ich setze mich gerade mit dem Diplom bzw. dem Bachlor / Master auseinander. Eine Frage konnte ich mir bis jetzt noch nicht beantworten:
Wenn ich das Diplom mache muss ich ja bekanntlich eine Diplomarbeit schreiben. Wie sieht es denn aus, wenn die Unis schon auf den Bachlor bzw. Master umgestellt haben. Muss ich dann zum Semesterende Klausuren und am Ende eine Bachlor-Arbeit schreiben, oder gebe ich wie beim Examen im Laufe der Zeit ganz viele Hausarbeiten ab… und schreibe am Ende so etwas ähnliches wie die Leute, die ihr Examen machen?
Wenn ich das Diplom mache muss ich ja bekanntlich eine
Diplomarbeit schreiben. Wie sieht es denn aus, wenn die Unis
schon auf den Bachlor bzw. Master umgestellt haben.
Anstelle der Dipl-Arbeit hat man eine Bachelor- bzw. Masterthesis zu schreiben.
Die Zeitdauer der Thesis ist dabei in der Studienordnung festgelegt.
muss ich dann zum Semesterende Klausuren und am Ende eine
Bachlor-Arbeit schreiben, oder gebe ich wie beim Examen im
Laufe der Zeit ganz viele Hausarbeiten ab…
Das kommt vermutlich auf den Studiengang an. Hausarbeiten in größerer Anzahl
hatte zumindest ich (tech. Studium) bisher nicht.
Wenn du dein Diplom angefangen hast, dann machst du es natürlich auch nach deiner DPO zu Ende, undzwar mit den Regeln fürs Diplom und nicht für den Master. Du wirst also wie alle anderen vor dir auch eine Diplomarbeit schreiben. Wenn deine Uni Bachelor und Master anbietet, dann studieren diese Studenten nach einer anderen DPO, parallel neben deiner.
Servus!
Wie Steffie sagt: solang du nicht irgendwie aktiv die Richtung wechselst (also vom Diplom auf Bachelor - oder doch von Examen auf Bachelor?), wirst du nach der Studien- und Fachprüfungsordnung geprüft, mit der du angefangen hast bzw für die du dich zuletzt eingeschrieben hast.
Kleiner Hinweis: Examen und Diplomprüfung haben nicht wirklich viel miteinander zu tun; das sind zwei komplett verschiedene Prüfungen!
Solltest aufpassen, dass du nicht was durcheinander würfelst …
Und die Art der Prüfungen legt jede Uni allein fest. Bei uns im Diplomstudiengang haben wir auch nach jedem Semester direkt die Prüfungen. Es gibt auch noch Unis bzw. Fächer, die haben nach einem Jahr jeweils die Prüfung dann gleich über 2 Semester. Da würd ich mal in der Studienordnung des gewünschten Fachs an der gwünschten Uni lesen …
Gruß
peherr
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Der Master geht nicht einanderthalb Jahre länger soweit ich weiß, 5 Jahre lang, wie Diplom (Uni) auch. Ansonsten ist es einfach ne neue DPO meiner Meinung nach und dass es halt, wie gesagt, international anerkannt wird. Und dass es quasi zweigeteilt ist: Bachelor und Master, dass man also zwischendrin aufhören kann mit nem anerkannten Abschluss.
Was ist denn der Unterschied zwischen einen Diplom-Abschluss
und einen Master-Abschluss?
ist halt ein anderes System.
Ausser das er im Ausland anerkannt wird
Die Vergleichbarkeit zum Ausland ist leider nicht immer gegeben.
und das der Master ca.
einandhalb Jahre länger geht
Bachelor/Master wurde u.a. eingeführt, um schneller zu werden!
Bachelor sollte ca 6 Semester an der Uni dauern, Master ca 3. Bachelor ist die
Eintrittsvoraussetzung zum Master-Studium.
Weiterer Unterschied: ein Diplom wird wohl keiner deines Jahrgangs mehr
machen…
Und dass es quasi
zweigeteilt ist: Bachelor und Master, dass man also
zwischendrin aufhören kann mit nem anerkannten Abschluss.
