Diplomarbeits-Thema finden (Bereich Film/3D/VFX)

Hallo liebe community,

Ich bin nun schon seit monaten auf der suche nach einem für mich passenden diplomarbeitsthema. Doch sobald ich ein thema gefunden habe und mich etwas länger damit beschäftige (= Ein exposé und ein inhaltsverzeichnis schreibe), komme ich zu dem entschluss, das es 1) dazu schon alles gibt und darüber alles gesagt wurde und 2) es dadurch sinnlos wird, monatelang soviel arbeit und energie in etwas zu investieren was niemand braucht.

Ich studiere im bereich film & 3d-computeranimation.

Mich interessieren folgende themen:

  • Science Fiction Film
  • Star Trek allgemein
  • Terminator 2
  • Digital Visual Effects
  • Special Effects
  • Fotorealistisches Darstellen von Computeranimationen (=Ein digitales Abbild der echten Welt erzeugen)
  • Kräftesimulation im Animationsfilm (Wie erzeuge ich Szenen welche für den Zuseher pure Macht, Kraft, Wucht, Einschlag ausdrücken).
  • Realanimationsfilm (Final Fantasy, Beowulf)

Ich habe bei nahezu jedem der obigen Themen bereits eine Forschungsfrage entwickelt und ein bisschen darüber geschrieben, doch am Ende bin ich nie damit zufrieden, weil ich mir auch sehr oft denke, das thema ist „zu groß“ für mich. Wenn zb. jemand der schon 20 Jahre in dieser branche gearbeitet hat, diese Arbeit schreiben würde dann wäre die arbeit wahrscheinlich um ein vielfaches besser, da dieser mensch verglichen mit mir auf einen unersetzbaren erfahrungsschatz von zig berufsjahren sitzt.

Eine Forschungsfrage wäre zb gewesen: Wie ersetzbar sind analoge special effects, durch den technischen wandel der digitalen bildbearbeitung (digital visual effects).
Das würde mich einerseits sehr interessieren, andererseits ist das thema so unglaublich groß und es hat soviele teilbereiche in die man sich einlesen und recherchieren muss, dass einerseits 1 semester dazu nicht reichen würde, oder andererseits würde die arbeit einfach ungenau und nicht gut werden.

Ein Buch zum thema wissenschaftlichen arbeiten habe ich auch schon gelesen, da steht vieles drin über „wie grenze ich mein thema und mein forschungsumfeld ein“, das hat mir bis dato aber null gebracht.

Vielleicht hat ja jemand von euch DIE idee. Ich wäre jedenfalls ultimativ dankbar :smile:.

lg scotty

Hallo,
von deinem Thema an sich habe ich keine Ahnung, aber hab auch gerade mit meiner Magisterarbeit gekämpft…
Zuerst mal ein paar Fragen:

  1. Wann schreibst du die Diplomarbeit, bzw. wann hast du vor anzufangen?
  2. Hast du schon einen (möglichen) Betreuer, hast du mit dem schon über die möglichen Themen geredet, was sagt er dazu?
    Und jetzt noch zwei Anmerkungen:

Wenn zb. jemand der schon 20 Jahre in dieser branche
gearbeitet hat, diese Arbeit schreiben würde dann wäre die
arbeit wahrscheinlich um ein vielfaches besser, da dieser
mensch verglichen mit mir auf einen unersetzbaren
erfahrungsschatz von zig berufsjahren sitzt.

Natürlich hast du einerseits recht, aber eigentlich ist eine Diplomarbeit nur eine etwas größere Hausarbeit und es wird in der Regel nicht erwartet das du wahnsinnig tolle, neue Erkenntnisse lieferst. Mach dir nicht zu großen Druck… so schlimm ist das gar nicht :wink:

Eine Forschungsfrage wäre zb gewesen: Wie ersetzbar sind
analoge special effects, durch den technischen wandel der
digitalen bildbearbeitung (digital visual effects).
Das würde mich einerseits sehr interessieren, andererseits ist
das thema so unglaublich groß und es hat soviele teilbereiche
in die man sich einlesen und recherchieren muss, dass
einerseits 1 semester dazu nicht reichen würde, oder
andererseits würde die arbeit einfach ungenau und nicht gut
werden.

Eine Möglichkeit dieses Thema einzuschränken wäre, einen Untertitel hinzuzufügen, nach dem Motto „… - am Beispiel von Film X“ oder ähnliches.

Naja, am besten wäre es wohl, wenn du erstmal mit deinem Dozenten redest, der kann (und soll!) dir nämlich helfen dein Thema zu finden.
Viel Glück Backs

Hallo bb,

Ich bin in diesem sinne schon mittendrin im diplomsemester und der erste abgabtetermin wäre im september. Man kann aber auch einfach später antreten (wir haben begleitend zur DA ein 45 minütiges kommissionelles defensio), zb im februar.

