Direktversicherer, seriös und effektiv ?

An die, die sich auskennen :smile:, eine Frage:

Ich will demnächst meine Hapftpflichtversicherung (unbegrenzt haftend, Huk) kündigen, weil ich Hartz-Opfer geworden bin und sie mir einfach nicht mehr leisten kann. Stattdessen überlege ich, eine von einer der Direktversicherungen zu nehmen, die die Stiftung Warentest vor ein paar Jahren ausgewertet hat. Sie ist für 3 Mio und ist 20 € billiger.

Aber - sind Direktversicherer seriös ? Und kommen sie denn wirklich für Schäden auf ? Was genau bedeutet diese Bezeichnung ?

Danke im voraus für kompetente und unparteiliche, d.h. verbraucherfreundliche Antworten !

Hallo,

ich denke, man sollte bei Abschluß einer Direktversicherung unterscheiden um welche Sparten es sich handelt. Eine PHV ist eine recht „einfache“ Versicherung. Wenn du keinen Wert auf besondere Deckungserweiterungen legst (die es im übrigen vor ein paar Jahre noch garnicht gab) bist du sicherlich auch bei einer Direktversicherung gut aufgehoben.Nur darfst du nicht schimpfen, wenn du mal einen Schadn hast, wenn du beispielsweise einem Freund etwas geholfen hast und ihm dabei etwas beschädigst und dieser Schaden abgelehnt wird. Aber so ist es nun mal.

Gruß
Michael

Danke, Michael, für die schnelle Antwort !

(…) man sollte bei Abschluß einer Direktversicherung

unterscheiden um welche Sparten es sich handelt. Eine PHV ist
eine recht „einfache“ Versicherung. Wenn du keinen Wert auf
besondere Deckungserweiterungen legst (die es im übrigen vor
ein paar Jahre noch garnicht gab) bist du sicherlich auch bei
einer Direktversicherung gut aufgehoben.Nur darfst du nicht
schimpfen, wenn du mal einen Schadn hast, wenn du
beispielsweise einem Freund etwas geholfen hast und ihm dabei
etwas beschädigst und dieser Schaden abgelehnt wird. Aber so
ist es nun mal.

Gruß

Michael

Frage 1 : Aber das wird nicht nur bei den „Direkten“ sondern überhaupt bei der PHV abgelehnt, oder ?

Frage 2 : Meinst du mit „Deckungserweiterungen“ vielleicht auch die „Forderungsausfalldeckung“ ? DIE hätte ich natürlich auch gerne (hatte natürlich nie was davon gehört aber nachdem ich den StftgWarentest-Artikel gelesen hab’…) denn es hört sich gut an, sie kostet aber 20 € mehr und das kann ich wie gesagt nicht zahlen …

Danke dir im voraus für Antworten … :wink:

Hallo!

im Prinzip ist der Haftungsumfang von Direkt- und Serviceversicherern gleich.

Man kann den Versicherungsumfang noch um die Forderungsausfalldeckung erweitern. Es gelten dabei aber relativ hohe Schadensgrenzen, d.h. Eigenschäden werden erst ab einer Größenordnung von etwa 2000 Euro übernommen und auch nur, wenn von dem Schädiger nachweislich kein Ersatz zu erhalten ist. Dazu muss dann ein entsprechender Titel gegen den Schädiger an die Versicherung abgetreten werden.

Der wichtigste Unterschied ist nach meiner Erfahrung das Verhalten der Versicherung nach einem gemeldeten Schaden:
Direkt- und Billigversicherer neigen (oft schon) nach dem ersten Schaden dazu, von ihrem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen. Die Konsequenz ist dann, dass der (ehemalige) Versicherungsnehmer erhebliche Schwierigkeiten hat, überhaupt noch irgendwo eine Privathaftpflichtversicherung zu bekommen. Diese Neigung steigt übrigens noch, wenn der erste Schaden ein relativ kleiner Schaden ist. Motto: Wenn der Kunde mit diesem Mist an uns herantritt, was können wir in der Zukunft noch alles an Schäden erwarten.

Wenn Sie dies vermeiden wollen, sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, bei einem Service-Versicherer eine Privathaftpflicht mit einer Selbstbeteiligung abzuschließen. Das spart Beiträge und sichert Sie gegen die wirklich schweren Fälle ausreichend ab.

