in der konventionellen Fotografie haben (einäugige) Spiegelreflexkameras gegenüber Sucherkameras den Vorteil, dass das Sucherbild mit dem Foto übereinstimmt sowie Scharfstellung und Belichtung durch das Objektiv geprüft und vorgenommen werden können. Nachteil ist, dass der Spiegel vor dem Auslösen hochgeklappt werden muss weil er vor dem Film liegt.
Warum aber gibt es jetzt digitale Spiegelreflexkameras? Das CCD-Bild kann doch überall hingeleitet werden, erst auf den Sucher, dann auf den Speicherchip. Wozu also ein Spiegel mit dem ihm eigenen Nachteil?
in der konventionellen Fotografie haben (einäugige)
Spiegelreflexkameras gegenüber Sucherkameras den Vorteil, dass
das Sucherbild mit dem Foto übereinstimmt sowie Scharfstellung
und Belichtung durch das Objektiv geprüft und vorgenommen
werden können. Nachteil ist, dass der Spiegel vor dem Auslösen
hochgeklappt werden muss weil er vor dem Film liegt.
Warum aber gibt es jetzt digitale Spiegelreflexkameras? Das
CCD-Bild kann doch überall hingeleitet werden, erst auf den
Sucher, dann auf den Speicherchip. Wozu also ein Spiegel mit
dem ihm eigenen Nachteil?
Hallo Peggy,
das sehe ich genau so wie Du. Deshalb habe ich nur Vermutungen:
Ein Farbdisplay zehrt an der Batterie der Kamera
oder
der Blick mit der Kamera direkt vor dem Auge entspricht jahrzehntelanger Gewohnheit und dürfte außerhalb der Studiofotographie die ergonomisch günstigere Methode sein.
oder
die Abbildung über einen Spiegel durch das Objektiv ist unverfälschter als über ein Display auf der Kamerarückseite.
Wolfgangs ‚Vermutungen‘ schließe ich mal einfach an.
Kommt aber noch hinzu, dass ja in der Spiegelreflex-Fotografie mit wechselnden und höchst unterschiedlichen Objektiven gearbeitet wird. Ich weiß zwar nicht (wirklich keine Ahnung!), ob und wie es ggf. möglich ist, die Durchsicht durch das Objektiv digital zu befördern, aber ich bin jedenfalls heilfroh, dass ich mein Uralt-Macroobjektiv auch an die digitale Nikon setzen kann.
Hallo Peggy,
mir ist noch kein Display bzw. elektronischer Sucher bekannt, der eine auch nur annähernd gute Bildqualität wie ein optischer Sucher darstellen kann. Hast du einmal bei strahlendem Sonnenschein versucht, dir über ein Display oder einen elektronischen Sucher ein „Bild zu machen?“ Selbst sündhaft teure Profi-Digitalkameras und Videokameras können das nicht.
MFG Peter
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
im Prinzip hast Du natürlich recht, man kann das vom CCD-Chip aufgenommene Bild direkt auf einen Sucher-LCD-Bildschirm übertragen. Solche Kameras gibt’s ja auch. Ich selber habe eine Olympus C2100, kann Dir also aus eigener Erfahrung Nachteile nennen:
der Stromverbrauch ist (natürlich auch aus anderen Gründen) ordentlich und bei Verwendung des größeren LCD-Schirms in der Rückwand sollte ein Netzteil und eine Steckdose zur Verfügung stehen.
die Bildqualität ist schlecht. so ein kleiner LCD-Schirm kann nicht die Auflösung des CCD wiedergeben. Falls man von Hand scharfstellen will, geht das nur anhand der eingeblendeten Entfernungsskala. Eine Beurteilung der Schärfe ist nicht möglich. Damit ist auch eine Einschätzung der Schärfentiefe nicht möglich. Bei der C2100 hat der Sucher-LCD-Schirm ca 114000 Punkte gegenüber 2,1 Mio beim CCD.
die Wiedergabe bewegter Objekte erfolgt als deutlich sichtbare Folge von Einzelbildern. Es ist also schwierig ein bewegtes Objekt richtig einzufangen. Das wäre mit mehr Rechenleistung vielleicht noch zu verbessern.
