ich überlege, mir ein Diktiergerät zu zulegen, da ich schreibe und oftmals blitzartig Einfälle etc. über mich kommen…
Nun, es gibt da nur das Problem, das ich a) nicht weiss, ob ich mich nun für ein gutes altes „analoges“ Cassettengerät entscheiden soll, oder für eines der neueren Art digitaler Fortschrittstechnologie. Mal vom riesigen Preisverhältnis abgesehen, kenne ich mich mit Diktiergeräten allgemein nicht aus.
Somit erhoffe ich mir b) etwas Entscheidungshilfe, indem ihr mir vielleicht mögliche Erfahrungen etc. berichten könnt?!
Ist es sinnvoll sich jetzt noch ein Cassettendiktiergerät zu zulegen, oder, seht die Zeichen der Zeit, doch digital? Für die Cassetten spräche meiner Meinung natürlich der Preis, zB bei Ebay, das ich die Cassetten immer griffbereit habe, zuhause sammeln kann, kein Extrageld für Speicher ausgeben muss usw. Dagegen dann die Extraausgaben für die Cassetten, die nun so hoch auch nicht sind, sicherlich auch die Qualität gegen über der digitalen Variante, die für mich aber nicht zählt.
Man merkt glaube ich schon, wie unentschlossen ich bin. Hilfe?!
es kommt natürlich aufs Bugdet an, aber wenn man das Geld für die digitale Variante hat (die mit welchselbarem Speichermedium), dann sollte man diese auf jeden Fall bevorzugen. Sie unterliegt keinerlei Verschleiß, man hat einen Einfügemodus, kann also beliebig auch noch mal nachträglich etwas einfügen, und wenn man ein Gerät mit einem Speichermedium nimmt, dass man auch noch z.B. für die Digitalkamera, den MP3-Player, etc. einsetzen kann, hat man auch keine unnötogen Zusatzkosten.
Wichtig ist auch die Frage der Weiterverarbeitung. Soll das Diktat dann von einer Sekretärin getippt werden? Dann muss man auf ein System achten, zu dem es auch entsprechende professionelle Abspielgeräte gibt. Wir haben hier in der Kanzlei z.B. DictaNet von RA-Micor, bei dem wir mit einem Philips Speechmike direkt über USB in den PC diktieren. Am Micro sind alle von klassischen Geräten bekannten Knöpfe, und gespeichert wird gleich auf einer Freigabe auf dem Server im WAV-Format. Diese wird ständig von einem Serverdienst überprüft, der neue Dikate in Warteschlangen bei den Schreibkräften einstellt. Diese haben ein klassisches Headset inkl. Fußtaster am PC und tippen dann (man kann auch Dragon Dictate zur Spracherkennung einsetzen, aber wenn man viel mit Eigennamen zu tun hat, ist dies nicht so das Mittel der Wahl). Für unterwegs kann man auch die handlichen digitalen Standalone Diktiergeräte einsetzen und braucht dann die Dateien nur von der Speicherkarte aus zu kopieren (Voraussetzung Speicherung im passenden Format oder Wandlung). Da kommt kein manuelles Gerät mit, zumal bei uns die Sache dann auch noch an die Aktenverwaltung angebunden ist, und Dikatat und Schriftsatz gleich der entsprechenden Akte zugeordnet werden.
Gruß vom Wiz
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an erster Stelle für eine Entscheidung sollte die Frage stehen, wie die diktierten Texte wiedergegeben werden sollen. Nur als elektronisches Merkbuch, das Du auch beim Abspielen in der Hand halten kannst, brauchst Du eben nur dieses eine Gerät. Sobald aber Texte in die Tastatur sollen, egal ob von Dir selbst oder von der Sekretärin geschrieben, brauchst Du zwingend ein Abspielgerät mit Fußbedienung. Jede andere Lösung ist völlig unbrauchbar.
Bänder werden in einem Diktiergerät ziemlich hart rangenommen. Eine Bandstelle wird u. U. häufig wiederholt abgespielt, es gibt Abrieb, komplettes Rückspulen dauert seine Zeit. Ich hab seit 20 Jahren ein sehr hochwertiges Philips-Abspielgerät mit separatem Diktiergerät in Betrieb, Tonköpfe verdrecken, Kassetten klemmen - die Technik für reine Sprachaufzeichnung hat die Bänder eigentlich hinter sich gelassen, wenngleich die Kassetten vergleichsweise preisgünstig sind. Ein digitaler Speicher für ein Diktiergerät macht aber nur Sinn, wenn er Sprachaufzeichnung für mindestens 30 Minuten ermöglicht und man ein halbes Dutzend oder mehr zum Wechseln hat.
Ob man ein Headset zum Abspielen braucht, hängt vom Bürobetrieb ab. Wenn man alleine im Büro sitzt, ist das Ding mit seinem Kabelgelumpe überflüssig. Sind mehrere Personen in einem Raum, fällt das Gequake aus dem Diktiergerät lästig und man braucht den Kopfhörer.