Viel Glück für die Zukunft und freundliche Grüße,

Holger Tonn

Danke, Holger Tonn.

(…)Der wichtigste Unterschied ist nach meiner Erfahrung das

Verhalten der Versicherung nach einem gemeldeten Schaden:
Direkt- und Billigversicherer neigen (oft schon) nach dem
ersten Schaden dazu, von ihrem außerordentlichen
Kündigungsrecht Gebrauch zu machen. Die Konsequenz ist dann,
dass der (ehemalige) Versicherungsnehmer erhebliche
Schwierigkeiten hat, überhaupt noch irgendwo eine
Privathaftpflichtversicherung zu bekommen. Diese Neigung
steigt übrigens noch, wenn der erste Schaden ein relativ
kleiner Schaden ist. Motto: Wenn der Kunde mit diesem Mist an
uns herantritt, was können wir in der Zukunft noch alles an
Schäden erwarten.

Das ist ja schrecklich ! Mit welcher Begründung kündigen die einem ?

Wenn Sie dies vermeiden wollen, sollten Sie vielleicht darüber
nachdenken, bei einem Service-Versicherer eine
Privathaftpflicht mit einer Selbstbeteiligung abzuschließen.
Das spart Beiträge und sichert Sie gegen die wirklich schweren
Fälle ausreichend ab.

Das wurde mir auch nahegelegt. Das ist aber für mich gleich bedeutend mit : keine Versicherung haben. Denn für „kleinere“ Schäden müsste ich selbst auskommen - wovon denn ? von 345,- € ? Und die „großen“, die würden übernommen werden, kein Trost, muss ich sagen.
Nein, das mache ich bestimmt nicht, denn ich KANN mich nicht selbst beteiligen. Die einzige Alternative zu einer preisgünstigeren Versicherung wäre gar keine :frowning:

Hallo nochmal!
(Ich werde aber gleich aus dem Netz gehen)

Das ist ja schrecklich ! Mit welcher Begründung kündigen die
einem ?

Für eine außerordentliche Kündigung gemäß den Versicherungsbedingungen bedarf es keiner Begründung. Die lapidare Begründung lautet: „Ihr Vertrag ist für uns unwirtschaftlich.“ Die Unternehmen lassen mit sich in diesen Fällen auch nicht diskutieren. Das geht nach 08/15-Schema.

Wenn Sie dies vermeiden wollen, sollten Sie vielleicht darüber
nachdenken, bei einem Service-Versicherer eine
Privathaftpflicht mit einer Selbstbeteiligung abzuschließen.
Das spart Beiträge und sichert Sie gegen die wirklich schweren
Fälle ausreichend ab.

Das wurde mir auch nahegelegt. Das ist aber für mich gleich
bedeutend mit : keine Versicherung haben. Denn für „kleinere“
Schäden müsste ich selbst auskommen - wovon denn ? von 345,-
€ ? Und die „großen“, die würden übernommen werden, kein
Trost, muss ich sagen.
Nein, das mache ich bestimmt nicht, denn ich KANN mich nicht
selbst beteiligen. Die einzige Alternative zu einer
preisgünstigeren Versicherung wäre gar keine :frowning:

Eine Privathaftpflicht mit 150 Euro Selbstbeteiligung kostet je nach Status (Single, Paar, Familie) ca. 50 - 60 Euro / Jahr. Ohne Selbstbeteiligung 70 - 95 Euro im Jahr (beim Service-Versicherer). Diese Beträge kann man auch unterjährig (viertel-/halbjährlich) aufteilen.

Keine Versicherung zu haben ist zwar auch eine Alternative. Sollten Sie, was ich Ihnen wünsche, wieder wirtschaftlich auf die Beine kommen, können Sie sich mit einem größeren Schaden aber die gesamte wirtschaftliche Zukunft zerstören. Die ARGE kommt übrigens auf keinen Fall für Schäden auf, die Sie oder mitversicherte Partner oder Kinder anrichten.
Wenn Sie gar keine Versicherungen haben, die Privathaftpflicht ist die absolut wichtigste (und meines Wissens in anderen Ländern sogar eine Pflichtversicherung).

Lassen Sie sich die Sache noch mal durch den Kopf gehen!

