DIG: Welches Objektiv für EOS 350D?

Hallo,

nach langem Ringen plane ich die Anschaffung einer EOS 350D. Das Kitobjektiv soll nicht so der Hit sein. Ich bin aber pleite. Soll ich das Kitobjektiv nehmen, oder ein preiswertes Sigma 17-50? Oder das bei mir schon vorhandene Canon EF 35-80, welches bei meiner EOS 1000 dabei war? Oder ist alles furchtbarer Schrott und ich sollte weiter sparen?

Zweite Frage: hat irgendjemand Erfahrungen mit der 350D und dem (bei mir ebenfalls vorhandenen) Canon EF 50-200? Für die Minolta-DSLR gibt es schöne Foren, in denen alle vorhandenen Objektive an den DSLRs bewertet werden, wer kennt solche Links für die Canon?

Danke,

Myriam

Hallo zurück!

Das Kit-Objektiv ist besser als sein Ruf. Ich weiß nicht, was Du für Angebote hast, aber für dieses Objektiv im Kit zahlst Du normalerweise höchstens ca. 100 € mehr als nur fürs Gehäuseallein, und dann hast Du immerhin einmal eine (Original-)Optik. Wenn Du es nimmst, hier nur zwei Hinweise: bei ganz offener Blende im Weitwinkel ist es bez. Vignettierung nicht so gut (ein bis zwei Blenden ablenden und die Sache hat sich) und ganz am Anschlag bei 55mm verzeichnet es - minimal. Aber das kann man ja verhindern. Sonst find ich es selber recht brauchbar. Aber ich hab auch schon mehrere Tests gelesen, wo es - auch zum Überraschen der Tester - super abschnitt.

Wieviel kostet das Sigma 17-50? Ich hab von dem Objektiv noch überhaupt nie gehört, muss ich zugeben, und im Netz find ich jetzt auf die Schnelle auch nicht wirklich was dazu, auch in den Foren nicht - seltsam. Würde auf jedenfall schauen, ein paar Fotos mit beiden Linsen zu schießen.
Wie man testen kann, da kannst Du Dich an entsprechenden Tests mit Bildern im Netz orientieren. oder ich schreib’s Dir och auf, wenn Du magst…

Das EF 35-80 hab ich selber auch, bin zufrieden damit, nicht mehr; aber der Bereich 18-35 ist schon enorm, der Dir dann grad auch für den Anfang fehlt. Vergiss nicht den Umrechnungsfaktor 1,6 - Du beginnst dann quasi bei 56mm (KB-Äquivalent), das ist nicht ohne. Super, wenn Du’s eh hast, um auch ein bisschen weiter zu kommen als mit dem 18-55er (oder 17-50er), aber eher Ergänzung denn Ersatz, glaub ich - ich selber fotografier sicher 90% mit der Kit-Optik und 10% mit der 35-80er…

Mein Tipp: Nimm Dir das Kit-Objektiv, werd mit der Kamera vertraut, überleg Dir, wofür Du welche Objektive wirklich brauchst - sprich: was Du fotografieren willst(*), und spare inzwischen ein bissl was zusammen für eine entsprechende Aus- und Aufrüstung. Mach Dich inzwischen auch in den einschlägigen Fotoforen schlau, welche Erfahrungen es mit welchen Objektiven in welchen Situationen gibt, hör Dich um, was evt. im Bekanntenkreis vorhanden ist, und probiere die Objektive (notfalls beim Händler) aus, bevor Du sie kaufst. Schau Dir auch Vergleichstests im Internet an.

(* Es macht für die Anforderungen und die Entscheidung für oder gegen ein Objektiv einen Unterschied, ob Du besonders gerne Sportfotografie ablichten willst, ob es eher um Makrofotografie geht (da wieder: lebend oder tot?), ob Du gerne Landschaftsaufnahmen machst oder Architektur, oder ob Du Nachtaufnahmen bevorzugst oder einfach gute Schnappschüsse machen willst.)

Sorry, lang geworden… :smile:
lg,
E.

