Diplomarbeit - Kommasetzung - Dringend ;)

Hallo zusammen,

ich finde für folgendes einfach keine Regel - oder Lösung und jeder, den ich frag, ist sich unsicher:

also wenn ich im Satz mit z.B.
… laut Schmidt (2008)…
… nach Schmidt (2008)…
… so Schmidt (2008)…

darauf hinweise, dass er das gesagt hat, muss dass dann immer (einheitlich) mit Kommas abgegrenzt werden, oder gibt es da keine Regel für?
Einschübe werden doch nicht unbedingt durch Kommas abgegrenzt, sondern nur wenn es den Lesefluss erleichtert, oder?

Manchmal fühlt sich ein Komma „richtig“ an und manchmal denke ich es erschwert den Lesefluss, wäre sehr froh, wenn sich da einer auskennt :wink:

möglichst heute oder morgen :smile:

Vielen, vielen Dank!!!

und hier noch ein paar Beispielsätze:

Was laut Rappaport (1998) zu geringerer Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und letztendlich zu höheren Arbeitslosenraten führt, da Unternehmen in anderen Ländern ungehindert Restrukturierungen vornehmen können.

Insbesondere, wenn die Entscheidung für eine Übernahme auf Basis des zu erwartenden Gewinn je Aktie getroffen wird, denn diese Kennzahl, so Rappaport (2006), verrät nichts über das langfristige Potential der Unternehmenswertsteigerung.

Es ist zwar unternehmenspolitisch schwierig einen relativ erfolgreichen Bereich zu veräußern, nur weil er in den Händen anderer noch wertvoller ist, jedoch kann nach Rappaport (2006) der Unternehmenswert dadurch nachhaltig gesteigert werden.

Andere Leistungen sollten, so Rappaport (2006), hingegen auf effizientere und verlässliche Akteure ausgelagert und zu geringeren Kosten bezogen werden.

Hallo!

… laut Schmidt (2008)…
… nach Schmidt (2008)…

Hier ist kein Komma vorgeschrieben - sie können aber gesetzt werden, wenn man die Formulierung als Einschub behandeln will. Ich würde in diesem Fall aber Gedankenstzriche vorziehen.

… so Schmidt (2008)…

Hier müssen Kommata stehen. Will man die Formulierung als Einschub behandeln, kann man Gedankenstriche vorziehen.

Einschübe werden doch nicht unbedingt durch Kommas abgegrenzt,

Doch, eigentlich schon. Von den oberen drei Beispielen ist aber nur eines ein „Einschub“, nämlich das letzte - ich sehe das als einen eliptischen Nebensatz. Die anderen beiden sind einfache Satzglieder.

Gruß,
Max

Von den oberen drei Beispielen ist nur eines ein „Einschub“, nämlich das dritte.

Vielen Dank!
bestätigt mein Gefühl :wink: super!

Hallo Nadia,

falls Du mitten in der Nacht schier am Verzweifeln sein solltest wegen der Tücken der deutschen Zeichensetzung, und kein w-w-w-ler ist mehr weit und breit:
http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/…

Viel Erfolg
Pit

auch sehr schön! Vielen Dank!

noch eine Frage: man soll ja in der DA möglichst einheitlich schreiben, also immer in Gegenwart. Jetzt habe ich einige Sätze bei denen ich meine, da lässt sich doch die Vergangenheit nicht vermeiden. Vielleicht habt ihr noch eine schnelle gute Meinung dazu :wink:

Dankeschön!!!

Hier die Beispielsätze:

Drucker (1991) untersuchte als einer der Ersten das sich verändernde Machtverhältnis, in dem insbesondere institutionelle Investoren ihren Einfluss drastisch dadurch ausweiten konnten, dass sie die größten Kreditgeber und Eigentümer von Unternehmen zugleich waren.

Die Vorstandsvergütung stellte ein weiteres großes Thema in den 90ern dar.

