Diode mit braunem statt silbernem Ring

Aloah!

Ich habe vor einiger Zeit ein paar alte Platinen ausgeschlachtet. Dabei sind mir auch ein paar Dioden, in dir Hände gefallen, die sich etwas von dem mir gewohnten Bild abheben: Sie haben einen braunen Ring zur Kennzeichnung der Polarität anstelle eines silbernen. Was hat das zu sagen? Sind das vielleicht Schottky-Dioden?

Hintergrund ist, dass ich beschlossen habe, mein gesamtes Zweitfahrrad gleich hinterm Dynamo auf Gleichstrom umzurüsten. Dabei ist mir noch ein weiteres potenzielles Problem eingefallen: Dioden sollen ja einen nicht zu vernachlässigenden Spannungsabfall bewirken. Wie wird sich das auswirken, wenn ich direkt hinterm Dynamo einen Gleichrichter betreibe? Kann ich darauf hoffen, dass der Klauenpolgenerator die Spannung entsprechend ein bisschen hochdrückt. Immerhin würde ja bei 6 V und 1,4 V Spannungsabfall an den Leuchten nicht mehr die Leistung von 3 W verbraucht werden können…

mfG Otsego.

Hi,

Die Art der Diode kann nur von der Typenbezeichnung festgestellt werden.
Der Ring, egal ob schwarz, braun oder silber zeigt den Kathodenanschlusses.
Anhand er Typenbezeichnung können die Parameter aus einem Tabellenbuch entnommen werden.

nicki

Hallo Otsego,

Von der 1N4148 kenne ich es, dass das 4148 als gelb-braun-gelb-grau aufgebracht ist. grau ist dann auch der Kathodenring.

MfG Peter(TOO)

Die Typenbezeichnung lautet RL2Z 43. Wer was damit anfangen kann: Immer raus mit den Infos :wink:

Aloah!

Hintergrund ist, dass ich beschlossen habe, mein gesamtes
Zweitfahrrad gleich hinterm Dynamo auf Gleichstrom umzurüsten.

Hallo Elektriker,

Und was versprichst Du Dir davon? Jedenfalls solltest Du nicht nur 4 Dioden, sondern auch einen entsprechenden Elko z.B. 15V/1000 mF zur Glättung einbauen, denn sonst hast Du einen stark pulsierenden Gleichstrom! Schau Dir Schaltpläne von Linearnetzteilen an! Zur Spannung: bei 6 VAC und Vollweggleichrichtung plus Elko hast Du ungefähr 6 X Wurzel 2 Leerlaufspannung, also theoretisch um die 8,4 V !

Gruß
von Julius

Die Typenbezeichnung lautet RL2Z 43. Wer was damit anfangen
kann: Immer raus mit den Infos :wink:

Na dann… könnten das Z-Dioden mit 4,3 V Durchlass-Spannung sein.

…1N4148…

Hallo zusammen,

durch die Dioden werden 1…2 V an den Lampen fehlen, wenn der Dynamo als Spannungsquelle (-begrenzer) arbeitet. Die Helligkeit ist dann viel geringer. Nabendynamos gleichen das fast wieder aus, sie arbeiten eher als Stromquelle (Vorsicht bei ausgeschaltetem Licht: dann kann die Spannung über 50 V steigen).

1N4148 und ähnlich kleine Dioden werden vermutlich durchbrennen, der Strom ist zu groß und die Durchlassspannung viel zu hoch.

Durch Materialwanderung (–> Elektromigration) im Glühwendel der Lampen ist die deren Lebensdauer bei Gleichstrombertrieb etwas kürzer als bei Wechselstrombetrieb.

Mein Tipp: lass vom Umbau auf Gleichstrom die Finger weg.

Bernhard

Die Typenbezeichnung lautet RL2Z 43…

Na dann… könnten das Z-Dioden mit 4,3 V Durchlass-Spannung sein.

Ich tippe eher auf 43 V. RL2Z… kenne ich jedoch nicht, nur RLZ… (Typenbezeichnung der japan. Fa. Rohm für Z-Dioden).

Bernhard

Leider kann ich auch nur hiermit helfen: http://www.donberg.de/search/suche.pl?query=RL2Z&wor…

bzw.: http://www.donberg.de/descript/b/byv_27-400.htm

John

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Bernhard,

Kannst du auch verstehen, welchen Teil der Frage ich beantwortet habe ???

MfG Peter(TOO)

Kannst du auch verstehen, welchen Teil der Frage ich beantwortet habe ???
MfG Peter(TOO)

Dass die Farbe Teil der Typenbezeichnung sein kann, z. B. die letzte Ziffer der Typennummer.

Bernhard

RL2Z ist eine schnelle Gleichrichterdiode von Sanken.
Die Farbe bestimmter Bezeichnungselemente kann zwar was bedeuten, aber abgesehen von JEDEC-Codes (1N4148=gelb braun gelb grau) oder Pro-Electron-Markierungen (wie bei einigen BA-Dioden aus der grauen Vorzeit) gibt es keine Einheitlichkeit.
Für Deine Anwendung solltest Du vielleicht den umgekehrten Weg gehen und passende Schottky-Dioden im Handel erwerben (zB SB340, 3A 40V).
Über die Notwendigkeit anschliessender Siebung wurde ja schon geschrieben.