Diplomarbeit - Wann anmelden?

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit hatte ich hier mal meine Probleme bei der Findung eines Betreuers für eine Diplomarbeit thematisiert. Nun habe ich einen Betreuer und ein mögliches Thema gefunden. Glücklicher bin ich aber auch nicht.

Ich frage mich gerade, wann soll ich die Arbeit anmelden?
Standart-Antwort auf diese Frage ist sicherlich: Dann wenn Du eine Gliederung hast!

Tja - eine Gliederung hätte ich, aber:

Ich habe noch keine Ahnung, womit ich die Gliederung füllen bzw. die einzelnen Gliederungspunkte verbinden soll. Was bei der Arbeit herauskommt kann ich mir schon ganz gut vorstellen und der Weg dorthin lässt sich auch finden. Aber ich habe bisher keinen blassen Schimmer, warum das, bezogen auf ein bestimmtes Themengebiet (in dem ich mich so gut wie gar nicht auskenne), von Interesse ist. Klar, ich kann die Einleitung auch zum Schluss schreiben, jedoch wäre es sicherlich nicht unvorteilhaft schon während des Schreibens ein gewisses Problembewusstsein zu besitzen.

Kommt das Problembewusstsein während des Schreibens schon von allein? Soll ich mit der vorhandenen Gliederung einfach anmelden, oder soll ich lieber noch weiter recherchieren?

Wie sind Eure Erfahrungen? Was soll ich machen?

MfG
Stephan

PS: Ein Themenwechsel kommt aufgrund mangelnder Alternativen für mich nicht in Frage. Ich will einfach nur noch fertig werden.

Ganz pragmatisch
Hallo Stefan

Wenn möglich, lass dir mit dem Anmelden soviel Zeit wie möglich. Ich habe meine Diplomarbeit angemeldet, als sie zu 95% fertig war.
Viele Profs interessiert nämlich die vorgegebene Zeitspanne wenig bis gar nicht. Und wenns dann doch länger dauert (aus welchem Grund auch immer) geht dann die Rennerei um Genehmigungen zur Fristverlängerung los.
Denn Prof interssiert es in der Regel auch nicht, ob die Arbeit angemeldet ist oder nicht.

Also lass dir Zeit.

Schönen Tag noch

Ratz

PS: Bei uns im Prüfungsamt haben die Damen immer gelächelt, wenn die Dipl.arbeit angemeldet und am nächsten Tag abgegeben wurde…

Hallo Stephan,

interessante Frage…

Warum ich das schreibe: Weil ich in meiner Naivität eigentlich bisher davon ausging, dass man seine Diplomarbeit dann anmeldet, wenn man mit ihr beginnt. Das hat dann allerdings nichts mit einer Gliederung o.ä. zu tun:wink:

Was dieses Spiel auf Sicherheit (Anmeldung zum letztmöglichen Zeitpunkt, am besten einen Tag vor Abgabe) soll, ist mir ehrlich gesagt noch nie eingegangen. Denn dieses Spiel führt häufig sowohl auf Seiten des Arbeiters als auch des Betreuers dazu, dass es zu einer never ending story wird. Denn man kann letztendlich immer das Thema weiter vertiefen…
Wenn aber ein Endtermin feststeht, ist für Terminfokusierung auf allen Seiten gesorgt. Und mal ehrlich: 3- 6 Monate je nach Studienfach sind def. ausreichend für eine Dipl.-Arbeit. Alles andere ist reine Zeitverschwendung…

Meine Meinung
Jürgen

Hallo Stefan,

wenn Du eine Gliederung hast, überleg Dir, womit Du die Kapitel füllst. Wenn Du genug Quellen zusammen hast und sagen kannst, womit Du jedes Kapitel füllen willst, kannst Du dich anmelden. Lass dir auf jeden Fall viel Zeit am Ende für Formatierung und so weiter. Damit kannst Du unnötige Punktabzüge verhindern. Achte peinlich genau auf die Vorgaben Deines Profs (Seitenanzahl usw.). Die meisten interresiert es nicht wirklich, was drin steht, sondern nur der Aufbau und die Form.

War meine Erfahrung. Und nix überstürzen, man kann die Diplnote mit etwas Sorgfalt nochmal ordentlich anheben.
tschö
Thomas

Mir ist nochwas eingefallen. Erkundige Dich vorher, wie Dein Prof benotet. Meiner hat mir im Kolloquium eröffnet, dass er sehr ungern Einser vergibt.

tschö
Thomas

Hallo

  1. Was hat die Gliederung mit dem Anmeldezeitpunkt Deiner
    Arbeit zu tun. Du meldest sie an, wenn Du beginnst zu
    schreiben. Fertig, aus!