Ist auch andersrum möglich: nach Bachelorabschluss erst arbeiten, später dann
mastern.
M.W. kann man sich aber als Studienanfänger nicht für einen Masterstudium
einschreiben, sondern muss erst den B. machen.
Diplom ist ein Erstabschluss an der Uni.
Der Master als Aufbaustudiengang zum Bachelor entspricht einem Zweitstudium mit möglicherweise Zulassungsbeschränkungen (Aufnahmeprüfung, NC, oder Ähnlichem). Nicht jeder wird die Zulassung einfach so bekommen.
Auch über das Thema „Gebühren für ein Zweitstudium“ sollte man sich dann mal Gedanken machen. Mit momentan noch 500 EUR pro Semester (in Bayern) kann der Punkt nicht vernachlässigt werden.
Der Zeitaufwand für Diplom und die Kombination Bachelor & Master dürfte sich etwa die Waage halten. Bachelor wird mit etwa 6 Semestern angesetzt, dazu nochmal ca 4 Semester für den Master-Abschluss; dem gegenüber steht das Diplom mit 10 Smestern (jedenfalls im technischen Bereich).
Problematisch ist allerdings, dass viele Unis bzw. Fachbereiche sich noch nicht schlüssig sind, was aus dem bisherigen Grund- und Hauptstudium in den Bachelor eingehen soll. Die stark verkürzte Studienzeit erfordert eine ziemlich Straffung des Lehrplans mit Wegfall einiger Vorlesungen.
Anders ausgedrückt: die ersten paar Studienjahrgänge im Bachelor werden von der Uni als Experiment genutzt, um Erfahrungen mit den neuen Bedingungen zu sammeln!
Und für mich kann persönlich kann ich sagen: sehr viel Wissen und Verständnis der Materie ist erst so ab Ende des 5. Semesters bei mir gekommen - vorher war ich primär damit beschäftigt, irgendwie die Prüfungen zu bestehen …
Wie das in einem Bachelor-Studiengang aussehen würde, kann ich aber nicht sagen; bin mit meinem Diplomstudiengang ziemlich glücklich!
Gruß aus Erlangen
peherr
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Ist auch andersrum möglich: nach Bachelorabschluss erst
arbeiten, später dann
mastern.
M.W. kann man sich aber als Studienanfänger nicht für einen
Masterstudium
einschreiben, sondern muss erst den B. machen.
So meinte ich das eigentlich auch
War schon richtig, Master kann man nur machen, wenn man den Bachelor schon hat. Ich meinte halt, dass man, wenn man es sich „zwischendurch“ (auf dem Weg zum Master, den man sich vielleicht als Ziel gesetzt hat) noch anders überlegen kann und nicht mit einem wertlosen Vordiplom da steht, sondern dann was richtiges hat und anfangen kann, zu arbeiten. (Und später weitermachen kann, wenn man will)
Zuerst einmal solltest du zwischen Bachelor/Master, Magister und Examen unterscheiden! Es gibt dann auch noch den Magister. Den hast du ja aber nicht genannt, also lassen wir ihn weg ;o)
Es ist richtig, dass du bei einem Diplom-Studiengang eine Diplomarbeit schreiben musst. Wenn du auf Examen studierst, musst du zumeist auch eine Arbeit schreiben. Examen machen Lehrer, Ärzte und Jurastudenten.
Doch die Gewichtung der mir bekannten Arbeiten ist auch an verschiedenen Unis unterschiedlich. In Bayern schreibe ich eine sogenannte Zulassungsarbeit für das Examen, während ich in Sachsen-Anhalt eine richtige Examensarbeit schreibe. Die heißen nicht nur unterschiedlich, sondern sind es auch vom Niveau und der Gewichtung in der Note her. Das wird bei Diplom- und bei Bachelor- bzw. Masterarbeiten ähnlich sein. Wenn du das genau wissen willst, solltest du die Studienordnung deines gewünschten Studienganges einsehen.
