Dionysische Schenkung?

Wer kann mir bitte kurz und knapp sagen, worum es sich bei der sogenanntewn Dionysischen Schenkung handelt?
danke,
bb

Hallo bb!

Du meinst doch sicher die „Konstantinische Schenkung“??!!

Werner

Hallo Werner,

Du meinst doch sicher die „Konstantinische Schenkung“??!!

Ich weiß selber mit dem komischen Begriff nichts anzufangen. Kannst du mir erklären, was die Konstantinische Schenkung ist, und weißt du, was mit dionysisch gemeint ist? Ich habe was im Hinterkopf, dass es irgendwas von einem Dionysos gab, der für eine Figur in der Urgemeinde gehalten und deshalb hoch geschätzt wurde, was sich aber später als Irrtum herausstellte. Gibts von ihm vielleicht eine Prophezeiung oder sowas?
danke,
bb

Hallo bb!

Konstantinische Schenkung
(lat. Donatio Constantini), im 15.Jh. als Fälschung erkannte Urkunde, nach der Konstantin d. Gr. den Vorrang Roms über alle Kirchen anerkennt und dem Papst die Herrschaft über Rom und alle abendländ. Prov. zugesteht; zw. 750 und 850 entstanden, diente in den Auseinandersetzungen mit dem Kaisertum zur Legitimierung päpstl. Herrschafts- und Besitzansprüche (Kirchenstaat).

© 1999 Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG

Die andere Schenkung ist mir nicht bekannt. Ich werde mal suchen.

Gruß Werner

Konstantinische Schenkung
(lat. Donatio Constantini), im 15.Jh. als Fälschung erkannte
Urkunde, nach der Konstantin d. Gr. den Vorrang Roms über alle
Kirchen anerkennt und dem Papst die Herrschaft über Rom und
alle abendländ. Prov. zugesteht; zw. 750 und 850 entstanden,
diente in den Auseinandersetzungen mit dem Kaisertum zur
Legitimierung päpstl. Herrschafts- und Besitzansprüche
(Kirchenstaat).

© 1999 Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG

DICKES BUSSI!!!(Du bist doch hoffentlich kein Mönch?)

Die andere Schenkung ist mir nicht bekannt. Ich werde mal
suchen.

Ich glaub es geht um eine Prophezeiung, aber irgendwas Wichtiges was nmit diesem Dionysius.
Danke!
bb

Hallo bb !

Es gibt einen Dioysius (der Gerechte), König von Portugal 1279-1325, Sohn von Alfons III.
Dieser stftete 1290 die Universität Lissabon (1308 nach Coimbra verlegt).

Weitere 9 Dionysius gibt es, aber ohne daß erwähnt wird, daß sie etwas geschenkt haben.
Also haben sie nie etwas weltbewegendes verschenkt, daß es heute so wichtig ist, um im Lexikon zu stehen.

Gruß Werner

Hallo, Barbara,
vielleicht kannst Du damit etwas anfangen?
Zitat (die Konstantinische Schenkung betreffend)
Erst Lorenzo Valla, der ja auch die Legende der konstantinischen Schenkung zerstört hat, konnte in seiner erstmals 1504 im Druck erschienenen „Collatio novi testamenti“ ungefährdet Abälards Zweifel (19) wiederholen[54]); von ihm an datiert die moderne Forschung das Ende der Dionysius-Legende[55]), doch sollte es noch bis ins 19. Jahrhundert dauern, bis man die drei im Mittelalter miteinander verschmolzenen Gestalten wieder säuberlich auseinanderzuhalten wußte[56]).

Ende Zitat aus http://www.uni-konstanz.de/FuF/Philo/Geschichte/Pats…

Re: Konstantinische Schenkung:
Konstantin d. Gr. überträgt dem Papst das kaiserliche Palatium, die kaiserlichen Hoheitszeichen sowie’Provinzen, Orte und Städte der Stadt Rom, und aller italischen bzw. westlichen Regionen’. Der römische Klerus erhält Würde und Vorrechte des Senats, der Kaiser verläßt Rom.
Früh als Fälschung erkannt, dennoch hochwirksam für die päpstliche und kaiserliche Herrschaftstheorie. 1440 als Fälschung nachgewiesen (durch Lorenzo Valla). Unwahrscheinlich ist, daß sie bereits bei der sogenannten ‚Pippinschen Schenkung‘ vorlag.
( http://www.susas.de/MA2_3_1.htm )

Re Dionysius-Legende
DIONYSIUS von Paris, Märtyrer, Heiliger, † um 285. - Bischof Gregor von Tours († 594) berichtet in seiner „Historia Francorum“, D. sei in Italien geboren, um die Mitte des 3. Jahrhunderts mit 6 anderen Bischöfen von Rom nach Gallien gekommen und als der erste Bischof von Paris mit dem Schwert hingerichtet worden. Die Sage erzählt, D. habe nach der Enthauptung seinen Kopf selber an die Stelle getragen, an der er von einer frommen Frau, Catulla, begraben worden sei. Die Hinrichtungsstätte nannte man später mons martyrum (Montmartre). An seiner Grabstätte erbaute man im 5. Jahrhundert eine Kirche. Dagobert I. gründete dort 623 oder 624 die Benediktinerabtei St. Denis und wurde 638 in der Kirche begraben, in der 25 Könige, 10 Königinnen und 84 Prinzen und Prinzessinnen beigesetzt wurden. - D. ist der Nationalheilige der Franzosen und einer der 14 Nothelfer und sein Gedenktag der 9. Oktober. Hilduin, seit 815 Abt von St. Denis, identifizierte in seiner Lebensbeschreibung des D. diesen mit Dionysius Areopagita, dessen Werke Ludwig der Fromme 827 durch eine byzantinische Gesandtschaft als Geschenk des Kaisers Michael Balbus (820-829) erhalten hatte. In diesem Irrtum blieb das ganze Mittelalter befangen, obwohl Peter Abaelard (1079-1122), Jacques Sirmond (1559-1651), Jean de Launoi (1603-78) u. a. widersprachen.
( http://www.bautz.de/bbkl/d/dionysius_v_p.shtml )

Beste Grüße
Eckard.

Und noch ein Nachklapp
Hallo, Barbara,
Bei der sog „Dionysischen Schenkung“ handelt es wohl sich um die angeblichen Schriften des Dionysius Areopagita, die 827 von den Byzantienern an Ludwig d. Frommen übergeben wurden.
( http://www.bautz.de/bbkl/d/dionysius_areopagita.shtml )
So nun ist’s wohl geklärt :smile:
Gruß Eckard.