Digicammerkmale für Laie

Hallo,
ich möchte mir eine Digicam zulegen. Ich wollte hier fragen, auf welche Merkmale ich beim Kauf achten sollte. Es soll so ne Mittelmaßkamera sein. Ich bin kein Profi und hab auch nicht vor Profifotos zu machen. Doch, da es eine Anschaffung für ein paar Jahre ist, möchte ich schon was haben, was hällt und was auch recht gute Eigenschaften hat oder so. Maximal würde ich 300 Euro für ne Digicam ausgeben. Was könnte man dafür bekommen? (bitte keine Modelle angeben, sondern Eigenschaften)

So allgemein kann man das nicht unbedingt sagen, da’s darauf ankommt, was die fotografieren willst und wie du fotografieren willst und was dir sonst noch wichtig ist.

Mir ist z.B. ein schneller AutoFocus sehr wichtig. Aber wenn du nur die Skulpturen auf den Osterinseln fotografierst, bräuchtest du nicht unbedingt einen. Genauso wichtig ist mir aber auch, dass ich den Focus manuell einstellen kann.

Aber halten wir fest: Der Autofocus sollte schnell (und treffsicher sein).

Passend dazu kommt dann auch die Auslöseverzögerung. Wie lange dauert es, bis die Kamera endlich aufnimmt, nachdem du die Taste gedrückt hast und focussiert wurde? Manche Kameras lassen sich da mächtig Zeit.

Auflösung: Für den Heimgebrauch reichen 3 Megapixel. Damit kannst du auch noch A4-Poster in guter Qualität ausbelichten.
Generell gilt aber: Lieber weniger Auflösung auf einem größeren Sensor, als mehr Auflösung auf einem Sensor der genauso groß oder kleiner ist. Je mehr Auflösung auf gleicher Sensorfläche man hat, desto mehr „rauschen“ gibt es. Je nach Einstellung und Kamera kann das sehr störend sein.

Objektiv: Sehr wichtig! Nur leider sieht man ihm meist nicht auf den ersten Blick an, wie gut es ist. Ein Indiz ist aber die Lichtstärke.
Eine Anfangsblende von höchstens f2,8 bei Weitwinkel ist Pflicht, im Telebereich sollten es nicht mehr als f3,5 sein.
Man kann sagen, je mehr „Glas“, desto Lichtstärker ist das Objektiv und desto besser wird es wohl abbilden. Schau’ dir mal die Kameras z.B. im Fotoladen an. Manche haben Miniobjektive wo die voderste Linse nicht größer als ein Ein-Cent-Stück ist und bei manchen hast du da riesen Lichtöffnungen. Also logisch, dass es da Unterschiede gibt.

Zoom: Nur optischer Zoom zählt, Digitaler ist Humbug. Für viele reichen vielleicht 3x Zoom, aber mir wäre es zu wenig. Ich habe 10x Zoom und will es wirklich nicht missen. Wobei ich mich aber auch mit einem 8x Zoom zufrieden geben würde.

Die Kamera an sich: Sollte nicht zu klein und leicht sein. Die Miniaturisierung bringt eigentlich keine Vorteile, im Gegenteil.
Die Kamera sollte groß genug sein, dass du sie bequem mit ZWEI Händen halten kannst. Wenn ein Griff z.B. für die rechte Hand abgesetzt ist, umso besser.
Merke: Je schwerer die Kamera ist, desto weniger stark kannst du verwackeln (aufgrund der Trägheit). Aber natürlich sollte dir nach 20 Fotos nicht der Arm abfallen.
Bei der Marke solltest du obacht geben, was du kauft.
Finger weg von NoName-Kram und Kameras aus dem Supermarkt.
Ordentliche Hersteller sind die großen japanischen Marken…Konica Minolta, Canon, Nikon, Fuji, Pentax, Panasonic, Kodak (ok, die sind USA), Olympus, Sony, Samsung (auch nich Japan, aber egal) sind gute Marke. Soll nicht heißen, dass alle Kameras durchgänig super sind, aber in der Regel ist die Qualität dort in Ordnung.