Freundliche Grüße,

Holger Tonn

Kurze Ergänzung:
Die Versicherer und der Kunde haben nach jedem regulieungspflichtigen Schaden gemäß den Versicherungsbedingungen ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Für eine außerordentliche Kündigung gemäß den
Versicherungsbedingungen bedarf es keiner Begründung. Die
lapidare Begründung lautet: „Ihr Vertrag ist für uns
unwirtschaftlich.“ Die Unternehmen lassen mit sich in diesen
Fällen auch nicht diskutieren. Das geht nach 08/15-Schema.

Danke nochmal, Holger Tonn,

Eine Privathaftpflicht mit 150 Euro Selbstbeteiligung kostet
je nach Status (Single, Paar, Familie) ca. 50 - 60 Euro /
Jahr. Ohne Selbstbeteiligung 70 - 95 Euro im Jahr (beim
Service-Versicherer). Diese Beträge kann man auch unterjährig
(viertel-/halbjährlich) aufteilen.

Wie gesagt kann ich von 345 € (eigentlich noch weniger) mir die Huk-PHV für 62,- € NICHT mehr leisten. DAS ist der Grund meiner Überlegung, überhaupt zu wechseln.
Ich könnte allerhöchstens 42 € bezahlen, mit Mühe und Not, mehr ist nicht drin.

Keine Versicherung zu haben ist zwar auch eine Alternative.
Sollten Sie, was ich Ihnen wünsche, wieder wirtschaftlich auf
die Beine kommen, können Sie sich mit einem größeren Schaden
aber die gesamte wirtschaftliche Zukunft zerstören.

Sollte ich in es schaffen, würde ich sofort wieder eine „ordentliche“ Versicherung nehmen !

Die ARGE

kommt übrigens auf keinen Fall für Schäden auf, die Sie oder
mitversicherte Partner oder Kinder anrichten.

Die ARGE ! Die kommt natürlich für gar nichts auf, sie kürzt einem sogar das arg wenige, was man bekommt. Dabei würde es reichen wenn sie ARBEIT hätte, normale Arbeit, keine 1-Euro-Jobs - aber lassen wir das lieber …

Wenn Sie gar keine Versicherungen haben, die Privathaftpflicht
ist die absolut wichtigste (und meines Wissens in anderen
Ländern sogar eine Pflichtversicherung).

Lassen Sie sich die Sache noch mal durch den Kopf gehen!

Das ist leider nichts zum „durch den Kopf gehen lassen“ - wenn das Geld nicht reicht, dann reicht es nicht …

Übrigens gibt es bei der Huk eine mit Selbstbeteiligung (250 €) für ca. 36 €. WENN, dann würde ich natürlich DIE nehmen. Aber VOWON soll ich „kleinere“ Schäden zahlen ?

Es wäre wirklich zum Totlachen, wäre es nicht so traurig …

Ein letztes Mal für jetzt ein Hallo!

Übrigens gibt es bei der Huk eine mit Selbstbeteiligung (250
€) für ca. 36 €. WENN, dann würde ich natürlich
DIE nehmen. Aber VOWON soll ich „kleinere“ Schäden zahlen ?

Es wäre wirklich zum Totlachen, wäre es nicht so traurig …

Das hört sich doch nicht schlecht an! (Die HUK ist allerdings auch dafür bekannt, dass sie schnell schadensbedingt kündigt)

Meine Empfehlung (wenn Sie sich auch nicht bei mir versichern wollen):
Beantragen Sie den genannten Schutz bei der HUK mit vierteljährlicher Zahlungsweise. Das dürften dann etwa 10 Euro alle 3 Monate sein.

Wenn ein kleinerer Schaden passiert und sie können ihn nicht bezahlen, kein Problem. Da bei Ihnen wahrscheinlich nichts gepfändet werden kann, bleiben Sie halt bis zum Ende Ihrer wirtschaftlich schlechten Lage auf den (immerhin überschaubaren) Schulden hängen. Wenn’s dann wieder besser läuft, müssen Sie den Betrag dann später zahlen. Sie vermeiden aber, dass sich aus einem Schadensereignis ein Horror-Schuldenberg aufbaut. Das ist doch besser als nichts.

Sollten Sie tatsächlich einmal die HUK wegen eines Schadens in Anspruch nehmen müssen, sollten Sie überlegen, ob nicht Sie selbst eine schadensbedingte Kündigung aussprechen. (Sie haben insofern die gleichen Rechte wie Ihre Versicherung)
Dann gibt’s auch keine Probleme, eine neue Versicherungsgesellschaft zu finden.

