Digi-Cam: Infrarot-Licht = Helles Bild?

Hallo

Ich muß jetzt mal ganz dumm fragen.
Es gibt ja so Infrarot-Lampen, bzw. LED-Lampen.
Wenn man so eine Infrarot-LED-Lampe einschaltet sieht man ja (als Mensch) überhaupt nix. Auch wenn man das Licht ausmacht ists Zappenduster. Wenn man dann aber z.B. eine Webcam hinzunimmt leuchten die LEDs plötzlich ganz hell.

Nun die Frage:
Wenn ich jetzt so eine „richtige“ Infrarot LED-Lampe nimmt und damit Nachts nach draußen geht und mit der Videokamera filmt, ist man dann selbst im Dunkeln, jedoch die Kamera kann alles sehen?
Oder müssen die Kameras das auch unterstützen?

Vielen Dank

Gruß
Andreas

Ausprobieren. Die meisten Kameras, auch ältere analoge Video8-Magnetbandkameras unterstützen das. Du kannst im Dunkeln aber nur in Schwarzweiß aufnehmen. Manche Kameras sind sehr empfindlich und reagieren bei geringstem IR-Licht; manche brauchen auch hier ne Mindestbeleuchtungsstärke. Du kannst übrigens so ganz einfach auc deine Fernbedienungen prüfen: Einfach in die Kamera halten und Taste drücken.

Meine olle Sony DV Kamera hat sogar einen IR Brenner mit eingebaut :smile: Ist schon recht lustig bei völliger Dunkelheit was zu sehen.

Soweit ich weis sind alle CCD IR empfindlicht… aber das ist nicht mein Fachgebiet.

Hallo,

Ich muß jetzt mal ganz dumm fragen.
Es gibt ja so Infrarot-Lampen, bzw. LED-Lampen.

ja.
Deren Spektrum liegt aber in der Regel im nahen IR,

IR-LED haben in der Regel eine rel. enges Spektrum zwischen
750-950nm.

Wenn man so eine Infrarot-LED-Lampe einschaltet sieht man ja
(als Mensch) überhaupt nix.

Bei Glühlampen ist ein IR-Filter vorgesetzt. Je nach Wirksamkeit
des Filters kann man im Dunkeln noch ein leicht tiefroten
Schein sehen, wenn man in die Lampe reinblickt.
RI-LED haben auch ein ganz klein wenig Restlicht bis in den
tiefen Rotbereich. Da kann man auch oft noch ein schwaches glimmen sehen.
Wenn aber noch ein Filter vorgesetzt ist, dann ist es duster.

Auch wenn man das Licht ausmacht
ists Zappenduster. Wenn man dann aber z.B. eine Webcam
hinzunimmt leuchten die LEDs plötzlich ganz hell.

Kein Wunder, weil die Silizium-Chips in Cameras seid eh ihre max.
Empfindlichkeit bei ca. 880-910nm haben.
Um bei Lampenlicht (beste IR-Strahler) keine zu starken Verfälschungen
zu bekommen, sind normalerweise beim Farbkameras auch IR-Sperrfilter
vor den Chip gesetzt. Je nach deren Wirksamkeit lassen sie aber
noch mehr oder weniger IR durch.
Bei Kameras mit Funktion „Nightfaming“ oder „Nightshot“ bzw. „Nachsicht“
wird der IR-Filter extra weggeschwenkt, wenn man mit IR-Beleuchtung
was aufnehmen will.
Dann hat der Chip die max. Empfindlichkeit für IR-Beleuchtung.

Nun die Frage:
Wenn ich jetzt so eine „richtige“ Infrarot LED-Lampe nimmt

Was ist eine „richtige IR-Lampe“.

und damit Nachts nach draußen geht und mit der Videokamera
filmt, ist man dann selbst im Dunkeln, jedoch die Kamera kann
alles sehen?

Ja, sofern die IR-Beleuchtung stark genug ist.

Oder müssen die Kameras das auch unterstützen?

Wie gesagt, wenn die Kamera ohne IR-Filter ist (bei billigen eher der
Fall und bei Monochromen Chips auch), dann geht das gut.
Mit Filter nur eingeschränkt.
Gruß Uwi