Ohne eine vorliegende Gliederung lässt sich kein Prof auf die Anmeldung ein. Wahrscheinlich haben die schon ihre schlechte Erfahrungen mit einigen Studenten gesammelt. Ich möchte eine möglichst detaillierte Gliederung haben, um zu wissen, dass ich auch keinen Aspekt vergessen habe. Natürlich gehts auch um die Realisierbarkeit.

  1. Offensichtlich hast Du keine Ahnung von dem Thema das Du
    bearbeiten sollst. Wie kann das sein?

Da hast Du gar nicht mal so unrecht mit. Die Situation an meiner Uni zwingt mich dazu ein Thema zu wählen, von dem ich noch nicht einmal im Entferntesten was gehört habe, weil es nicht zu meinen Studienschwerpunkten gehört. Auf ein anderes Thema müsste ich noch ein paar Monate warten. Das möchte ich nicht, weil ich schon viel zu lange nach einem Betreuer suchen musste.

  1. Wieso hast Du kein Problembewußtsein bei Deiner
    Aufgabenstellung. Wieso kennst Du aber trotzdem bereits das
    Ergebnis der Arbeit?

In Arbeit soll geklärt werden, wie in der Dienstleistungsbranche eine Kostenzurechnung auf einzelne Kunden erfolgen kann. Aufhänger für dieses Thema ist der Kundenwert.
Wie die Kostenrechnung aussehen soll kann ich mir schon vorstellen. Die bereits konsumierte Literatur bestätigt meine Meinung. Somit steht das Ergebnis fest. Problem ist für mich die Verbindung mit dem Kundenwert. Die Literatur, die ich zu diesem Themengebiet bisher gelesen habe, äußerst sich nur sehr abstrakt. Klare Forderungen werden nicht gestellt. Es hilft mir wenig, wenn ich lese, dass dieser Bereich bisher zu sehr vernachlässigt wurde, obwohl er doch so wichtig ist. Warum es so wichtig ist, und was die genau wollen, hat sich mir noch nicht erschlossen.
Ich weiss, dass ich phantasielos bin. Aber was soll man von einem Studenten, der vor allem die „klassischen“ BWL-Fächer belegt hat, auch erwarten? Um die „Laberababa-Fächer“ a la Marketing habe ich im Studium einen großen Bogen gemacht.

  1. Ich versteh das alles nicht. Ich habe mir z.B. ein
    interessantes Unternehmen gesucht und bei denen eine
    empirische Untersuchung über ein Thema durchgeführt, das in
    Deutschland 1994 noch nahezu unbearbeitet war (Messung von
    Dienstleistungsqualität). Das hat Spaß gemacht und eine gute
    Note eingebracht.
    Die Dipl.-Arbeit ist doch im BWL-Studium eigentlich das
    einzige das wirklich Spaß macht, da man sich frei aussuchen
    kann worüber man schreibt.

Mich würde wirklich Deine ehrliche Meinung dazu interessieren.

Ich finde das Hausarbeitenschreiben nicht besonders toll, obwohl ich dort auch immer gute bis sehr gute Leistungen vollbracht habe. Ich empfand es immer als Hölle. Leider gehöre ich nicht zu den Leuten, die an einem Wochenende mal eben 20 Seiten schreiben können. Ich bin schon froh, wenn ich in einer Woche 5 Seiten schaffe.
Spaß kann es vielleicht machen, wenn einen das Thema interessiert. Das ist bei mir (zumindestens noch) nicht der Fall. Dazu kommt noch eine gehörige Portion Prüfungsangst. Meine Kommilitonen nehmen das schon nicht mehr ernst, weil sie sich im Nachhinein sowieso immer als vollkommen unbegründet darstellt. Meine Prüfungsergebnisse versetzten mich immer wieder in ungläubiges Staunen, weil nicht die erwartete 4 sondern eine 1 vor dem Komma stand. Mein Selbstbewußtsein hat sich davon allerdings wenig angenommen.

Zur Zeit geht es mir einfach nur darum den richtigen Zeitpunkt für die Anmeldung zu finden, damit es zumindestens für ne 4 reicht. Mir fehlt noch einiges an Wissen und Literatur (wenn es die, so wie ich sie suche, überhaupt gibt).
Es kann mir niemand die Entscheidung abnehmen. Ich frage mich dennoch, reichen 3 Monate um das erforderliche Wissen anzuhäufen und dieses gleichzeitig in ca. 100 Seiten Text zu verarbeiten?