Ja, ich habe schon einen betreuer. Bei uns wird man sogar von zwei betreut. Idealerweise von jemand aus dem fach (in meinem fall film, 3d) und zusätzlich ein theoretiker (medien/kultur/philosophie).

Also ich habe mir einige diplomarbeiten aus dem vorjahr angesehen und ich muss schon sagen, nach einer größeren hausarbeit sehen die nicht aus. Die meisten magisterarbeiten bei uns sind ca. 70-100 seiten stark und das literaturverzecihnis ist seitenlang, will heißen, mächtig bücher lesen, mächtig viel zitiren, etc.

Die sache, warum ich hier im forum nach hilfe suche ist folgende. Ich will erst meine betreuer konsuliteren, wenn ich etwas „handfestes“ habe. Wenn ich eine klare forschungsfrage definiert habe. Denn bevor ich selbst nicht weiß was ich will können mir die betreuer auch nicht helfen. Die betreuer unterstützen ja nur den prozess und nicht die eigentliche ideenfindung.

Danke für deinen tipp mit dem filmbeispiel. An sowas habe ich auch schon gedacht. Nur dann denk ich mir sofort wieder: ich bin doch kein filmkritiker. Habe vor ein paar tagen zb eine kurze einezelanalyse über terminator 2 gelesen und musste feststellen: wahnsinn, was der autor in diesem film „gesehen“ und interepretiert hat, sowas würde mir niemals einfallen, „so weit“ könnte ich gar nicht denken…see?

Danke für deine anregungen!
Lg scotty

Hallo nochmal :smile:

Also ich habe mir einige diplomarbeiten aus dem vorjahr
angesehen und ich muss schon sagen, nach einer größeren
hausarbeit sehen die nicht aus. Die meisten magisterarbeiten
bei uns sind ca. 70-100 seiten stark und das
literaturverzecihnis ist seitenlang, will heißen, mächtig
bücher lesen, mächtig viel zitiren, etc.

Naja, mit dem Umfang hast du natürlich recht, ich hatte am Schluss auch 85 Seiten + 6 Seiten Quellen, mit dem Vergleich zu Hausarbeiten meinte ich v.a. die Struktur der Arbeit.

Die sache, warum ich hier im forum nach hilfe suche ist
folgende. Ich will erst meine betreuer konsuliteren, wenn ich
etwas „handfestes“ habe. Wenn ich eine klare forschungsfrage
definiert habe. Denn bevor ich selbst nicht weiß was ich will
können mir die betreuer auch nicht helfen. Die betreuer
unterstützen ja nur den prozess und nicht die eigentliche
ideenfindung.

Jein… also, die Betreuer sollen dir schon auch bei der Ideenfindung helfen, vor allem wenn du Probleme hast… Bei mir war es z.B. so das ich - ähnlich wie du - eine Idee hatte aber sehr unsicher war was die Umsetzbarkeit anging. Also hab ich mich mit meinem Prof getroffen und ihm die Idee geschildert und ihm von meinen Unsicherheiten erzählt. Gemeinsam haben wir das Thema dann soweit eingeschränkt, das es machbar ist…
Ich würde dir dringend raten zu deinen Betreuern zu gehen und ihnen dein Problem zu schildern. Sonst „verschwendest“ du zuviel Zeit mit der Fragestellung und bekommst evtl. am Schluss Probleme…

Danke für deinen tipp mit dem filmbeispiel. An sowas habe ich
auch schon gedacht. Nur dann denk ich mir sofort wieder: ich
bin doch kein filmkritiker. Habe vor ein paar tagen zb eine
kurze einezelanalyse über terminator 2 gelesen und musste
feststellen: wahnsinn, was der autor in diesem film „gesehen“
und interepretiert hat, sowas würde mir niemals einfallen, „so
weit“ könnte ich gar nicht denken…see?

Nun, du musst bei dem von dir gewählten Thema ja keine Filmkritik schreiben, eine „kurze“ Wiedergabe/ Beschreibung des Films würde da sicherlich reichen. Und wenn du nur die Hauptdarsteller vorstellst und die „Geschichte“ des Films beschreibst, hast du ganz fix 5-10 Seiten voll und das reicht meiner Meinung nach als Hintergrundinfo. Dann evtl. einzelne Szenen genauer Beschreiben, wenn sie für dein Thema besonders wichtig/ anschaulich sind, das reicht… und wenn du es unbedingt für nötig hälst, kannst du ja auch aus bereits vorhandenen kritiken zitieren :wink:

Danke für deine anregungen!
Lg scotty

Gerne doch :smile:
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