Digitales Poti mit RAM

Hallo,

ich suche die Schaltung für eine Steuerung.
16 Kanäle sollen mit 32 Spannungsschritten im Bereich 0… 5V versorgt werden.
Über 16 Sensor(Berühr)-Schalter werden die jeweils zu verändernden Kanäle für ihre Spannungsveränderung aktiviert. Die Aktivierung eines Kanales fixiert gleichzeitig die Änderungen eines anderen (Flip-Flop)
Die Spannungsänderungen werden inkremental mit einem Jog-Dial-Rad oder einem anschlaglosen digitalen Potirad erzeugt (letzteres z.B. mit Magneten und Hallschaltkreisen oder Reedkontakten), z. B. alle 1/4 Umdrehungen des Rades ein Spannungssprung, also 1/32 des Bereiches = ca. 0.15V.
Es wird Wert auf eine einfache Schaltung gelegt (Reedkontakte sind kein Problem, einfache RAM), andere Randbedingungen sind variabel (z.B 0…7V oder 0…10V und 64 Spannungschritte)

Danke für alle Tips.

Gruß Lutz

Hallo,
welche Elektronikkenntnisse hast Du? Kannst Du eine Schaltung
selber entwickeln, wenn Du entsprechende Hinweise und Vorgaben hast?

Eine fertige Schaltung kann ich Dir nicht nennen, aber
Lösungsansätze fallen mir einige ein.
Je nach Neigung kann man das Problem so oder anders angehen.

Eine relativ bequeme Variante wäre der Einsatz eines kleinen
Mikrokontrollers.
Der Kontroller kann z.B. die Tastatur (am bequemsten als Matrix)
abfragen und dann die Impulse des Stellrades einlesen.
Im Ergebnis wird dann über einen BUS (z.B. SPI oder I2C) der
entsprechende Kanal einer Digitalpotis gesetzt.
Speicher-FF brauchst Du eh nicht, weil die Digitalpotis selber
speichern (z.B. AD52xx).

Das ganze geht natürlich auch auf niedrigerem Niveau (ohne Controler)
über Multiplexerschaltung und einzelne Latches/FF.
Gruß Uwi

ich suche die Schaltung für eine Steuerung.
16 Kanäle sollen mit 32 Spannungsschritten im Bereich 0… 5V
versorgt werden.
Über 16 Sensor(Berühr)-Schalter werden die jeweils zu
verändernden Kanäle für ihre Spannungsveränderung aktiviert.
Die Aktivierung eines Kanales fixiert gleichzeitig die
Änderungen eines anderen (Flip-Flop)
Die Spannungsänderungen werden inkremental mit einem
Jog-Dial-Rad oder einem anschlaglosen digitalen Potirad
erzeugt (letzteres z.B. mit Magneten und Hallschaltkreisen
oder Reedkontakten), z. B. alle 1/4 Umdrehungen des Rades ein
Spannungssprung, also 1/32 des Bereiches = ca. 0.15V.
Es wird Wert auf eine einfache Schaltung gelegt (Reedkontakte
sind kein Problem, einfache RAM), andere Randbedingungen sind
variabel (z.B 0…7V oder 0…10V und 64 Spannungschritte)

Danke für alle Tips.

Gruß Lutz

Das ganze geht natürlich auch auf niedrigerem Niveau (ohne
Controler)
über Multiplexerschaltung und einzelne Latches/FF.
Gruß Uwi

Bitte über niedrigen Niveau, ein Mikrocontroller wollte ich tunlichst umgehen. Es darf auch etwas nostalgisch sein, keine 2-Draht-Busleitung sondern z.B. 12 Kabel nebeneinander oder ähnliches. Aber mit Controller - das wollte ich vermeiden (zumal dann die Software mit dazu käme).

Multiplexer sind weniger problematisch, meinst Du, einen extern zu takten und sequentiell über einen Bus alle Einstellungen zu schicken oder Kanal und Stellimpuls in ein Protokoll verpacken und über 2-Draht versenden ?

Einfach und anspruchslos, das wäre passend. Danke für Deine Antwort.

Gruß Lutz

Hallo,

Bitte über niedrigen Niveau, ein Mikrocontroller wollte ich
tunlichst umgehen.

tu Dir das nicht an. Du glaubst gar nicht, was da alles auf Dich zu kommt, bis alle Tasten entprellt sind, alles gegeneinander verriegelt ist, beim Reset alles definiert steht, der ganze Zustand in den Speicher kommt und auch wieder raus…

Aber mit Controller - das wollte ich vermeiden
(zumal dann die Software mit dazu käme).

Es gibt mittlerweile eine ganze Menge billiger Mikrocontroller, bei denen die Software (Compiler und Beispiele) kostenlos zu beziehen ist. Kauf Dir ein vernünftiges Buch, lies Dich ein, werd Mitglied in einer entsprechenden Newsgroup/Forum und lern was dazu. Dann kannst Du beim nächsten mal sogar schon größere Projekte angehen.

Einfach und anspruchslos, das wäre passend.

Was Du vorhast, ist nunmal nicht einfach und anspruchslos.