Am besten Du versuchst mal mit einer Kamera mit LCD-Sucher zu arbeiten. Aber bei den Preisen für gute Digitalkameras muß man halt Kompromisse machen.
Hast du einmal bei strahlendem Sonnenschein versucht, dir über ein Display oder einen elektronischen Sucher ein „Bild zu machen?“
Ein Display hat Vorteile: Man kann z. B. über die Köpfe von Leuten hinweg fotografieren oder muss sich bei Aufnahmen aus der Froschperspektive nicht auf den Boden zu legen.
Bei hellem Licht ist ein Display aber eine Seuche. Ich habe eine solche Kamera, da sieht man fast nichts mehr. Ich würde deshalb nur noch eine Kamera kaufen, die beides hat: Display und Sucher. Zwar habe ich noch nicht bei hellem Licht durch einen elektronischen Sucher geguckt, aber da kann ich mir das Problem nicht vorstellen: Der Grund für die Darstellung beim Display ist ja das auffallende Außenlicht, und das wird im Sucher abgeschirmt.
Trotzdem Danke für die Antwort, auch an die anderen.
Ich habe aber inzwischen Canon angeschrieben, die eine teure Spiegelreflex anbieten. Mal sehen was die schreiben, ich kann dann ja hier berichten.
Ein Display hat Vorteile: Man kann z. B. über die Köpfe von
Leuten hinweg fotografieren oder muss sich bei Aufnahmen aus
der Froschperspektive nicht auf den Boden zu legen.
Hmm, wenn ich davon ausgehe, das eine digitale SLR wir die Olympus oder Canon eben die besprochenen Nachteile hat … Warum sollte man dann also mit einer solchen über die Köpfe oder unter Fröschen fotografieren? Warum sich dabei nicht eine analoge für die Makroaufnahmen und eine Digi für über die Köpfe anschaffen…? Ich sag einfach mal, das der Preis sich nichts geben wird.
Ich habe aber inzwischen Canon angeschrieben, die eine teure
Spiegelreflex anbieten. Mal sehen was die schreiben, ich kann
dann ja hier berichten.
Aus meiner Erfahrung „bring“ soetwas nur, wenn es z.B. austauschbar ist. Bei einigen Mittelformatkameras ist die Rückwand gegen einen CCD-Rückwand austauschbar. Dann hat man eben die Möglichkeit einmal einen „schnellen Schuß“ für den Rechner zu machen um Ihn z.B. gleich per mail verschicken zu können um dann z.B. den Auftragnehmer zu fragen „isses recht so…?“ um dann „das gute Bild“ mit der Mittelformat zu vollenden…
Gruß
h.
P.S.: Aber auf den Canon-Bericht bin ich mal gespannt…
Ein Display hat Vorteile: Man kann z. B. über die Köpfe von
Leuten hinweg fotografieren oder muss sich bei Aufnahmen aus
der Froschperspektive nicht auf den Boden zu legen.
Hi Peggy
Das hängt von der Position des Displays an der Kamera ab oder es ist ein schwenkbares…
in manchen fällen sind dann ja nur hübsche Sky-Shots drin…
mit meiner Lichtschacht MF hab ich übrigens oft am gestreckten arm über kopf fotografiert
ich bleib pei slr und Filmscanner…
Gruss
Helge
nachtfotos muss man mit digicams prinzipiell „blind“ schiessen, weil man auf dem videobild nur mehr schwarz sieht. ohne wasserwaage kriege ich kein gerades foto bei nacht hin. bei spiegelreflex sieht man aber genauso wie mit dem freien auge! bei sonnenschein ist es ja so aehnlich. da ist das bild am schirm viel zu blass.