Ich kann meinen Wissensstand und Leistungsfähigkeit überhaupt nicht einschätzen. Wenn ich an die Worte eines Profs denke (Lernen sie mindestens für eine 1, dann bestehen sie vielleicht!) werde ich die Arbeit wahrscheinlich nie anmelden. Das kann es aber nicht sein.

Heuteabend werde ich auf jeden Fall meine vorhanden Gliederung nochmal überarbeiten, und die Tage mal zu meinem Prof gehen. Mal sehen, vielleicht bekomme ich ja den Eindruck mit dem Schreiben anfangen zu können.

MfG
Stephan

Hallo!

Also lass dir Zeit.

Aber soviel Zeit auch wieder nicht. Habe damit nämlich sehr schlechte Erfahrungen gemacht, nämlich dass ich so ca. 70% schon hatte, dann angemeldet hatte, der Prof aber, weil es ihn anscheinend genervt habe, dass ich zuviel Zeit vergehen habe lassen, ein vollkommen absurdes Datum als Starttermin in die Anmeldung geschrieben hatte (2,5 Jahre zurückdatiert!) und das Ende vom Lied war, dass meine Diplomarbeit für’n A… war und ich ne vollkommen neue anfangen durfte.

Viele Grüße
Manor

Hallo du,

vor einiger Zeit hatte ich hier mal meine Probleme bei der
Findung eines Betreuers für eine Diplomarbeit thematisiert.
Nun habe ich einen Betreuer und ein mögliches Thema gefunden.
Glücklicher bin ich aber auch nicht.

Ich frage mich gerade, wann soll ich die Arbeit anmelden?
Standart-Antwort auf diese Frage ist sicherlich: Dann wenn Du
eine Gliederung hast!

Tja - eine Gliederung hätte ich,

erzähle, was für ein thema ist das? wie seid ihr beide drauf gekommen?

aber:

Ich habe noch keine Ahnung, womit ich die Gliederung füllen
bzw. die einzelnen Gliederungspunkte verbinden soll.

wenn ich du wäre, würde ich alles schreiben, was mir einfällt. und zwar sobald es mir einfällt, da wo ich grad bin. wichtig ist dass du ausreichend papier bei dir hast. und dass du, eagl wie toll die idee grad ist, die rückseite frei lässt, damit du nicht zu hause deinen eigenen spam kopieren musst, um ihn entsprechend neu aufzumischen. wenn du fair bist, machst du entsprechend häufig ein brainstorming mit deinem co. die deadline bestimmt ja auch der experimentelle teil, tröst. insofern wirst du schon nicht gleich zum workaholic, wenn du das gliedern vertagst.

Was bei
der Arbeit herauskommt kann ich mir schon ganz gut vorstellen

schade,

und der Weg dorthin lässt sich auch finden.

hm.

Aber ich habe
bisher keinen blassen Schimmer, warum das, bezogen auf ein
bestimmtes Themengebiet (in dem ich mich so gut wie gar nicht
auskenne), von Interesse ist.

ist er nett? oder lässt er sich provozieren?

Klar, ich kann die Einleitung
auch zum Schluss schreiben, jedoch wäre es sicherlich nicht
unvorteilhaft schon während des Schreibens ein gewisses
Problembewusstsein zu besitzen.

grins.

Kommt das Problembewusstsein während des Schreibens schon von
allein?

ja, sobald der tisch zu klein wird oder das thema für dich so nicht mehr obenauf liegt, obwohl dein betreuer nett ist.

Soll ich mit der vorhandenen Gliederung einfach
anmelden, oder soll ich lieber noch weiter recherchieren?

gott sieht dich,

Wie sind Eure Erfahrungen?

es ist kein bund für´s leben. frustrier ihn. er wird dich anbeten. schließlich könntest du sein sohn sein.

Was soll ich machen?

alles.

PS: Ein Themenwechsel kommt aufgrund mangelnder Alternativen
für mich nicht in Frage. Ich will einfach nur noch fertig
werden.

das scheinst du schon zu sein, tröst. traut er sich zu redigieren oder kriegst du die eins so?

herzlich,

Hallo Stephan,

bei mir an der Hochschule ist in der Prüfungsordnung eine Anmeldefrist verankert, an die man sich halten muß (z.B. „Anmeldung muß bis Ende 8./9. Semester erfolgt sein“ o.ä.).
Ansonsten habe ich meine Anmeldung gemacht, nachdem ich meine Ist-Analyse durchgeführt und schon etwas Material recherchiert hatte; besser hinterher ein bißchen mehr Zeit, als der umständliche bürokratische Wahnsinn, um eine Fristverlängerung durchzusetzen.

