Diplomarbeit im Unternehmen

Hei leute,

ich studier… ratet mal, BWL*gg* und gedenke wegen Geldmangels (und anderer gruende*gg*) meine diplomarbeit (am liebsten mafo, marketing) in einem unternehmen zu schreiben. jetzt frag ich mich: wie komm ich ran?? und wie wahrscheinlich ist es, da zum zuge zu kommen? (ich weiss, kommt drauf an, aber trotzdem). gibt es da auch so boersen? koennt natuerlich mich bei den unternehmen erkundigen, was sie grad haben, aber da sind die aussichten wieder darauf beschraenkt, was fuer unternehmen mir so einfallen.

also wie habt ihr so ne stelle gefunden und war’s schwer??

viele gruesse

saus

Hallo Saus!
Ich schicke es gleich vorweg: Ich habe keinen Betrieb gefunden, der mich bei meiner Diplomarbeit betreuen/unterstützen wollte.
Ich habe lange im www gesucht und dann die für mich interessanten Firmen (deutschlandweit) angeschieben.
Teilweise kommt man bei uns nur über die Profs. an Diplomarbeiten, die in Zusammenarbeit mit Firmen erstellt werden sollen, ran. Wenn du einen bevorzugten Prof. hast, sprich Ihn doch einfach mal an!

viele gruesse

Tiffy

Moin,

ich studier… ratet mal, BWL*gg*

ist doch gut…

[…]mafo, marketing) in einem unternehmen zu schreiben.

Ich bin zur Zeit im Praktikum bei Volkswagen in Hannover.

Eins vorweg auch von mir. Du brauchst einen sehr langen Atem! Die Unternehmen können aus den Vollen schöpfen und begreifen langsam den Studenten als billige Arbeitskraft.

Also wie bin ich das ran gekommen.
Ich habe im Internet in deren Stellenbörse (hat jedes größere Unternehmen online) gesucht und mich beworben, Vorstellungsgespräch und genommen worden. Mehr nicht :wink: Klingt jetzt sehr einfach, ist es aber nicht. Zensurentechnisch könnte ich besser sein, aber naja, das steht auf einem anderen Blatt. Aber was ich damit sagen will, ist dass man nicht zwangläufig der Kracher beim Notespiegel oder Zeugnissen sein muss.
Beworben habe ich mich ca. 4 Monate im voraus. Eine Rückmeldung kam drei Wochen vor Start. Kommt je nach Unternehmen drauf an. Die meisten tendieren zu 6 Monate vorlauf. Man sollte sich auch nicht wundern, wenn sehr lange Zeit nach der Bewerbung bzw. eines Bestätigungsschreibens funkstille herscht. Die großen Unternehmen lassen sich sehr viel Zeit. Viele sind hier schlimmer als eine Behörde.
Hinterher telefonieren hat meiner Erfahrung nach wenig bewirkt, weil die Bewerbung gerade in irgendeiner Abteilung war - also Geduld.

Zu den Stellen: Bewirb dich am besten auch auf Stellen, die vielleicht nicht zu 100% deinen Vorstellungen entsprechen. Gerade Marketing ist oft überlaufen und dann doch nicht so spannend, wie es scheint. Ich bin im Kundendienst und es macht eine Menge spass. Weiterhin erhöhen sich die Chance eingeladen zu werden. Die Unternehmen laden sich nämlich nicht eine Horde von Bewerbern ein, sondern selektieren im Vorfeld sehr stark, so dass eine Einladung schon von sehr konkreten Vorstellung des Unternehmens ausgeht.

Bei kleineren Unternehmen, wo die Strukturen flacher sind, lohnt es sich mit Sicherheit den Mitarbeitern auf die Nerven zu gehen, wie der Status aussieht.

Verdienst ist unterschiedlich. Mit Vordipl. fällt dieser höher aus. Verhandlungsspielraum hast du bei großen Unternehmen gar keinen. Da musst du nehmen, was kommt. Bei kleineren ist etwas fingspitzengefühl angesagt.
Urlaub etc. gilt oben genanntes.

Thema Berbungsgespräch: Es scheint, so hatte ich den Eindruck, wenn man das wirtschaftlich Umfeld eines Unternehmens kritisch hinterfragt. Gerade dann, wenn es nicht so rosig aussieht und dies mit der Frage verbindet, wie man den die nächsten Jahre meistern möchte. VWN schreibt immer noch tief rote Zahlen.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber es wäre glaube ich etwas viel…
Bei weiteren Fragen, schick mir doch einfach ne Mail.