Also ich studiere ja nun auf das gute alte Examen und muss genauso Klausuren schreiben wie ich Hausarbeiten abgeben muss, und am Ende wird es eben noch die Zulassungsarbeit und eine Reihe von Examensprüfungen. Die Diplomer, die ich kenne, schreiben zumeist Klausuren (oder mündliche Prüfungen) und machen mal alle paar Semester eine Projektarbeit mit schriftlicher Ausfertigung. Andere haben in ihrem Leben noch keine Hausarbeit geschrieben und rennen von Prüfung zu Prüfung. Bei allen fallen aber die abschließenden Prüfungen nicht weg.
Wenn du mal googelst (z.B. nach „Bachelor“ und „Abschlussarbeit“) findest du viele Richtlinie dazu. Auch hier wirst du sehen, dass es je nach Uni sehr unterschiedliche Anforderungen gibt. Bei „Master“ und „Abschlussarbeit“ kommen ähnlich viele Antworten. Am besten ist wirklich nachfragen bzw. bei Verfügbarkeit selbst in den entsprechenden Studien- und Prüfungsordnungen nachschauen.
Einige unserer Profs sind momentan mit der modellhaften Umsetzung des Bachelor/Master beschäftigt und klagen hin und wieder ihr leid. Nach einem Pädagogikprof müsse das komplette Studium auf Vorlesungen umgestellt werden, um den Studierenden überhaupt theoretisch zu ermöglichen, die Mindestpunktzahl an ECTS-Punkten zu erreichen. Ach ja, und nach jeder Vorlesung müsse es dann auch immer eine Prüfung geben…
Der Verantwortliche in Politik redete ähnlich: man müsse, um alle Module anbieten zu können, noch mindestens zehn Leute anstellen.
Liebe Grüße,
die Lidscha,
die froh ist, auf das gute alte Examen studieren zu dürfen ;o)
Einige unserer Profs sind momentan mit der modellhaften
Umsetzung des Bachelor/Master beschäftigt und klagen hin und
wieder ihr leid. Nach einem Pädagogikprof müsse das komplette
Studium auf Vorlesungen umgestellt werden, um den Studierenden
überhaupt theoretisch zu ermöglichen, die Mindestpunktzahl an
ECTS-Punkten zu erreichen. Ach ja, und nach jeder Vorlesung
müsse es dann auch immer eine Prüfung geben…
Der Verantwortliche in Politik redete ähnlich: man müsse, um
alle Module anbieten zu können, noch mindestens zehn Leute
anstellen.
Also, das kommt nun auch wieder auf den Studiengang und die Uni an. Ich hatte z.B. in Deutschland Seminare und Vorlesungen. Für ein Seminar hab ich 6 ECTS Punkte bekommen und für ne Vorlesung 3. Wir haben aber meist die Veranstaltungen besucht, die auch die Diplomer und Magisterleute belegt hatten. Dadurch hab ich sowohl Hausarbeiten als auch Klausuren und mündliche Prüfungen gemacht. Am Ende hätte eine Thesis gestanden.
Hier in England bekommt ich pro Modul 20 ECTS Punkte und brauche 60 pro Semester. Ein Modul beinhaltet meine Vorlesung sowie das dazugehörige Seminar. Mein Studiengang fällt etwas aus dem Rahmen, da wir z.B. keine Klausuren schreiben. Deshalb beschränkt es sich bei mir jetzt auf Referat+Special Assignment (kann ne kleine Klausur, unabhängiges Projekt etc. sein)+ Hausarbeit. Nächstes Jahr muss ich meine Dissertation/Thesis einreichen.
Es scheint also wirklich überall unterschiedlich zu sein. Nur Vorlesungen haben zu wollen/sollen kann ich aber nicht nachvollziehen. Das Seminar ist doch nötig um sich auch mal eigenen Ideen und Projekte widmen zu können.
Es scheint also wirklich überall unterschiedlich zu sein. Nur
Vorlesungen haben zu wollen/sollen kann ich aber nicht
nachvollziehen. Das Seminar ist doch nötig um sich auch mal
eigenen Ideen und Projekte widmen zu können.
