Hallo!
Man kommt einfach nicht drumrum, (sich) die Frage zu beantworten, was man eigentlich will. Das ist relativ schwierig, so lange man die neue Technik und ihre Möglichkeiten nicht vollständig kennt. Und selbst wenn man sie theoretisch kennt, brauchts immer noch eigene Erfahrung, den Wert betimmter Ausstattungen zu beurteilen.
Du schreibst fast so, als wäre es ein Wert an sich, digitale Technik zu verwenden. Wenn es Dir tatsächlich darum geht, solche Technik, kennenzulernen, dann empfehle ich, die billigste digitale Videokamera gebraucht zu kaufen. Digitale Standbilder hast Du dabei; wieviel Rechnerkapazität ein Video braucht, kannst Du dann spüren. Und in ein/zwei Jahren, wenn außerdem die Preise und Qualitäten noch besser geworden sind, kannst Du viel besser abschätzen, welche Ausstattung die etwas professionelleren Dinge für Dich haben müssen.
Für mich ging es darum, gute Erinnerungsbilder aufzunehmen. Für Standbilder sind nach meiner Einschätzung - trotz respektabler Fortschritte der digitalen - immer noch die Standardfotoapparate geeigneter. Bessere Bildqualität bei einem Bruchteil (!) des Preises.
Es sei denn, man muß nicht so aufs Geld seh’n und hat spezielle Anforderungen z.B. ans rasche Versenden per Mail oder Weiterbearbeiten am Rechner.
Prinzipiell haben die digitalen Geräte den Nachteil, daß sie schnell neue Rechentechnik verlangen. Bilder guter Abbildungsqualität häufen sich, die wollen nachbearbeitet werden. Viele Laien akzeptieren ein paar Sekunden beim Einladen, beim Berechnen von Unschärfe, beim Drehen um 5Grad etc. Auf Dauer wird es jedoch eher als man denkt eine Zumutung. Die Bearbeitung eines Films zieht sich auf einmal Stunden hin. Papierbilder hingegen gibt man ab und holt sie wieder, fertig, bei Bedarf sogar als Bilddateien auf CD-ROM.
Will man Bider als Fotos drucken, wirds wieder teuer, ich glaube das Mehrfache eines Papierabzugs, und ich zweifle an, daß die Haltbarkeit (z.B. Säurecharakterisitk des Papiers, UV-Beständigkeit) so groß wie bei Papierbildern ist.
(Mein) Fazit: Billige Digitalfotoapparate haben eine so schlechte Auflösung, daß man auch bloß zum Kennenlernen zu wenig Freude dran hat. Solche Abbildungsqualität hat man im Zweifelsfall bei einer digitalen Videokamera gleich mit drin.
Wer bessere Bilder machen will, sollte einen „richtigen“ Fotoapparat nehmen, es sei denn er braucht ausdrücklich die digitalen Vorzüge (rasche Verfügbarkeit, Versenden per Mail …)
Filmen ist etwas anderes als Fotografieren. Logisch
Besonders Bewegung und Ton sind ganz andere Erinnungsfelder! Auf Fotos will ich dennoch nicht verzichten: Abbildungsqualität und Verfügbarkeit sind höher (wie schwierig ist es heute, die 8mm-Filme meiner Eltern anzusehen! Die Fotos meiner Ur großeltern aber sind prima!).
Auf digitale Videotechnik bin ich gekommen,
Weil ich analoge noch nicht hatte, also ohnehin neu kaufen mußte, und weil der Qualitätssprung erheblich ist. Besonders die Möglichkeit von Überspielung oder Schnitt ohne Qualitätsverlust waren mir verlockend. Allerdings habe ich 1,8GHz, 256MB RAM und 80GB Festplatte.
Daß Standbilder mit erzeugt werden konnten, war ein interessanter Nebeneffekt, und zur Not, wenn es eben keine Normalfotos von einem Objekt gab, dann habe ich die auch schon verwendet. Praktisches Beispiel (untere Hälfte der Seite): http://www.handrick-net.de/Dipl2001/dipl2001.html
Pro Teilnehmer habe ich eine kurze Videosequenz aufgenommen. Da einen guten Blick zu erhaschen war viel erfolgversprechender als mit einem Fotoapparat. Oder noch eins in hoher Auflösung (300kB)
http://www.handrick-net.de/busse.JPG.
Ich habe jedenfalls beides und nehme in den Urlaub auch beides mit. „Richtige“ Fotos lassen sich mal eben nebenbei anschaun, zu Freunden mitnehmen, zu Postern (!) vergrößern usw. Videos verlangen mehr Nacharbeit oder aber sind wegen der immer vorhanden Fehlschwenks etc. unangenehm langatmig und für andere eine Zumutung.
Tschuess, Sven.
P.S.: Es gibt Kombigeräte. Davon halte ich wenig, habe das Gefühl, eine Videokamera mit Fotoptimierung kostet mehr Aufpreis als ein besserer Digitaler Froapparat einzeln kosten würde.