Ich stimme Eliza voll und ganz zu. Als ich meine 350d gekauft habe, wollte ich unbedingt auf das Kitobjektiv verzichten. Allerdings hatte der Händler gerade keine Sologehäuse da, so daß ich die 79€ mehr fürs Kit (18-55mm) bezahlt habe. Ich hab den Kauf noch keinen Moment bereut, das Objektiv ist für normale Ansprüche sehr sehr gut! Ich stoße damit nur an Grenzen, wenn ich Gegenlichtaufnahmen mache, da es dann manchmal Blendenflecke gibt, die aber auch nur mit einem sehr hochwertigen Objektiv zu vermeiden wären.
Ich hab leider keinen Link, aber ich hatte mir damals mehrere Artikel mit ausführlichen Tests der Kamera und des Objektivs heruntergeladen (ich schick sie dir gerne per Mail…), wobei sie immer sehr gut abgeschnitten hat, inkl. Objektiv.
Hier ist noch ein Link von einigen Fotos, die größtenteil mit dem Objektiv und der Kamera gemacht wurden:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/632728

Hm, wirklich die Canon ?
Schade, daß Du dich schon durchgerungen hast, aber ich würde mir die EOS350D nicht kaufen. Ich habe viele Versuche damit unternommen und sie auch mit anderen verglichen. Auch unter den Fotohändlern wird öfters getuschelt, aber Canon macht nunmal die beste Werbung und ist am weitesten verbreitet. Ernstzunehmende DSLRs fangen bei Canon bei der EOS10D, bzw. EOS20D an. In dem 350er-Preissegment würde ich allemal die Minolta (D5D) vorziehen. Auch wenn Minolta gerade an Sony verkauft wird (der DSLR-Sektor jedenfalls), so ist Sie ein gute Kamera. Oder Du nutzt den Preisverfall der D7D. Die ist günstiger als die 350D, wird aber semiprofessionellen Ansprüchen locker gerecht.
Auch Nikon ist ein guter Tip… aber nicht der 350er-Plastikbomber.
Laß Dich nicht von den 8 MPix beeindrucken, die sind nicht wirklich nötig… Du wirst zu den 6 MPix keinen Unterschied bemerken.

Grüße, ILAY

Ich möchte wirklich keine Werbung für Canon machen, es gibt zur 350d sicherlich ernstzunehmende Alternativen von Minolte oder Nikon. Aber deine Aussage

Ernstzunehmende DSLRs fangen bei Canon bei der EOS10D, bzw.
EOS20D an.

ist total falsch und irreführend.
Die 20d ist besser als die 350d - keine Frage, aber die Unterschiede beziehen sich nicht auf Details, welche für ein gutes Foto ausschlaggebend sind. Der Sensor ist bei der 20d etwas größer, so daß man eine etwas höhere Auflösung erhält (8,2 statt 8,0 Megapix) Die Bildverarbeitung aber ist genau gleich, so daß qualitativ überhaupt keine Unterschiede bestehen. Die 20d hat mit 1/8000 im Gegensatz 1/4000 kürzere Verschlußzeiten, aber wer braucht sowas??? Außerdem hat die 20d mehr AF Meßfelder, 9 statt 7 bei der 350d. Ausreichen wären für den normalen Fotografen bereits 3!
Wer mit der 350d schlechte Fotos macht, macht sie mit der 20d exakt genauso schlecht! Die Features der 350d sind schon sehr professionell (zB Spiegelvorauslösung, Verschlußsychronisation), so daß ich eher jedem davon abrate, soviel Geld dafür auszugeben, wenn man die Kamera später sowieso auf Automatik stellt!

In dem 350er-Preissegment würde ich allemal die Minolta (D5D)
vorziehen.

Die Minolta ist eine gute Empfehlung, vor allem im Hinblick auf das Preis-/Leistungsverhältnis. Soviel ich weiß, bewegt sie sich aber gar nicht im Preisbereich der 350d, sondern deutlich darunter.

Laß Dich nicht von den 8 MPix beeindrucken, die sind nicht
wirklich nötig… Du wirst zu den 6 MPix keinen Unterschied
bemerken.

Ich persönlich lasse meine Fotos regelmäßig auf DIN A3 vergrößern, da wirkt sich dann der Unterschied zwischen 6 und 8 Megapixel aus, ansonsten kommt es darauf wirklich nicht an.