Grüße aus Hannover und viel Glück…
SpukieMulder

Hei,

Bei kleineren Unternehmen, wo die Strukturen flacher sind,
lohnt es sich mit Sicherheit den Mitarbeitern auf die Nerven
zu gehen, wie der Status aussieht.

dazu kann ich nur sagen, dass das nicht überall gut ankommt. Bei uns wird es eher als ‚nervend‘ angesehen - wenn der Bewerber den Eingang bestätigt bekommen hat, kann er davon ausgehen, dass die Bewerbung gerade bearbeitet wird, evtl. in verschiedenen Abteilungen landet und entsprechend alles ein bissl länger dauert (wurde ja weiter unten schon angesprochen).

Da hilft es dann auch nichts, wenn der Bewerber zig-mal anruft und nachfragt und bohrt und quengelt usw. Ich sitze zwar nicht in der Personalabteilung, als GF-Sekretärin bekomme ich die Reaktionen auf solche Bewerber allerdings aus erster Hand mit. Und die sind fast immer negativ, wenn zu häufig angerufen wird.

Ein Anruf, um zu fragen, ob ‚die Bewerbung denn auch angekommen ist‘, ist völlig in Ordnung, damit können dann auch vielleicht noch ein paar andere Fragen gestellt werden. Aber das sollte es dann auch gewesen sein.

Ach ja, ich arbeite für eine Tochtergesellschaft einer großen deutschen Bank, Investmentgeschäft, in FfM. Mitarbeiter: 45.

Grüße & viel Erfolg
Natascha

wenn du bei prof. und aushaengen kein glueck hast, dann gelbe seiten oder das telefonbuch, daraus firmen suchen,oder bei gugl nach der branche suchen, in die du willst. da findest du dann den internetauftritt vieler firmen, dann anrufen und danach fragen, wie die bewerbung sein soll, internet oder schriftlich.
dann bewerben…

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aeh… verwechselst du da nicht was? wenn ich diplarbeit schreiben will, natuerlich hab ich da vordiplom. und ein diplomand ist kein praktikant. das unternehmen muss schon irgendwie mit uni zusammenarbeiten, zumindest das thema abstimmen. diplarbeit heisst nicht, dass ich ausschliesslich fuer die firma abreite, ich muss die moeglichkeit haben, wissenschaftlich zu arbeiten, dh. es muss was bei rumkommen, was es so vorher noch nicht gegeben hat, neue erkenntnisse, verstehste?

naja… und es muss schon zu 100% sein, dass ich mir eine diplomarbeit in genau diesem unternehmen zu diesen thema vorstellen kann. alles andere waere verschwendung von zeit und ressourcen.

deine schilderungen scheinen dein praktikum zu betreffen, woher weiss ich wie das VW mit diplomarbeiten handhabt? ich bin uebrigens nicht geil auf massenhaft kohle und ein unternehmen, dass 100% der deutschen kennen. ich bin auch mit weniger kohle zufrieden in irgendeiner firma, wenn das thema und das umfeld stimmt. das ist das einzige, was fuer mich wichtig ist.

viele gruesse

saus

hi tiffy,

stimmt. jetzt wo du’s sagst… frueher hab ich solche aushaenge am lehrstuhl mal gesehen. mir faellts wieder ein. aber ich hab meine uni schon seit nem jahr nicht mehr von innen gesehen… deswegen hab ichs vergessen

danke. saus

HAllo,

irgendwie verstehe ich das problem nicht wirklich.
ok, du suchst ne stelle für deine dipl. arbeit.
aber aus eigener erfahrung muss ich sagen, dass es bei mri selbst, sowie bei meinen Kommilitonen eigentlich gut geklappt hat, was zu bekommen. beiu den einem ging es schneller, manch anderer musste ein bissl mehr bemühungen da rein stecken.
ich bin so vorgegangen:
aushänge in der uni bzw. profs fragen
im internet rumgesucht, es gibt dipl.stellen, aber die ausgeschriebenen oft mit vorgegebenen themen
oder bewirb dich zunächst auf praktikum , beim vorstellungsgespäch rückst du damit raus, dass du auch ne dipl. arbeit schreiben willst

dir wird vielleith angeboten,erst praktikum, dann dipl.arbeit oder beides parallel.
so habe ich es gemacht, und es lief super.
du musst dir ahlt selber im voraus gedanken machen, welches thema du anbieten könntest, woran sie auch interesse hätte.
oder das unternehemn schlägt dir was vor und in der abstimmung mit der uni, kann man es noch ein wenig anpassen.

habe das jetzt nur in eile geschrieben, sorry für die fehlerchen.

bei weiteren fragen … gern per mail.

