ich hab mal gehört, dass es Software gibt, welche das Formatieren von Diplomarbeiten erheblich erleichtert. Angeblich stellt eine Uni, keine Ahnung welche, diese kostenlos zum Download zur Verfügung. Weiß jemand von Euch was darüber?
ich hab mal gehört, dass es Software gibt, welche das
Formatieren von Diplomarbeiten erheblich erleichtert.
Klar, LaTeX.
Bei jeder Linux-Distribution dabei, für Windows unter http://www.miktex.org/ .
Aber um das nutzen zu können, ist etwas Einarbeitung erforderlich (dazu ein gutes Buch zu LaTeX), da man nicht sieht, was im Endeffekt auf dem Papier erscheint. Man schreibt eine Art „Quelltext“, welcher neben dem eigentlichen Text auch Steuerinformationen (Überschriften, Hervorhebungen, etc.; siehe z.B. Aufzählung unten) enthält, und „kompiliert“ diesen per LaTeX zum fertigen Dokument, was man dann ansehen oder drucken kann.
Dafür
\begin{itemize}
\item funktioniert LaTeX auch mit großen Dokumenten zuverlässig
\item macht solche Sachen wie Querverweise, Inhalts-, Literatur-, Abbildungsverzeichnis, Numerierung, etc. automatisch
\item Kann (wahrscheinlich als einziges System) Formeln richtig verarbeiten
\item Die Dokumente kann man ohne großen Aufwand in andere Formate bringen, wie html, pdf.
\end{itemize}
Eine bestehende Arbeit in Latex zu konvertieren, ist sicher vom Aufwand her zu hoch, aber wenn noch nichts vorhanden ist, ist LaTeX sicher eine Alternative zu anderen Textverarbeitungen / Satzsystemen.
es kommt ganz darauf an, in welchem Bereich sich die Diplomarbeit bewegt. Für rein textlastige Arbeiten kommt man mit Word vollkommen aus, wenn man nicht hinterher einen Output als Buch in Satzqualität benötigt. Hat man viel mit Formeln und speziellen Geschichten zu tun, kann ein Satzsystem wie LaTex die richtige Wahl sein.
Gruß vom Wiz
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es kommt ganz darauf an, in welchem Bereich sich die
Diplomarbeit bewegt. Für rein textlastige Arbeiten kommt man
mit Word vollkommen aus, […]
ja.
Wenn man ein paar Regeln beachtet:
Lege nie ein Dokument mit über 20 Seiten an.
Sichere Deine Arbeit regelmaessig - also nicht nur regelmaessig speichern, sondern regelmaessig die Datein sichern (fuer den Fall, dass Word eigenmaechtig etwas aendert und es Auto-irgendwas nennt).
Benutze keine Fussnoten.
Fuege keine Bilder in Dein Dokument ein, von denen Du hinterher willst, dass sie auch an dieser Stelle auftauchen.
Dann kann man mit Word ganz gut klarkommen
*Sarkasmus aus*
Hallöle,
vielen Dank für Eure Antworten! Mit Latex werd ich’s jetzt wirklich mal versuchen, Mehrarbeit für Einarbeitung sch…egal. Ich möcht zwar nicht zu denen gehören, die standardmäßig Microsoft-Hass-Tiraden vom Stapel lassen, aber mit Word reicht’s mir jetzt einfach. Ich krieg so’n nervöses Zucken, wenn ich an die letzten Formatierungsversuche (Fußnoten, Einbinden von Graphiken, etc.) denke.
na da gäbe es dann natürlich auch noch die andere Seite:
fange niemals erst bei Deiner Diplomarbeit damit an, Dir die weitergehenden Funktionalitäten von Word zur Formatierung anzusehen!
Lerne den Umgang mit Formatvorlagen, Gliederungsfunktion, Grafikeinbindung, manueller Trennung zunächst an einem kleinen und übersichtlichen Dokument!
Nutze von der ersten Zeile eines größeren Dokuments entweder sofort die richtigen Absatzformate, oder schreibe erst einmal vollkommen ohne Formatierung!
Begreife, dass die Fortsetzung von langen Fußnoten auf Folgeseiten richtig und korrekt und kein Fehler des Programms ist!