Ich hoffe, Ihnen damit doch ein bisschen weitergeholfen habe und dass Sie jetzt vielleicht schon etwas besser schlafen können.

Freundliche Grüße, H. Tonn

Hmm, ich gehe auch gleich schlafen :wink:

Das hört sich doch nicht schlecht an! (Die HUK ist allerdings
auch dafür bekannt, dass sie schnell schadensbedingt kündigt)

Ich bin fast 30 Jahre bei der Huk versichert. Sie hat immer toll reagiert, meine wenigen Schadensfälle waren natürlich immer „klein.“

Meine Empfehlung (wenn Sie sich auch nicht bei mir versichern
wollen):

Ach ! Sie wollten mir eine Versicherung „andrehen“ ? Kann man den Beruf nicht mal für einen Moment vergessen und einen Menschen einfach so, von Mensch zu Mensch, beraten ? :frowning:

Beantragen Sie den genannten Schutz bei der HUK mit
vierteljährlicher Zahlungsweise. Das dürften dann etwa 10 Euro
alle 3 Monate sein.

DAS ist mir klar ! Das wäre ja auch der einzige Grund, warum ich den nehmen würde, weil der billig ist. Aber wofür denn, wenn er die „kleineren“ Schäden, die ich wenn überhaupt verursachen würde, nicht deckt ?

Wenn ein kleinerer Schaden passiert und sie können ihn nicht
bezahlen, kein Problem. Da bei Ihnen wahrscheinlich nichts
gepfändet werden kann, bleiben Sie halt bis zum Ende Ihrer
wirtschaftlich schlechten Lage auf den (immerhin
überschaubaren) Schulden hängen.

Ich hatte NOCH NIE Schulden und werde auch jetzt nicht damit anfangen !!! Eine Versicherung aus den 345,- € zahlen und dann Schulden machen, weil die Versicherung den Schaden nicht deckt …!?!

Wenn’s dann wieder besser

läuft, müssen Sie den Betrag dann später zahlen. Sie vermeiden
aber, dass sich aus einem Schadensereignis ein
Horror-Schuldenberg aufbaut. Das ist doch besser als nichts.

Langsam werde ich dieser Horrorszenarien leid.

Sollten Sie tatsächlich einmal die HUK wegen eines Schadens in
Anspruch nehmen müssen, sollten Sie überlegen, ob nicht Sie
selbst eine schadensbedingte Kündigung aussprechen. (Sie haben
insofern die gleichen Rechte wie Ihre Versicherung)
Dann gibt’s auch keine Probleme, eine neue
Versicherungsgesellschaft zu finden.

Sorry, verstehe nicht, warum ich „schadensbedingt“ kündigen sollte, wie sieht so was überhaupt aus ?

Ich werde kündigen müssen, weil ich das Geld zum Existieren brauche und sonst nichts.

Wenn Juristen und wohl dann auch Versicherungen rum tricksen, muss ich nicht auch damit anfangen …

Hallo Arcoiris!

Ich denke, Sie haben drei Möglichkeiten:

  1. gar keine Versicherung
    Da der Versicherungsfall ungewiss ist kann es sein, dass Sie umsonst die Prämien für Ihre Privathaftpflichtversicherung bezahlt haben. Um dem vorzubeugen, könnten Sie auf einen entsprechenden Vertrag gänzlich verzichten. Ich will aber nicht in Ihrer Haut stecken, wenn es Sie „erwischen“ sollte.

  2. Billig-Vertrag
    Angebote mit Dumpingprämien erhalten Sie fast ausschließlich über sog. Direktversicherer. Da diese keine Vermittler beschäftigen und außerdem sehr eng kalkulieren (geringe Kostenstruktur) sind wesentlich niedrigere Prämien möglich. Sie müssen sich allerdings um alles selbst kümmern - auch im Schadensfall - und zudem in Kauf nehmen, dass es keinen Verhandlungsspielraum mit dem Direktversicherer geben wird (z. B. Kulanzzahlungen)

  3. Spar-Variante
    Sie schließen über einen Vermittler eine günstige Haftpflichtversicherung ab. Diese hat keine besonderen Einschlüsse - es liegen die standartisierten Bedingungen zugrunde. Da Sie eine Selbstbeteiligung kategorisch ausschließen, könnte man über einen Mehrjahresvertrag nachdenken (ausnahmsweise) und so die Prämie rabattieren.

