Diplomarbeit BWL, wieviel eigen/fremd?

Hallo,

jedem ist ja bekannt, das eine diplomarbeit die erste richtige wissenschaftliche arbeit ist. was aber, wenn ein rein theoretisches thema schon nahezu voll bearbeitet wurde, umfangreiche materialien von wissenschaft & co. vorliegen.

eine reine zitatenarbeit ist ja nicht das ziel, viel feld zum eigen-forschen besteht allerdings auch nicht mehr.

wo ist ein geeignetes verhältnis des zitierten quantums? möglichst viel zitat kann nicht ziel sein, man kann aber auch nicht alles was man liest einfach in eigene worte umschreiben (ist ja auch als vgl. zitat anzugeben)…

wer hat anmerkungen? achso: rein akademische frage, juristen schreiben natuerlich keine diplomarbeiten :wink:

danke:

der showbee

alles eigen…
Hallo!

jedem ist ja bekannt, das eine diplomarbeit die erste richtige
wissenschaftliche arbeit ist. was aber, wenn ein rein
theoretisches thema schon nahezu voll bearbeitet wurde,
umfangreiche materialien von wissenschaft & co. vorliegen.

Vielleicht ist dann das Thema falsch gewählt? Ziel ist doch, eine Lücke zu finden, zu der es eben noch nichts gibt… und da gibt es IMMER und in JEDEM Bereich was, glaub mir da mal :wink: Im Gegenteil, es ist oft schwierig, diese Lücken klein genug zu halten, dass sie im Rahmen einer Diplomarbeit (oder bei mir jetzt Promotion) bearbeitbar sind…

eine reine zitatenarbeit ist ja nicht das ziel, viel feld zum
eigen-forschen besteht allerdings auch nicht mehr.

Was sagt der Prof/DA-Betreuer dazu? Die kennen in der Regel die Lücken…

wo ist ein geeignetes verhältnis des zitierten quantums?
möglichst viel zitat kann nicht ziel sein, man kann aber auch
nicht alles was man liest einfach in eigene worte umschreiben
(ist ja auch als vgl. zitat anzugeben)…

Nur so viel, um Deine eigenen Argumente zu untermauern…

wer hat anmerkungen? achso: rein akademische frage, juristen
schreiben natuerlich keine diplomarbeiten :wink:

Ähm ja :smile: ebenso akademische Antwort!

Viele Grüße

Dennis

manchmal ist es auch ganz anders als man zuerst de
Hallo bei mir war das bei der MAgisterarbeit so, da krieg ich ein Thema, such mir Literatur und freu mich schon mal zwei ältere Arbeiten zu finden, die sich im ähnlichen Bereich bewegen. Eine Diss aus den 60gern und eine ausführliche historische Einleitung zu einem medizinischen FAchbuch aus den 40gern. Prima denk ich mir, brauch ich mich mit dem ganz alten Kram nicht so lange aufzuhalten, zieh mir raus, welche Quellen die bearbeitet haben und schau mir die noch mal an um meine eigenen Schlüsse zu ziehen. Dann kann ich mich ausgibig mit der Moderne beschäftigen, und kann da meine Museumsstücke um die es eigentlich gehen sollte verbraten.
Tja, doch dann stell ich fest, dass in den sogar mit Seitenzahlen angegeben Quellen, die ich mir extra besorgt habe (so dicke lateinische Schmöker aus dem 16.Jh. per Mikrofiche), kein Wort von dem steht, was da angeblich drin sein soll, sondern nur ein paar interessante zum Thema im weitesten Sinne passende Zeichnungen und geometrische Berechnungen, aber keine Messungen um die es mir ging. Und ich konnte nachweisen dass der Typ von dem die Diss war, aus genau zwei Arbeiten wechselseitig alles abgeschrieben hat (ich hatte durchaus Lust, den der entsprechenden Uni zu melden, habs aber dann doch gelassen, da es für einen niedergelassenen Arzt kaum einen Unterschied macht ob mit oder ohne Dr.), wobei diese beiden Arbeiten vor allem Legenden enthielten, deren genauere Überprüfung sämtliche Theorien zu Luftblasen werden liessen.
Ich hab also den großteil meiner 6 Monate damit verbracht diese Legenden richtigzustellen und konnte dann nur noch die Moderne irgendwie zusammenschustern, die vorhandenen Geräte dienten mir nicht einmal mehr als Fotomodell, da es seltene Stücke waren, für die ich kaum Literatur oder andere Zeugnisse (Gebrauchsanweisungen etc.) fand und darüber war mein Prof natürlich nicht sehr erfreut. Ich konnte halt nur noch die großen Strömungen und Entwicklungslinien zeigen, aber es hat zumindest den medizinischen zweitkorrektor beeindruckt, was alles in 6 Monaten zu schaffen ist („für einen Mediziner wäre es selbst für eine Diss zuviel, das grenzt ja schon fast an eine Habil-schrift“). so kam dann trotzdem noch eine halbwegs anständige ZEnsur bei rum.
Also schau dir das Thema erst genau an und befrag deinen Prof nochmal, ob er schon weiß, wo noch Lücken oder schlechte bearbeitungen sind, oder ob es Mehrere Sichtweisen zu einem Komplex gibt etc. Dann wirst du es schon vermünftig eingrenzen können.
Schöne Grüße Susanne

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Hallo,

jedem ist ja bekannt, das eine diplomarbeit die erste richtige
wissenschaftliche arbeit ist. was aber, wenn ein rein
theoretisches thema schon nahezu voll bearbeitet wurde,

das gibt es nicht. auch wenn es den schein der vollkommenheit hat. selten ist ein thema voll bearbeitet.

umfangreiche materialien von wissenschaft & co. vorliegen.

nutze sie als referenz verbessere sie, wiederlege sie, finde luecken.

eine reine zitatenarbeit ist ja nicht das ziel, viel feld zum
eigen-forschen besteht allerdings auch nicht mehr.

wie heisst den das thema?:smile:bin neugierig…

mfg
rene