Hallo,
ich bin Studentin der BWL und bin gerade auf der Suche nach einem geeigneten Thema für meine Diplomarbeit. Ich würde gerne im Bereich Marketing/ Unternehmensethik schreiben. Bevorzugt Themen im Bereich Kundenwert/ Kundenzufriedenheit-/ bindung und dies halt mit einem Ethik Thema verbinden. Und genau hier liegt das Problem. Ich weiß nicht, wie ich beides verbinden kann …
Vielleicht habt Ihr ja ein paar Ideen und Vorschläge für mich.
Viele Grüße
Heike
Hi !
Bereich Kundenwert/ Kundenzufriedenheit-/ bindung
und dies mit einem Ethik Thema verbinden.
Die Fragen sind doch, wo fängt bei dir Kundenwert, … an bzw. wo hört er auf. Und wie verhält es sich bei der Ethik.
Denken wir also an die ganzen z.Z. bestehenden Kundenbindungsprogramme, allen voran Payback. Kundenwert, -bindung dürfte dieses Thema auf jeden Fall haben.
Der ethische Aspekt, und da muss vor allem die Vergangenheit bemüht werden, liegt im „Ausspionieren“ privater Daten und das Zusammenführen dieser Daten in Dateien. Erst in jüngster Zeit wird auch in der breiten Öffentlichkeit über die Verwendung der gesammelten Daten berichtet.
Oder ein ähnlich prominentes Beispiel dürfte google darstellen. Anfangs nur Suchmaschine, später auch mail-Anbieter, dann Kartenlieferant und jetzt auch „Office“-Anbieter. Welche Daten bei den jeweiligen Zugriffen auf die Produkte wie verwendet werden, dürften wohl nur wenige wissen. Ob diese Vorgehensweise (Speichern der Daten ist das Eine, gezielter Verkauf der Daten das Andere) mit ethischen Grundsätzen vereinbar ist, kann je in der DA beleuchtet werden.
Das Ergebnis wird halt wesentlich von der verwendeten Ethik-Definition abhängen.
Andere Frage könnte sein: Wann wird jemand als „Kunde“ betrachtet.
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Ist z.B. ein Arbeitnehmer der Kunde seines Arbeitgebers?
Kundenbindung: geringer Lohn, überlange Arbeitszeit
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Ist ein Steuerzahler der Kunde des Finanzamtes?
bei einem FA gibts Ratenzahlung nach telefonischer Rücksprache für € 10.000 bei einem anderen muss man sich für € 500 komplett offenbaren.
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Ist ein ALG II-Empfänger der Kunde einer ARGE?
Kundenbindung über Dummhalten, permanentes Abfragen unnötiger Daten, Vermittlung an Stellen zu denen Qualifikation nicht passt, …
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Ist ein Student Kunde seiner Uni?
Kundenbindung: Mensa, Bibliothek, Kopierkosten, Öffnungszeiten, PC-Angebot, Uni-Sport, Hilfen beim Umgang mit Behörden, Gestellung von Wohnungen am Studienort, halten bekannte Profs die Vorlesungen, …
etc.
Wie würde in den Beispielen die „Kundenbindung“ aussehen. Welche Möglichkeiten gibt es zwischen den beiden (Vertrags-)Parteien, die Zufriedenheit zu erhöhen, die Abhängigkeiten zu verstärken, …
Wie wären dann diese Maßnahmen aus ethischer Sicht zu bewerten?
Hoffe, ein paar Anregungen waren dabei.
BARUL76
Ebenfalls wäre es in diesem Zusammenhang denkbar, die Problematik der DAtensammlung zu betrachten… Als Untenrehmen möchtest du natürlich so viele Daten wie möglich sammeln, was der Kunde aber nicht mitbekommen soll… Deswegen läuft es ja gerne über „dritte“ Anbieter wie die gängigen Bonuskartenprogramme.