Grüße,
Franzi

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huhu,

danke fuer deine antwort:smile: hinterher scheint es immer leichter als vorher:smile: beispiel: mein traumpraktikum.

vorher: aaaach, da kommst du nie ran. eine (die einzigste) bewerbung und schwupp war ich da.

hinterher: mensch war das leicht:smile:

trotzdem wars reine glueckssache, dass eben alles gepasst hat. haette genauso gut ein paar monate dauern koennen, bis ich DAS praktikum gefunden haette. aber gut zu hoeren, dass alle,die du kennst, untergekommen sind und wie’s funktionniert hat.

also mich als praktikant zu bewerben find ich ein bisschen lahm. ich bin dann im 9. semester, hab alles, was man als bwl’ler haben kann inkl. alle examenspruefungen… da seh ich irgendwie den personaler vor meinen unterlagen sitzen und sagen „was will die jetzt noch (oder schon wieder) nen praktikum machen?“ belehrt mich eines besseren, wenn ich falsch liege!

viele gruesse

saus

Hallo,
interessant, dass du aus „Kostengründen“ eine Diplomarbeit in einem Unternehmen schreiben willst.
Wir haben gerade einen Diplomanden, der bekommt aber keinen Pfennig Geld dafür, dass er bei uns seine Arbeit schreibt :wink:

Beatrix

huhu,

dann hat er sicher das ideale thema gefunden und bestimmt seid ihr die nettesten kollegen und betreuer, die es gibt:smile: haaaach, das wuensch ich mir auch, und ein bisschen geld, es muss wirklich nicht viel sein und auch gar nicht zum leben reichen. aber vielleicht ueberleg ichs mir ja nochmal. was fuer ein unternehmen seid ihr denn:wink:

viele gruesse, saus

Moin,

aeh… verwechselst du da nicht was? wenn ich diplarbeit
schreiben will, natuerlich hab ich da vordiplom. und ein
diplomand ist kein praktikant. das unternehmen muss schon
irgendwie mit uni zusammenarbeiten, zumindest das thema
abstimmen.

Muss das Unternehmen das? Im Vorfeld kann ein Unternehmen ausschreiben, was es möchte. Hochschulen muss es sich dabei nicht anpassen. Im weiteren Verlauf liegt die Abstimmung vielfach beim Studenten, der gerade am Schreiben ist.

diplarbeit heisst nicht, dass ich ausschliesslich
fuer die firma abreite, ich muss die moeglichkeit haben,
wissenschaftlich zu arbeiten, dh. es muss was bei rumkommen,
was es so vorher noch nicht gegeben hat, neue erkenntnisse,
verstehste?

Klar muss da etwas sinnvolles bei rum kommen und weder ein Prakti, noch ein Dipolmant solllte für Ablage „P“ arbeiten. Da geben ich dir vollkommen recht.

naja… und es muss schon zu 100% sein, dass ich mir eine
diplomarbeit in genau diesem unternehmen zu diesen thema
vorstellen kann. alles andere waere verschwendung von zeit und
ressourcen.

Der Punkt ist eher der, dass die Unternehmen dir zu einem Großteil vorschreiben kann, worüber du schreiben sollst. Sie können aus vielen Bewerbern wählen.

deine schilderungen scheinen dein praktikum zu betreffen,
woher weiss ich wie das VW mit diplomarbeiten handhabt?

Du wolltest einige Erfahrungen und Tips haben. Waren diese für Bewerbungen für eine Dipl.arbeit absolut nicht zu gebrauchen?!

bin uebrigens nicht geil auf massenhaft kohle und ein
unternehmen, dass 100% der deutschen kennen. ich bin auch mit
weniger kohle zufrieden in irgendeiner firma, wenn das thema
und das umfeld stimmt. das ist das einzige, was fuer mich
wichtig ist.

Der Bekanntheitsgrad bringt VW halt mit sich. Momentan ist es nicht gerade sehr angenehm dort zu arbeiten, wenn man an die Presseberichte denkt…
Thema gutes Umfeld ist durch fast nichts zu ersetzen. Habe mich letztendlich auch für das „bessere“ angenehmere Umfeld entschieden.

Ciao Spukie

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huhu,

jepp, das thema und zielstellung muessen naemlich vom zustaendigen pruefungsamt anerkannt werden. will das U ne kapitalflussrechnung der letzten jahre haben (kam vor!), koennt ich das leider nicht machen, weil da die „erkenntnisse“ fehlen, d.h. wuerde vom pruefungsamt nicht anerkannt werden. ich muesste also vorher mit dem thema zu meinem prof, der „entscheidet“, ob das als diplomarbeit durchgeht und ggf. muss das thema halt angepasst werden. klar, das unternehmen kann schreiben lassen worueber es will, es muss aber ein paar kriterien erfuellen, sonst wird es keinen diplomanden finden:wink:

mhmh eigentlich wollt ich keine infos zum bewerbungsablauf, weil den ablauf kenne ich. wollt wissen, wie’s vor der bewerbung ausschaut. trotzdem danke!

saus