Manuelle Einstellungsmöglichkeiten: Super, wenn die Kamera Möglichkeiten bietet, bestimmte Parameter selber einzustellen. Seien es Blende oder Verschlusszeit oder beides. Das kann in schwierigen Situationen sehr nützlich sein. Ein Einstellbarer Weißabgleich kann auch Ärger reduzieren.

Akku: Manche Kameras haben Herstellerspezifische Akkus (Li-Ion oder Li-Poly). Mag zwar ganz praktisch sein, aber Ersatzakkus sind schweineteuer und auch nicht ewig erhältlich. Und ohne zweiten Akkusatz sollte man nie aus dem Haus gehen! Außerdem ist es auch problematisch, wenn die Akkus in der Kamera geladen werden müssen.
Die Kamera sollte also normale AA-Akkus schlucken, das macht die wenigstens Probleme.

Der Fotograf: Nicht die Kamera macht du Fotos, sondern du. Die Kamera ist nur dein Werkzeug. Daher solltest du dir vielleicht noch ein gutes Buch kaufen (wenn du nicht gerne am Bildschirm lesen magst), in der die Grundlagen der Fotografie erläutert werden.
Ein Grundlagenwissen ist wirklich nicht verkehrt, damit du verstehst, wie die Kamera arbeitet und warum die Fotos so aussehen, warum sie aussehen. Ein spezielles Buch über digitale Fotografie ist nicht unbedingt notwendig.
In Foren liest man immer wieder, dass Bilder der neuen Kamera ja total „unscharf“ seinen. Dass die Kamera eine Sekunde lang belichten musste, weil’s im Zimmer total duster war, wurde natürlich nicht beachtet.
Deshalb habe ich oben bereits geschrieben, dass die Kamera manuelle Eingriffsmöglichkeiten haben sollte, wenn die Automatik versagt.

Moin

3 MPixel sollten es schon sein. Mehr ist schön, aber nicht unbedingt notwendig. Wichtig ist auch ein gutes Objektiv. Das fehlt bei vielen billigen 4-5 MPixel Digicams und vielen ganz flachen Modellen (Lieber ein Vorjahresmodell mit gutem Objektiv und 3 MPixel als ein aktuelles Modell mit 4MPixel und einen bescheidenes Objektiv)

Optischer Zoom sollte sie schon haben. Digitalen Zoom kann man vergessen.

Sie sollte mit Standartakkus laufen. Spezialakkus die nur in ein Gerät passen lohnen sich nicht für den Hooby-Fotographen. Die Akkus halten in den Kameras nicht all zulange durch, also gleich 2 Sätze Akkus kaufen (ich empfehle AA-NiMH, aber AA ist etwas grösser und past nicht in die ganz kleinen Kompakten)

Sie sollte einen austauschenbaren Speicher haben. Welcher ist erstmal wurscht, Hauptsache austauschbar. Wenn du viele Fotos machen möchtest: tendenziell eher nach CF-Speicher suchen, den gibts auch in extrem gross. CF-Geräte sind aber deutlich teuerer als andere.

Direkte Verbindung zum deinem Rechner sollte möglich sein. Also USB 2.0.

Das Display an der Rückseite sollte tagsüber draussen auch erkennbar sein.

Das Ding sollte ISO100, ISO200 und ISO400 beherrschen und automatisch dazwischen umschalten können. Bei den ganz billigen ist man auf ISO100 oder ISO200 festgelegt und kann dann im Haus keine anständigen Fotos machen. (Die Blitze der digitalen kann man getrost vergesssen)

Und das Totschlagkriterium: vorher testen.

cu

Hallo,

die Experten haben das schon toll erklärt, hier einfach nur noch mal etwas kompakter, sozusagen für die Einkaufsliste:

  • wähle eine Marke, die auch in der analogen Fotografie bekannt und gut ist (Nikon, Pentax, Olympus, Canon, Minolta). Außerdem gut sind noch Sony, Kyocera, HP (teilweise).
  • 3 Megapixel sind ausreichend, 4 sind auch nett, mehr muss nicht sein
  • mindestens 3-fach optischer Zoom
  • Metallgehäuse ist gegenüber Plastikgehäuse zu bevorzugen
  • USB 2 ist besser als USB 1, aber nur wichtig, wenn Du die Kamera direkt an den PC anschliessen willst. Wenn Du z.B. einen Kartenleser hast, ist es egal was die Kamera für ein USB hat. Außerdem: wenn Dein PC sowieso nur USB 1 hat, nützt Dir eine Cam mit USB 2 auch nichts, du müsstest dann den PC nachrüsten
  • Speichermedium ist prinzipiell egal. CompactFlash ist das billigste, XD und MemoryStick sind die teuersten. Wenn Du zuhause schon irgendwelche Geräte mit Speicherkarten hast (PDA, MP3 o.ä.) nimm evtl. eine Cam mit denselben Karten, da sich Synergien ergeben können.
  • nimm eine Cam mit Standardakkus (haben das Format von Walkman-Batterien AA). Wenn Du die Wahl hast, lieber eine Cam mit 4 Akkus als mit 2

Viel Spaß beim Raffen!

Myriam

nimm evtl. eine Cam mit denselben Karten, da
sich Synergien ergeben können.

wem ist das hier eigentlich wirklich gelungen, auch nur zwei geräte synergetisch-speichermäßig zu betreiben?

meine story beginnt 1999, als ich meinen ersten mp3 player kaufte. der hatte multimedia cards, und eine 64 MB karte war das maximum, das ich mir leisten konnte… später kam eine digicam mit smart media. (die kamera ist inzwischen schrott und die SM-karten verkauft.) irgendwann taugte auch der mp3-player nichts mehr, da statt serieller schnittstelle jetzt ja USB vorhanden war und die datenmengen in die höhe schnellten. also neuen gekauft, aber MMC-karten behalten, denn wer kauft schon 32MB… der neue player hat … compact flash. ich habe eine 512MB-karte! vor einigen monaten haben wir eine neue digicam gekauft - SD. seit 1 woche haben wir neue handys und mein nokia (mit mp3player) schluckt - man glaubt es kaum - MULTIMEDIA CARDS … ! das 1 gigabyte kostet heute fast so viel wie damals 64 KB… wahrscheinlich werde ich die 512er CF verkaufen und dafür MMC holen.

nee ich reg mich nicht auf, da ich quasi „den computerladen im haus“ habe und karten beliebig bestellen/verkaufen/eintauschen usw. lassen kann. aber wo ist denn die synergie?? arrgh! hat jemand da bessere erfahrungen?

gruß
datafox

wem ist das hier eigentlich wirklich gelungen, auch nur zwei
geräte synergetisch-speichermäßig zu betreiben?

mir :wink: zumindest fast, aber bald wird es wohl aufhören.

Es begann mit meinem Palm, der SD-Karten schluckt. Dementsprechend achtete ich beim Kauf meiner Digitalkamera darauf (im Kompaktbereich gibt es ja wirklich genug Auswahl), ebenfalls eine Cam mit SD zu erwischen.

Mein Handy schluckt MMC, also zumindest halb-synergetisch.

Weiterhin haben wir noch einen weiteren Palm und eine weitere Digicam im Hause, alle mit SD.

Der MP3-Player hat eine Festplatte und … einen CF-Slot. Ärgerlich, aber mit Hilfe eines Adapters kann er nun als Imagetank für die Fotos auf SD dienen.

Ebenfalls schön: die beiden Digicams, der MP3-Player und einer der Palms werden über das selbe Mini-USB-Kabel an den PC angeschlossen! Das war zwar eher Zufall, ist aber eine tolle Sache.

Demnächst wird die Serie dann aber wohl aufhören … ich plane die Anschaffung einer Digitalen Spiegelreflex oder Prosumer-Digicam … da wird durch Bestehen auf SD das Angebot zu stark eingeschränkt. Na ja, wenn ich da etwas mit CF abgreifen kann, kann ich zumindest den MP3-Player weiterhin als Imagetank verwenden. Und wer weiß, vielleicht ist ja das Kabel …

Nur für die 567 verschiedenen Netzteile gibt es keine Lösung, das ist wirklich das allerletzte.

Synergetische Weihnachtsgrüße,

Myri@m

wem ist das hier eigentlich wirklich gelungen, auch nur zwei
geräte synergetisch-speichermäßig zu betreiben?

