Digitale Sat-Anlage im Mehrfamilienhaus

Hallo Sat-Experten,

ich habe schon einige brauchbare Artikel hier gefunden, um mich mit der Materie ein bisschen schlau zu machen, aber die wirklich passende Antwort habe ich noch nicht gefunden:

Ausgangssituation: Mehrfamilienhaus (2 Häuser, ca. 15 Mietwohnungen), alte terrestrische Antennenanlage mit schlechtem Empfang. Kein Hauskabelanschluss, jede Wohnung könnte sich einen (im Preis/Leistungsverhältnis miserablen, ca. EUR 40/Monat) Kabelanschluss legen lassen.

Idealvorstellung: Verbesserung des Empfangs und gleichzeitiger Umstieg auf zukunftsorientierten digitalen Empfang. DVB-T ist wohl in München noch nicht so ganz angesagt, also Sat-Schüssel? Mehrere? Welche? Weiters sollte es möglich sein, in einigen Wohnungen, die dann spezielle Smartcard-Receiver o.ä. haben müssten, verschlüsselte ausländische Programme (z.B. ORF) zu empfangen. Und das ganze sollte von den Baumassnahmen her natürlich nicht zu kostenintensiv sein.

Schwierigkeiten: Laut Aussage des Hauseigentümers kann man angeblich keine zusätzlichen Kabel durch die vorhandenen Kabelschächte ziehen.
Weshalb er sich weigert, überhaupt etwas zu ändern. Und die Antennenkabel (20+ Jahre alt) taugen wohl nicht mehr viel, sonst wäre der terrestrische Empfang nicht so schlecht

Fragen:

  • Welche Kabel brauche ich da? Kann die Aussage mit den Kabelschächten stimmen?
  • Gibt es auch drahtlose Übertragungsmöglichkeiten vom Multischalter zum Endreceiver, z.b. Bluetooth?
  • Wer kann generell bei der Konzeption einer solchen Anlage im Raum München helfen?
  • Weiss jemand auf der rechtlichen Seite Bescheid, kann man die Installation einer solchen modernen Empfangsanlage vom Eigentümer verlangen (evtl. mit Kostenbeteiligung der Mietergemeinschaft), wenn die bestehende terrestrische Anlage keinen störungsfreien Empfang bietet? Einige der Mieter sind ausländische Staatsbürger und haben imho Recht auf den Empfang heimatlicher Programme. Das Aufstellen von individuellen Sat-Schüsseln wurde vom Hauseigentümer untersagt.

Vielen Dank im voraus für jedwede Hilfe

Hallo Günthi,

ich hatte ein ähnliches Problem und habe es folgendermaßen gelöst:

  • alte Antennenanlage bleibt unverändert
  • Sat-Schüssel mit Verteilung für erstmal 8 Teilnehmer (erweiterbar)
  • Wer will kann sich anschließen (lassen), trägt die Kosten hierfür selbst und zahlt eine
    monatliche Gebühr für die Anschaffung/den Unterhalt der Anlage.

Ich hatte hierbei das Glück, daß ich zwei Kamine für die Verlegung der Kabel benutzen konnte.
Kabellos funktioniert meines Wissens nach nicht.

Gruß
Alex

Hallo Alex,

vielen Dank, das hilft mir schon mal sehr! Mussten für die acht zahlenden Teilnehmer neue Kabel und Dosen verlegt werden? Und kann man bei Eurer Anlage auch (a) terrestrische Programme und (b) verschlüsselte Programme, mittels CI oder so, sehen? Und was hat die Anschaffung inkl. Installation und Verlegung etc dann schliesslich gekostet (Grössenordnung reicht)?

Vielen Dank
Günthi

Hallo Alex,

vielen Dank, das hilft mir schon mal sehr! Mussten für die
acht zahlenden Teilnehmer neue Kabel und Dosen verlegt werden?

Ja, wie gesagt, konnte ich dazu zwei unbenutzte Kamine verwenden.

Und kann man bei Eurer Anlage auch (a) terrestrische Programme

Nur über die witerhin bestehende Anlage mit Antenne
(Ich weiß aber nicht, ob man dann umstecken muß, oder ob es dafür Verteiler gibt)

und (b) verschlüsselte Programme, mittels CI oder so, sehen?

Weiß ich nicht, denke aber schon.

Und was hat die Anschaffung inkl. Installation und Verlegung
etc dann schliesslich gekostet (Grössenordnung reicht)?

Das waren, glaube ich 3000.- Euro für Schüssel und Verteiler.
Die Anschlüsse, Kabel, Dosen und so mußte jeder Mieter nach Aufwand selbst bezahlen.

Gruß
Alex