Axel

Hallo,
was Axel schon geschrieben hat, kann ich nur unterstreichen.
Mit einem kleinen Controler (z.B. C-Control) wird’s eher einfacher.
Die Programmierung kann man sogar in einem einfachen Basic-Dialekt
realisieren.

Falls du die Sache doch einzeln mit vielen ICs realisieren willst,
solltest Du Dir erstmal ein Konzept machen.
Da werden dann verschiedene Funktionsblöcke benötigt.

- Sensortaster Muß es das unbedigt sein? Ist aufwendig und eher 
 unzuverlässig (dafür gibs aber Schaltungen)
- Multiplexer für die Stellsignale (ist zu entwickeln) 
 (auch hier ist ein Stufenschalter auch viel einfacher) 
- Logik zur Erkennung der Richtung des Stellrades. 
 Auch das ist aufwendig, eine Wippe für Laut/Leise wäre einfacher.
 (Mit einem Controler läßt sich die Sache einfach mit einem 
 Poti über AD-Wandlung realisieren).
- Digitalpotis (da gibts welche, die man einfach mit Impulsen an
 je einem Hoch-/Runterzahleingang durchstellen kann. 

Hast Du schon Vorstellungen von speziellen Funktionen/Schaltungen?
Ich kann Dir gerne etwas helfen, werde aber nicht solche komplexe
Schaltung mal eben so nebenbei entwickeln.
Gruß Uwi

Ansätze
Hallo Uwi und Axel,

ich sehe nicht den unumgänglichen Weg der Nutzung eines Mikrocontrollers. Zeitbedarf und Konzentration auf andere Sachgebiete schließen die zusätzliche Aneignung dieser Technik, das „Anlesen“ und Forendiskutieren an dieser Stelle aus. Die Qualität und die Bearbeitung der anderen Sachen im Allgemeinen würde leiden.
Ich verfolge - und nehmt mir das bitte nicht übel - den konventionellen Weg mit Baugruppen, bei denen ich schon entsprechende Kenntnisse und auch „eigenerbastelte“ Erfahrungen habe. Da das Ganze rein hobbymäßig gedacht ist, schließt sich eine kommerzielle Einbindung zur Problembehebung aus. Ich baue auch Röhrenverstärker für ca. 50 € Materialwert, die 500 € - Klasse ist nicht mein Interesse.
Kein High-End, kein Voodoo.
Ich gebe jetzt einmal die Grundgedanken, die ich einfließen lassen möchte preis; von hinten angefangen, vom „kalten Ende her“ sozusagen:

-16 S&H - Schaltungen (Siemens-MKT 100nF-Kondensatoren, BF256 als Schalter, TL084 x4)

  • davor ein 16fach Multiplexer
  • davor ein 4-bit DA
  • davor ein Schieberegister (gleichgetaktet mit Multiplexer)
  • davor ein entsprechender RAM

Impulsgabe mit Lichtschrankenschaltung und reflektierender Folie, Richtungsindikation durch einfache Logikschaltung (4011 und 2 Fototransistoren), Sensorschalter mit 4017 (Eingänge
0-9 gegen E und 10M an Ub+ , Multivib an T (mit gegenseitiger Auslösung)
alles in CMOS

… und, läßt sich daraus etwas machen ?

Viele Grüße
Lutz

Hallo,
also doch den steinigen Weg. Denk nicht, daß der sooo einfach ist.

-16 S&H - Schaltungen (Siemens-MKT 100nF-Kondensatoren, BF256
als Schalter, TL084 x4)

Vergiss die Dinger. Der Leckstrom lässt Deine Schaltung die ganze Zeit driften. Ebenso jede Temperaturänderung (bei konstanter Ladung ändert sich die Spannung am Kondensator, wenn sich die Kapazität ändert). Nimm lieber dazu gedachte, moderne elektronische Potis. Das sind IC’s, die intern aus Zähler, Speicher und Schaltern bestehen. Also Eingang digital (Zählpulse, per Schalter über Multiplexer erzeugen), Ausgang analog (Widerstand, in z.B. 100 Stufen änderbar), automatische Abspeicherung beim Ausschalten / Widerherstellung des letzten Zusatndes beim Einschalten. Gibt’s z.B. von Xicor, hier das Datenblatt (ca. 200k): http://www.digisolutions.de/downloads/X9C103.PDF

  • davor ein 16fach Multiplexer

Für Auswahl des Kanals okay, s.o…

  • davor ein 4-bit DA
  • davor ein Schieberegister (gleichgetaktet mit Multiplexer)
  • davor ein entsprechender RAM

Alles schon im IC drin. Außerdem hast Du dann noch das Problem vom Einschaltvorgang (Ram auslesen und in die S/H-Glieder bringen).

Impulsgabe mit Lichtschrankenschaltung und reflektierender
Folie, Richtungsindikation durch einfache Logikschaltung (4011
und 2 Fototransistoren), Sensorschalter mit 4017 (Eingänge
0-9 gegen E und 10M an Ub+ , Multivib an T (mit gegenseitiger
Auslösung)
alles in CMOS

Kannst Du halten wie ein Dachdecker. Hauptsache, es kommen Impulse zum Zählen und ein Bit für die Richtung raus.

… und, läßt sich daraus etwas machen ?

Probiers. Viel Spass.

Viele Grüße
Lutz

Axel