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Hallo Ilay,

die Canon wird es werden, da ich auch eine analoge Canon SLR habe, inklusive Blitz, Objektiven usw. Ein Systemwechsel kommt daher nicht in Frage. Wenn ich cfrei wählen könnte, nähme ich eine KoMi, da mein Vater eine Riesenausrüstung dafür hat (da fiele bestimmt etwas für mich ab).

Gruß & danke,

Myriam

Hallo,

nach langem Ringen plane ich die Anschaffung einer EOS 350D.
Das Kitobjektiv soll nicht so der Hit sein. Ich bin aber
pleite. Soll ich das Kitobjektiv nehmen, oder ein preiswertes
Sigma 17-50?

Es gibt auf der Sigma Seite kein 17-50, falls du das 2.8/18-50 meinst - das würde ich dem Kit Objektiv vorziehen. Alle anderen darunter sind verglichen mit dem Kitteil nicht preiswert sondern billig.

Oder das bei mir schon vorhandene Canon EF 35-80,
welches bei meiner EOS 1000 dabei war?

Du musst selbst für dich wissen ob dir ein leichtes Telezoom reicht. Ich mache z.B. 95% meiner Aufnahmen mit einem 50mm Makro.

Oder ist alles
furchtbarer Schrott und ich sollte weiter sparen?

Zweite Frage: hat irgendjemand Erfahrungen mit der 350D und
dem (bei mir ebenfalls vorhandenen) Canon EF 50-200? Für die
Minolta-DSLR gibt es schöne Foren, in denen alle vorhandenen
Objektive an den DSLRs bewertet werden, wer kennt solche Links
für die Canon?

Mein Lieblingsthema:

Du brauchst deine Kamera für wissenschaftliche Aufnahmen wo jede noch so kleine Verzeichnung, etc. vermieden werden soll? Soll die Kamera ein Statussymbol sein oder gehörst du zu der Minderheit die einfach nur Fotos mit einer SLR machen möchte?

In den ersten beiden Fällen sind diese Esoterischen Foren natürlich geil und dann kannst du das 50-200 gleich in die Mülltonne packen. Im dritten Fall, was nützen dir die „Bewertungen“ von anderen? Du hast kein Geld, aber das Objektiv ist da. Also nutze es doch einfach, wenn DU mit den Fotos zufrieden bist.

Gruss Jan

Der Unterschied zwischen 6 und 8 MPix ist auch bei DINA3 nicht zu bemerken. Dazu habe ich solche Vergrößerungen schon zu oft gemacht und teilweise sehr pingelige Kunden würden mir die Bilder bei Qualitätsdefiziten um die Ohren hauen. Und bitte, DINA3 ist nun wirlich überhaupt kein Problem, selbst DINA2 noch nicht. Kritisch ist es, wenn Du Dich mit einer Druckerei auseinandersetzen mußt. Aber auch da ist 6MPix kein Problem - ein laufendes Projekt wird im Moment gedruckt.
Es geht bei der Wahl der Kamera nicht ausschließlich darum, ob eine Kamera „gute bilder“ macht. Bei einem seiner letzten deutschen Besuche hat Helmut Newton mit ner kleinen Olympus rumgeknipst… wetten das Geknipse war immer noch um Längen besser, als das, was die Masse der D5D, 350D oder D40-Besitzer so abliefert? Aber wenn jemand sich ne neue Kamera kaufen will, dann gibt es noch andere Kriterien. Ich finde schlicht die Verarbeitung der 350D sehr sparsam, sie ist ergonomisch eher ein Flop (und ich habe wirklich viele Bilder damit gemacht) und ist schlicht kein haptisches Erlebnis. Außerdem sind es genau die Details, die man irgendwann im Fotografenleben brauchst, die dann fehlen. im März bei Sonne auf dem Gletscher… da kommt ne 1/8000 schon mal vor. Die Belichtungsprobleme bei Digitalen sind in der Profiwelt hinreichend bekannt - und das in jeder Preisklasse.
Nur die engagierten Amateure leugnen das immer (ich übrigens auch lange :smile: ) Da kannste gar nicht genug Meßfelder haben. na denn, ich würde bei einem Neueinstieg sehr genau hinschauen und nicht auf das best beworbene Pferd springen.
Grüße, ILAY