Bin mittlerweile auf Seite 32 und habe immernoch keine Einleitung :smile: Mir geht es nämlich so, daß meine Inhaltspunkte immer wieder geringfügigen Änderungen unterworfen sind und ich deshalb meine Einleitung zum Schluß schreibe.
Während des Schreibens bekommt man ein anderes Bild und immer wieder neue Ideen für das Schreiben. So ist es jedenfalls bei mir. Allerdings sollte man immer sein Thema im Auge behalten, um nicht abzuschweifen und am Thema vorbeizuschreiben.

Liebe Grüße und viel Erfolg mit der Diplomarbeit!

Leidensgenossin P.S.

Hallo Christoph,

meines Wissens sind Einser nicht so selten und außergewöhnlich, wie Du schreibst.
Hätte ich nochmal die Wahl, würde ich mich vorher erkundigen, wie mein Prüfer bewertet. Ich war halt einfach etwas sauer wegen der Benotung gefolgt von seiner Aussage.

Gruß
Thomas

Hallo Stephan,

Ich möchte eine möglichst detaillierte Gliederung haben, um zu
wissen, dass ich auch keinen Aspekt vergessen habe. Natürlich
gehts auch um die Realisierbarkeit.

Man sollte aber trotzdem für Änderungen offen bleiben, manche Einflussgrössen sind dann doch irrelevant, andere müssen dgegen aufgegliedert werden …

  1. Offensichtlich hast Du keine Ahnung von dem Thema das Du
    bearbeiten sollst. Wie kann das sein?

Da hast Du gar nicht mal so unrecht mit. Die Situation an
meiner Uni zwingt mich dazu ein Thema zu wählen, von dem ich
noch nicht einmal im Entferntesten was gehört habe, weil es
nicht zu meinen Studienschwerpunkten gehört.

Aber Grundlagen des Controlling gehört wohl nicht in jedes Wiwi-Studium ?

  1. Wieso hast Du kein Problembewußtsein bei Deiner
    Aufgabenstellung. Wieso kennst Du aber trotzdem bereits das
    Ergebnis der Arbeit?

In Arbeit soll geklärt werden, wie in der
Dienstleistungsbranche eine Kostenzurechnung auf einzelne
Kunden erfolgen kann. Aufhänger für dieses Thema ist der
Kundenwert.
Wie die Kostenrechnung aussehen soll kann ich mir schon
vorstellen. Die bereits konsumierte Literatur bestätigt meine
Meinung. Somit steht das Ergebnis fest. Problem ist für mich
die Verbindung mit dem Kundenwert.

Als nicht-BWLer würde ja darauf tippen, dass es darum geht mglst. günstige Kunden d.h. Diffferenz zwischen Deckungsbeitrag (durch Kundenumsatz) abzgl. Werbungskosten (Marketing) zu generieren. Auch um zu wissen, ob die Erinnerungsmail/das 1000. Kunde-Goodie was bringt.

Ich weiss, dass ich phantasielos bin. Aber was soll man von
einem Studenten, der vor allem die „klassischen“ BWL-Fächer
belegt hat, auch erwarten?

Was Phantasie mit Fächern zu tun hat, ist mir leider völlig unklar.

Mich würde wirklich Deine ehrliche Meinung dazu interessieren.

Dazu kommt noch eine gehörige Portion Prüfungsangst. Meine
Kommilitonen nehmen das schon nicht mehr ernst, weil sie sich
im Nachhinein sowieso immer als vollkommen unbegründet darstellt.

Ich kenne auch einen, der jede Klausur mind. zweimal geschrieben hat, ob wohl er besser war als ich (=jedes mal beim ersten Mal bestanden). Beim zweiten bzw. driten Versuch hat er dann seine verdiente 1 bzw. 1,3 abgefasst. Mndl. hat alles beim ersten Mal geklappt (jeweils 1-2).

Es kann mir niemand die Entscheidung abnehmen. Ich frage mich
dennoch, reichen 3 Monate um das erforderliche Wissen
anzuhäufen und dieses gleichzeitig in ca. 100 Seiten Text zu
verarbeiten?

Man kann alles unendlich lang bearbeiten. Setz Dir einen Break z.B.
am 01.07. nach Ibiza, d.h. du solltest die Arbeit
zum 15.05. abgeben, damit die Verteidigung noch vor dem Urlaub ist.

Ich kann meinen Wissensstand und Leistungsfähigkeit überhaupt
nicht einschätzen.

s.o.

