@ Herr Meyer
Hallo Herr Meyer
heutige Berliner Zeitung… ziemliches BlaBla…
Günstiger als ein Kabelanschluss
Ulrich Paul
Mit der Einführung des digitalen Fernsehens in Berlin und im Umland ergeben sich neue Möglichkeiten des TV-Empfangs. Einige Haushalte können dabei sogar Geld sparen. Hier die wichtigsten
Fragen und Antworten:
Was sind die Vorteile des digitalen Fernsehens?
Bild und Ton werden besser, außerdem ist die Programmauswahl größer.
Für wen ändert sich etwas?
Für Haushalte mit Kabelanschluss oder Satelliten-Empfang ändert sich nichts. Zuschauer, die ihre Fernsehprogramme noch über Antenne empfangen, benötigen aber ein zusätzliches Gerät: die so genannte Set-Top-Box.
Was ist die Set-Top-Box?
Das ist ein kleiner schwarzer Kasten, der die digitalen Signale so umwandelt, dass auf dem Fernseher ein Bild zu sehen ist. Die Set-Top-Box wird über die Scartbuchse oder über den Antenneneingang zwischen Antenne und Fernseher angeschlossen. Ob es sich bei der Antenne um eine Zimmerantenne oder um eine Dachantenne handelt, spielt beim digitalen Fernsehen keine Rolle. Der alte Fernseher kann in allen Haushalten auch weiterhin genutzt werden.
Was kostet die Umrüstung?
Preisgünstige Set-Top-Boxen sind in Berlin bereits für 179 Euro zu haben. Es gibt aber auch Geräte für 259 Euro, für 279 Euro und mehr. Vergleichen lohnt sich. Zimmerantennen hält der Handel bereits ab 25 Euro bereit. Wer mehrere Fernsehgeräte besitzt, benötigt leider auch mehrere Boxen.
Fallen für das digitale Fernsehen neue Gebühren an?
Nein. Extra-Kosten fallen nicht an. Die Rundfunk- und Fernsehgebühren müssen weiter bezahlt werden.
Wie viele Programme sind nach der Umstellung auf das digitale Fernsehen über Antenne zu empfangen?
Die Zahl der zu empfangenden Programme erhöht sich von bisher zwölf auf 24 bis 30 Programme.
Wer kann durch die Einführung des digitalen Fernsehens Geld sparen?
Kunden, die bislang teure Kabelverträge mit monatlichen Kosten von zwölf bis 15 Euro haben, können überlegen, ob sie die Verträge kündigen. Wem 24 bis 30 Programme ausreichen, der kann sich eine Zimmerantenne und eine Set-Top-Box anschaffen und das digitale TV empfangen. Die Kosten für Zimmerantenne und Set-Top-Box haben sich etwa nach anderthalb Jahren amortisiert. Wenn der Kabelanschluss allerdings Teil des Mietvertrages ist, ist ein Umstieg auf digitales Fernsehen kaum möglich.
Gibt es ein Sonderkündigungsrecht für Kabelverträge durch die Einführung des digitalen Fernsehens?
Nein. Zu beachten ist, dass die Haushalte die vereinbarte Mindestvertragsdauer einhalten.
Erhalten Sozialhilfeempfänger die Set-Top-Box kostenlos?
Ja, dies ist geplant. Die Berliner Senatsverwaltung für Soziales rechnet damit, dass in der Stadt rund 6 000 Sozialhilfeempfänger Anspruch auf eine Set-Top-Box haben. Die Sozialhilfeempfänger müssen nachweisen, dass sie von den Rundfunkgebühren befreit sind und dass sie weder Kabel- noch Satellitenfernsehen empfangen.
Wer trägt die Kosten für die Set-Top-Boxen der Sozialhilfeempfänger?
Den Großteil der Kosten tragen die Medienanstalt Berlin Brandenburg und die Fernsehanstalten. Die Sozialämter sollen nicht mehr als 50 Euro pro Gerät zuschießen müssen.
Sind wegen der Einführung des neuen Fernsehens Baumaßnahmen in der Wohnung notwendig?
Nein. Vermieter, die Bauarbeiten ankündigen, wollen nach Angaben des Berliner Mietervereins anderes als nur das digitale Fernsehen ermöglichen. Vielfach dient die Einführung des neuen Fernsehens als Anlass, den Mietern ein Multimediapaket zu offerieren. Beispielsweise wird ihnen angeboten, mit bis zu 30-facher Geschwindigkeit per TV-Gerät im Internet zu surfen. Dies alles hat aber nichts mit dem digitalen Fernsehen zu tun. Ob der Mieter solche Multimediadienste als Wertverbesserung dulden und bezahlen muss, ist umstritten