Hallo,
seit unbekannter Zeit hat meine Olympus C-200 Zoom folgende Macke:
Das Motiv, dass ich fotografieren will, ist laut Sucher genau ausgewählt. Das tatsächlich gemachte Foto ist allerdings verschoben.
Ob das schon immer so ist, weiß ich gar nicht. Es ist uns nur letztens aufgefallen, als wir viele Dinge sehr genau mit dem Sucher ins Visier genommen haben.
Beispiel:
Ich will ein Buch fotografieren. Mit dem Sucher wähle ich den zu fotografierenden Ausschnitt so, dass das Buch ziemlich genau erwischt wird und drumherum kaum noch sonstiger Rand ist. Ergebnis: Das Buch ist im ferigen Bild quasi „hochgerutscht“. Vom oberen Rand fehlt ein Teil, dafür ist unten plötzlich doch noch „Luft“.
Vermutlich ist das bei allen Bildern der Fall. Da wir aber meistens eher „Großflächiges“ wie Landschaften fotografieren, ist uns das noch nie aufgefallen.
Wenn ich den zu fotografierenden Ausschnitt mit dem Display suche, passt der ausgewählte Bereich mit dem Ergebnis überein.
Ist das etwa normal? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen…
Und zukünfig möchte ich auch nur ungern die Motive übers Display auswählen. Denn da saugt die Kamera die Akkus in Windeseile leer. Um mal gerade eben nur eine Sache zu knipsen eigentlich kein Problem. Aber z.B. im Urlaub doch sehr lästig, wenn man nach schätzungsweise 10 Bildern schon wieder die Akkus tauschen kann. So schnell kommt man ja u.U. gar nicht mit dem Aufladen nach.
Welche Vorschläge habt ihr, was man evtl. gegen diese Macke tun kann? Ist sowas reparabel? Und falls ja, lohnt sich das? Oder ist das so normal?
Viele Grüße
Merlinchen
Hallo Merli,
seit unbekannter Zeit hat meine Olympus C-200 Zoom folgende
Macke:
Das Motiv, dass ich fotografieren will, ist laut Sucher genau
ausgewählt. Das tatsächlich gemachte Foto ist allerdings
verschoben.
Ob das schon immer so ist, weiß ich gar nicht. Es ist uns nur
letztens aufgefallen, als wir viele Dinge sehr genau mit dem
Sucher ins Visier genommen haben.
Bei Sucherkameras, welche unterschiedliche Optiken für die Aufname und den Sucher verwenden ist das normal und wird als Paralaxe bezeichnet. Je näher du am Objekt bist umso grösser wird der Fehler.
Das ist der Vorteil der einäugigen Spiegelreflex-Kameras. Hier wird nur eine Optik verwendet und es gibt keine Paralaxe. Allerdings muss jetzt der Lichtstrah zwischen Sucher und Fil umgeschalten werden, was mit dem hochklappen des Spiegels gemacht wird.
Bei DigiCams kann man den „Film“, also den Sensor, für beides verwenden, was dann auch keine Paralaxe erzeugt, aber wieder andere Nachteile hat.
MfG Peter(TOO)
Hallo Peter, hallo Merli,
ich kann mir Merli’s Effekt nur so erklären, dass in ihrer Kamera die Verteilung des tatsächlichen Sensorbildes auf den Sucher nicht passt.
Das muss aber schon „immer“ so gewesen sein, ausser die Ansteuerung des Sucherdisplays ist irgendwie defekt geworden, ich wüsste aber nicht wie.
Ich habe bis heute etwa 6 Spiegelreflex-Cameras (davon eine digitale) gehabt und 3 digitale „Prosumer“-Cameras.
Bei den Spiegelreflexkameras war (mit Ausnahme des High-Eyepoint-Suchers der Nikon F3 - 100%) immer nur ein Ausschnitt von 95 bis 98 % des aufgenommenen Bildes zu sehen, welcher auch nicht GANZ genau gleiche Randbeschneidungen hatte, bei den Prosumers ist mir das bisher noch nicht so stark aufgefallen, aber so GANZ genau scheint das Sucherbild auch nicht zu passen
.
Gruß
WB
Hallo zusammen!
Der Paralaxenfehler tritt immer auf, aber sichtbar wird er natürlich nur im Nahbereich.
Das liegt ganz einfach daran, daß der Sucher (oben in der Kamera) einen etwas anderen Bildausschnitt sieht, wie das Objektiv.Je näher man rangeht, desto größer ist die Verschiebung!
Genau, wie unsere beiden Augen einen versetzten Standpunkt haben.
Im Sucher ist bei vielen Kameras, zumindest im KB-Film-Bereich, eine Paralaxen-Markierung, die ab etwa 1 Meter zu berücksichtigen ist. Bei SLR-Kameras sieht man ja auch direkt durchs Objektiv, da gibt es diesen Paralaxen-Fehler nicht.
Mit der C 200 kann man doch prima mit dem Display fotografieren, dann kommt auch das auf den Chip, was man auf dem Display sieht.
Hallo lichtpunkt!
Der Paralaxenfehler tritt immer auf, aber sichtbar wird er
natürlich nur im Nahbereich.
Sorry, ich habe KEINE Erfahrungen mit Digitalkameras die als Sucher nur einen optischen zum Durchkucken haben.
Jetzt habe ich mal gegoogelt:
Diese Kamera Olympus C-200 hat als Sucher nur „LCD-Monitor und optischer Sucher mit Dioptrienausgleich“, also hast Du Recht, lichtpunkt:
Hier tritt naturgemäß ein Parallaxenfehler auf.
Man kann also nur empfehlen, für genaue Abbildungen eben den Monitor an der Rückseite zu benutzen, oder eine Digitalkamera nehmen die einen LCD-Sucher zum Reinkucken hat.
In beiden Fällen steigt aber der Stromverbrauch naturgemäß stark an.
Gruß
WB