Werte Experten,
mein Neffe (genauer: Sohn der Stiefschwester meiner Ehefrau) wünscht, in meinem Hause seine Diplomarbeit zu verfassen, d.h. ich werde mich als firmenseitiger Betreuer zur Verfügung stellen.
Es ist mir jedoch unklar, bis zu welchem Maße ich ihm vor bzw. nach Anmeldung indirekt „helfen“ darf.
Ich habe als Unternehmer einerseits bestimmte Wünsche, was eine wissenschaftliche Aufarbeitung bestimmter Vorgänge betrifft, zum anderen habe ich branchenspezifische Kenntnisse, so dass ich von bestimmten Bereichen abraten bzw. zu bestimmten Themenvorschlägen raten könnte, was wiederum meinem Neffen das Erstellen seiner Diplomarbeit stark vereinfachen würde.
Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Neffen und stand ihm während seines Studiums als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung, so dass ich über Studieninhalte sehr genau informiert bin. Daher habe ich zum einen Vermutungen über seine Themenvorschläge als auch Meinungen dazu (konkret, wo dabei Schwerpunkte gesetzt werden sollten) bzw. Kenntnisse über den momentanen Stand der Wissenschaft samt der dazugehörigen Literatur in unserer Bibliothek. Darüber hinaus bin ich in der Lage, bestimmt 3 annehmbare Themenvorschläge zu erstellen, die sich wiederum an den Interessen des Unternehmens anlehnen UND für eine Diplomarbeit ergiebig und m.E. rel. leicht zugänglich sind.
Mir ist gegenwärtig nicht ganz klar, wie weit diese „indirekten Hilfen“ gehen dürfen. Durch gemeinsame Erarbeitung der Themenvorschläge sowie durch die vorhandene Selektion der Fachliteratur in unserer Bibliothek entstünde meinem Neffen bereits ein nicht unerheblicher Vorteil. Wie weit können/sollen die „konstruktiven Gespräche“ während der Erstellung, für die ja in sovielen Publikationen gedankt werden, gehen?
Besten Dank für Eure Guidelines und Erfahrungen,
speedofthoughts