Hi,
ok, das überzeugt… Aber den Blitz wirst Du nicht nutzen können.
Und wenn Du in Deiner Ausgangs-Frage nach Objektiven fragst, dann klingt das nicht nach ner vorhandenen Ausrüstung, sondern nach Neueinstieg.
Du mußt Dich bei jeder Komponente aus Deiner Analog-Zeit fragen, ob sie auch in die Digital-Welt paßt - leider auch bei den Objektiven.
Mein ehemaliger All-Rounder (Tamron 28-200), der mittleren Ansprüchen sicher genügt, ist auf der DSLR nicht mehr zu benutzen.

Grüße, ILAY

Kritisch ist es, wenn Du Dich mit einer Druckerei
auseinandersetzen mußt.

Ist bekannt! Ich bin auch niemand, der nach der MPix Zahl die Kamera auswählt, aber wenn man die Auswahl hat, warum sollte man sich gleich von Anfang an auf eine spätere Maximalgröße beschränken?

Es geht bei der Wahl der Kamera nicht ausschließlich darum, ob
eine Kamera „gute bilder“ macht. Bei einem seiner letzten
deutschen Besuche hat Helmut Newton mit ner kleinen Olympus
rumgeknipst… wetten das Geknipse war immer noch um Längen
besser, als das, was die Masse der D5D, 350D oder D40-Besitzer
so abliefert?

Meine Rede, warum sollte man mit der 20d bessere Fotos machen, wenn man es mit der „kleinen“ 350 nicht kann.
Dein Wettangebot würde ich aber annehmen. Nur weil jemand H. Newton heißt, bedeutet das nicht, daß er aus der Hüfte besser knipst als ein 3 Jähriger!

Ich finde schlicht
die Verarbeitung der 350D sehr sparsam, sie ist ergonomisch
eher ein Flop (und ich habe wirklich viele Bilder damit
gemacht) und ist schlicht kein haptisches Erlebnis.

Da magst du recht haben. Aber wenn sich jemand neu an die Kamera gewöhnt, wird ihn das nicht stören. Außerdem haben Frauen wahrscheinlich kleinere Hände und kommen deshalb besser mit der Größe klar.
Und ein Plastikgehäuse macht die Kamera leichter.

Außerdem
sind es genau die Details, die man irgendwann im
Fotografenleben brauchst, die dann fehlen. im März bei Sonne
auf dem Gletscher… da kommt ne 1/8000 schon mal vor.

Zweifellos ist die 20d umfassender ausgerüstet, aber wie gesagt, wer braucht sowas?! Ich fotografiere auch sehr viel und verkaufe auch Bilder, aber ich bin noch nie an die Grenzen der Kamera gestoßen. Wenns zu hell ist, kann man gerne auch mal abblenden oder schnell einen ND Filter aufschrauben. Das man auf solch eine Denkleistung bei der 20d verzichten kann, läßt sich Canon mit 400,- extra auch gut bezahlen!

Die
Belichtungsprobleme bei Digitalen sind in der Profiwelt
hinreichend bekannt - und das in jeder Preisklasse.

Dann bin ich eindeutig kein Profi! :smile: Mir ist nichts bekannt. Aber ich möchte auf RAW und Histogramm nicht mehr verzichten!

Nur die engagierten Amateure leugnen das immer (ich übrigens
auch lange :smile: ) Da kannste gar nicht genug Meßfelder haben.

???
Ich nutze von meinen 7 immer exakt ein Meßfeld. Ich kenne auch niemanden, der auch nur einigermaßen professionell fotografiert, der nicht selektiv mißt!

Hallo nochmal,

Dein Artikel hatte mich zu nochmaligem Preisstudium angeregt. Siehe da, die Minolta-Cams sind mittlerweile so günstig, dass ich mich nun doch für die Dynax 7D mit einem Sigma DC 3,5-6,3/18-200 dazu entschieden habe. Ist zwar etwas teurer als geplant, aber ich kann ja nun Teile der alten Canon-Ausrüstung noch verkaufen und später langsam den Objektivpark ausbauen.

Danke & Gruß,

Myriam