Hallo, Data,
mir z.B.
die Karten, die ich in meiner Camera verwende, benutze ich auch um Massendaten von meinem Bürorechner via Kartenleser auf meinen Home-Rechner zu übertragen und vice versa. Auch schon mal um Daten vorzusortieren, die ich später auf CD archivieren möchte.

Also so von der Hand zu weisen ist Myriams Argument nicht :smile:

Grüße
Eckard

Hi,

nee ich reg mich nicht auf, da ich quasi „den computerladen im
haus“ habe und karten beliebig bestellen/verkaufen/eintauschen
usw. lassen kann. aber wo ist denn die synergie??

völlig offtopic, das Wort Synergie klingt für mich immer nach Ron L. Hubbert - kann auch sein das ich da was in den falschen Hals bekommen habe.

arrgh! hat
jemand da bessere erfahrungen?

  1. Digicam Kodak DC 215 - CF Card
  2. MP3 Player - CF + SD(oder MMC? egal) Card
  3. Austausch Kodak gegen Nikon - CF Card
  4. Notebook - eingebauter Kartenleser - SD, MMC was weiss ich, jedenfalls alles ausser CF und xD, eine PCMCIA CF Karte ist mir aber eh lieber

Wenn ich mir den dig. Pentax SLR Body leisten könnte, wäre es mir auch egal welche Karten da benutzt werden. Sonst kaufe ich nur Geräte mit CF Karten.

Gruss Jan

völlig offtopic, das Wort Synergie klingt für mich immer nach
Ron L. Hubbert - kann auch sein das ich da was in den falschen
Hals bekommen habe.

ROFL. ich dachte das heißt einfach „zusammenarbeiten“…

Sonst kaufe ich
nur Geräte mit CF Karten.

die speicherkarte sollte eigentlich (!) aber nicht das auswahlkriterium sein. daher finde ich es furchtbar, daß es inzwischen 6 standards gibt. das schlimmste ist der MS (teuer und nur bis 128 MB). der war tatsächlich ein KO-kriterium für ein sony-ericsson…

gruß
datafox

wem ist das hier eigentlich wirklich gelungen, auch nur zwei
geräte synergetisch-speichermäßig zu betreiben?

Hi, aber sicher doch:

Alles mit CF-Slots:

MP3-Player 1,
MP3-Player 2,
Simpad,
Digicam 1,
Digicam 2,
PDA mit Navi,
2 PCs mit Kartenleser(mittlerweile intern)

Wenn ein neues Gerät ansteht, was Flash-Speicher benötigt, so ist das erste Auswahlkriterium ein CF-Slot, bei einem anderen Kartentyp fällt das Teil schon direkt aus der Kaufentscheidung raus.

Gruß
Daniel

bei einem anderen
Kartentyp fällt das Teil schon direkt aus der Kaufentscheidung
raus.

sorry aber es gibt bei einer kamera noch andere kriterien, da sie ja eine kamera sein soll und kein mobiles speichergerät. dasselbe gilt für mp3 player. deswegen finde ich das reichlich blöd mit den 6fachen speichern…

gruß
datafox

wow, ich danke euch für diese zahlreichen und gut erklärten Merkmale!

sorry aber es gibt bei einer kamera noch andere kriterien, da
sie ja eine kamera sein soll und kein mobiles speichergerät.
dasselbe gilt für mp3 player. deswegen finde ich das reichlich
blöd mit den 6fachen speichern…

Mag sein, aber du hattest nach Synergieeffekten gefragt.
Da ich halt mal mit CF angefangen habe, kommt mir nichts Anderes mehr ins Haus.
Mal abgesehen von der Tatsache, daß man CF wie Festplatten ansprechen kann durch den integrierten Controller und sie dadurch tatsächlich universeller ansprechbar sind als alle anderen Karten…

Gruß
Daniel

Mal abgesehen von der Tatsache, daß man CF wie Festplatten
ansprechen kann durch den integrierten Controller und sie
dadurch tatsächlich universeller ansprechbar sind als alle
anderen Karten…

absolut. da gibts nichts zu streiten! auch die größe ist daher im prinzip nach oben offen, da der controller ja nicht im gerät sitzt. leider sind die dinger so groß. in ein handy paßt eben nur mmc/sd/xd. für mmc sind die patentgebühren (angeblich?) am geringsten.

gruß
datafox