hallo liebe experten!
wenn ich mehr oder weniger wissenschaftlich über 1- und 2-dimensionale räume schreibe, ist das die einzig richtige schreibweise? oder geht auch eindimensional?
mein DUDEN klärt mich darüber leider nicht genau auf, aber so wie ich das verstehe, ist es eben so, daß 1-dimensional analog zu n-dimensional die mathematische schreibweise ist, während eindimensional eher die saloppe umschreibung für phantasielos o.ä. ist. kann das jemand bestätigen?
Hallo,
1-dimensional
eindimensional
sind beides richtige Schreibweisen. Mein DUDEN schreibt bei eindimensional, bevor er fantasielos als übertragene Bedeutung angibt, noch: „auf der Ausdehnung, Entfaltung in nur einer Dimension beruhend; von, nach, in nur einer Dimension“. Eine Ziffer, die sonst mit Bindestrich abgeteilt wäre, als ausgeschriebene Zahl vor das Wort zu setzen, ist oft möglich: 3-Zimmer-Wohnung – Dreizimmerwohnung, 100-prozentig – hundertprozentig, 100-mal – hundertmal, …
Gruß
Christopher
thx
ok danke.
stilistisch ist es wohl wahrscheinlich am besten, sich für eine schreibweise zu entscheiden und diese konsequent durchzuhalten. mal sehen, welche mir morgen früh besser gefällt 
Hi,
das ist keine Frage der Rechtschreibung, sondern eine des Sprachstils. Ziffern werden geschrieben, wenn es tatsächlich um die Zahlen geht, so wie bei den mathematischen Räumen, die 1, 2, … n Dimensionen haben. Das Bairisch-Schwäbische hat für die eher flache Denkweise ein schöneres Wort als eindimensional: oaschichtig. (Bei diesem Begriff kommt mir immer der Schichtkäse in den Sinn, auch Quark genannt).
Gruß Ralf
Hi,
das ist keine Frage der Rechtschreibung, sondern eine des
Sprachstils. Ziffern werden geschrieben, wenn es tatsächlich
um die Zahlen geht, so wie bei den mathematischen Räumen, die
1, 2, … n Dimensionen haben. Das Bairisch-Schwäbische hat
für die eher flache Denkweise ein schöneres Wort als
eindimensional: oaschichtig. (Bei diesem Begriff kommt mir
immer der Schichtkäse in den Sinn, auch Quark genannt).
Hallo Ralf.
Es mag ja sein, dass Du irgendwo einmal ‚oaschichtig‘ in diesem Zusammenhang gehört hast.
Ich bin kein bairischer Muttersprachler, habe mich aber intensiv von Anfang an mit der Sprache beschäftigt. (Die Übersetzungen von Marlis Zink im Dialektbrett habe ich bis aus die Nr.33 ‚millibiddschn‘ alle richtig zugeordnet). Aber ‚oaschichtig‘ wird im allgemeinen für ‚alleinstehend / ledig‘ verwendet und dann auch meistens nur bei Personen von denen man auf Grund ihres Alters annehmen könnte dass sie verheiratet seien. Man wird das kaum bei einem Burschen oder Madl sagen.
Für eine flache Denkweise ist mir in Bayern kein spezielles Wort geläufig, da es dafür auch wenig Verwendungsmöglichkeiten gibt.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim
Hi Alexander,
Es mag ja sein, dass Du irgendwo einmal ‚oaschichtig‘ in diesem Zusammenhang gehört hast.
Ich bin kein bairischer Muttersprachler,
ich schon.
habe mich aber intensiv von Anfang an mit der Sprache beschäftigt. (Die Übersetzungen von
Marlis Zink im Dialektbrett habe ich bis aus die Nr.33 ‚millibiddschn‘ alle richtig zugeordnet).
Brav.
Aber ‚oaschichtig‘ wird im allgemeinen für ‚alleinstehend / ledig‘ verwendet und dann auch
meistens nur bei Personen von denen man auf Grund ihres Alters annehmen könnte dass sie
verheiratet seien. Man wird das kaum bei einem Burschen oder Madl sagen.
Wer oaschichtig ist, hat gute Chancen, seiner Lebtag lang allein zu bleiben. So wird ein Schuh daraus! Aber Ursache und Wirkung auf die Reihe zu kriegen war ja noch nie leicht…
Seit es das Internet gibt, ist es kein Problem, auch Unsinniges weltweit zu verbreiten. So finde ich auf einer Seite „remabissl“ (a Bissl gibt es in Bayern nicht, gemeint war vielleicht redmaraweng) das Wort _ oar schichtig_, auf zwei anderen wird oaschichtig mit windig übersetzt. Muss ich Dir oar und windig übersetzen?
Gruß Ralf
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Hallo Ralf!
Aber ‚oaschichtig‘ wird im allgemeinen für ‚alleinstehend / ledig‘ verwendet und dann auch
meistens nur bei Personen von denen man auf Grund ihres Alters annehmen könnte dass sie
verheiratet seien. Man wird das kaum bei einem Burschen oder Madl sagen.
Wer oaschichtig ist, hat gute Chancen, seiner Lebtag lang
allein zu bleiben. So wird ein Schuh daraus! Aber Ursache und
Wirkung auf die Reihe zu kriegen war ja noch nie leicht…
Das kann man so nicht stehen lassen. Ich schrieb ‚im allgemeinen‘, womit ich andeuten wollte dass man den regional stark unterschiedlichen Dialekt von Landesteilen, die zwar heute zu Bayern gehören nicht unter Baiern subsummieren kann. (Franken, Pfalz, Allgäu, Teile von Schwaben u.a.).
Ich würde mich hüten einen 35-jährigen Bauernsohn, der als ‚oaschichtigs Mannsbuid‘ auf seinem Hof lebt, weil er für diese Arbeit keine Ehefrau findet als ‚Flachdenker‘ zu bezeichnen. Das Gleiche gilt für hochintelligente Frauen, besonders in gehobenen Positionen, die auf Grund von Kontaktschwierigkeiten alleine leben.(ich rede hier nicht von ‚one-night-stands‘). So viel zu Ursache und Wirkung!
Mit dem ‚bissl‘ liegst Du aber auch falsch. ‚A weng‘ ist stark regional abhängig. Ich weiß es nicht aber ich glaube Franken oder Allgäu. Beim ‚bissl‘ bin ich mir aber sicher, denn ‚e bissl wos‘ ist ein bairischer Standardausdruck.
Seit es das Internet gibt, ist es kein Problem, auch
Unsinniges weltweit zu verbreiten. So finde ich auf einer
Seite „remabissl“ (a Bissl gibt es in Bayern nicht, gemeint
war vielleicht redmaraweng)
Gruß Ralf
Könnte es sein, dass der Schuss nach hinten losgegangen ist?? (
)))
Nix für Ungut!
Mit freundlichen Grüßen
Alexander
Wer lesen kann…
…ist klar im Vorteil, lieber Alexander. Ich habe gesagt, dass manch Oaschichtiger allein bleibt, das heißt nicht im Mindesten, dass Alleinstehende oaschichtig wären.
‚e bissl wos‘ ist ein bairischer Standardausdruck.
’ e bissl wos’ könnte schlesisch sein. ’ a bissl wos’ hat Wolfgang Fiereck erfunden.
Gruß Ralf