Und dann kann man ganz problemlos auch Texte von über 100 Seiten inkl. Gliederung, Bildern und Nummerierungen, etc. recht problemlos in Word erstellen und muss vor allem erheblich weniger Aufwand in das Erlernen der zusätzlich benötigten Details stecken, als sich in einer Phase in der man ohnehin genug Stress und zuwenig Zeit hat, erstmals mit einer vollkommen neuen Programmgattung - Satzsysteme - auseinanderzusetzen.
BTW: Wie ich schon schrieb, sind für Arbeiten insbesondere im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich Satzsysteme wie LaTex immer die bessere Wahl. Aber ein Jurist, der nur 100 Seiten mit 400 Fußnoten und einer ordentlichen Gliederung, etc. braucht, würde mit Kanonen auf Spatzen schießen, wenn er etwas anderes als eine herkömmliche Textverarbeitung hierfür einsetzen würde. Allerdings sind mir so in meinen Unijahren ein den lieben Komilitonen immer wieder die obigen und mehr Punkte begegnet, die zum Scheitern der ganzen Aktion und zur Verteufelung von Word und anderen Textverarbeitungen geführt haben, die überhaupt nichts mit dem Programm sondern mit der mangelnden Einarbeitung zu tun haben. Klar, auch Word ist verbesserungswürdig, aber ich möchte nicht wissen, was Leuten passiert, die schon mit Word nicht klarkommen, wenn sie sich so unvorbereitet an LaTex setzen würden.
Gruß vom Wiz
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fange niemals erst bei Deiner Diplomarbeit damit an, Dir die
weitergehenden Funktionalitäten von Word zur Formatierung
anzusehen!
Lerne den Umgang mit Formatvorlagen, Gliederungsfunktion,
Grafikeinbindung, manueller Trennung zunächst an einem kleinen
und übersichtlichen Dokument!
[…]
oh was fuer eine tiefe Wahrheit.
Wir koennten sie noch schnell auf ander Programm erweitern und haetten so etwas wie eine goldene Computerregel:
„Versuche nie in dem Moment, wo Du ein Programm brauchst zu lernen, wie es funktioniert.“
Und dann kann man ganz problemlos auch Texte von über 100
Seiten inkl. Gliederung, Bildern und Nummerierungen, etc.
recht problemlos in Word erstellen und muss vor allem
erheblich weniger Aufwand in das Erlernen der zusätzlich
benötigten Details stecken, als sich in einer Phase in der man
ohnehin genug Stress und zuwenig Zeit hat, erstmals mit einer
vollkommen neuen Programmgattung - Satzsysteme -
auseinanderzusetzen.
These: Wenn ich VOR der Arbeit weiss, ich muss etwas neues lernen (Tex o.aeh.), dann setze ich mich bewusst damit auseinander. Ich weiss, ich muss mich an etwas gewoehnen und es so, wie mir die Anleitung sagt bedienen.
Und ich falle nicht darauf rein, dass ich Word ja „kann“ und entdecke mein Unvermoegen und die Notwendigkeit zu lernen, wenn es zu spaet ist.
fazit: wenn ich mich damit auseinandersetze, kann ich auf beide Arten gute Ergebnisse erhalten.
Wenn ich mich nicht damit auseinandersetze nicht.
oh wie wahr gesprochen! Aber solange immer noch der Großteil der Bevölkerung meint, er könne mit jedem Computerprogramm ohne jegliche Einarbeitung sofort perfekte Arbeit abliefern, nur weil sein Genius soweit reicht, den Netzschalter zu finden, werden wir uns wohl damit abfinden müssen, von entfernten Verwandten und Bekannten immer wieder kurz vor Mitternacht am Abgabetag einer wichtigen Arbeit aus dem Bett geschmissen zu werden, um die unsäglich verformatierten Arbeiten auf den letzten Drücker noch wieder in etwas lesbares zu verwandeln.
Und die Erweiterung dieser Regel auf alle Programme würde einen dann ja schon fast arbeitslos machen. Habe zehn Jahre lang kaufmännische Lösungen verkauft und betreut, und es aufgegeben, weil ich merkte, dass es aus den Köpfen der Kunden einfach nicht rauszubekommen war, dass man mit dem Kauf einer Fibu nicht automatisch zum vollausgebildeten Bilanzbuchhalter wird.