Hallo!
Da nur noch dieses Jahr die Besteuerung von Kapitalanlagen bzgl. Direktversicherung o.A. wegfällt, spiele ich mit dem Gedanken noch etwas zu machen.
Soweit ich weiss wird bei der Direktversicherung [1] max. 1752€ vom Brutto aus Sonderzahlungen für die Altersvorsorge verwendet. So etwas würde ich evtl. bei Clerical Medical oder bei MetLife Europe machen wollen.
Nun gibt es aber auch die Möglichkeit über einen Pensionsfond [2] (auch in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber, in diesem Fall Allianz) die private Altersvorsorge zu machen.
Dritte Alternative wäre die Geldanlage in einem seriösen Fond [3].
Gut bei [1]: Geldanlage geht vom Brutto und wird pauschal mit ca. 20% besteuert, bei Auszahlung zur Rente keine Besteuerung mehr.
Keine Ahnung wie das genau bei [2] ist, aber ich glaube man ist auch steuerbefreit bei Auszahlung!?
Gut bei [3] sind die zu erwartenden höheren Renditen (die nicht garantiert sind), allerdings Zinssteuer, wenn ich nicht irre.
Clerical Medical macht glaube ich auch sowas in Kombination, also Kapitallebensversicherung mit Fondsanteil - aber gibt es da dann auch steuervorteile?
Irgendwie blicke ich durch den Jungel nicht durch, was macht mehr sinn, steuerbegünstigung oder eher ein wenig risiko in einem normalen fond (bzw. normale Kapitallebensversicherung)?
Zu meiner Person: 25 Jahre alt, ledig, Angestellter
Würde mich freuen, wenn mir jemand ein paar tips geben könnte.
Gruß,
Matthias
Hallo Matthias,
mal eine Teilantwort:
zu 2 (Pensionsfonds) die Info, dass hier nachgelagert besteuert wird. D.h. mit deinem dann geltenden Steuersatz.
Aber prüfe nochmal nach, ob das nicht eine Pensionskasse ist, die die Allianz da anbietet.
Ansonsten hängt viel davon ab, wie deine Risikoneigung ist und deine bisherige Versorgungssituation. Tendenziell bin ich immer dafür, einen sicheren „Sockel“ zu haben, auf dem dann weniger sichere Anlagen stehen. Da du noch einen langen Anlagehorizont hast, ist auch ein größerer Anteil „riskante“ Anlagen ok.
Zu den Anbietern kann ich nix sagen,
Andreas
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Hallo Matthias,
prinzipiell gibt es für die betriebliche Altersversorgung fünf teilweise sehr unterschiedliche Durchführungswege:
- Direktzusage § 11 EStG
- Unterstützungs-Kasse § 11 EStG
- Direktversicherung § 40b EStG
- Pensionskasse § 3 EStG
- Pensionsfonds § 3 EStG.
Jeder hat seine, was die Auswahl nicht so leicht macht, Vorteile.
Eine der ersten Fragen an deinen AG? Welchen Durchführungsweg gibt es bereits im Unternehmen… Hat der bereits eine Pensions-Kasse z. B. der Allianz, wird es mit anderen Anbietern sehr schwierig…
Anspruch hast du auf „Entgeltumwandlung“ nicht auf eine „Arbeitgeberfinanzierte“ BAV…
Klassiker früher: Direktversicherung… (Pauschalbesteuerung nach § 40b). Da war die Pauschsteuer aber auch teilweise bei nur 5%… (nicht wie jetzt 20% + Soli). Sprich bei niedrigeren Einkommen nicht mehr so interessant… Hier ändert sich allerdings die Rechtslage zum 1.1.2005. Dann fällt der § 40b für neue Verträge weg… Alte können sich entscheiden (bis zum 30. Juni 2005) ob Besteuerung nach 40b oder nachgelagerte Besteuerung…
Klassiker heute: Pensionskasse… (alle 3 BAV Formen sind möglich: § 3 Nr. 63 EStg, § 40b und § 10a - Riester -). Keine Beiträge zum Pensionssicherungsverein und keine zusätzlichen fixen Verwaltungskosten (wie. z. B. bei der Unterstützungskasse). Also ideal? Nicht unbedingt: Werden geführt wie ein Versicherungsunternehmen, unterliegen aber keiner Aufsicht. Verwenden alte Sterbetafeln. Schlecht in der Versteuerung bei kapitalauszahlung…
Interessant: U-Kasse… Problem hier: der Vertrag kann bei einem AG-Wechsel nicht privat fortgeführt werden…
Also doch: Direktversicherung? Vielleicht schon. Würde ich jedenfalls jetzt machen… Aber „Ratschläge sind ja auch Schläge“, gerade von Leuten, die man nicht kennt… Also beraten lassen: Am besten Versicherungsberater… Grad bei unbekannteren Gesellschaften, die zur Auswahl vorschlägst…
Gruß Matthias
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