Digitale Spiegelreflex- oder Kompaktkamera?

Ich habe mich entschlossen, mich nach langer Zeit und einigen Sträuben von meiner analogen Spiegelreflexkamera zu trennen und in Zukunft auch digital zu fotografieren.

Aber nun stehe ich vor der Entscheidung: Soll ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera anschaffen oder reicht ein Kompaktmodell?

  • Ich möchte keinem Profi Konkurrenz machen, aber meine Urlaubsfotos sollen doch von einer Qualität sein, die man immer wieder gerne ansieht.
  • Ich möchte auch einmal drauflos fotografieren können, ohne dass eine große Nachbearbeitung nötig ist.
  • Ich wünsche mir eine möglichst geringe Auslöseverzögerung, weil die mich bei unserem Kompaktmodell in der Firma wahnsinnig macht.
  • Ich möchte auch mal einen Effekt- oder Polarisationsfilter aufschrauben können.
  • Die Kamera sollte eine vernünftige Größe haben, also nicht so klein, dass man sie mit Pinzette bedienen muss.
  • Ich möchte auch einmal gezielt über- und unterbelichten können und mit der Tiefenschärfe arbeiten.

Was sollte ich Eurer Meinung nach nehmen? Vielleicht kann mir der eine oder andere sogar eine Modellempfehlung geben.

Wenn Ihr der Meinung seid, ich bin mit einer Spiegelreflex besser bedient, habe ich eine Chance, meine vorhandenen Objektive weiter zu verwenden?

Danke im Voraus für die Mühe.

Du gibst Dir die Antwort ja schon selbst :smile:
Hallo,
alleine die Anforderung mit Tiefenschärfe, also mit der Blende, zu spielen, gezielte Über und Unterbelichtungen, etc. sprechen alle für SLR. Alleine solche Anforderungen zu formulieren spricht doch dafür, daß Du nicht ganz ahnungslos bist. Ich persönlich empfehle im Moment die Minoltas, und dort die D7D. Ansonsten wäre auch die Canon D20 eine Alternative. Die 350er von Canon finde ich nicht gut genug, aber das mag subjektiv sein. Welchen Hersteller hattest Du den analog? Die alten Objektive kann man in der Regel weiterbenutzen, allerdings wirst Du eine Brennweitenverlängerung hinnehmen müssen. Die kommt daher, daß der Chip kleiner ist, als die alteFilmfläche. Dadurch kommt es zu einer Verlängerung um 1,5 oder 1,6, je nach Kamera. Das nennt man Crop-Faktor. Dein 35 mm- Objektiv entspricht dann einer Brennweite von 56mm, 200 mm sind knapp 300 mm. Im Telebereich ein Zugewinn, im Weitwinkelbereich eher weniger schön. Dennoch, die Möglichkeiten, die SLR bietet, der Sucher, das Handling, etc. es spricht alles für SLR.

Grüße, Stephan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
alleine die Anforderung mit Tiefenschärfe, also mit der
Blende, zu spielen,

Das ist auch mit Prosumerkameras möglich, aber natürlich nicht so krass.

gezielte Über und Unterbelichtungen, etc.
sprechen alle für SLR.

Können Prosumer auch.
Und ich behaupte mal ganz dreist: Das Handling und der Funktionsumfang ist besser/größer bei meiner KoMi Dimage A2 ist besser als bei der Cannot EOS 350D.

Ich möchte auch einmal drauflos fotografieren können, ohne dass eine
große Nachbearbeitung nötig ist.

DSLR verlangen aber nach Nachbearbeitung. Allein schon das nachschärfen ist ein muss. Meist muss man auch ein wenig den Tonwert, Sättiung und Kontrast korrigieren. Eine Kompakte kann dir wenn du magst, on the fly, Bonbonfarben liefern. Bei DSLR ist das trotz vorhandener Einstellmöglichkeiten dieser Effekte nicht in dem Umfang möglich.

Wenn Ihr der Meinung seid, ich bin mit einer Spiegelreflex besser bedient, habe ich eine Chance, meine vorhandenen Objektive weiter zu verwenden?

Kommt drauf an, um was für Objektive es sich handelt (für welches System sind sie denn?).

Hi,
unabhängig davon was meine Vorredner geschrieben haben würde ich dir empfehlen in ein gutes! Photofachgeschäft zu gehen, in dem du auch versch. Kameras ausprobieren kannst. Oft kannst du dir die geschoßenen Bilder dann auch gleich auf einem Monitor ansehen, Fragen stellen etc.

Gruß
Stanly

die frage habe ich mir auch gestellt.
DSR is sehr gut fürs immidsch.
ansonsten frage dich mal allen ernstes was eine kompakte nicht kann - von deinen wünschen. ?
ich denke mal es wird nichts geben was die DSR kann und du unbedingt brauchst.
fängt schon bei der optik an. gute optik sowieso. aber - nikon z.b. hat drei identische kameras mit unterschiedlichen zoom objektiven. für jeden das was er braucht.
wenn dir das nicht reicht - es gibt super super kompakte mit 28mm bis 420 mm.
brauchst du wirklich und in echt 420 mm ?
bei 135 ist meistens schluß. gans selten mal 200 und das 300 ist nur für die tasche.
bei ner kompakten weist du - wechseln is nich. höchstens ein vorsatz. auch gut.
bei der dsr könntest du - wenn du wolltest oder könntest. EUROS !!
auf jede verkaufte sr kommen cir. 0,2 zusatzoptiken. das sagt doch schon eigentlich alles.
t.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

DSLR verlangen aber nach Nachbearbeitung. Allein schon das
nachschärfen ist ein muss. Meist muss man auch ein wenig den
Tonwert, Sättiung und Kontrast korrigieren.

Die Aussage habe ich hier schon öfters gelesen, ich kann
das aber in keinster Weise bestätigen.
Wenn man etwas korrigieren muss, dann liegt es nicht an der DSLR.
Für alle von Dir genannten Werte können die Voreinstellungen bei fast jeder DSLR konstant im Gerät geändert werden.
Und das ist auch ausreichend.
Auch eine DSLR kann Dir Bilder liefern die man 1:1 verwenden kann.

Gruß
Thomas

Wenn man etwas korrigieren muss, dann liegt es nicht an der
DSLR.

Doch. DSLR sind darauf abgestimmt, möglichst wenig nachzubearbeiten. Also kaum nachschärfen oder sonstige „Bildverbesserungen“.

Für alle von Dir genannten Werte können die Voreinstellungen
bei fast jeder DSLR konstant im Gerät geändert werden.

Davon sprach ist. Es ist aber trotzdem fraglich, ob das die gleichen Ergebnisse bringt. Ich sage: Nein.

Nachschärfen
Jede Digitalkamera muß nachschärfen, weil die Eigenheiten des Beyer-Mosaiks es mit sich bringen, daß zunächst bewußt Unschärfe erzeugt wird. Ich habe einige D-SLRs in der hand gehabt und getestet, ich kann das mit der notwendigen Nachbearbeitung überhaupt nicht bestätigen.
Grüße, Stephan