frag mal im Fachhandel danach.
Gruß
Bolo2L

Hallo Roland,

wenn ich weiß, dass ich deutlich mehr Platz brauche, als meine rudimentäre Kartenausstattung hergibt, dann wird eben das Notebook mit dem kleinen Kartenleser mitgeschleppt und die Karte hin und wieder in Richtung Festplatte geräumt.

Ansonsten kann ich mich wirklich nur dem Tipp anschließen, häufiger kritisch über die Bilder zu schauen und zu löschen. Wenn man ehrlich ist, dann ist doch immer nur ein recht kleiner Teil wirklich brauchbar oder (bei schlechter Qualität) so wichtig, dass sich das Aufbewahren lohnt.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,
Klar, man braucht nicht alle Bilder, aber dass möchte ich doch lieber zu Hause am Bildschirm entscheiden als auf dem kleinen Display der Kamera.
Laptop mitnehmen möchte ich eher nicht, zu groß, zu wertvoll und wenn der erstmal 4 Wochen mit mir in der Wüste Gobi war kann ich den wahrscheinlich auch wegschmeissen.
Ich denke ich werde mich mal mit der Anschaffung eines Imagetank-artigen Gerätes befassen, ist zwar im ersten Moment teuer, aber bietet doch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu zusätzlichen CF-Karten.

Greetz,
Roland

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Notebook um die Bilder auch beurteilen und ggf. vor Ort wiederholen zu können.
Ansonsten Batterie- und Netzgeeigneten mobilen CD Brenner, der direkt Karten auf CD brennen kann.

Hallo Roland,

vor dem gleichen Problem stand ich diesen Sommer ebenfalls und bin nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass ein X-Drive (II) für mich die beste Lösung ist. Das ist ein Festplattengehäuse, in das eine Notebook-Festplatte der Höhe von 9.5mm eingebaut wird. Kann man selbst machen, ist nicht schwierig - oder aber eine Komplettlösung kaufen (etwas teurer). Ich bin mit einem leeren Gehäuse (unter 80 Euro) und einer schon vorhandenen Platte recht günstig davon gekommen, aber auch ein Komplettgerät kostet deutlich weniger als 400 Euro (etwa die Hälfte für z.B. 40 GB, siehe Ebay). Das Gerät ist gleichzeitig ein Card-Reader der zu Hause über USB (2.0 in der II-Version) an den Rechner angeschlossen werden kann. Ein Akku ist für Unterwegs dabei und hält in etwa den Sicherungsvorgang von 3-4 256MB Karten aus. Danach braucht man eine Steckdose.

Natürlich besteht eine gewisse Gefahr des Datenverlustes, da keine Platte unbegrenzte Lebensdauer besitzt. Die Gefahr für die Daten dürfte wohl allerdings in etwa mit der vergleichbar sein, ein Notebook mitzunehmen: Auch dort werden die Bilder auf einer Festplatte gespeichert. Ein ähnliches Problem hat man natürlich auch mit optischen Datenträgern - wer kennt unlesbare CDs nicht…

Vielleicht hatte ich Glück, aber mein Gerät - und die Daten - haben die sicher nicht allzu sanfte Behandlung bei der Verstauung des Gepäcks bei 7 Flügen gut überstanden.

Grüße,
Martin

Hi Martin,

danke für die Antwort. Was ich am Imagetank ganz praktisch finde ist die möglichkeit, Ordner einzurichten und am Display auch zu kontrollieren, was drin ist.
Wie sieht es da bei X-drive aus? Wird für jede rüberkopierte Karte ein eigener Ordner angelegt oder werden nur die Bilder kopiert? Und wie werden die Ordner angeordnet? Nach Datum?
Wäre schön, wenn Du noch ein wenig von Deinen Erfahrungen mit dem Teil erzählen könntest.

Viele Grüße,
Roland

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Roland,

danke für die Antwort. Was ich am Imagetank ganz praktisch
finde ist die möglichkeit, Ordner einzurichten und am Display
auch zu kontrollieren, was drin ist.

Das geht beim X-Drive nicht. Man hat nur eine Anzeige, die den Datentransfer bestätigt und den Akkustand anzeigt. Lästig finde ich übrigens die relativ kurze Akkubetriebszeit. Gerade wenn man im Campervan unterwegs ist und auch gelegentlich nicht auf Campingplätzen mit Stromanschluss übernachtet, wird’s knapp. Wenn man z.B. eine ganze Woche nicht an eine Steckdose drankommt, hat man ein Problem. Ein Zweitakku für das X-Drive wäre übrigens nicht praktikabel, da es im Gehäuse integriert ist und man zum Austausch einen kleinen Schraubenzieher bräuchte. In sandigen Wüstengegenden z.B. dürfte es im Übrigen wohl nicht sinnvoll sein, das Gerät häufiger zu öffnen

Letztlich war es in unserem Fall keine Katastrophe, da wir häufiger ohnehin eine Steckdose für unsere Klimaanlage (nachts) brauchten und auch finden konnten.

Wie sieht es da bei X-drive aus? Wird für jede rüberkopierte
Karte ein eigener Ordner angelegt oder werden nur die Bilder
kopiert?

Es wird für jeden Sicherungsvorgang (bzw. jeden Tag? Müsste ich nachsehen…) ein Ordner und dann für jede Karte ein eigener Unterordner eingerichtet. Die Speicherung ist chronologisch, jede Datei wird mit dem jeweils aktuellen Datum abgespeichert (Dies passiert ja bereits in der Camera und das X-Drive übernimmt die Daten einfach).

Es ist bei unserem fünfwöchigen Urlaub außerdem zwei Mal vorgekommen, dass ich die Karte zum zweiten Mal auf die Festplatte kopiert habe - ich war mir nicht sicher, ob ich es bereits getan hatte oder nicht. Da war es natürlich besser einmal zu viel als einmal zu wenig zu sichern. Insgesamt kam ich am Ende auf 3.8 GB Daten, was also bei einer Festplatte von 12 GB auch generell bei doppelter Speicherung vollkommen unproblematisch gewesen wäre.

Und wie werden die Ordner angeordnet? Nach Datum?

So ist es. Der Name eines Bildes darin ist dann (zumindest bei Canon) z.B. IMG_0346.jpg und die Nummer fortlaufend.

Hinterher ist es egal in welchen Ordnern die Dateien waren: Ich habe sie allesamt (es waren in dem konkreten Fall etwa 1200) auf die stationäre Festplatte in ein Verzeichnis kopiert - was wegen der fortlaufenden Nummern kein Problem ist - und dann auf eine DVD gebrannt… und anschließend mit dem Aussortieren angefangen.

Natürlich ist man unterwegs nicht sicher, ob alles geklappt hat, da man die Bilder sich nur in der Camera anschauen kann (Mäusekino). Ob die Einsicht in die Verzeichnisstruktur auf der mobilen Festplatte während der Reise ein wirklich so großer Gewinn ist, wage ich mal zu bezweifeln: Defekte, nicht lesbare Dateien können es ja dann immer noch sein.

Wieder zu Hause ist man natürlich trotzdem erleichtert, wenn das angeschlossene X-Drive tatsächlich alle Bilder und Filmchen (die übrigens in der Form MVI_0123.avi abgespeichert werden) wieder fehlerfrei lesen kann…

Grüße,
Martin

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