Eines wird Ihnen nicht gelingen: Eine billige Prämie bei einem „guten“ Versicherer zu Top-Konditionen erhalten. Das wäre Wunschdenken. Wenn Sie Geld sparen wollen, müssen Sie auch auf Leistung verzichten. Auch bei Versicherungen!

Aber - sind Direktversicherer seriös ?

Es gibt viele Direktversicherer, die in Ihrer Struktur seriös arbeiten.

Und kommen sie denn wirklich für Schäden auf ?

Nun, man hat einen Vertrag und an den müssen sich beide Vertragspartner halten. Es gibt zwar schadensabwehrfreudige Versicherer; da es sich aber um Haftpflichtversicherungen handelt und somit Drittschäden Versicherungsgrundlage sind, ist man von den finanziellen Nachteilen nur indirekt betroffen.

Was genau bedeutet diese Bezeichnung ?

Direktversicherer beschreibt den Weg zum Versicherungsvertrag. Normaler Weise führt dieser über einen Vermittler zum Versicherer zum Vertrag. Beim Direktversicherer wird der Vermittler außen vor gelassen - Der Kunde geht „direkt“ zum Versicherer und so zum Vertrag. Der Vorteil: Keine Provisionszahlungen und kostengünstige Kalkulation. Wer aber bei einem Direktversicherer einen Versicherungsvertrag abschließt, hat noch lange keine Direktversicherung! Das ist wieder was ganz anderes…

Danke im voraus für kompetente und unparteiliche, d.h.
verbraucherfreundliche Antworten !

Bitte. Ich wünsche Ihnen für die Zunkunft noch alles Gute!

Beste Grüße

Stephan

Hallo und guten Morgen!

Ich bin fast 30 Jahre bei der Huk versichert. Sie hat immer
toll reagiert, meine wenigen Schadensfälle waren natürlich
immer „klein.“

Ich wollte Ihnen Ihre Versicherung nicht madig machen. Es ist halt eine Erfahrungssache, dass sich bei uns öfters Kunden melden, die bei der HUK rausgeflogen sind.

Meine Empfehlung (wenn Sie sich auch nicht bei mir versichern
wollen):

Ach ! Sie wollten mir eine Versicherung „andrehen“ ? Kann man
den Beruf nicht mal für einen Moment vergessen und einen
Menschen einfach so, von Mensch zu Mensch, beraten ? :frowning:

Ich lebe vom Verkauf von Versicherungen. Meine Tätigkeit sehe ich dabei nicht als „Andrehen“, sondern als seriöse Beratung. Fühlen Sie sich von mir gegängelt? Wenn ja, dann sorry! Im übrigen war der Satz auch mit einem kleinen Augenzwinkern gemeint.

Wenn ein kleinerer Schaden passiert und sie können ihn nicht
bezahlen, kein Problem. Da bei Ihnen wahrscheinlich nichts
gepfändet werden kann, bleiben Sie halt bis zum Ende Ihrer
wirtschaftlich schlechten Lage auf den (immerhin
überschaubaren) Schulden hängen.

Ich hatte NOCH NIE Schulden und werde auch jetzt nicht damit
anfangen !!! Eine Versicherung aus den 345,- € zahlen
und dann Schulden machen, weil die Versicherung den Schaden
nicht deckt …!?!

Ich wollte Ihnen keinen Schuldenberg aufhalsen (Um Gottes Willen …) Nur wenn Sie das Risiko von schadensbedingten Schulden so klein wie möglich halten wollen, müssen Sie entscheiden, wieviel Ihnen diese Risikoabsicherung wert ist. Und im Zweifel ist ein kleiner Schuldenberg doch immer noch besser als ein großer, oder …?

Wenn’s dann wieder besser

läuft, müssen Sie den Betrag dann später zahlen. Sie vermeiden
aber, dass sich aus einem Schadensereignis ein
Horror-Schuldenberg aufbaut. Das ist doch besser als nichts.

Langsam werde ich dieser Horrorszenarien leid.

Die Versicherung ist auch und gerade für Extremfälle da. Für die umgestoßene Vase brauchen Sie keine Versicherung. Zumindest wird ein solcher Schaden Sie nicht lebenslang aus der Bahn werfen. Wichtig ist die Versicherung, wenn Sie einen größeren Schaden in 4 oder 5-stelliger Höhe verursachen, z.B. als Fußgänger bei einem Verkehrsunfall. Dann sichert die Haftpflichtversicherung Ihre witschaftliche Zukunft (und nebenbei auch die des Geschädigten!) ab.