Wenn ich an die Worte eines Profs denke
(Lernen sie mindestens für eine 1, dann bestehen sie
vielleicht!)

gilt für Faulenzer nicht für dich s.o.

werde ich die Arbeit wahrscheinlich nie anmelden.

Alles hat ein Ende …

Das kann es aber nicht sein.

richtig

Tschuess MArco.

Hallo Stephan,

hast Du Dich mal gefragt, was ein wissenschaftliches Studium (und genau das ist ein Diplmstudiengang) bedeutet? Es bedeutet, dass der Kandidat, wenn er sein Studium soweit erfolgreich hinter sich gebracht hat, dass er die formalen Anforderungen zur Diplomanmeldung erfüllt, in der Lage sein soll, selbständig wissenschaftlich zu arbeiten. Das bedeutet im Einzelnen: Man ist fähig, in Absprache mit dem zuständigen Prof ein Thema zu formulieren und dieses realistisch einzugrenzen. Man ist in der Lage, zu diesem Thema selbständig zu recherchieren und auf dieser Grundlage das Thema zweckmäßig zu gliedern, um es systematisch bearbeiten zu können. Man ist in der Lage, seine Zeit vernünftig einzuteilen und sich soweit selbst zu disziplinieren, dass man seinen Zeitplan einhalten kann. Und schließlich: Man schafft es, innerhalb von (normalerweise) 6 Monaten die Arbeit von Anfang bis Ende zu er-arbeiten. (Von inhaltlichen Anforderungen mal ganz zu schweigen…).

Ich schreibe das nicht, um Dich zu ärgern oder zu schocken, sondern weil das der Anspruch ist, den Du auch an Dich selber haben solltest. Das Prinzip des Minimalaufwandes (wie das einige hier im Forum peinlicherweise proklamieren) ist absolut nicht empfehlenswert, schließlich willst Du in Deinem Leben sicher ein paar Ziele erreichen, was mit einer solchen Einstellung schwierig werden dürfte. Außerdem muss man sich daraufhin auch nicht wundern, dass das Fach Pädagogik im Allgemeinen auch unter (Sozial-)Wissenschaftlern nicht den besten Ruf bezügl. des akademischen Anspruchs genießt…

Also, denk darüber gelegentlich mal nach. Ich spreche aus Erfahrung. Übrigens: Es gibt in der Tat Profs, die auch Einser vergeben, aber die bekommt man in der Regel nicht geschenkt und das ist auch richtig so. Dass es dennoch möglich ist, kann ich Dir aus eigener Erfahrung bestätigen.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Erfolg und angenehmes Arbeiten!
Andrea

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit hatte ich hier mal meine Probleme bei der
Findung eines Betreuers für eine Diplomarbeit thematisiert.
Nun habe ich einen Betreuer und ein mögliches Thema gefunden.
Glücklicher bin ich aber auch nicht.

Ich frage mich gerade, wann soll ich die Arbeit anmelden?
Standart-Antwort auf diese Frage ist sicherlich: Dann wenn Du
eine Gliederung hast!

Tja - eine Gliederung hätte ich, aber:

Ich habe noch keine Ahnung, womit ich die Gliederung füllen
bzw. die einzelnen Gliederungspunkte verbinden soll. Was bei
der Arbeit herauskommt kann ich mir schon ganz gut vorstellen
und der Weg dorthin lässt sich auch finden. Aber ich habe
bisher keinen blassen Schimmer, warum das, bezogen auf ein
bestimmtes Themengebiet (in dem ich mich so gut wie gar nicht
auskenne), von Interesse ist. Klar, ich kann die Einleitung
auch zum Schluss schreiben, jedoch wäre es sicherlich nicht
unvorteilhaft schon während des Schreibens ein gewisses
Problembewusstsein zu besitzen.

Kommt das Problembewusstsein während des Schreibens schon von
allein? Soll ich mit der vorhandenen Gliederung einfach
anmelden, oder soll ich lieber noch weiter recherchieren?

Wie sind Eure Erf

ahrungen? Was soll ich machen?

MfG
Stephan

PS: Ein Themenwechsel kommt aufgrund mangelnder Alternativen
für mich nicht in Frage. Ich will einfach nur noch fertig
werden.

Hallo!
Das sehe ich auch so. Wenn der Prof keinen Druck macht, sollte man sich vielleicht 4 Wochen Vorlauf gönnen um fleissig Literatur zu bestellen, da das ja doch manchmal sehr lange dauert. Dann aber anmelden! Man tut sich selbst keinen Gefallen, wenn man sich nicht ein bisschen unter Druck setzt. Sag ich aus eigener Erfahrung :wink:
Gruß,
Iceman