Das Vertrauen in die Führung der Unternehmen und die veröffentlichten Geschäftszahlen war tief erschüttert.

Lange Zeit wurde der Artikel ignoriert, erst mit Beginn der 70er Jahre entstanden vermehrt Beiträge, die die ‘Theorie der Firma’ nach Coase weiterentwickelten.

Williamson prägte 1975 den Begriff der Neuen Institutionenökonomik, die in der Regel auf drei Annahmen zurückgeht: individuelle Rationalität , Opportunismus und Existenz von Transaktionskosten.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts stieg die Anzahl der Eigentümer eines Unternehmens beachtlich an, was zur Folge hatte, dass die vormals enge Bindung zwischen Eigentümern und Management sich zunehmend auflöste.

Wie Berle und Means (1932) in Ihrer Studie zeigten, war diese Veränderung mit einer klaren Machtverschiebung zu Gunsten des Managements verbunden.

Zeiten
Moin,
das ist schon richtig so. Man schreibt die Arbeit im Präsens, wenn man Fakten, eigene Erkenntnisse, etc. darstellt.
Wenn Du aber auf Handlungen aus der Vergangenheit verweist, wird dafür auch das Präteritum verwendet.
Also, wenn XY im Jahre 1980 etwas untersuchte, dann schreibst Du auch XY untersuchte bereits 1980…, wenn bestimmte Forschungsergebnisse in den 90er wichtig waren, schreibst Du auch bereits in den 90er Jahren waren die Ergebnisse seiner Forschungen von großer Bedeutung….
Lediglich Sätze wie seinen Ausführungen von 1980 kann man entnehmen werden im Präsens geschrieben, denn das kann man ja heute noch entnehmen und nicht nur im Erscheinungsjahr.

Hoffe, das war verständlich, bei weiteren Fragen gerne melden.

LG und Viel Erfolg

Danke dann bin ich beruhigt :wink:

Hallo Nadia,

die von Dir gefürchteten Fallstricke hast Du umschifft, im dritten Beispielsatz fehlt aber ein Komma nach „schwierig“.

Ansonsten: Schön, dass es auch heute noch Diplomanden gibt, die sich um solche „Details“ Gedanken machen. Ich lese vor allem Diplomarbeiten von Technikern, und da kommt einem manchmal das kalte Grausen, wenn man Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung betrachtet.

Gruß & Viel Erfolg

smalbop

bestätigt mein Gefühl :wink: super!

-) … für irgendwas muß meine Magisterarbeit über Einschübe ja gut gewesen sein …

Guten Abend.

Kommamäßig habe ich nichts hinzuzufügen, aber die beiden Sätze

Was laut Rappaport (1998) zu geringerer Wettbewerbsfähigkeit […]

Insbesondere, wenn die Entscheidung für eine Übernahme auf […]

erscheinen mir merkwürdig, sofern sie nicht im Original nur Satzglieder sind. Die würde ich noch mal, wie das hiesige Idiom formulöre, prüfen täten :wink:

GEK

danke für den Hinweis - war mir auch aufgefallen habe ich jeweils mit dem satz davor durch Komma verbunden :wink:

danke

ja ich habe auch schon schlimme Texte gelesen - zur Zeit sehe ich in jeder Zeitung nur noch Fehler :wink:

Hallo,
es gibt keinen Grund, ja es wäre sogar falsch, solche Literaturhinweise durch Komma(ta) abzutrennen/einzuschließen o. ä.
Halten Sie es wie in Ihren Beispielsätzen, die allesamt richtig verfahren. In einem dieser Sätze muß nach alter Orthographie allerdings der erweitere Infinitv abgetrennt werden
Alles Gute!
Dr. H.

Hallo!

In einem dieser Sätze muß nach alter
Orthographie allerdings der erweitere Infinitv abgetrennt
werden

Auch nach der neuen, da ein Bezugswort im Hauptsatz vorhanden ist: „Es“.

Liebe Grüße
Immo