Sollten Sie tatsächlich einmal die HUK wegen eines Schadens in
Anspruch nehmen müssen, sollten Sie überlegen, ob nicht Sie
selbst eine schadensbedingte Kündigung aussprechen. (Sie haben
insofern die gleichen Rechte wie Ihre Versicherung)
Dann gibt’s auch keine Probleme, eine neue
Versicherungsgesellschaft zu finden.

Sorry, verstehe nicht, warum ich „schadensbedingt“ kündigen
sollte, wie sieht so was überhaupt aus ?

Weil derjenige, der zuerst kündigt, in diesem Fall die besseren Karten hat. Wie das aussieht? „Aus Anlass des Schadens vom … nehme ich mein außerordentliches Kündigungsrecht wahr und kündige …“ Lassen Sie sich in so einem Fall vorher aber noch einmal beraten!

Ich werde kündigen müssen, weil ich das Geld zum Existieren
brauche und sonst nichts.

Ihre Entscheidung! (s.o.)

Wenn Juristen und wohl dann auch Versicherungen rum tricksen,
muss ich nicht auch damit anfangen …

Die Versicherungsverträge regeln sich nun mal nach Gesetzen und (Versicherungs-) Bedingungen, wie alle Verträge, die sie schließen.
Nennen Sie es, wie Sie wollen („rumtricksen“). Die Gegenseite nimmt im Zweifel ihre Rechte aus diesen „Spielregeln“ wahr.

Freundliche Grüße,

Holger Tonn

Hi,
ich hab den ganzen Sums an Antworten nicht gelesen, aber ich glaube die billigste Variante zu kennen - wende dich an die Haftpflichtkasse Darmstadt und nimm den Tarif mit 125 Euro Selbstbeteiligung für 37 Euro pro Jahr. Deckung 3 Mio mit Ausfalldeckung.
Gruß, Alex

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke dir, Alex !

Das hört sich schon besser an, nicht mehr 250 € sondern 125 € Selbstbeteiligung… Und 37,- € ist auch gut !!! Werde in jedem Fall mir die Haftpflichtkasse angucken.

Grüße :smile:

Hi,
ich hab den ganzen Sums an Antworten nicht gelesen, aber ich
glaube die billigste Variante zu kennen - wende dich an die
Haftpflichtkasse Darmstadt und nimm den Tarif mit 125 Euro
Selbstbeteiligung für 37 Euro pro Jahr. Deckung 3 Mio mit
Ausfalldeckung.
Gruß, Alex

Hi!

Dass Direktversicherer einen schlechteren Service oder schneller
Kündigen als andere Versicherer, halte ich persönlich für ein Gerücht.
Auch traditionelle Versicherungsunternehmen, die einen schwerfälligen
Außendienstapparat mit sich schleppen als „Service-Versicherung“ zu
bezeichnen, halte ich für verfehlt. In vielen Fällen habe ich genau das
Gegenteil erlebt.

Aus meiner Sicht arbeiten Direktversicherer schneller und deutlich
effektiver und heben sich gerade in ihrer geradlinigen und schnellen
Bearbeitung von einem Außendienst-Versicherer ab. Zudem sind diese in
vielen Produktgattungen deutlich biller.

Beste Grüsse
Falke

Danke, Falke !

Stephan,

danke für diese Infos !

Es gibt viele Direktversicherer, (…)

Nun, man hat einen Vertrag und an den müssen sich (…)

Direktversicherer beschreibt den Weg (…)

Ich musste diese 3 Antworten jetzt auf diese Weise kürzen, weil mir das System hier sagte, es sei zu viel zitierter Text :wink:

Hallo,

du solltest eventuell mal beim Sozialamt vorsprechen.

Ich habe mehrere Kunden, die die Beiträge für Haftpflicht- und Hausratversicherungen bezahlt bekommen.

Viele Grüße

Ralf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Ralf !

Ich schreibe dir eine e-mail.

Hallo,

du solltest eventuell mal beim Sozialamt vorsprechen.

Ich habe mehrere Kunden, die die Beiträge für Haftpflicht- und
Hausratversicherungen bezahlt bekommen.

Viele Grüße

Ralf