Hallo zusammen,
es gibt folgendes Problem: die Bilder, die mit der Digicam „olympus 300 mju:“
geschossen werden, sehen am Laptop zwar super aus doch ausgedruckt werden sie
(sehr) blaustichig.
Ich denke, dass es am RGB-Modus liegt. Jetzt hab ich schon alles mögliche
durchsucht, ich finde aber nirgends die Möglichkeit, die Fotos im cmyk-Modus
abzuspeichern.
Kann mir da jemand weiterhelfen? Oder liegt das Problem woanders?
Vielen Dank schon jetzt.
Fredda
Kann mir da jemand weiterhelfen? Oder liegt das Problem
woanders?
Das Problem liegt darin, dass jedes Gerät die Farben anders wiedergibt. Sei es das Display der Kamera, dein Display oder ein Röhremonitor. Nirgendwo sieht das Bild wirklich gleich aus, auch nachher im Druck nicht.
Aber vielleicht ist es auch so, dass dein Belichter an den Fotos noch eine „Optimierung“ vornimmt. Ist so weit ich weiß, bei vielen Anbietern so, dass die irgendwie noch ein wenig an der Farbschraube rumdrehen.
Aw: RGB ist gut, Drucker prüfen
Nein, am RGB-Modus liegt es nicht, und auch der CMYK-Modus ist keine Lösung. Olaf hat zwar recht, daß auf jedem Ausgabegerät die Darstellung anders ist, aber wenn die Bilder auf dem Laptop super aussehen (also auch hinreichend mit der Wirklichkeit übereinstimmen), dann dürfte auf dem Laptop alles in Ordnung sein. Ich vermute einen Fehler bei der Ausgabe.
Fotobelichter eines Dienstleisters
Wurde bei der Bestellung »automatische Korrektur« abgewählt?
Drucker
- Druckt der Drucker richtig? Druckertest? Sind alle Farben gleichmäßig oder sind Düsen (zum Beispiel Magenta) verstopft?
- Wie schön wird ein Testbild gedruckt? (Zum Beispiel http://www.fujifilm.de/serv/fujifilmtestbild.jpg .) Wenn das Testbild auch blaustichig gedruckt wird, dann siehe in den Menüs der Druckereigenschaften nach, ob die Farben durch Tonwertkurven unmittelbar (gut!) oder durch Farbstich, Sättigung und Helligkeit mittelbar (na-ja) eingestellt werden können.
- Wenn es solch ein Menü nicht gibt, dann hilft ein Pfusch: Man nimmt ein Testbild und ermittelt dann durch einige Versuche, wie man die Tonwertkurven für Rot, Grün und Blau verändern muß, bis der Ausdruck annehmbar aussieht, auch wenn das Bild auf dem Bildschirm schlecht aussieht. Tonwertkurven abspeichern. Dann öffnet man ein anderes Bild, wendet die Tonwertkurven darauf an, druckt aus und speichert nicht ab.
Etwas über Farbmodi
Der gebräuchliche Farbraum digitaler Kameras ist sRGB des IEC, gebräuchlich in der Druckvorbereitung mit Photoshop ist Adobe-RGB. Der Farbraum von Adobe ist etwas größer, aber der Unterschied ist im allgemeinen nicht sichtbar bzw. unerheblich.
Auch wenn Drucker zwar die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz benutzen, so benutzen ihre Treiber noch lange nicht CMYK. Postscriptdrucker verarbeiten CMYK-Daten. Ich weiß keinen Nicht-Postscript-Drucker, der tatsächlich CMYK-Daten benutzt. Alle Nicht-Postscript-Treiber rechnen CMYK-Bilder wieder in RGB um, und der Drucker selbst rechnet intern RGB in »sein« CMYK um mittels eines Farbprofiles, das verborgen bleibt.
Probe: CMYK-Bild ohne Farbprofil anlegen mit Flächen reiner 100%-Farben Cyan, Magenta und Gelb und Grautöne nur aus Schwarzanteil (zum Beispiel 25%, 50%, 75% Schwarz). Ausdrucken. Lupe nehmen. Enthält irgendein Farbfeld winzige Punkte aus anderen Farben als der zuvor bestimmten? Anfangen mit den Graufeldern und mit Gelb, denn das CMYK-Gelb liegt außerhalb der RGB-Farbräume.
CMYK-Bilder sind nicht für normale Tintenstrahldrucker zu Hause geeignet, sondern für Postscriptdrucker und Druckereien. Für die brauchbare Wandlung von RGB nach CMYK benötigt man ein Farbprofil. Ich empfehle im allgemeinen »Euroscale Coated v2« (wird zum Beispiel mit Adobe-Programmen geliefert). Als Standardeinstellung findet man oft »US SWOP«. Das Profil »Generic CMYK« in Corel-Programmen hat seine Stärken in bezug auf Zeichnungen mit klaren Farben oder einfachen Grautönen, aber in bezug auf Photos halte ich dieses Profil für ungeeignet.