Was anderes behaupten unsere Profs auch nicht: nur Vorlesungen seien schädlich, man brauche eben mehr Leute, um die Seminare bewerkstelligen zu können. Da ohnehin gerade gekürzt wird (frei gewordene Stellen werden nicht neu besetzt usw.), will man ein bißchen Aufmerksamkeit heischen ;o)
Aber gerade wenn das Lehramtsstudium hier auf BA/MA umgestellt würde, könnte ich mir diesen Engpass sehr gut vorstellen. Ich brauche im Laufe meines Studiums 8 Scheine in Deutsch, wovon 4 Einführungsscheine sind und mit Klausur und Massenveranstaltung abgehalten werden. Die anderen 4 sind Seminare. Damit hätte ich nach kurzer Recherche 36 ECTS-Punkte gesammelt. Wahnsinn, ich habe mal was von 80 insgesamt gelesen (je nach Studiengang)!? Es geht den Leuten halt darum, dass die Seminare, für die es mehr Punkte gibt als für Vorlesungen, dann komplett überlaufen wären und man diese dann nicht mehr anbieten würde bzw. soviele anbieten müsste, dass alle versorgt sind, es aber nicht soviele Lehrende gibt.
(Natürlich sind meine Zahlen jetzt nicht allzu real, weil das bei uns alles noch am Modell verläuft.)
Das Problem der internationalen Vergleichbarkeit ist ja auch ein Kritikpunkt der BA/MA-Gegner. Bildungsföderalismus tut dem halt nicht gut.
Hallo!
Man schreibt i.d.R. seine Bachelor-Thesis sowie seine Master-Thesis. Der Umfang der Arbeit und die Dauer der Bearbeitungszeit wird - wie derzeit bei den Diplomarbeiten auch - sicher von der jeweiligen Uni/FH abhängig sein, steht dann vermutlich in der Prüfungsordnung.
Gruß
kathi
Aber gerade wenn das Lehramtsstudium hier auf BA/MA umgestellt
würde, könnte ich mir diesen Engpass sehr gut vorstellen. Ich
brauche im Laufe meines Studiums 8 Scheine in Deutsch, wovon 4
Einführungsscheine sind und mit Klausur und
Massenveranstaltung abgehalten werden. Die anderen 4 sind
Seminare. Damit hätte ich nach kurzer Recherche 36 ECTS-Punkte
gesammelt. Wahnsinn, ich habe mal was von 80 insgesamt gelesen
(je nach Studiengang)!?
Hm, ich brauche insgesamt 360 Punkte. Allerdings hab ich in D. gemerkt, dass ich auch wesentlich mehr machen musste (das mag nicht überall so sein) als die Diplomer. Bei uns haben Teilnahmescheine nicht gezählt und in einem Semester hatte ich 10 Klausuren und drei Hausarbeiten zu bewältigen.
Es geht den Leuten halt darum, dass
die Seminare, für die es mehr Punkte gibt als für Vorlesungen,
dann komplett überlaufen wären und man diese dann nicht mehr
anbieten würde bzw. soviele anbieten müsste, dass alle
versorgt sind, es aber nicht soviele Lehrende gibt.
Bei uns waren damals Vorlesungen und Seminare zu belegen. Man konnte also nicht einfach nur Seminare machen um schnell die Punkte zu bekommen. Allerdings waren die meisten Veranstaltungen immer sehr überfüllt und gelegentlich wurden wir auch rausgeschmissen (da will man was lernen und darf nicht!).
Hier in England sind meine Seminargruppen nie größer als 25 Leute, hatte auch schon welche mit nur 8 Teilnehmern. Die Vorlesungen können in größeren Gruppen stattfinden aber dann gibt es eben mehrere parallele Seminare dazu. Nun ist meine Uni ja ziemlich klein, aber an Dozenten mangelt es zumindest nicht. Wir haben in meinem Fach gerade erst zwei neue bekommen, die nächstes Semester anfangen.